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Wiesenschleppe vs. -striegel / Erfahrungen?

Hier findet man Hilfe in Sachen Landtechnik.
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Wiesenschleppe vs. -striegel / Erfahrungen?

Beitragvon Jochen4 » Mi Apr 09, 2014 15:28

Meine alte Wiesenschlepppe ist mittlerweile wohl an der Verschleißgrenze. Ich überlege, mir eine neue (gebrauchte) zu besorgen. Bei der Suche stoße ich immerwieder auf Geräte wie diese hier:
Bild

Mit der konventionellen Wiesenschleppe ist es kein Problem, meine z.T. stark mit Maulwurfshügeln (Mistviecher) verseuchten Wiesen einzueben. Wenn ich aber solche Teile wie oben auf dem Bild zu sehen sehe, dann frage ich mich, ob die das gewubbt kriegen, oder muss man mit den Dingern dann 3-4 Mal über die Maulwurfshügel fahren bevor sie eingeebnet sind?
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Re: Wiesenschleppe vs. -striegel / Erfahrungen?

Beitragvon Teddy Bär » Do Apr 10, 2014 20:09

Hallo,
so eine Wiesenschleppe hatte ich mal. Die auf dem Bild scheint noch eine alte Bottin zu sein. Die Firma wurde irgendwann von Joskin geschluckt und die haben fleissig weiter entwickelt.
Ist die Frage mit den Maulwurfshügeln dein Ernst? Schau dir mal genau das Bild an wie schwer diese Maschine ist. Wenn eine leichte konventionelle Wiesenegge mit Netz einen Maulwürfshügel schafft, dann diese schwere Maschine ja wohl auch.
Dieses alte Model hat noch hinten diese Ritze. Meine alte Joskin hatte das auch. Das ist nicht wirklich das richtige für überall. Man kann den Druck zwar verstellen aber das Arbeitsergebnis ist oft unbefriedigend. Dabei ist das Arbeitsergebnis aber immer noch besser als das einer Netzegge.
Der Nachfoger dieser Maschine ist die Joskin Scariflex. Die hab ich schon ein paar Jahre und bin überzeugt von dieser Schleppe mit Striegel Kombination.
Nachteile hat die Scariflex aber auch,
- um ordentlich damit zu arbeiten sollte man nur 8km/h damit fahren. Fährt man schneller hüpfen die Stahlfedern.
- rückwärts fahren ist tabu und wird teuer
- der Preis und das Gewicht ist 3x höher wie der einer Netzschleppe.
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Re: Wiesenschleppe vs. -striegel / Erfahrungen?

Beitragvon Jochen4 » Fr Apr 11, 2014 12:42

Jo, eigentlich war meine Frage nach den Maulwurfshügeln schon ernst gemeint. Die sind manchmal riesig! Und was nützt einem ein großes Gesamtgewicht wenn die Federn bei einem Maulwurfshügel nachgeben?
Zudem haben wir hier meist moorige Wiesen. Während die Netz-Schleppe ihr Gewicht gleichmäßig auf dem Boden verteilt, habe ich die Befürchtung, dass die Räder von der Joskin (Bild oben) im weichen, nachgebenden Boden versinken und somit ein Einstellen sehr, sehr schwierig machen...
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Re: Wiesenschleppe vs. -striegel / Erfahrungen?

Beitragvon Teddy Bär » Fr Apr 11, 2014 19:30

Mit den Maulwurfshügeln haben die Schaufeln keine Probleme. Diese Schleppen sind wenig verbreitet weil man damit nicht so schnell fahren kann und sie sie so teuer sind.
Ich schätze an der Maschine die gute Arbeit. Weil ich viel Mist auf meine Wiesen fahre ist das mir extrem wichtig. Auch Kuhfladen verteilen die Schaufeln zuverlässiger als Netzeggen.
Mit den Rädern ist das so eine Sache. Meine alte Bottin hatte noch keine Räder. Ging auch aber dadurch lief sie auf unebenen Flächen sehr unruhig. Einige Maschinen wurden deswegen mit Rädern nachgerüstet.
Meine Joskin Scariflex hat schon einige Jahre hinter sich. Sie hat auch Stahlräder. Unter feuchten Verhältnissen kann es schon mal passieren dass ein Rad sich mit feuchtem Boden zusetzt und nicht mehr mitdreht. Macht aber nichts. Die neuen Scariflex haben deswegen luftbereifte Gummiräder. Aber meine bekommen wenigstens keinen Plattfuss.
Die Federn sind aus Federstahl. Die sind extem hart.
Die Maschine auf dem Foto hat noch die alten Federn vorne. Die Scariflex hat vorne stärkere Federn und hinten die normalen.
Nicht zu unterschätzen ist bei diesen Schleppen der Leistungsbedarf.
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Re: Wiesenschleppe vs. -striegel / Erfahrungen?

