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Zwei Zaungeräte an einer Erdung

Testweise auch Forum für die Pferdhalter
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Zwei Zaungeräte an einer Erdung

Beitragvon rauhdee » Mo Mai 06, 2013 14:48

Hallo,
Zwei Zaungeräte sollen sich die Erdungsanlage (Erdstäbe) teilen.
Das dürfte doch keine Probleme geben, solange die Zäune getrennt sind?

Ich möchte für die Sommerkoppeln ein zweites Gerät nutzen.

Reicht die Schlagstärke für Tinker Shire und Ponys aus?
Gerät "NV 5500", 3,4 Joule.
Zaunlänge 2km, hauptsächlich Grasbewuchs, aber teiweise auch Büsche.
0,1Ohm/Meter, zweireihig, mehrere Zaungriffe und meistens nur verknotet.
Am Waldrand ist vielleicht mit einbrechenden Wildschweinen zu rechnen.
rauhdee
 
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Re: Zwei Zaungeräte an einer Erdung

Beitragvon kerby499 » Mo Mai 06, 2013 22:09

Die Frage ist eher, ob die Energie für Deinen Bewuchs reicht. Wenn die Zaunlänge 2 km ist und dies zweireihig verlegt ist
und auch noch mit Gras und Büschen bewachsen würde ich 3,4 J schon etwas wenig finden. Auch die hinterste Ecke sollte
noch spürbar Strom führen. Wir selbst haben ein Gerät mit 10 J und Zaunläntge ca. 3 km ( insgesamt ).
Vorteil eines stärkeren Gerätes ist bei Grasbewuchs auch, dass das Gras rel schnell weggebrannt wird.

Wildschweine würde ich eher weniger als wirkliche Gefahr für Deinen Zaun sehen. Rotwild schon eher.
Die können schon mal den Zaun mehrere Meter mit- oder sogar durchreißen

Das wichtigste überhaupt ist allerdings immer die Erdung. Je besser die Erdung ( Tiefe / mehrere Erdpfähle ),
desto wirksamer ist der Zaun.

Ich würde Dir also eher zu einem starken Gerät raten als zu 2 schwachen, zumal Du das starke ja auch mit weniger Leistung betreiben kannst.
Dafür haben die ja immer 2 verschiedene Pole, obwohl ich mir nicht vorstellen kann, dass zwei Geräte an derselbe Erdung ein Problem bereiten könnten.
Wenn jemand mehr als 5000 Posts aufweisen kann heisst das nicht, dass er viel Ahnung hat, sondern nur, dass er zu allem seinen Senf geben muss
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Re: Zwei Zaungeräte an einer Erdung

Beitragvon Manfred » Di Mai 07, 2013 20:27

Die DIN 57 131 äußert sich dazu nicht explizit.
Sie schreibt nur einen Mindestabstand von 2 m zwischen den Zaundrähten und Zuleitungskabeln zweier Elektrozaunanlagen vor.
Die Lücke darf nur mit isolierendem Material geschlossen werden.
Bei enger Auslegung könnte man sagen: Selbst wenn die beiden Geräte weiter als 2 m außeinander stehen, sind die dazwischen verlaufenden Erdungs-Anschlusskabel keine ausreichende Isolierung, da elektrisch leitfähig.
Aber der Boden selber leitet ja auch und die beiden Geräte liegen auch bei getrennter Erdung auf dem gleichen Erdungspotential.
Wenn die Geräte aber gleichzeitig takten (unwahrscheinlich aber möglich), verdoppelt sich die Stromstärke auf der Erdung, was bei gleichbleibendem Widerstand zu einer Erhöhung des Spannungsabfalls am Widerstand zwischen Boden und Erdstäben führt.
Damit würde die Wirkung der Erdung reduziert.
D.h. man man müsste die Erdung so groß auslegen, dass sie auch bei gleichzeitigem Takt beider Geräte tadellos funktionert.
Ergo kannst du auch gleich 2 getrennte Erdungen einrichten, weil du eh die doppelte Zahl an Erdstäben brauchst.

Von der Leistung her würde gerad Gerät rechnerisch für die 2 km Zaunlänge ausreichen, solange deine Ponys keine Zwergzotteltiere sind. Für Shettys und Konsorten gelten eher die Regeln wie für Schafe. Sprich es ist deutlich mehr Leistung bei gleicher Zaunlänge erfordlerich, um den Zaun hütesicher zu halten.

Die Beschreibung des Zaunzustandes hört sich recht bedenklich an. Elektrische Kontakte in Elektrozaunanlagen sind zu verschrauben oder zu verlöten (Außnahme fachgerechte Knoten bei Stahldrähten). Tore sind mit Hochspannungs-Erdkabel zu überbrücken. Torgriffe bilden keinen sicheren elektrischen Kontakt.
Ein spezifischer Nennwiderstand von 0,1 Ohm/m ist bei der Zaunlänge eh schon grenzlastig, da die Litzen mit der Zeit durch Drahtbrüche immer mehr an Leitfähigkeit verlieren. Dann sollten wenigstens die Kontakte und Torüberbrückungen sauber ausgeführt sein.
Kauf dir eine Rolle Erdkabel und ein paar Päckchen Drahtverbindungsklemmen. Die geringe Investition macht deine Zaunanlage deutlich hütesicherer.


