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Acht Neonicotinoide aus Produktion in GB verbannt

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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18 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Acht Neonicotinoide aus Produktion in GB verbannt

Beitragvon Anita » Sa Jan 31, 2009 20:40

Die Zeitung "The Guardian" meldet, dass die erste Supermarktkette und Produzent "The Co-op" (siehe: Co-op Webseite) 8 Neonicotinoide aus Ihrer Produktion verbannt. Dies sind im einzelnen: Acetamiprid, Clothianidin, Dinotefuran, Fipronil, Imidacloprid, Nitenpyram, Thiacloprid und Thiamethoxam.

Co-op produziert Lebensmittel auf 28.325 Hektar Fläche und ist damit der "größte Landwirt" Großbritanniens. Die Co-op hat seit dem Jahr 2001 bislang 98 Pestizide aus ihren Produktionsverfahren verbannt.
Manche Lobbyisten behaupten, dass mit der Verbannung von Pestiziden die Landwirtschaft zusammenbreche - wie jedoch erklären diese, dass ein Großproduzent und Großhändler freiwillig diese Verbannung vornimmt?

Zusätzlich zur Verbannung investiert die Gruppe £150.000 (circa 170.000€) in die Erforschung der Auswirkung der Pestizide auf die Honigbienen und die Zusammenhänge zum Bienenvolksterben.
Vorbildlich!
Paul Monaghan, ein Mitarbeiter der Co-op, beschuldigt die britische Regierung, dass diese völlig verkennt, dass Pestizide zum Zusammenbruch der "Bestäubungsmaschine Nummer 1 der Natur" beitragen können.
Des Weiteren stellt die Co-op einen 10-Punkteplan auf, den sogenannten Plan-Bee, um den Bienen zu helfen.
Hier geht es zum 10-Punkte-Plan: http://www.co-operative.coop/ethicsinac ... g-for-bees
Eine solche vorbildliche Sorge um die Bienen sollten sich unsere hiesigen Produzenten und Hersteller ein Beispiel nehmen. Es geht nur, wenn alle zusammen einander helfen.
Hier geht es zur Pressemeldung: http://www.guardian.co.uk/environment/2009/jan/28/bees-coop-pesticide
Anita
 
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Beitragvon Anita » So Feb 01, 2009 10:28

Was soll das Reini ?

Auch im Deutschen Bauernverband gibt es sehr fähige und konzillante Funktionäre. Was leider von Sonnleitner und seinem Generalsekretär Dr. Stallknecht nicht behauptet werden kann !

Siehe die Tagung in Starnberg unter Teilnahme eines leitenden Funktionärs des Bay. Bauernverbandes:
Gestern ( 29.01.2009 ) hatte der Imkerverein Starnberg eine Tagung zum Thema Umwelt- und Imkerprobleme durch GVO und PSM.

Anwesend ca.250 Personen. Weitere Anwesende :
Peter Maske DIB ( Präsident Deutscher Imkerbund )
Manfred Hederer DBIB ( Präsident Deutscher Berufsimkerbund )
Walter Haefeker EPBA ( Präsident Europ. Berufsimkerbund )
Ulrike Müller, Freie Wähler und Mitglied im Umwelt- und Landwirtschaftsausschuß des Bay. Landtages
Ein FDP- Abgeordneter Funktion wie oben
Eine SPD-Abgeordnete Funktion wie oben
Sepp Daxenberger, Fraktionsvorstand der Grünen und Umwelt- und Landwirtschaftspolitischer Sprecher im Bay. Landtag.
Die Vorsitzende des Ausschuß, eine CSU- Abgeordnete, sagte ihre Teilnahme wegen " Unpässlichkeit " ab.
Die ebenfalls avisierte Bundesministerin für Landwirtschaft etc. Frau Aigner sagte, trotz Zusage, kurzfristig ab. Sie wird jedoch am kommenden Montag in Andechs, Landkreis Starnberg, zu einer Veranstaltung des Bay. Bauernverbandes kommen. ( Wo ich auch sein werde )
Weiter entsandte der Bay. Bauernverband einen sehr kompetenten Vertreter zur gestrigen Versammlung.
Faxit der Versammlung: Die Landwirte und die Imker sind aufeinander angewiesen. Jedoch wird die derzeitige industriealisierung der Landwirtschaft schärfstens mißbilligt. Der Pestizid und GVO- Mißbrauch muß sofort gestoppt werden. Anderfalls wird es zum Schaden der Umwelt , der Landwirte in absehbarer Zeit keine flächendeckende Bestäubung der Kultur- und Willdpflanzen mehr geben. Der Trend könnte hin zur Bestäubungsimkerei gehen. Alle anderen Pflanzen würden nicht oder nicht ausreichend bestäubt werden können.
Walter Haefeker wies im Besonderen auf die hohen Kosten einer Bestäubungsimkerei für die Landwirte hin. In Kanada werden zur Zeit Bestäubungsprämien von bis 150,- kanad. Dollar / Bienenvolk in Rapskulturen erzielt und auch bezahlt !
Der DIB/ DBIB und der EPBA werden verschiedene Maßnahmen zum Wohle der Imker und der Landwirtschaft in Angriff nehmen. Die bislang geübte Industrie- und Wissenschaftsgläubigkeit der Verbände scheint endgültig Schnee von gestern zu sein !
Die Versammlung dauerte von 18.00 Uhr bis ca. 21.45 Uhr. Die Medien bis hin zum bay. Fernsehen haben treu bis zum Ende der Veranstaltung ausgeharrt.

