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Acker ist Wiese, Schadensersatz

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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31 Beiträge • Seite 2 von 3 • 1, 2, 3
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Re: Acker ist Wiese, Schadensersatz

Beitragvon marius » Mo Okt 10, 2016 9:33

Stefan26AN hat geschrieben:Hast du die schriftliche Aufforderung zum Umbruch per Einschreiben geschickt?
Hast du irgendeinen schriftlichen Nachweis?


Und was wenn er umbricht und sofort wieder einsät ? Dann hast ja wieder Dauergrünland. Willst du ihm dann nochmal per Einschreiben vorschreiben er muss nochmal umbrechen und Mais anbauen ? Der Pächter könnte dann wiederum den Verpächter verklagen falls er einen Drahtwurmschaden im Mais hat. :mrgreen:

Im Ernst : Du kannst dem Pächter ohnehin nicht während der Laufzeit per Einschreiben vorschreiben, was er auf der Pachtfläche anzubauen hat oder wann er umzubrechen hat. Da lacht sich doch jeder Richter schlapp weil das an Nordkorea erinnert.
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Re: Acker ist Wiese, Schadensersatz

Beitragvon Flecki_aus_Bayern » Di Okt 11, 2016 2:05

Der Pächter gibt am Ende der Pachtzeit das Grundstück zurück. Aus die Maus. Du hast keinen Anspruch auf Zahlungsansprüche etc. und keinen Anspruch auf Ackerstatus.
Nur auf die Grenzsteine würde ich achten. Die sollten alle so wie am Anfang vorhanden sein. Das haben beide Seiten sicher dokumentiert.
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Re: Acker ist Wiese, Schadensersatz

Beitragvon Paule1 » Di Okt 11, 2016 6:15

Das mit den Grenzsteinen ist ein weiter wunder Punkt, es gibt eben Pächter die saugen die Äcker nur aus und pflügen auch noch sämtl. Grenzsteine weg, naja sie zahlen ja den höchsten Pacht :prost:

Alles hat seinen Preis :idea:
„Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, daß er tun kann, was er will, sondern daß er nicht tun muß, was er nicht will. “
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Re: Acker ist Wiese, Schadensersatz

Beitragvon FRED222 » Di Okt 11, 2016 9:08

was ist das (ungefähr) für ein Schaden/Kosten pro ha wenn man Umbruchrechte kauft?.
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Re: Acker ist Wiese, Schadensersatz

Beitragvon Ferengi » Di Okt 11, 2016 11:08

Flecki_aus_Bayern hat geschrieben:Der Pächter gibt am Ende der Pachtzeit das Grundstück zurück. Aus die Maus. Du hast keinen Anspruch auf Zahlungsansprüche etc. und keinen Anspruch auf Ackerstatus.



Womit klar ist das ich dir nichts verpachten würde!

Da der Wert vom Ackerland erheblich höher ist als der von Grünland,
würde ich es schlichtweg als Sachbeschädigung bezeichnen.
Bei uns in der Gegend wäre die Differenz bei 20 Hektar etwa 1 Millionen Euro.
Da würd ich nicht lange fackeln und mir einen GUTEM Anwalt nehmen!
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Re: Acker ist Wiese, Schadensersatz

Beitragvon Flecki_aus_Bayern » Di Okt 11, 2016 11:36

Für eine Million Euro kannst du dir die 20 Hektar kaufen. Verklag mich doch, ich hab landwirtschaftlichen Rechtsschutz. Ich geh bis zur letzten Instanz, weil ich Recht habe! Der Verpächter hat keinen Anspruch auf meine Zahlungsansprüche!
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Re: Acker ist Wiese, Schadensersatz

Beitragvon Fassi » Di Okt 11, 2016 12:40

Womit Du wohl auf die Fresse fällst. Guck mal ins BGB ab §585ff. Da steht genau drinne was man Pächter und Verdächtig beachten muss. Sinngemäß darfst du die Fläche nicht verschlechtern, ansonsten wird Schadensersatz fällig. Ergo muss eine Ackerfläche auch als solche zurück gegeben werden, da die Umwandlung in Grünland eine Verschlechterung ist. Würde dir dein Anwalt vermutlich auch so sagen.

