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Acker lag 10 Jahr brach und soll jetzt Roggen drauf

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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Re: Acker lag 10 Jahr brach und soll jetzt Roggen drauf

Beitragvon ah-tonius » Mo Aug 17, 2009 9:31

ChrisB hat geschrieben:Hallo Antonius,
spreche doch den Bewirtschafter dieser beiden Flächen in deiner Nähe an?
Hier bei uns heist es "Fragen kostet nichts" :D


Hallo Chris

Fragen kostet nichts, du bekommst in Lettland aber auch keine Antwort. Wenn du Informationen bekommst, kann es sein, dass du irgendwann mehr weist wie der andere. Das ist schlecht. Hier gibt es daher viele Einzelkämpfer. Das ist ein Erbe der russischen Besatzung.
Eine Lettin, die jetzt in Deutschland wohnt, hat mir in der letzten Woche gesagt, auch ein Grund weshalb sie in DE sei ist, dass wenn ein Letten einen anderen Letten was fragt, kann es sein, dass der fragende ausgeschimpft wird.
Ich wohne hier erst 4 Wochen und kenne nicht meine Nachbarn und die haben auch nicht die Maschinen, um diese Felder zu bewirtschaften. Das kann also ein Landwirt sein, der seinen Hof 20km von hier hat.
Es gibt keine Strukturen wie Verband oder Kammer. Es gibt eine staatliche Ebene, die aber nur dass tut was sie muss.
Der Landwirt will Geld verdienen, wird seine Sachen aber nicht über Genossenschaften los, sonder über den Marktstand, Anzeigen in der Zeitung oder bei Verarbeitern (Unternehmen).

Es ist ein schönes Land, aber nicht wenn man etwas aufbauen, organisieren will? n8
Das dauert sehr lange oder geht gar nicht mehr.
Ich habe gestern einen Bekannten angerufen (zuletzt habe ich den im Frühling gesproche) und gefragt, ob er weiß wer mir 4 Rundballen Roggenstroh etwa 20km transportieren kann. Da hat der als erstes gefragt, du willst noch immer die Matratzen bauen? So lange an einem Projekt in LV arbeiten ist undenkbar.

Ich habe in LV 5 Firmen mit Mustern angeschrieben und ein Angebot angefordert. Eine hat geantwortet.
In DE habe ich 10 Firmen angeschrieben, ohne Muster und habe 10 Antworten bekommen.

Eine Frage hier im Forum ist kostenlos und nicht so frustrierend wie in Lettland.

Trotzdem hatte ich gestern einen Supertag :D

Gruss Antonius
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Re: Acker lag 10 Jahr brach und soll jetzt Roggen drauf

Beitragvon Babojünger » Mi Aug 19, 2009 20:30

Buchweizen ist aber kein Getreide sondern ein Knöterichgewächs - wenn ich mich recht entsinne mit Sauerampfer verwandt.
Das Stroh ist im Gegensatz zu Getreide ziemlich mürbe und zerfällt sehr schnell - gut für mich und die Verwendung als abfrostende Zwischenfrucht aber ich zweifle ob das für Matratzen geeignet ist. Ich rate dir daher nach wie vor dich beim Urgetreide umzusehen (Johannisroggen oder Einkorn) oder dich mal über ein paar Grünschnittroggensorten zu informieren.
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Re: Acker lag 10 Jahr brach und soll jetzt Roggen drauf

Beitragvon ah-tonius » Mi Aug 19, 2009 21:57

Hallo...

Das mit der Verwandtschaft habe ich schon nachgelesen und auch erfahren, dass bei der Ernte noch eine Menge Körner unreif sind, da der Buchweizen mehrere Wochen blüht und Körner heran wachsen. Also wird einfach irgendwann beschlossen, dass der Mähdrescher gerufen wird. Das mit der Blüte kann ich ja zur Zeit verfolgen. Weil die Körner unterschiedliche reif sind, muss auch sehr vorsichtig gedroschen werden, wie bei überreifen Getreide.
Also wird der Stiel oder "Stroh" des Buchweizen bei der Ernte nicht unbedingt trocken sein, was dann wiederum zum schnellen Verfall, z.B. nach dem zerkleinern führt.