Beitragvon argus » Fr Apr 11, 2014 21:16

Hallo Jochen4

Wenn Du eine effektive Wiesenschleppe suchst, kann ich Dir die Wiesenhexe Igel, oder die bei uns in Österreich weit verbreitete voll verzinkte Wölfleder Wiesenegge empfehlen.
Beide Geräte sind einfach aufgebaut, aber sehr wirkungsvoll bei der Arbeit.
Für die gute Zerkleinerung von Stallmist ist einfach eine möglichst große Arbeitslänge und für das einebnen von Maulwurfshüglel ein hohes Gewicht erforderlich um nicht so leicht nach oben hin auszuweichen.
Habe aber früher selber längere Zeit einen kombinierten Hatzenbichler Wiesen-Ackerstriegel benutzt, ein gutes Arbeitsergebniss wird aber meist erst nach zweimaliger Überfahrt erzielt.
Für moosige oder verfiltzte Wiesen ist der Striegel aber gut geeignet, da er eine gute Bodenanpassung hat.
Auch für empfindliche Bestände ist er sicher gut geeignet, da man die Arbeitsintensität und den Druck auf die Zinken über die Tasträder verstellen kann.
Die Arbeitsgeschwindigkeit ist für gute Arbeit auf Grünland nach meiner Erfahrung eher hoch zu wählen.
Preislich sind die Geräte eher teuer und auch relativ schnell verschlissen durch die dünnen Zinken.
Wer einen Striegel aber vorrangig auf Ackerflächen nutzt und nur etwas auf Grünland, dann ist er auf jeden Fall eine Alternative zu herkömmlichen Wieseneggen.
Solche Geräte wie auf dem Bild sind bei uns in der Gegend kaum verbreitet, aber die aufwendige Konstruktion finde ich für Funktion einer einfachen Wiesenschleppe etwas ungeeignet.
In der Gegend laufen auch sehr viele dieser günstigen Gußsternwieseneggen, aber die Arbeitsqualität und Bodenanpassung ist nicht besonders überzeugend.
kreiselschwoderheigermähwerkkipperfassllodewogn
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Re: Wiesenschleppe vs. -striegel / Erfahrungen?

Beitragvon Daniel Setz » Sa Apr 12, 2014 21:14

Hallo!

Ich hab mal eine allgemeine Frage zum Thema "Wiesen abschleifen oder striegeln".

Wir haben 20 Hektar Wiese für unsere Mutterkühe und fahren jedes Frühjahr mit der Gussstern- Schleppe drüber, um Maulwurfshügel und Stallmist eben zu ziehen. In der Front haben wir einen Lehner- Streuer für die gleichzeitige Übersaat mit Weidelgras.

Vom Striegeln hört man ja viel Gutes, und ich würde mir auf unseren schlechten Sandböden auch eine bessere Grasnarbe mit mehr Ertrag wünschen. Durch Trockenperioden und Beweidung macht die Wiese schon ganz schön was mit, und wir sind praktisch auf jeden Halm angewiesen. 20 Hektar für 17 Mutterkühe reichen jedes Jahr gerade so...

Probleme mit Moos und Filz haben wir eigentlich nicht, eher mit geringem Ertrag und lückigem Bestand sowie mit Wiesenkerbel und Ampfer.

Meint ihr, es lohnt sich über einen Striegel nachzudenken? Bringt der durch den Belüftungseffekt wirklich eine allgemeine Verbesserung, oder ist das nur was bei konkreten Problemen mit Moos?

Kalken und Mineraldünger ist klar, das wird auch mehr oder weniger konsequent gemacht. Aber wir denken darüber nach auf Bio umzustellen, von daher muss ich in Zukunft eventuell das Grünland auch ohne den Düngerstreuer in Schuss halten können.

Bodenverdichtung ist bestimmt ein Problem, da wir auf den Flächen ständig Viehcher haben- entweder die Mutterkühe oder die Pferde meiner Frau :(
Resi, i hol' di mit meim Traktor ab!
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Re: Wiesenschleppe vs. -striegel / Erfahrungen?

Beitragvon Ferengi » Sa Apr 12, 2014 22:10

Lohnt sich nicht.
Den Ampfer bekommste damit nicht weg.
Der Striegel hat vor allem bei starker Verunkrautung mit Wiesenrispe seine Vorteile.

Gegen lückige Bestände hilft nur Nachsäen.
Eventuell mit Weisklee, da dieser Bestandslücken recht gut schließen kann.
Bei Bio ist Klee im Grünland quasi ein MUSS.

Wenn du mit Ampfer Probleme hast solltest du, vor der Bio-Umstellung, über eine chemisch Ampferbekämpfung nachdenken.
Nach der Umstellung wirste das Zeug praktisch nicht mehr los.
Denn wer kann schon 20 Hektar mittem Ampferstecher bewälltigen... :roll: :roll:
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