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Acker ist Wiese, Schadensersatz

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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Acker ist Wiese, Schadensersatz

Beitragvon Pegasus_o » Fr Okt 07, 2016 20:46

Hallo Gemeinde,

folgendes Problem: Ich bekomme zum Jahresende eine Pachtfläche zurück. Diese ist aktuell Wiese, war aber früher Acker. Ich hatte den Pächter im Herbst 2014 schriftlich aufgefordert, die Fläche umzubrechen, das hat er ignoriert.

Um die Fläche nun umzubrechen, muß ich Umbruchrechte kaufen bzw einen Partner finden, der Grünland anlegt. Die Kosten hätte ich natürlich vom Pächter gerne wieder.

Kennt jemand einen Präzedenzfall dafür, gibt es irgendwo ein Urteil? In anderen Bundesländern gibt es ja schon länger ein Umbruchverbot.

Danke&Gruß
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Re: Acker ist Wiese, Schadensersatz

Beitragvon matze6820 » Fr Okt 07, 2016 22:51

Was steht im pachtvertrag? Wenn acker dann muß dein pächter auch acker wieder abliefern. Was sagt denn dein pächter dazu? Da muß er sich ja eigentlich drum kümmern.
Wenn das alles nicht geht mal mit mit der kammer sprechen und im notfall anwalt. Aber erstmal sprechen!
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Re: Acker ist Wiese, Schadensersatz

Beitragvon Pegasus_o » Sa Okt 08, 2016 7:50

matze6820 hat geschrieben:Was steht im pachtvertrag? Wenn acker dann muß dein pächter auch acker wieder abliefern. Was sagt denn dein pächter dazu? Da muß er sich ja eigentlich drum kümmern.
Wenn das alles nicht geht mal mit mit der kammer sprechen und im notfall anwalt. Aber erstmal sprechen!



Schriftlichen Vertrag gibt es nicht. Und das Gespräch war unerfreulich. Ungefähr "ich habe 250 Hektar, du 20, es interessiert mich nicht was Du willst..."

Gruß
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Re: Acker ist Wiese, Schadensersatz

Beitragvon Stefan26AN » Sa Okt 08, 2016 9:48

Hast du die schriftliche Aufforderung zum Umbruch per Einschreiben geschickt?
Hast du irgendeinen schriftlichen Nachweis?
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Re: Acker ist Wiese, Schadensersatz

Beitragvon Lonar » Sa Okt 08, 2016 12:08

Der Pächter hatte die Fläche doch im Agrarantrag drin, oder?
Die Grünlanderhaltung ist nicht an die Flächen gebunden sondern an den Betrieb. Sonst wäre der Ackerstatus ja nicht handelbar.
Ich würde mal mit der Kammer telefonieren ob du da überhaupt Probleme mit bekommst,wenn du da jetzt umbrichst.
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Re: Acker ist Wiese, Schadensersatz

Beitragvon Ferengi » Sa Okt 08, 2016 14:57

Pegasus_o hat geschrieben:

Schriftlichen Vertrag gibt es nicht. Und das Gespräch war unerfreulich. Ungefähr "ich habe 250 Hektar, du 20, es interessiert mich nicht was Du willst..."

Gruß


Dann gar nicht erst diskutieren, gleich zum Anwalt.
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Re: Acker ist Wiese, Schadensersatz

Beitragvon T5060 » Sa Okt 08, 2016 15:00

Von sowas kann man gut leben ... :mrgreen:
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Re: Acker ist Wiese, Schadensersatz

Beitragvon MartinGerste » Sa Okt 08, 2016 16:14

Also mal blöd gefragt, warum pachtet einer nen Acker und lässt in zur Wiese kommen? Da sind doch erhebliche Pachtpreisunterschiede...

Hilft nicht beim Problem aber bei meinen eigenen Entscheidungen...
Gruß aus dem Donau-Ries.........

Deutz D50.S ; IHC 744 ; Renault 155/54 TZ
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Re: Acker ist Wiese, Schadensersatz

Beitragvon T5060 » Sa Okt 08, 2016 19:19

Freunde .... in Pachtsachen beträgt die Verjährungsdauer nach Kenntniserlangung 6 Monate..... der Pächter kann dank Schreiben belegen, dass der Verpächter seit längstens 6 Monaten Kenntnis hat.
Die Angelegenheit ist bereits verjährt. Jegliche Portokosten könnt ihr euch sparen. Noch Fragen ?
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Re: Acker ist Wiese, Schadensersatz

Beitragvon Lonar » Sa Okt 08, 2016 21:29

T5060 hat geschrieben:Freunde .... in Pachtsachen beträgt die Verjährungsdauer nach Kenntniserlangung 6 Monate..... der Pächter kann dank Schreiben belegen, dass der Verpächter seit längstens 6 Monaten Kenntnis hat.
Die Angelegenheit ist bereits verjährt. Jegliche Portokosten könnt ihr euch sparen. Noch Fragen ?

Also geht die Grünlanderhaltung zum Verpächter, wenn er die Fläche wieder zurück nimmt?
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Re: Acker ist Wiese, Schadensersatz

Beitragvon Pegasus_o » So Okt 09, 2016 9:45

T5060 hat geschrieben:Freunde .... in Pachtsachen beträgt die Verjährungsdauer nach Kenntniserlangung 6 Monate..... der Pächter kann dank Schreiben belegen, dass der Verpächter seit längstens 6 Monaten Kenntnis hat.
Die Angelegenheit ist bereits verjährt. Jegliche Portokosten könnt ihr euch sparen. Noch Fragen ?



