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Acker bei Deponie betreiben (kontaminiertes Grundwasser)

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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Acker bei Deponie betreiben (kontaminiertes Grundwasser)

Beitragvon Eifel_84 » Sa Feb 09, 2019 23:32

Hallo,
ich habe eine relativ schwierige frage an euch.
Ich habe vor mir einen Kartoffel-Acker anzulegen, die sich nahe der Grenze von einen meiner Nachbarn befindet.

Jetzt ist aber folgendes Passiert:
Mein Nachbar hatte vor etwa 20 Jahren, auf meiner Wiese gegenüber(15m Entfernung) zwischen der noch ein Feldweg verläuft , Müll verbrennt.

Und mit Müll meine ich eine komplette "Plastik/Pressspan" - Einbauküche, sowie noch eine komplette Hotelzimmereinrichtung inklusive Fernseher/Elektrogeräte und allem was noch dazu gehört.
Die Kippe war tagelang am brennen gewesen und es hat fürchterlich gestunken, leider haben meine Eltern (harmlos wie sie waren), nicht die Feuerwehr gerufen und diese Sauerei unterbunden.

Das war jetzt vor 20 Jahren.
Meine Frage ist jetzt, kann über das Grundwasser von der Nachbarwiese, welches leichtes Gefälle zu meiner Wiese hat, Giftstoffe mit zu mir geschwemmt worden sein?

Habe nicht vor mich jetzt zu Vergiften, oder denkt Ihr der meiste von dem Dreck ist in die Luft gegangen und die Asche-Überreste sind nicht Schädlich, bzw. wurden von den Pflanzen schon zersetzt?
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Re: Acker bei Deponie betreiben (kontaminiertes Grundwasser)

Beitragvon countryman » So Feb 10, 2019 0:12

Auch wenn Kunststoffe usw. beteiligt waren, gibt es in normalem Sperrmüll wenig was nachhaltig den Boden versauen könnte. Wenn die eigene Sippschaft das veranstaltet hätte spräche kein Mensch mehr davon, aber wenn es der Nachbar war den man sowieso nie leiden konnte wird nichts vergessen n8
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Re: Acker bei Deponie betreiben (kontaminiertes Grundwasser)

Beitragvon T5060 » So Feb 10, 2019 0:13

Also ich würde erstmal ein Hühnermobil mit Biohühnern draufstellen auf deine Wiese.
Wenn die Hühner dann im geometrischen Mittel dann gehäuft rechteckige Eier legen,
würde ich mir dann mal Gedanken machen, weil da muss dann was sein.
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Re: Acker bei Deponie betreiben (kontaminiertes Grundwasser)

Beitragvon T5060 » So Feb 10, 2019 0:15

Ich hab grad mein Ananas-Joghurt im Plastikbecher mit Vanillejoghurt aus einem anderen Plastikbecher kontaminiert.
Die Werte in der Raumluft sind noch stabil, die Kontamination hat jedoch noch nicht das Grundwasser erreicht.
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Re: Acker bei Deponie betreiben (kontaminiertes Grundwasser)

Beitragvon T5060 » So Feb 10, 2019 0:30

Nach 1,5 kg Joghurt aus sechs Plastikbechern bin ich jetzt kontaminiert und alle Grenzwerte sind überschritten :-(
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Re: Acker bei Deponie betreiben (kontaminiertes Grundwasser)

Beitragvon countryman » So Feb 10, 2019 0:33

Hühner sind ein schlechter Einstieg, weil die tatsächlich alles in die Eimasse entsorgen was im Hühnerhof so rumliegt.
Die meisten Dioxinfunde gab es bei Bio-Eiern, weil die Hühner draußen rumliefen wo -bildlich gesprochen- einer mal ne Tabakspfeife ausgeklopft hatte. Also nicht völlig Banane der Gedanke, aber ich würde auch eher beruhigend einwirken wollen.
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Re: Acker bei Deponie betreiben (kontaminiertes Grundwasser)

Beitragvon T5060 » So Feb 10, 2019 0:38

Also mir haben von 2000 - 2005 von Brandstellen, Löschwasser und Löschwasserabflüßen genügend Proben bei LUFA untersuchen lassen.
Nach heutiger LAGA Einstufung wurden in keinem Fall Werte überschritten, die einer Einstufung von Z NULL widersprechen.

Selbst eine Bodenprobe unter einem total abgebrannten neuzeitl. Schlepper mit hohem Elektronik + Plastikanteil war bei allen Werten negativ.

In einem Brandfall ist das gesamte Dioxin fast vollständig verglast, somit chemisch und biologisch inaktiviert.
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Re: Acker bei Deponie betreiben (kontaminiertes Grundwasser)

Beitragvon bauer hans » So Feb 10, 2019 8:20

Eifel_84 hat geschrieben:Meine Frage ist jetzt, kann über das Grundwasser von der Nachbarwiese, welches leichtes Gefälle zu meiner Wiese hat, Giftstoffe mit zu mir geschwemmt worden sein?


auf einer hangfläche ist mir die aufbringung von gülle seitens der regierungspräsidentin untersagt worden,weil ein tiefbrunnen der wasserwerke am unteren ende dieser fläche,auf der anderen strassenseite liegt und befürchtet wird, keime aus der gülle verunreinigen das wasser,es geht nicht um nitrat.
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Re: Acker bei Deponie betreiben (kontaminiertes Grundwasser)

Beitragvon Eifel_84 » So Feb 10, 2019 9:31

Also Ihr denkt ich sollte mir da keine Sorgen machen?

