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Winterbraugerste anstatt Sommerbraugerste

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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16 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Winterbraugerste anstatt Sommerbraugerste

Beitragvon Maliu » Sa Sep 05, 2009 18:24

Hallo!
Bei den derzeitigen Getreidepreisen bin ich am überlegen ob ich nicht statt Sommerbraugerste, Winterbraugerste anbauen soll. Der Preis für WG ist bekanntlich ja nicht ganz gleich mit dem der SG, aber alzugroß ist der Unterschied auch nicht und die WG drischt ja deutlich mehr als die SG. Futtergetreide brauch ich keins, deshalb kommt nur Winterbraugerste in Frage.
Was meint ihr dazu?
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Re: Winterbraugerste anstatt Sommerbraugerste

Beitragvon Casedriver » Sa Sep 05, 2009 19:07

Hallo,

bin auch seit einiger Zeit am überlegen. Bei der Winterbraugerste sagt man das man nicht sooo das Risiko hat das es keine wird wie bei der SommerBG. Ich muß man halt schaun ob mein Landhändler vor Ort auch diese will bzw. ob er sie auch weiterbrigt. Weil mit 30 oder 40 to kann er nix anfagen sagt er. Von Ertrag her wird sie bestimmt nicht schlechter sein als die SG.

M F G
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Re: Winterbraugerste anstatt Sommerbraugerste

Beitragvon Maliu » Sa Sep 05, 2009 19:52

Mit der Abnahme sehe ich eigentlich kein Problem. Die Genossen kaufen das gerne. Ich sehe allerdings deutlich mehr Aufwand den ich habe. Bei der SG habe ich lediglich eine einmalige Herbizidmaßnahme und den einmaligen Dünger. WG muß man öfter Spritzen denke ich und eine Ährenbehandlung wird auch nötig sein. Allerdings ist der Ertrag eben deutlich höher. Ein Bekannter hat Ende Juli seine Winterbraugerste Ernte 2009 für 10,25€ + Mwst verkauft. Für die Sommergerste von 2009 bekommt man ohne Vorvertrag auch nicht wesentlich mehr denke ich. Es stellt sich eben die Frage lohnt sich der Mehraufwand den man für die Winterbraugerste hat? Gleichen sich die Mehrkosten für den Aufwand mit dem Ertrag wider aus?
Es währe schön vielleicht eine Antwort zu bekommen von einem Bauern der das schon dieses Jahr (2008/2009) mal ausprobiert hat.
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Re: Winterbraugerste anstatt Sommerbraugerste

Beitragvon automatix » Sa Sep 05, 2009 20:58

bei den Preisen sollte man den Braugerstenanbau komplett einstellen - die sollen doch schauen, wo sie ihr Malz herbekommen.
Ich werde in Zukunft keine Braugerste mehr erzeugen, weil ich nicht einsehe, daß ich mich von den Mälzern verarschen lasse.
Badaboom
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Re: Winterbraugerste anstatt Sommerbraugerste

Beitragvon Maliu » Sa Sep 05, 2009 21:58

So kann man das natürlich auch sehen. Aber was für eine Frucht soll ich anstatt Gerste sonst bringen? Vielleicht Weizen nach Weizen? Meine Fruchtfolge war bisher Raps Weizen Gerste. Sollte ich vll auf Raps Weizen Weizen umstellen? Wenn ich Mais auslege habe ich auch keine Verwendung dafür. Dazu kommt noch das ich kein Legegerät habe kein Abnehmer und und und. Ich werde vorrausichtlich mal Winterbraugerste ausprobieren, allerdings nur die Hälfte erstmal. Die andere Hälfte werde ich weiterhin Sommergerste sähen. 2010 werd ich dann mal schauen was sich ehr rechnet. Aber da der Ertrag bei Wintergerste ja wesentlich höher ist und der Preis relativ der selbe wie SG, sehe ich zumindest derzeit bei Winterbraugerste den kleinen Vorteil.
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Re: Winterbraugerste anstatt Sommerbraugerste

Beitragvon Desperado » So Sep 06, 2009 13:46

Winterbraugerste ist anbausicherer als Sommerbraugerste und auch das Qualitätsrisiko ist geringer. Ich weiß auch gar nicht, was ich Dir für besondere Tipps geben soll.
Du musst zuerst mal darauf achten, dass der Acker frei von Ausfallweizen ist, weil Du den vor der Ernte nicht mehr sikkieren kannst (würde die Keimfähigkeit der Gerste herabsetzen und ist deshalb bei Braugerste nicht zugelassen). Dann machst Du ganz normal im Herbst Deine Herbizidbehandlung. Im Frühjahr düngst Du dann ganz normal an mit 80N, damit sich der Bestand schön bestockt und legst dann 3-4 Wochen später (so Ende April) nochmals 40N nach. Das reicht normalerweise vollkommen aus. Ende Mai machst Du dann ganz normal die Fungizidbehandlung (z.B. mit Amistar Opti + Azol) und gibst noch etwas Camposan dazu (ca. 0,3l) und das war's.