Selbst wenn du die beiden Weidezaungerät entsprechend weit außeinander montierst, hast du durch die elektrisch sehr gut leitfähigen Erdungsanschlüsse keinen ausreichenden Isolationsabstand.
Das mag Haarspalterei sein, weil die Geräte eh auf sein, aber man kann einen Defekt eines Gerätes mit Kurzschluss auf die Erdung
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Re: Zwei Zaungeräte an einer Erdung

Beitragvon rauhdee » Mi Mai 08, 2013 11:28

Ich denke ich nehme ein starkes Gerät und ein paar Zaunschalter.
Unter den Weidetoren werde ich Erdkabel vergraben (ohne Schutzrohr).
Shettys haben wir nicht.
Was haltet ihr von diesem Material?

Weidezaunseil Voss Farming 0,1 Ohm
http://www.weidezaun.info/23-Sonderangebote/Seil-200m--6x0-25-TLD--weiss---farbige-Kennfaeden.html

Spiepmann Si5/ Patura P5
Impulsenergie: 3,8 J, Ladeenergie: 6,4 J, Leerlaufspannung: 11600 V, Spannung bei 500 Ohm: 6300V.

Kombigerät, weil ich auf eine Weide ohne 230V-Anschluss umziehen können will.
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Re: Zwei Zaungeräte an einer Erdung

Beitragvon kerby499 » Mi Mai 08, 2013 16:42

Das Seil ist i.O. Ich persönlich finde das runde besser als die flachen Bänder.
Zu Deinem Gerät sage ich Dir meine ganz persönliche Meinung:
Ich halte nix von Batteriegeräten. Aus 2 Gründen, der eine ist, dass die eine sehr begrenzte Energieausbeute liefern, welcher mit abnehmender
Batterieladung auch noch schwächer wird und der andere, dass es leider auch gerne geklaut wird.
Denk daran, dass Du alle ca 3 tage eine neu aufgeladene Autobatterie zum Gerät bringen musst, somit brauchst Du also schon mal 2 Batterien.
Es ist also nicht so, dass Du eine Batterie einmal auflädst und dann 4 Monate auf der Weide stehen lassen kannst.
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Re: Zwei Zaungeräte an einer Erdung

Beitragvon Manfred » Mi Mai 08, 2013 18:16

kerby499 hat geschrieben:dass die eine sehr begrenzte Energieausbeute liefern

Das ist falsch. Geräte für 12 V Akkus gibt es für den gesamten in der EU zulässigen Pulsenergiebereich.

welcher mit abnehmender Batterieladung auch noch schwächer wird

Das ist bei den meisten modernen Geräte nicht mehr der Fall.

und der andere, dass es leider auch gerne geklaut wird.

Das ist richtig. Das Diebstahlrisiko lässt sich aber durch geeigente Maßnahmen deutlich reduzieren. Z.B. mit einem elektrifizierbaren Metallschrank.

somit brauchst Du also schon mal 2 Batterien.

Volle Zustimmung. Ein geladener Akku sollte immer zum Austausch verfügbar sein. Wie lange der Akku hält, ist von dessen Kapazität sowie dem tatsächlichen Verbrauch des Weidezaungerätes (der wiederum vom Zaun abhängt) abhängig. Bei den genannten kleinen Geräten sind mit großen Akkus schon 1 bis 2 Wochen drin. Es ist aber für die Akkus deutlich besser, diese nicht bis an die Tiefentladegrenze leer zu machen, sondern sie früher wieder nachzuladen. Dann sulafatieren die Bleiplatten deutlich langsamer.
Manko der genannten Geräte ist, dass die nicht mal einen Tiefentladeschutz als Notbremse haben.
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Re: Zwei Zaungeräte an einer Erdung

Beitragvon kerby499 » Mi Mai 08, 2013 22:28

Hi Manfred,

ich habe tatsächlich auch nur aus meiner eigenen Erfahrung mit den von uns eingesetzten Geräten gesprochen, da treffen die Punkte bzgl Ladung und
Effizienz sehr wohl zu. Einen nennswerten Schutz bietet keins der batteriebetriebenen nach spätestens 4 Tagen, daher wechseln wir
immer nach 2-3 Tagen die Batterie - 36 AH handelsübliche Bleigelautobatterie - hab nachgeschaut.
Das festinstallierte Gerät, bei welchem der Saft aus der Steckdose kommt ist von ganz anderem Character,
da sollte man tunlichst nicht dagegenpullern :)

Gruss
Kerby499
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Re: Zwei Zaungeräte an einer Erdung

Beitragvon kerby499 » Mi Mai 08, 2013 23:47

Eine gescheite Batterie (ab ca. 70 AH) hält bei einem Gerät mit 5J Impulsenergie, und ca. 4-5 KM Geammtdrahtlänge, 4-5 Wochen.
Sogar im Winter, bei starkem Frost, halten die noch 2-3 Wochen.