Gruß
Zuletzt geändert von Fassi am Di Okt 11, 2016 13:20, insgesamt 1-mal geändert.
http://www.youtube.com/watch?v=AMpZ0TGjbWE

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Re: Acker ist Wiese, Schadensersatz

Beitragvon take_it_1999 » Di Okt 11, 2016 12:55

Hallo,

auch wenn ihr mich schlagt: Ein guter gegnerischer Anwalt würde argumentieren, dass Fläche als Grünland ökologisch bessergestellt wäre!!!

Also wenn es Richtung Klagen geht bitte alle Seiten überdenken und deutlich machen wo das Problem ist.
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Re: Acker ist Wiese, Schadensersatz

Beitragvon Lonar » Di Okt 11, 2016 12:56

Flecki_aus_Bayern hat geschrieben:Für eine Million Euro kannst du dir die 20 Hektar kaufen. Verklag mich doch, ich hab landwirtschaftlichen Rechtsschutz. Ich geh bis zur letzten Instanz, weil ich Recht habe! Der Verpächter hat keinen Anspruch auf meine Zahlungsansprüche!

Auf die Zahlungsansprüche nicht, die sind aber ja nur für die Prämie.
Allerdings muss man wenn man Acker gepachtet hat auch Acker zurück geben und nicht Wiese.
Interessant finde ich aber ob die Grünlanderhaltung beim Pächter bleibt und das kann dir sehr wahrscheinlich nur die Kammer sagen, weil da jedes Bundesland sein eigenes Ding dreht oder nicht?
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Re: Acker ist Wiese, Schadensersatz

Beitragvon Fassi » Di Okt 11, 2016 13:19

take_it_1999 hat geschrieben:Hallo,

auch wenn ihr mich schlagt: Ein guter gegnerischer Anwalt würde argumentieren, dass Fläche als Grünland ökologisch bessergestellt wäre!!!

Also wenn es Richtung Klagen geht bitte alle Seiten überdenken und deutlich machen wo das Problem ist.


Nö, kann er nicht. es geht um den Paragrafen:

BGB §590 hat geschrieben:Änderung der landwirtschaftlichen Bestimmung oder der bisherigen Nutzung

(1) Der Pächter darf die landwirtschaftliche Bestimmung der Pachtsache nur mit vorheriger Erlaubnis des Verpächters ändern.

(2) Zur Änderung der bisherigen Nutzung der Pachtsache ist die vorherige Erlaubnis des Verpächters nur dann erforderlich, wenn durch die Änderung die Art der Nutzung über die Pachtzeit hinaus beeinflusst wird. ...


Und die Umwandlung von Ackerland in Grünland ist ja eine Änderung der Nutzung. Plus halt die üblichen Bestimmungen zwecks Werterhalt usw.

Gruß
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Re: Acker ist Wiese, Schadensersatz

Beitragvon marius » Di Okt 11, 2016 14:03

Es gibt doch viele Pachtverträge die schon 30 Jahre und länger laufen und damals meist noch mündlich abgeschlossen wurden. Da wird es schon schwer zu beweisen ob der Pächter damals Dauergrünland, Grünland mit Ackerstatus oder Acker gepachtet hat oder einige Jahre später selber umgebrochen hat.

Grundsätzlich gilt seit dem Umbruchverbot bei neueren Fällen:
Eine Ackerfläche als Dauergrünland umwandeln darf man eigentlich nur noch mit dem Einverständnis des Besitzer. Deshalb verlangen die meisten Ämter und Behörden eine Einverständniserklärung bei dem Antrag der Umwandlung in Dauergrünland.