Mir ging es beim Einsatz von Buchweizen um eine Art, den Boden für die Roggeneinsaat im Herbst 2010 vor zu bereiten. Den Buchweizen kann man hier vielleicht sogar gut verkaufen, da etwa 50km entfernt, die größte Getreidemühle in den baltischen Staaten ist, die auch weiter verarbeitet und Buchweizen in fast jedem Geschäft in Lettland anbietet.

Ich will mich noch etwas um das Schälen des Buchweizens kümmern, was zu viel Bruch führen kann, also wohl nicht so einfach ist. Die Schale, aber auch das Korn wird für Kopfkissen und anderes eingesetzt (ähnlich wie Dinkel).
Sofern ein Schälen auch im Kleinen möglich ist, möchte ich das gerne ausprobieren.

Vielleicht läßt sich das "Stroh" nach dem Trocknen doch für was anderes verwenden.
Sofern ein Trocknen im Spätsommer möglich ist.

Ich denke, ich versuche die Fläche im Oktober/November pflügen zu lassen und dann ggf. Gründüngung ein säen oder lasse die Fläche einfach so liegen. Im Frühling werde ich dann 50% Buchweizen und auf der anderen Fläche was anderes einsäen.
Oder ich lasse schon im September/Oktober alles pflügen und lasse auf Fläche 1 Roggen einsäen, mal sehen was draus wird und auf eine andere 2 nichts. Im Frühjahr säe ich auf 2 Buchweizen. Und Ende 2010 mache ich dann Fruchtwechsel. Auf 1 erstmal Gründüngung und auf 2 dann Roggen.

Durch Zufall (den brauch man in LV) habe ich doch sehr preiswert 7 Rundballen bekommen (20Lats = etwa 30 EUR). Im Preis enthalten 3 Rundballen anliefern und 4 trocken einlagern bis ich die benötige. Gut trocken und frei von Grünzeug.

Gruss Antonius
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Re: Acker lag 10 Jahr brach und soll jetzt Roggen drauf

Beitragvon Babojünger » Do Aug 20, 2009 19:05

Hmm ... na o.k. - hört sich doch gut an - frag´ ich mich doch auch glatt ob da ein Eigenanbau lohnt da du ja bei Abnahme größerer Mengen das Strohl wohl noch günstiger bekommen würdst.

Ich für meinen Teil hab´ heut´ Buchweizen als Begrünung gesät - nächstes Jahr Frühjahr kommt auf einen Teil der Fläche wieder Buchweizen - weil ich ja auch immer mal wieder ein bissl Nachschub brauch.
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Re: Acker lag 10 Jahr brach und soll jetzt Roggen drauf

Beitragvon Bodenseefarmer » Do Aug 20, 2009 21:08

Ich würde keinen Grünschnitt-roggen säen, der fällt nur um. Ich glaube nicht, dass du solche riesen Mengen an Stroh benötigst. Ich würde lieber einen kürzeren Roggen säen, der nicht so schnell umfällt. Wenn du ihn stehend dreschen kannst, ist weniger Unkraut im Stroh, ich denke mal das es bei den Matratzen recht wichtig ist sauberes Stroh zu haben.
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Re: Acker lag 10 Jahr brach und soll jetzt Roggen drauf

Beitragvon ah-tonius » Do Aug 20, 2009 22:35

Babojünger hat geschrieben:Hmm ... na o.k. - hört sich doch gut an - frag´ ich mich doch auch glatt ob da ein Eigenanbau lohnt da du ja bei Abnahme größerer Mengen das Strohl wohl noch günstiger bekommen würdst.

Ich für meinen Teil hab´ heut´ Buchweizen als Begrünung gesät - nächstes Jahr Frühjahr kommt auf einen Teil der Fläche wieder Buchweizen - weil ich ja auch immer mal wieder ein bissl Nachschub brauch.


