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Zwischenfrucht als Weide

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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Zwischenfrucht als Weide

Beitragvon Lugge1975 » So Apr 10, 2022 9:18

Hallo Zusammen,

hat hier im Forum jemand Erfahrung mit Zwischenfruchtanbau als Rinderweide im Herbst bis Frühjahr?
Die Zwischenfrucht würde nach den Weizen folgen, also Anbau Anfang/Mitte August.

Wenn jemand praktische Erfahrung hat, bitte vielleicht könnt Ihr mir mitteilen was angebaut wird.

Sag schon mal Danke
Gruß Lugge aus Niederbayern

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Re: Zwischenfrucht als Weide

Beitragvon böser wolf » So Apr 10, 2022 9:57

Lugge1975 hat geschrieben:Hallo Zusammen,

hat hier im Forum jemand Erfahrung mit Zwischenfruchtanbau als Rinderweide im Herbst bis Frühjahr?
Die Zwischenfrucht würde nach den Weizen folgen, also Anbau Anfang/Mitte August.

Wenn jemand praktische Erfahrung hat, bitte vielleicht könnt Ihr mir mitteilen was angebaut wird.

Sag schon mal Danke



Warum nicht als untersaat im Weizen anlegen ?
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Re: Zwischenfrucht als Weide

Beitragvon Lugge1975 » So Apr 10, 2022 10:22

Weil der Weizen schon angebaut ist und wir die Idee zu spät hatten

Hast du Erfahrung damit ?
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Re: Zwischenfrucht als Weide

Beitragvon langholzbauer » So Apr 10, 2022 13:51

Hallo Lugge,
steht denn ausreichend Gülle zum Düngen zur Verfügung?
Dann würde ich Weidelgras empfehlen.
Sonst Kleegras .
Je nach Fruchtfolge kann auch Sommerfutterraps, Rettich , Erbsen und Zottel/Sommerwicke mit eingemischt werden.
Ein Kollege hütet auch Senf ab.
Dann haben wir hier einen User, der erfolgreich Hafer/Erbsen/Wicken anbaut und siliert. Das ließe sich auch gut beweiden.
Und für eine Untersaat ist es noch nicht zu spät.
Die kann bei passendem Wetter und kurz vor Bestandsschluss auch als "Streusaat " noch erfolgreich ausgebracht werden.
Dazu muss dann statt der Einarbeitung die Saatmenge erhöht werden.
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Re: Zwischenfrucht als Weide

Beitragvon böser wolf » So Apr 10, 2022 14:01

Lugge1975 hat geschrieben:Weil der Weizen schon angebaut ist und wir die Idee zu spät hatten

Hast du Erfahrung damit ?


Nein zuspät ist es noch noch nicht , vorausgesetzt natürlich du hast bereits im Herbst ein herbizid vorgelegt !?
Erfahrungen mit der klassischen viehweide nicht aber mit untersaaten , da habe ich mir in der Vergangenheit auch einiges bei biokollegen abgeschaut.
Parallel wird doch gerade über das Thema untersaaten im Getreide geschrieben, liest es dir doch mal
Durch .
Ich habe auch erst in der vergangenen Woche meine untersaaten angelegt.
In deinem Fall würde eine fertige nachsaatmischung mit Weissklee bis 20 kg untersäen die nehme ich bei konkurenzstarken wintergetereidebeständen und ganz wichtig bei der Mischung keinen oder nur einen geringen rotschwingelanteil , der ist zwar niedrigbleibend aber beim pfluglosen Umbruch nicht ganz um problematisch ...
böser wolf
 
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Re: Zwischenfrucht als Weide

Beitragvon Lugge1975 » So Apr 10, 2022 15:10

langholzbauer hat geschrieben:Hallo Lugge,
steht denn ausreichend Gülle zum Düngen zur Verfügung?
Dann würde ich Weidelgras empfehlen.
Sonst Kleegras .
Je nach Fruchtfolge kann auch Sommerfutterraps, Rettich , Erbsen und Zottel/Sommerwicke mit eingemischt werden.
Ein Kollege hütet auch Senf ab.
Dann haben wir hier einen User, der erfolgreich Hafer/Erbsen/Wicken anbaut und siliert. Das ließe sich auch gut beweiden.
Und für eine Untersaat ist es noch nicht zu spät.
Die kann bei passendem Wetter und kurz vor Bestandsschluss auch als "Streusaat " noch erfolgreich ausgebracht werden.
Dazu muss dann statt der Einarbeitung die Saatmenge erhöht werden.


