Danke erstmal für die Antworten. Ich habe unserer Revierförsterin mal angeschrieben und werde heute mit Ihr telefonieren, ich denke Sie kann mir da auch weiterhelfen.
Da ich die Eichen gerne in Containern ziehen möchte, stellt sich noch die Frage wie hoch diese Container sein sollen / müssen wegen der Pfahlwurzel. Kann mir jemand sagen, wie tief die Pfahlwurzel in den ersten 5 Jahren wächst?
Hallo Nobody81, normalerweise wächst die Pfahlwurzel von Eichen so weit, wie man sie lässt, d.h. wenn man kleine Container nimmt, bleiben Wurzel und Pflanze klein (Bonsaiprinzip). Wenn man z.B. Eicheln in Palmentöpfen (23cm hoch) wenige Jahre anwachsen lässt: wenn man sie dann auspflanzt, legt die Pflanze nach einem Jahr richtig los (genügend Wasser und Nährstoffe vorausgesetzt). Bei Buchen sollte besser eine Überschirmung vorhanden sein, sonst wachsen sie oft trichterförmig in die Breite und nicht gerade. Viel Erfolg wünscht der Dinkelberger
Hallo nobody81, bei den ca. 100 etwa 5-jährigen Jungeichen, die ich im Wald umgebuddelt habe, schätze ich die durchschnittliche Pfahlwurzellänge auf 20-25 cm, und mit dem wichtigen Kleinzeugs, das drumherumhängt (Zaserwurzeln) solltest Du mit 30-35 cm Erdtiefe genug haben (unverbindliche Privateinschätzung!). Stieleiche würde ich nicht nehmen, weil angeblich die Traubeneiche den Schaft-Höhenwuchs länger durchhält, bevor sie in die Breite geht (aber vielleicht ist das eh die -deutsche Eiche- die Du erwähnt hast). liebe Grüße Hermann
hab jetzt den Kontakt einer Forstbaumschule die offenbar auch Saatgut liefert (Anfrage ist auch schon raus)
@ Yogi: das ist interessant. Einerseits heist es, dass man Eichen nicht in Container ziehen soll, du sprichst jedoch davon dass das Umtopfen eine positive effect hat, oder war dies auf Buchen bezogen?
@ barneyvienna: Super, vielen Dank für diese Info Ich werde dann wohl Palmtöpfe (18 x 18 x 25 b x t x h) verwenden, ich denke da dürften dann die ersten Jahre reichen.
Hat jemand noch Erfahrungen mit bestimmten Substraten?
Jetzt wenn ich frage warum du das machen willst werde ich bestimmt ...
Ich sammle meine "Nachzucht"-Eicheln unter eigenen Bäumen und stecke die dann an der Zielstelle einfach in den Boden. Getopft habe ich auch früher, aber die Beschränkung des Wurzelwachstums tut meiner Ansicht nach gerade den Eichen nicht gut. Getopft arbeite ich eigentlich nur noch bei Weißtanne, Lärche, Douglasie.
Viele Grüße berni
wenn man sein Holz nicht selbst einschlägt machts ein anderer (und wenns der Sturm ist)
@ Nobody, ehe ich jetzt im Urschleim herumrühre gestatte bitte diese Frage: Hast Du vor die Eicheln in den Container zu legen und dann 5 Jahre wachsen lassen ehe sie an ihren endgültigen Ort gepflanzt werden? Meine Antwort kommt dann ca. 19:00 Uhr. Gruß Yogi
@ berni: Wollte mal was "frisches" haben. Ausserdem kann ich die Eichen bei mir nicht auseinanderhalten (also welche Art, ...)Deshalb mal was vom Saatguthandel (die müssen ja auch von was leben ) Es mag sein dass es den Eichen nicht gut tut, aber mit säen vor Ort würde ich wahnsinnig werden. Zu viel Unkraut (Ackerwinde) und totspritzen will ich nicht, ausserdem Wasserschutzgebiet.
@ yogibaer: Ja, so hätte ich es vor gehabt. Bin jetzt aber noch auf der Suche nach 4-Eck-Containern die ne höhe von 30cm haben. Die mit 20 sind mir doch ein bisschen zu niedrig. Freue mich auf deine Antwort.