Nö, die Verjährung beginnt mit der Übernahme der Pachtsache, zumal bis dahin der Pächter jederzeit die Möglichkeit hätte, die Sache instand zu setzen.

Gruß
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Re: Acker ist Wiese, Schadensersatz

Beitragvon Hauptmann » So Okt 09, 2016 14:36

MartinGerste hat geschrieben:Also mal blöd gefragt, warum pachtet einer nen Acker und lässt in zur Wiese kommen? Da sind doch erhebliche Pachtpreisunterschiede...

Hilft nicht beim Problem aber bei meinen eigenen Entscheidungen...


Es ist davon auszugehen dass er eine seiner Wiesen in gleicher Grösse umgebrochen und somit aufgewertet hat. Der Pächter hat jetzt mehr Ackerland und weniger Gründland, für ihn ging die Rechnung auf da die ZAs bei ihm bleiben.
Deutschland ist durchgeknallt.
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Re: Acker ist Wiese, Schadensersatz

Beitragvon T5060 » So Okt 09, 2016 14:59

Pegasus_o hat geschrieben:
T5060 hat geschrieben:Freunde .... in Pachtsachen beträgt die Verjährungsdauer nach Kenntniserlangung 6 Monate..... der Pächter kann dank Schreiben belegen, dass der Verpächter seit längstens 6 Monaten Kenntnis hat.
Die Angelegenheit ist bereits verjährt. Jegliche Portokosten könnt ihr euch sparen. Noch Fragen ?



Nö, die Verjährung beginnt mit der Übernahme der Pachtsache, zumal bis dahin der Pächter jederzeit die Möglichkeit hätte, die Sache instand zu setzen.

Gruß


Verjährung beginnt zu laufen ab Kenntniserlangung und als "verdeckten Mangel", kann man das ja nicht bezeichnen.
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Re: Acker ist Wiese, Schadensersatz

Beitragvon Pegasus_o » So Okt 09, 2016 18:11

T5060 hat geschrieben:
Pegasus_o hat geschrieben:
T5060 hat geschrieben:Freunde .... in Pachtsachen beträgt die Verjährungsdauer nach Kenntniserlangung 6 Monate..... der Pächter kann dank Schreiben belegen, dass der Verpächter seit längstens 6 Monaten Kenntnis hat.
Die Angelegenheit ist bereits verjährt. Jegliche Portokosten könnt ihr euch sparen. Noch Fragen ?



Nö, die Verjährung beginnt mit der Übernahme der Pachtsache, zumal bis dahin der Pächter jederzeit die Möglichkeit hätte, die Sache instand zu setzen.

Gruß


Verjährung beginnt zu laufen ab Kenntniserlangung und als "verdeckten Mangel", kann man das ja nicht bezeichnen.



Bis Zur Rückgabe am 1.11 ist es aber kein Mangel, denn der Pächter kann während der Pachtzeit die Fläche bewirtschaften, wie er will. Er könnte also eine Umbruchgenehmigung haben und am 31.10 den Pflug anhängen. Deshalb beginnt die Verjährungsfrist grundsätzlich bei Übernahme der Fläche, spätestens zum Ende des Pachtvertrages.

Gruß
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Re: Acker ist Wiese, Schadensersatz

Beitragvon marius » Mo Okt 10, 2016 8:55

Pegasus_o hat geschrieben:
matze6820 hat geschrieben:Was steht im pachtvertrag? Wenn acker dann muß dein pächter auch acker wieder abliefern. Was sagt denn dein pächter dazu? Da muß er sich ja eigentlich drum kümmern.
Wenn das alles nicht geht mal mit mit der kammer sprechen und im notfall anwalt. Aber erstmal sprechen!



Schriftlichen Vertrag gibt es nicht.


Dann hast du natürlich keine Aussicht auf Schadensersatz.
Die Rückgabe als Acker bei Pachtende müßte schon schriftlich genau im Vertrag fixiert sein. Nur dann könnte man sich überlegen ob man mit einem Rechtsanwalt vor Gericht zieht.
Aber auch schriftlich fixiert bringt eigentlich nichts wenn es der Vorpächter schlau anstellt :

Was die wenigsten wissen : Selbst die Rückgabe als Acker bei Pachtende bringt dir unter Umständen nichts. Denn der Pächter könnte 1 oder 2 Tage vor Pachtablauf das Dauergrünland umbrechen, und somit als Acker dem Pächter zurückgeben was er mit Fotos belegen kann. Der Pächter wäre dann aus dem Schneider da er einen Acker bei Pachtende zurückgibt wie im Vertrag vereinbart ( wenn es eine schriftliche Vereinbarung zur Ackerrpückgabe gäbe ). Was dann der Nachpächter macht ( wieder als DGL einsät oder nicht ) ist dem Vorpächter egal und wurde vertraglich nicht vereinbart.

Den neuen Pächter beissen dann im ersten Jahr bei Antragstellung als Acker natürlich die Hunde wegen dem Umbruchverbot. Dem neuen Pächter wird im ersten Jahr die Prämie gekürzt und er müßte wieder Dauergrünland anlegen.

Aus diesen Gründen verpachte ich nur an gute Bekannte, auch wenn ich deshalb nicht den letzten Cent bekomme.
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