Sei mir nit bös, aber das kann ich nicht glauben, zumindest nicht wenn ich meine eigene Erfahrung daneben halte ... Das kommt mir doch etwas sehr hoch bzw lang vor...
Vielleicht liegts aber auch an unserem "Material" ...

Gruss
Kerby499
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Beitragvon Alibengali » Sa Mai 11, 2013 19:09

Also zwei Geräte an einer Erde würde ich auch nicht machen.

Ich bin zwar kein Fachman aber wenn du Zwei Geräte an einen Zaun machst können die sich gegenseitig Aufheben.
Ich vermut daß das auch bei der Erde möglich ist??

Wenn eine Steckdose in der Nähe ist würde ich auch ein Weidezaungerät für die Steckdose nehmen.
Aber diese Geräte haben auch Nachteile. Sollte z. B. der Strom ausfallen ist auch der Weidezaun ohne Strom. Blitzschlag sollte man auch nicht außer acht lassen.

Wenn die Autobatterie keine 3 Tage hält Sprinkt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch kein Auto mehr damit an.

Bei mir hält eine ausrangierte Autobatterie auf jeden Fall länger als 4 wochen allerdings habe ich nur ein 2,2 joul Gerät. Und viel Aufwuchs.

Wenn eine 60 AH Batterie wirklich nicht Reichen sollte must du halt eine Größere nehmen (oder eine Neue).
Bei mir hält z.B. Eine 180 Ah Batterie mit Sicherheit einige Monate trotz Bewuchs.

Der Maddin
Wer im Glashaus sitzt sollte nicht mit Schweinen werfen!!!!!!
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Re: Zwei Zaungeräte an einer Erdung

Beitragvon multicar25 » Mo Mai 20, 2013 2:33

Also das eine Batterie einige Monate hält kann ich auch nicht glauben. So 2 - 3 Wochen ist schon Reallistisch. Kommt aber auch auf mehrere Faktoren an und die währen:
Wie stark ist das Gerät,
Wie lang ist der Zaun,
Wieviel Bewuchs am Zaun hängt,
Und wie lange es pro Tag angeschaltet ist.
Und wenn eine Steckdose in der Nähe ist, dann auf jeden Fall ein Gerät daran anschließen. Ich habe 2 Weiden die über das Stromnetz laufen und die sind am Sichersten.
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Re: Zwei Zaungeräte an einer Erdung

Beitragvon Pralinchen66 » Di Mai 21, 2013 7:14

Wie lange die Batterie hält, kommt darauf an wie lange sie belastet wird. Ich hab meine Shetty-Mixe nur stundenweise auf der Sommerweide. Die Autobatterie hielt eine Saison von Mai bis Oktober. Rechne ich die Stunden in Tage um, würde sie nur 15 Tage am Stück halten.

Ist denn nicht bei jedem Weidezaungerät ein "Bauplan" dabei, wie man was am besten anschließt? Hab momentan nur so ein olles Ding mit einer 9V, 75 Ampere Batterie drauf und die tut es auch. Solange Gras auf der Weide ist, will kein Pony raus. Mehr Rumms gibt es, wenn der Erdungsstab in möglichst feuchter Erde steckt.
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Re: Zwei Zaungeräte an einer Erdung

Beitragvon wimpel » Mo Jul 01, 2013 8:57

Das wichtigste überhaupt ist allerdings immer die Erdung. Je besser die Erdung ( Tiefe / mehrere Erdpfähle ),
desto wirksamer ist der Zaun.

Mehrere Erdpfähle bringen bei trockenem Boden keine Verbesserung! Viel mehr erreicht man mit einem Eimer Wasser, der um die Erdung herum gegossen wird.
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Re: Zwei Zaungeräte an einer Erdung

Beitragvon wimpel » Mo Jul 01, 2013 14:39

Hobbit-Hunter hat geschrieben:3 Joule. :wink:
Hab mich vertan.
Aber egal.

Unter 4 Wochen komme ich wirklich nur bei starkem Frost.
Oder wenn sich der Strohmdraht mit den Resten von altem Stacheldraht verhäddert hat.

Starterakkus sind für den Betrieb in autos entwickelt worden. Sie benötigen regelmäßige Bewegung/schütteln damit sich der Bleischlam nicht absetzen kann und die Zellen kurzschließt und dabei entläd! Besser Solarakkus mit Bleigel verwenden, die halten deutlich länger.

Und bei unseren Rindern, muss wegen dem zottligen, dicken Fell, schon richtig Musik auf der Leitung sein. :wink:

Achja, hab ganz normalen 2mm Alu Draht.
Allerdings wenig bewuchs.
Spannung immer mindestens 10.000 Volt (mehr kann mein Zaunprüfer nicht anzeigen).

Den schon angesprochenen Tiefentladungsschutz halt ich für sehr wichtig.
Wechseln tue ich die Batterien wenn das Weidezaungerät ca. 20-30% "Restkapazität" anzeigt.


:wink: Übrigens, für mich sind Götter die _MIT_ der Dummheit kämpfen ebenfalls dumm.
wimpel
 
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