Blöd ists wenn der Acker nach 5 Jahren Grünland automatisch zu Dauergrünland wird. Dazu ist kein Einverständnis des Besitzers nötig denn das wird automatisch vom Amt zu Dauergrünland umcodiert.
Ich weiss auch nicht ob man in diesem Fall den Pächter auf Schadensersatz verklagen kann, denn den Dauergrünlandstatus haben die Ämter / EU automatisch nach 5 Jahren GL erteilt und nicht der Pächter. Ich glaub deshalb nicht das der Pächter in diesem Fall Schadensersatz leisten muss.
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Re: Acker ist Wiese, Schadensersatz

Beitragvon Fassi » Di Okt 11, 2016 15:07

Dann ließ dir das BGB aufmerksam durch. Ich hab als Pächter ein Nutzungsänderung zu unterlassen. Mach ichs trotzdem, und sei es nur weil ich zu blöd bin 5 Jahre zusammen zu zählen, muss ichs entschädigen. Denn ich hab als Pächter den Ackerstatus zu wahren, und das heißt nach 5 Jahren muss ich was anderes wie Ackerfutter auf der Pachtfläche anbauen. Und nebenbei ist es nen Grund für ne fristlose Kündigung!

Gruß
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Re: Acker ist Wiese, Schadensersatz

Beitragvon marius » Di Okt 11, 2016 15:09

Paule1 hat geschrieben:Das mit den Grenzsteinen ist ein weiter wunder Punkt, es gibt eben Pächter die saugen die Äcker nur aus und pflügen auch noch sämtl. Grenzsteine weg, naja sie zahlen ja den höchsten Pacht :prost:

Alles hat seinen Preis :idea:


Also wenn ich bei Pachtende alle Grenzsteine suchen und kontrolieren würde, müßte ich schon 1 Jahr vor Pachtende anfangen die Grenzsteine zu suchen. Teilweise hab ich an geschwungenen Straßenverläufen/Feldwege von einigen Grundstücken alle paar Meter einen Grenzstein drin.
Ich mach da nichts.
Und wenn ein Pächter einen Grenzstein rauspflügt und irgendwo daneben wieder einbuddelt weil er das Vermessungsamt nicht bezahlen will, bringt das auch nichts.
Wenn ich diesen Grenzstein bei Pachtende kontroliere ist er ja da. Nur passt halt nicht.
Das kontrollieren der Grenzsteine bringt also auch nichts.
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Re: Acker ist Wiese, Schadensersatz

Beitragvon marius » Di Okt 11, 2016 15:13

Fassi hat geschrieben:Dann ließ dir das BGB aufmerksam durch. Ich hab als Pächter ein Nutzungsänderung zu unterlassen. Mach ichs trotzdem, und sei es nur weil ich zu blöd bin 5 Jahre zusammen zu zählen, muss ichs entschädigen. Denn ich hab als Pächter den Ackerstatus zu wahren, und das heißt nach 5 Jahren muss ich was anderes wie Ackerfutter auf der Pachtfläche anbauen. Und nebenbei ist es nen Grund für ne fristlose Kündigung!

Gruß


Das ist ja keine Nutzungsänderung des Pächters. Wenn der Pächter nach Mais z.b. Ackergras einsät hat das Grundstück nach wie vor den Ackerstatus. Der Pächter hat den Status nicht geändert. Den Status Dgl oder Acker ändert in diesem Fall nicht der Pächter sondern das Amt / EU nach 5 Jahren. Der Pächter kann meiner Meinung nach somit rechtlich nicht haftbar gemacht werden wenn er sich einen Anwalt nimmt.
Der Verpächter müßte gegen die 5 Jahresregelung der EU vorgehen. Da wird er allerdings abblitzen.
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Re: Acker ist Wiese, Schadensersatz

Beitragvon T5060 » Di Okt 11, 2016 15:32

Zu unterlassen vielleicht.
Aber an anderer Stelle im BGB steht auch was von "stillschweigender Zustimmung".

Und weil es nicht so einfach ist, ist Jura ein "Studierberuf",
der zudem noch einen ganzen Arsch voll Erfahrung braucht.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
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