Hey Danke für die Infos!
Hört sich interessant an und Gülle ist ausreichend vorhanden, weil ich mit meinen Pächter das Hobby gemeinsam mache. Artgerechte Mutterkuhhaltung mit Eigenvermarktung
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Re: Zwischenfrucht als Weide

Beitragvon langholzbauer » So Apr 10, 2022 16:46

Na wenn genug Gülle da ist, dann sofort nach dem Drusch ausbringen und einjähriges Weidelgras klassisch in feines Saatbett gedrillt...
Das kann bei passendem Wetter einen schwachen frühen Schnitt bringen, der zu einer noch dichteren Narbe führt, die dann als Winterweide nach den Letzten Wiesen dienen kann.
Ich gehe mal davon aus, dass dann nächstes Jahr eine Sommerung folgen soll?
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Re: Zwischenfrucht als Weide

Beitragvon Lugge1975 » So Apr 10, 2022 17:07

böser wolf hat geschrieben:
Lugge1975 hat geschrieben:Weil der Weizen schon angebaut ist und wir die Idee zu spät hatten

Hast du Erfahrung damit ?


Nein zuspät ist es noch noch nicht , vorausgesetzt natürlich du hast bereits im Herbst ein herbizid vorgelegt !?
Erfahrungen mit der klassischen viehweide nicht aber mit untersaaten , da habe ich mir in der Vergangenheit auch einiges bei biokollegen abgeschaut.
Parallel wird doch gerade über das Thema untersaaten im Getreide geschrieben, liest es dir doch mal
Durch .
Ich habe auch erst in der vergangenen Woche meine untersaaten angelegt.
In deinem Fall würde eine fertige nachsaatmischung mit Weissklee bis 20 kg untersäen die nehme ich bei konkurenzstarken wintergetereidebeständen und ganz wichtig bei der Mischung keinen oder nur einen geringen rotschwingelanteil , der ist zwar niedrigbleibend aber beim pfluglosen Umbruch nicht ganz um problematisch ...



Danke
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Re: Zwischenfrucht als Weide

Beitragvon Lugge1975 » So Apr 10, 2022 17:08

langholzbauer hat geschrieben:Na wenn genug Gülle da ist, dann sofort nach dem Drusch ausbringen und einjähriges Weidelgras klassisch in feines Saatbett gedrillt...
Das kann bei passendem Wetter einen schwachen frühen Schnitt bringen, der zu einer noch dichteren Narbe führt, die dann als Winterweide nach den Letzten Wiesen dienen kann.
Ich gehe mal davon aus, dass dann nächstes Jahr eine Sommerung folgen soll?


Richtig normal kommt dann Mais hin
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Re: Zwischenfrucht als Weide

Beitragvon langholzbauer » So Apr 10, 2022 19:26

So habe ich es auch als Plan B im Schubfach liegen, wenn mir die Behörden wegen meiner wechselnden Wiesengründe als Winterweide auf's Dach steigen wollen.
Dann müsste ich aber den ganzen Winter mit allen Nachteilen Wasser fahren...
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Re: Zwischenfrucht als Weide

Beitragvon MF4355 » So Apr 10, 2022 21:09

Ich mache das ganze seit einigen Jahren, wie vorher geschrieben ist für Weidelgras A2 eine Düngung sehr wichtig. Du willst einen möglichst dichten Bestand, weil bei Feuchtigkeit die Wurzeln tragen. Also zwischen 40-50kg/ha Aussaatstärke. Ich habe mit Bodenbearbeitung schlechte Erfahrung auf meinen Böden, selbst flaches Stoppeln war für die Tragfähigkeit negativ. Ich drille das Gras nach Strohbergung möglichst früh direkt in die Stoppel.
Ich nehme an einem Gewässerschutzprogramm teil, es werden nach der Ernte und im Spätherbst Bodenproben genommen. Das Weidelgras nimmt alles an Stickstoff auf was da ist. Nach Raps hatte das Weidelgras bis 140kg N aufgenommen, da steht dann auch richtig Futter. Nach Getreidevorfrucht ist eine Startgabe zwingend notwendig.
Der Erfolg ist abhängig von Wetter, Boden und Besatzdichte, bis in den Januar hält sich der Aufwuchs auf jeden Fall, der Futterwert ist sehr gut.
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Re: Zwischenfrucht als Weide

Beitragvon Lugge1975 » Mi Jun 15, 2022 18:32

MF4355 hat geschrieben:Ich mache das ganze seit einigen Jahren, wie vorher geschrieben ist für Weidelgras A2 eine Düngung sehr wichtig. Du willst einen möglichst dichten Bestand, weil bei Feuchtigkeit die Wurzeln tragen. Also zwischen 40-50kg/ha Aussaatstärke. Ich habe mit Bodenbearbeitung schlechte Erfahrung auf meinen Böden, selbst flaches Stoppeln war für die Tragfähigkeit negativ. Ich drille das Gras nach Strohbergung möglichst früh direkt in die Stoppel.
Ich nehme an einem Gewässerschutzprogramm teil, es werden nach der Ernte und im Spätherbst Bodenproben genommen. Das Weidelgras nimmt alles an Stickstoff auf was da ist. Nach Raps hatte das Weidelgras bis 140kg N aufgenommen, da steht dann auch richtig Futter. Nach Getreidevorfrucht ist eine Startgabe zwingend notwendig.
Der Erfolg ist abhängig von Wetter, Boden und Besatzdichte, bis in den Januar hält sich der Aufwuchs auf jeden Fall, der Futterwert ist sehr gut.



Danke für die Infos
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