Bzw. was würde eine Bodenanalyse in etwa kosten?
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Re: Acker bei Deponie betreiben (kontaminiertes Grundwasser)

Beitragvon countryman » So Feb 10, 2019 10:23

Eifel_84 hat geschrieben:Also Ihr denkt ich sollte mir da keine Sorgen machen?

Bzw. was würde eine Bodenanalyse in etwa kosten?


Wenn man nicht weiß wonach man suchen soll, wird eine Analyse schwierig.
Am unangenehmsten wären tatsächlich dioxinähnliche organische Verbindungen. Während Hühner gerne verglaste Schlackenkrümel aufnehmen, die im Magen dann angelöst werden *), haben Pflanzenwurzeln wenig Interesse und wenig Lösekraft für Organik.
Regen wird solche Stoffe auch nicht verfrachten, was löslich ist, ist längst ausgewaschen.
Dass biologische Verunreinigungen (Keime) bei Trinkwasser zu vermeiden sind, ist klar.
Ich würde meine Kartoffeln ohne schlechte Gefühle anbauen und verzehren.
Auch wenn des damals arg gequalmt hat, wenn "nur" Hausmüll verbrannt wurde dürfte mit nichts zu rechnen sein.

*) Dioxinfunde in Eiern konnten meist auf früher im Wegebau verwendete indutrielle Schlacken oder Holzschutzmittel an Altgebäuden zurückgeführt werden.
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Re: Acker bei Deponie betreiben (kontaminiertes Grundwasser)

Beitragvon Lonar » So Feb 10, 2019 11:15

bauer hans hat geschrieben:
Eifel_84 hat geschrieben:Meine Frage ist jetzt, kann über das Grundwasser von der Nachbarwiese, welches leichtes Gefälle zu meiner Wiese hat, Giftstoffe mit zu mir geschwemmt worden sein?


auf einer hangfläche ist mir die aufbringung von gülle seitens der regierungspräsidentin untersagt worden,weil ein tiefbrunnen der wasserwerke am unteren ende dieser fläche,auf der anderen strassenseite liegt und befürchtet wird, keime aus der gülle verunreinigen das wasser,es geht nicht um nitrat.

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Re: Acker bei Deponie betreiben (kontaminiertes Grundwasser)

Beitragvon T5060 » So Feb 10, 2019 14:12

Eifel_84 hat geschrieben:Also Ihr denkt ich sollte mir da keine Sorgen machen?

Bzw. was würde eine Bodenanalyse in etwa kosten?


Probenahme + Untersuchung nach LAGA biste bei 1.500 €, nach irgendwelchen anderen Standards (Altlastenmonitoring) 2.500 - 3.000 €
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Re: Acker bei Deponie betreiben (kontaminiertes Grundwasser)

Beitragvon Barbicane » Di Feb 12, 2019 17:25

Bei mir um die Ecke gab's zu Vaters Jugendzeiten so eine Art unkontrollierte Dorfdeponie.
Da wurde so ziemlich alles hingekarrt und angezündet was die Leute loswerden wollten.
Irgendwann vor Jahrzehnten wurde der ganze übrige Schrott weggeräumt und heute wachsen da u.a. Kartoffeln "aus regionalem Anbau".
Wenn sowas funktioniert wird eine einmalige Warmentsorgung von ein paar Möbeln nix ausmachen schätz ich.
Erfahrung ist das, was man bekommt, kurz nachdem man es gebraucht hätte.
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Re: Acker bei Deponie betreiben (kontaminiertes Grundwasser)

Beitragvon bauer hans » Do Feb 14, 2019 9:40

Lonar hat geschrieben:
bauer hans hat geschrieben:auf einer hangfläche ist mir die aufbringung von gülle seitens der regierungspräsidentin untersagt worden,weil ein tiefbrunnen der wasserwerke am unteren ende dieser fläche,auf der anderen strassenseite liegt und befürchtet wird, keime aus der gülle verunreinigen das wasser,es geht nicht um nitrat.

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es stehen 190€ pro ha im raum,ist aber noch nicht endverhandelt.
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Re: Acker bei Deponie betreiben (kontaminiertes Grundwasser)

Beitragvon Lonar » Do Feb 14, 2019 13:27

Dann sag das du die Gülle mit 10€M3 abgeben musst und dann gleizeitig Mineraldünger im Wert von 200€ wieder kaufen musst. Selbst wenn das nicht so ist sollte der Schadensersatz dir diese Umkosten wieder einbringen. Ich sehe 500€/ha Nutzungsausfall als durchaus gerechtfertigt an.
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