Nachtrag: Wie konnte mir das passieren? ! Der verehrte Landesvorsitzende des Landesverbandes Bay. Imker im DIB, Herr Drechsler, ca. 25.000 Mitglieder, nahm ebenso wie der Vorsitzende des Verbandes Bay. Bienenzüchter ( VBB ) an der Versammlung teil ! Der VBB hat nach eigenen Angaben ca. 3.000 Mitglieder in Bayern.

Anita
 
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Re: Acht Neonicotinoide aus Produktion in GB verbannt

Beitragvon Cairon » So Feb 01, 2009 12:01

Anita hat geschrieben:Manche Lobbyisten behaupten, dass mit der Verbannung von Pestiziden die Landwirtschaft zusammenbreche - wie jedoch erklären diese, dass ein Großproduzent und Großhändler freiwillig diese Verbannung vornimmt?



Ich kann Dir das erklären, die Antwort ist Produktdifferenzierung. Die hoffen durch diese Maßnahme Werbung für ihre Produkte zu machen. Denen geht es nicht wirklich um die Bienen, sondern darum mehr zu verkaufen. Sie hoffen darauf ein Alleinstellungsmerkmal zu erreichen. Da kommt dann ein Aufkleber auf die Produkte: "Neonicotinoide frei, Bienenfreundlich". Dadurch hoffen sie mehr Produkte an den Verbraucher zu bringen, da im Umkehrschluss suggeriert wird, wer unsere Produkte nicht kauft trägt eine Mitverantwortung für Bienensterben. Es geht denen um Imagebildung und das Öko-Image zieht bei Verbraucher, solange es für das Produkt nicht mehr zahlen muss. Und so ist es doch viel einfacher sich ein Stück vom Ökokuchen abzuschneiden. ich kann alle anderen PSM weiter einsetzen, aber doch auf Öko machen, weil ich ja bienenfreundlich bin. Wenn sie konsequent wären müssten sie doch komplett umstellen, oder sehe ich das falsch?
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Beitragvon Hoschscheck » So Feb 01, 2009 16:22

Bräuchten aber rund 1o.ooo ha mehr Nutzfläche. :wink:
Sonst bricht ihnen die Menge weg. :shock:

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Beitragvon Manfred » So Feb 01, 2009 18:07

Das sind nicht "zufällig" die Mittelchen, die mit der neuen EU-Pflanzenschutzregelung eh wegfallen?
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Beitragvon Anita » So Feb 01, 2009 18:28

Hallo Manfred,

die " Mittelchen " wie Du sie verniedlichend bezeichnest fallen nicht sofort weg. Diese PSM behalten ihre Zulassung bis zum Ablauf ihrer Zulassung. Chlothianidin verliert also seine Zulassung zum Jahre 2014 usw.

Der noch gefährlicher Nachfolger z. B. von Chlothianidin " Movento "
ist bereits in den Startlöchern, bzw. schon in einigen außereurop. Staaten in der Anwendung !
Anita
 
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Roundup noch ein Pflanzengift

Beitragvon Anita » Mo Feb 09, 2009 19:20

Ein Extremfall: Vor 2 Jahren wurden in einer Region viele Kälber krank. Sie schwitzten Blut, bekamen Durchfall, wuchsen schlecht oder verendeten. Kein Tierarzt oder Heilpraktiker konnte eine Besserung erreichen. Die amtlichen Behörden baten Landwirte, verendete Kälber untersuchen zu lassen. Gefunden wurde keine Abhilfe. Ein Landwirt nahm die Empfehlung (nach Vortrag) ernst und stellte auf gentechnikfreien Soja um. Innerhalb weniger Tage waren die Krankheiten verschwunden und Neuerkrankungen blieben aus.
Daraufhin probierten es auch die Nachbarn der ganzen Region. Auch hier verschwanden die Krankheiten. Diese Fälle wurden von einem Tierheilpraktiker bestätigt. Als Ursache, warum es hier so krass war, wird argentinisches Soja vermutet, zufällig aus einer Region, wo bereits 15 Lit./ha Roundup + 2,4 D gespritzt wird, weil sonst die Unkräuter nicht mehr zu bekämpfen sind. Durch massive Resistenzausbreitung, auch Infolge des horizontalen Gentransfers, wird dies künftig zum Normalfall, weil die Spritzmittelmengen massiv steigen.
Zuletzt geändert von Anita am Mo Feb 09, 2009 19:48, insgesamt 1-mal geändert.
Anita
 