Hier ein Bild einer Stieleiche die ich im letzten Jahr als Eichel vom Baum gepflückt habe. Es handelt sich allerdings um eine Sorte aus dem Zierpflanzenbereich deswegen sind die Blätter relativ klein, ob sie Echt fällt weiß ich auch noch nicht. Spielt hier aber keine Rolle, Wurzel ist Wurzel.
Die Pfahlwurzel ist mehr als 1/3 so lang wie die gesamte Pflanze. Seitenwurzeln sind wenig und schwach ausgebildet. Diese Eichen, hab noch ein paar mehr davon, werde ich im Herbst verschulen oder im normalen Deutsch ausgedrückt: umpflanzen, damit sich die Seitenwurzeln besser entwickeln und somit das Wurzelwerk mehr an Volumen einnimmt. Je größer das Volumen des Wurzelwerks desto mehr Wasser und damit Nährstoffe werden aufgenommen und kommen dem oberirdischen Wachstum zu Gute. Was würde sein wenn ich die Eichel in einen großen, von der Oberfläche her und tiefen Topf lege? Wenn nicht schon in diesem Jahr so doch im nächsten würde die Pfahlwurzel den Topfboden erreichen und sich einen Weg durch ein Loch im Boden suchen, welches ja aus zwingenden Gründen vorhanden sein muss. Bäume sind nun mal keine Wasserpflanzen. Bleibt die Eiche nun noch länger im Topf wird sie irgenwann das Tiefenwachstum beenden und Seitenwurzeln ausbilden, natürlich meistens im gewachsenen Boden. Das kann man verhindern indem man die Töpfe mehrmals im Jahr umsetzt, da werden dann jedesmal die durchgewachsenen Wurzeln abgerissen. Irgendwann werden dann die Wurzeln oberhalb des Topfbodens im Kreis wachsen und da sie sich einmal daran gewöhnt haben machen sie das auch noch nach dem auspflanzen. Nicht nur der Mensch, auch Pflanzen sind Gewöhnungstiere. Jetzt kann ja jemand kommen und sagen: Wende doch die Luftwurzelschnittmethode an! Das geht auch nur eine bestimmte Zeit gut und dann tritt auch der vorher beschriebene Effekt auf. Mein Vorschlag: Säe die Eicheln, Bucheckern oder sonstigen Baumsamen im Garten auf einem Beet aus. Pflanze sie im Frühjahr nach der Keimung in nicht zu große Töpfe und dann im darauf folgenden Jahr noch einmal in größere Töpfe. Wenn sie in dieser Zeit genug Futter (Nährstoffe) und Wasser bekommen dürften sie eine Größe von gut 1m erreicht haben. Google mal nach: Luftwurzelschnitt + Container + Forstpflanzen So, jetzt muß ich mir auch noch was zum futtern holen. Gruß Yogi
ich werde es wohl so machen wie du schreibst, dieses Jahr säen, nächstes Frühjahr topfen und dann ggf. schon im Herbst in noch größere Töpfe (mir schweben da die von stuewe.com vor, Model CP413CH 4-eck, 10 x 10 x 34 cm)
Im folgenden Herbst (2018) dann ab in die Aufforstung damit.
Meinst du die 10 x 10 x 34 reichen? Sind die größten die ich gefunden habe, vor allem wenns um die Tiefe geht
Moin! Ich bin da absoluter Laie, musste bei dem Thema aber an eine Eiche denken, die hier relativ einsam einige Meter vom Waldrand entfernt auf einer ehemals gepflegten Wiese steht. Seitdem die Wiese nicht mehr gemäht wird, wachsen unter der "Muttereiche" hunderte (ich würde fast behaupten tausende) junge Eichen. Wäre das hier vielleicht für den ein oder anderen interessant? Die jungen Eichen dürften mittlerweile so 2-4 Jahre alt sein. Die genaue Art dürfte ja anhand der "Muttereiche" relativ einfach zu bestimmen sein.
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Wenn du nicht mit der Zeit gehst, gehst du mit der Zeit!