Im Prinzip sind das alles Standardmaßnahmen wie Du sie auch bei einer normalen Wintergertse hast. Der Mehraufwand gegenüber einer Sommergerste ist vergleichsweise gering. Da kannst Du zwar das Camposan weglassen, aber an ner Fungizidbehandlung kommst Du auch dort nicht vorbei. Die ist in der Gerste immer wirtschaftlich.
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Re: Winterbraugerste anstatt Sommerbraugerste

Beitragvon Desperado » So Sep 06, 2009 13:52

automatix hat geschrieben:bei den Preisen sollte man den Braugerstenanbau komplett einstellen - die sollen doch schauen, wo sie ihr Malz herbekommen.
Ich werde in Zukunft keine Braugerste mehr erzeugen, weil ich nicht einsehe, daß ich mich von den Mälzern verarschen lasse.


Seh ich auch so - wenn die keine vernünftigen Verträge anbieten, dann bau ich auch keine mehr an. Derzeit ist Braugerste eh uninteressant.
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Re: Winterbraugerste anstatt Sommerbraugerste

Beitragvon Maliu » So Sep 06, 2009 16:28

Meint ihr da wäre Weizen nach Weizen interessanter?
Ich sehe da keine andere Möglichkeit zwecks der Fruchtfolge
Entweder SG WG oder Stoppelweizen.
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Re: Winterbraugerste anstatt Sommerbraugerste

Beitragvon Keschicher » So Sep 06, 2009 17:55

Ich hatte das Winterbraugerstenthema vor exakt einem Jahr mal hier angestoßen und daraufhin zur Ernte 2009 auch 8ha stehen.
Wir hatten bisher auch die Fruchtfolge der Winterrungen. Da der Betrieb nun aber keine Futtergerste mehr benötigt suchten wir eine Alternative und fanden diese in der WBG.
Mit der Sorte Wintmalt konnten wir über 7to / ha ernten. Unsere bisherigen Erfahrungen mit Wintergerste waren max. bei dieser Menge ( im Schnitt der Jahre...)
Der Preis pendelt lt unseren Genossen immer zwischen dem der Futtergerste und der Braugerste.
Eingesetzt wurden in 2 Gaben insgesamt 115N, Stomp, Cadou, INPUT+FANDANGO.
Ohne !!! Pacht aber mit Hagelvers, Diesel, Druschkosten und 100% Z Saat wurden insegsamt 730 € (brutto) je ha investiert.
Wintmalt ist früh fertig und konnte durch das nasse Wetter nicht zeitig vom Feld gebracht werden... -> Auswuchs -> Futtergetreide.
Selbst wenn die 300 € aus Brüssel da sind, kosten diese 8ha richtig Geld.

Ein Jahr ist kein Jahr, aber 2010 wird auf meinem Betrieb keine Winter- und auch keine Sommergerste wachsen. Körnermais wird nun ausgedehnt.
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Re: Winterbraugerste anstatt Sommerbraugerste

Beitragvon CarpeDiem » So Sep 06, 2009 17:58

Selbst auf die Gefahr hin jetzt Prügel zu bekommen, darf ich doch darauf hinweisen, dass m.W. die Intervention für Gerste irgend wann ausläuft. Was das bewirkt haben wir beim Roggen gesehen,nach unten gibt es dann keine Grenze mehr.

Beim Weizen "stützt" die Intervention noch den Preis nach unten ab. So traurig dies auch in der derzeitigen Situation ist.

Ich überlege auf einem Drittel der Fläche gar nichts anzubauen.
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Re: Winterbraugerste anstatt Sommerbraugerste

Beitragvon Mr.T. » So Sep 06, 2009 18:38

CarpeDiem hat geschrieben:Ich überlege auf einem Drittel der Fläche gar nichts anzubauen.

Dann würde ich die Fläche für ein paar Jahre verpachten.
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Re: Winterbraugerste anstatt Sommerbraugerste

Beitragvon forenkobold » So Sep 06, 2009 19:27

Genau...

Braugerste boykottieren. Keinen Zentner an diese Abzocker.
Stilllegen bringt soviel. Verpachten ist ein blöder Vorschlag. Was soll das dem Markt bringen?
Lieber garkeine Signatur als ne doofe....
OHHPSS.. zu spät
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Re: Winterbraugerste anstatt Sommerbraugerste

Beitragvon CarpeDiem » So Sep 06, 2009 19:30

Was würde denn verpachten bringen??? Die Pachtpreise bei uns gehen noch nicht annähernd in die Nähe der ZAs. Wir brauchen Marktentlastung, keine Umverteilung!!!
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Re: Winterbraugerste anstatt Sommerbraugerste

Beitragvon Mr.T. » So Sep 06, 2009 19:56

forenkobold hat geschrieben:. Was soll das dem Markt bringen?

Scherzkecks, na dann leg mal deine Flächen alle still. :wink: .
Du meinst wenn CarpeDiem seine paar ha stillegt, bekommst du für den dz Weizen nächstes Jahr 1 euro mehr ? naja, wenn du meinst. :lol:

ich würde mit ZA verpachten, bei uns bezahlen Biogasbauern ca 600 euro/ha/Jahr.

Wer das Geld nicht braucht, kann die Fläche brach liegen lassen ist schon richtig. Würde ich aber selbst dann nicht machen. Aber jeder wie er will.
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Re: Winterbraugerste anstatt Sommerbraugerste

Beitragvon CarpeDiem » So Sep 06, 2009 20:01

Bei 600 ha Euronen Pacht würde ich alles verpachten und zwar sofort!
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