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Beitragvon hans g » Mo Feb 09, 2009 19:30

der leserbrief eines hiesigen westfalenblattlesers würde auch gut hier rein passen-FAZIT: verbietet alle psm und es gibt keinen krebs mehr.
so einfach ist das :roll:
hans g
 
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Re: Roundup noch ein Pflanzengift

Beitragvon Manfred » Mo Feb 09, 2009 19:56

Anita hat geschrieben:Ein Extremfall: Vor 2 Jahren wurden in einer Region viele Kälber krank. Sie schwitzten Blut, bekamen Durchfall, wuchsen schlecht oder verendeten. Kein Tierarzt oder Heilpraktiker konnte eine Besserung erreichen. Die amtlichen Behörden baten Landwirte, verendete Kälber untersuchen zu lassen. Gefunden wurde keine Abhilfe. Ein Landwirt nahm die Empfehlung (nach Vortrag) ernst und stellte auf gentechnikfreien Soja um. Innerhalb weniger Tage waren die Krankheiten verschwunden und Neuerkrankungen blieben aus.
Daraufhin probierten es auch die Nachbarn der ganzen Region. Auch hier verschwanden die Krankheiten. Diese Fälle wurden von einem Tierheilpraktiker bestätigt. Als Ursache, warum es hier so krass war, wird argentinisches Soja vermutet, zufällig aus einer Region, wo bereits 15 Lit./ha Roundup + 2,4 D gespritzt wird, weil sonst die Unkräuter nicht mehr zu bekämpfen sind. Durch massive Resistenzausbreitung, auch Infolge des horizontalen Gentransfers, wird dies künftig zum Normalfall, weil die Spritzmittelmengen massiv steigen.


Hast du dafür eine Quellenangabe?
Das würde erstaunlich gut zu dem Thema passen, welches ich gerade im Rinderforum eröffnet habe...
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Beitragvon Bananajoe » Mo Feb 09, 2009 22:10

"Innerhalb weniger Tage... " ist immer ein Anzeichen für grund- und bodenlose Übertreibungen.
Und das sei dir von jemandem gesagt der dem RSM Einsatz und Krebsleiden sehr skeptisch gegenübersteht.
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Beitragvon Anita » Mo Feb 09, 2009 22:44

@ manfred

Hier ist die Quellenangabe zu meinem Beitrag:

Ein Extremfall: Vor 2 Jahren wurden in einer Region viele Kälber krank. Sie schwitzten Blut, bekamen Durchfall, wuchsen schlecht oder verendeten. Kein Tierarzt oder Heilpraktiker konnte eine Besserung erreichen.....


http://nachrichten.t-online.de/c/17/62/90/66/17629066.html
Anita
 
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Beitragvon Manfred » Di Feb 10, 2009 8:26

Und wo ist die Quelle für den Zusammenhang mit dem Gen-Soja?
Manfred
 
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Beitragvon Hoschscheck » Di Feb 10, 2009 12:06

Manfred hat geschrieben:Und wo ist die Quelle für den Zusammenhang mit dem Gen-Soja?


http://www.sachsen-gentechnikfrei.de/ba ... lmeier.pdf

Natürlich eine seriöse Anita-Quelle. :roll:

Hoschscheck

PS. was wäre wenn irgendeine Sau die weltweit gehandelten Sojabohnen (natürlich nicht in D :wink:) mit Cumarinpulver eingestreut hat?
Nur vorbeugend, im Lager, da mit alles Glatt geht wenn dann das Rohstoffdepot mal geräumt wird.
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Beitragvon Anita » Di Feb 10, 2009 12:12

Endlich mal ein seriöser Link von Hoschschek ! :P
Anita
 
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Beitragvon JohnDeere3040 » Di Feb 10, 2009 12:29

Hoschscheck hat geschrieben:PS. was wäre wenn irgendeine Sau die weltweit gehandelten Sojabohnen (natürlich nicht in D :wink:) mit Cumarinpulver eingestreut hat?

Daran hab ich auch schon gedacht, vll. hat ja irgendein Futtermittelhersteller gepanscht, aber normal sollte ja sowas schnell nachgewiesen werden können?
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