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Wurzel vom Kastanienbaum wächst in Nachbars Kanalrohr

Hier ist nun auch ein Platz für Diskussionen rund ums Holz.

Moderator: Falke

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10 Beiträge • Seite 1 von 1
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Wurzel vom Kastanienbaum wächst in Nachbars Kanalrohr

Beitragvon barry1 » Sa Aug 09, 2008 18:36

Hallo,
jedes zweite Jahr holt der Nachbar den Kanalreiniger da angeblich die Wurzel von meinem 50 Jahre alten Kastanienbaum in sein altes Tonabflußrohr wachsen.
Ich denke, es sind die Wurzel von meinem Baum. Kosten jedesmal ca. 150,- € die ich zahlen soll.
Bisher hat meine Haftpflicht schon 3 x gezahlt. Bin ich dafür verantwortlich wenn der Baum bis Strassenmitte die Wurzel schiebt und in die maroden Rohre (Tonroht mit Teerstrick ca. 60 Jahre alt) eindringt?
Hat da jemand Erfahrung?
VG
ERwin
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Beitragvon günter » Sa Aug 09, 2008 18:52

soll er doch seine rohr woanders hinlegen :lol: :lol: :lol:
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Beitragvon Kormoran2 » Sa Aug 09, 2008 19:33

Juristisch sehr interessant.
Baumwurzeln halten sich niemals an kartierte Grenzen.

Wer Kanalisationsrohre verlegt, muß überall damit rechnen, daß Wurzeln eindringen möchten. Er sollte also eine Verrohrung wählen, die unempfindlich dagegen ist.
Ich würde laienhaft sagen: Selbst schuld! Keine Pflicht auf Schadensersatz.
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Beitragvon MF-133 » Sa Aug 09, 2008 19:48

www.jurathek.de

Da wird Dir geholfen.

Ich kann mich an folgenden Grundsatz erinnern:
Äste, Wurzeln und Früchte eines Baumes von JENEM (=nachbarlichen) Grundstück diesseits der Grenze gelten als Äste, Wurzeln und Früchte DIESES (= diesseitigen) Grundstücks.
Dein Nachbar hat also das Recht die Wurzeln zu entfernen, Du jedoch NICHT die Pflicht und damit auch nicht die Kostenlast.

MFG
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Beitragvon Komatsu » Sa Aug 09, 2008 21:04

Der BGH 7.03.86 V ZR 92/85 NJW 1986 S.2640

Wir bei der beseitigung von Baumwurzeln, die vom gehweg aus in die Abwasserleitung eines angrenzenden Grundstücks eingedrungen sind und diese verstopft haben, die Leitung zerstört, so hat der Störer auf seine Kosten eine neue Abwasserleitung zuverlegen.

Der in seinem Eigentum beeinträchtigte Grundstückseigentümer, der anstelle des Störers die beeinträchtigung beseitigt, kann neben den Kosten für die Freilegung der verstopften und Neuverlegung der zerstörten Leitung in der Regel auch erstattung der Aufwendungen für einen fehlgeschlagenen Reinigungsversuch und für die Untersuchung der verstopfungsursache verlangen.

Also alles klar geregelt - entweder keine Bäume oder keine leitungen auf nachbarsgrundstück !
Komatsu
 
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Beitragvon abu_Moritz » So Aug 10, 2008 10:01

überleg dir doch mal wenn es andersrum wäre...

also ich denke mit den 150Eur/Jahr kommst Du am günstigsten weg, außer du kannst Bagger fahren und selber wurzelfeste Rohre verlegen.
Gruß Jo


abu Moritz = "Vater von Moritz"

wir sind ganz normale Menschen, haben nur ein paar mehr Kettensägen...
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Beitragvon Komatsu » So Aug 10, 2008 10:15

was sind denn wurzelfeste Rohre ?

150 mm Stahl oder PE werden auch kaputt gedrückt
Komatsu
 
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Wurzel

Beitragvon barry1 » So Aug 10, 2008 11:29

Hallo,
danke für die Beiträge!
Auch ich hatte alte Tonrohre im Hof und habe jetzt für ca. 10.ooo,- €
den Hof aubaggern lassen und durch neue PVC Kunststoffrohre ersetzt.
Das Problem ist nicht das zertrücken, sondern die Wurzel suchen sich einen Weg durch die Dichtungen in den Muffen und werden dann im Rohr wie ein Fuchsschwanz. Durch die Fäkalieen verstopfen die Rohre dann.
Eine Wurzel zerdrückt eigendlich kein Rohr!
Die Muffen beim Tonrohr wurden vor 60 Jahren mit einem Teerstrick abgedichtet. Dieser löst sich nach dieser Zeit auf und die Wurzel suchen das Wasser im Rohr
Das Prpbelem ist, wie oben geschreiben: Ich wohne auf der anderen Seite der Landstraße und die Wurzel gehen unter Bürgerstein, Strasse bis auf das Grundstück vom Nachbarn. Ca. 20 - 25 Meter und dringen dort in die alten Rohre ein.
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Ursache?

Beitragvon landyjoerg » So Aug 10, 2008 17:57

Hi,

in den meisten Fällen gilt das Verursacherprinzip:
Wenn mein Baum mit seinen Ästen in Nachbars Garten rüberwächst, bin ich verpflichtet, diese zu kürzen. Es soll sogar schon Richter gegeben haben, die das Herbstlaub von Nachbarsbäumen als Beeinträchtigung anerkannt haben. Gleiches Spiel mit der Hecke: Wächst sie durch den Zaun, kann der Nachbar einen Schnitt verlangen oder die Kosten in Rechnung stellen. Bei Schäden, die von Baumwurzeln stammen, wird es ähnlich sein. Allerdings stellt sich die Frage, ob die undichten Rohre deines Nachbarn nicht eine Umweltverschmutzung darstellen und unerlaubte Abwassereinleitung darstellen! Wären die Rohre, insbesondere die Anschlüsse dicht, gäbe es gar kein "Wurzelproblem".
Übrigens gibt es auch umgekehrte Fälle: Nachbar macht seine Einfahrt neu und beschädigt dabei die Wurzeln eines Baumes, der auf einem andern Grundstück steht. Baum geht ein, Baumbesitzer bekommt Recht und Schadensersatz :shock:

Gruss Jörg
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wurzeln

Beitragvon brennholzprofi » So Aug 10, 2008 23:55

Hallo;
rechtlich kann ich da nix zu sagen. Ich hätte aber als Baumbesitzer schon ein Problem das mein Baum diesen Schaden verursacht.
Und das mein Nachbar dafür zahlen soll fänd ich auch nicht toll.
Es gibt aber die Möglichkeit die Wurzeln ausfräsen zu lassen und dann mit heißluft ein Kunstharzschlauch einzublasen der dann aushärtet. Ergo kann die Wurzel kein Scheisswasser mehr aufnehmen und wird an der Stelle nicht mehr wachsen. Dann kann man aber auch noch einen Wurzelfesten Schlauch über das Rohr schieben ( bei Neuverlegung ).
Ich kann mir nur vorstellen das man gemeinsam nach Lösungen sucht und dann auch gemeinsam die Finanzierung regelt.
Der Baum sollte dann aber auch schon erhaltenswert sein ( ohne Fäule mit gutem Kronenaufbau)
Ciao Patric
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