Ich kenne mich nicht mit Buchweizen aus, erzähl mal :)

Heute bin ich mal zum Feld gegangen und habe weiche Körner und harte gefunden. Bei den reifen Triebe werden die Körner braun und der Trieb stirbt ab, also doch so was wie bei Getreide, nur nicht gleichmäßig auf dem ganzen Feld. Das Schälen in der Hand war recht einfach, wie machst du das Schälen?
Im Buchweizen wächst falsche Kamille, sonst eigentlich wenig anderes.

Übrigens steht hier auch noch die Gerste bzw. läßt die Ähren schon hängen. Denke, am WE soll es warm werden, dass die ersten Felder abgeerntet werden. Bei einem großen Feld ist bei etwa der Hälfte schnell wachsendes Gras mittlerweile größer wie die Gerste. Auch ein anderes Feld ist sehr unsauber, mit zahlreichen Kräutern und Disteln (ohne Nadeln) durchwachsen. Gerste scheint kein gutes Getreide für diese Gegend zu sein.

Bodenseefarmer hat geschrieben:Ich würde keinen Grünschnitt-roggen säen, der fällt nur um. Ich glaube nicht, dass du solche riesen Mengen an Stroh benötigst.


Wie ich gelesen haben, wird der ja für Gründüngung, Silage und Biogasanlagen verwendet. Zudem kann hier viel Gülle "verklappt" werden, die ich nicht habe.

Ich denke in 2010 große Mengen für eine ander Produktlinie zu benötigen. In 2011 sollen es dann viel mehr sein. Ich denke, dass sich mein Bedarf bei den Landwirten herumsprechen wird bzw. ich werde die betreffenden Landwirte im nächsten Jahr früher ansprechen. Aus Erfahrung wird man auch klug und ich bin im nächten Jahr um einiges klüger.

n8 Antonius
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Re: Acker lag 10 Jahr brach und soll jetzt Roggen drauf

Beitragvon euro » Fr Aug 21, 2009 0:02

Nix für ungut Ah-Toni, aber dein Herangehen und abschätziges Beurteilen der Bürger eines Landes in dem du Gast bist ist "unter aller Sau".
Wenn ich das richtig verstanden habe kannst du direkt mit keinem lokalen Anwohner/ pot. Geschäftspartner reden, stattdessen fabulierst du hier über Buchweizen und anderes Fantasiezeugs das marktwirtschaftlicher Blödsinn darstellt.
Wenn du denkst dass Andere deine Gedanken erlesen und sich dir abieten werden, dann ist dir nicht zu helfen.
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Re: Acker lag 10 Jahr brach und soll jetzt Roggen drauf

Beitragvon Babojünger » So Aug 23, 2009 14:14

Keine Ahnung vom Buchweizenschälen - verwende das Zeug nur für Begrünungen.

Alle anderen Infos kriegst du da:

https://www.fibl-shop.org/shop/show.php ... E&art=1163
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Re: Acker lag 10 Jahr brach und soll jetzt Roggen drauf

Beitragvon ah-tonius » So Aug 23, 2009 18:54

Hallo Babojünger...

Ich war heute unterwegs und denke ich bekomme schon einige Buchweizen und Spelze, dann kann ich mich hier darauf konzentrieren, zu beobachten was mit dem hier passiert.
Die Felder, die ich etwa 30km von hier gesehen haben, waren wesentlich weiter wie "meine" und ich denke, da ist die Ernte vor hier ist.
Während hier noch Blüten sind, waren die Felder dort richtig rot/braun.
Die pdf-Datei, die unter dem Link angeboten wird habe ich schon durch Suchen kostenlos auf der Seiten von www.fibl-shop.org herunter geladen. Da fehlt die Angabe, dass Suchmaschinen nicht auf die Datei zugreifen dürfen.

Gruss Antonius

PS: Wer ist eigentlich [euro], ein depressiver Landwirt oder einer der Landwirtschaft gelernt hat und keinen Hof? Irgendwie scheint er unzufrieden zu sein. (Auch nichts für ungut).
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