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Ammenkuh mit anschließender Färsenmast

Fragen und Antworten rund um die Rindviehhaltung.
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9 Beiträge • Seite 1 von 1
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Ammenkuh mit anschließender Färsenmast

Beitragvon Andi 1987 » Mi Okt 04, 2017 14:25

Hallo miteinander.
Wir halten 4-5 mutterkühe. Demnächst gegebenenfalls im neuen Stall.
Jetzt hatte ich mir mal überlegt ob es nicht wirtschaftlich interessant wäre noch je Kuh 1-2 kälber zuzukaufen und unterzuschieben. Vorstellen könnte ich mir dann abkalbung im Oktober und dann nach 2 Wochen die weiblichen zukaufkälber dazu wären dann über den Winter im Stall wo man sie vernünftig beobachten könnte. Dann wäre der nächste Plan die Färsen selbst auszumästen. Mit weidehaltung inklusive Getreide Bzw Kraftfutter zufütterung und im Winter Heu und Getreide.
Könnte das so funktionieren Bzw sich lohnen oder sehe ich das zu einfach? Wären dann ja maximal 10 Färsen im Jahr. Alles im Nebenerwerb. Das ansetzen der kälber an die Ammen wäre in einer Zeit wo ich beruflich nicht so sehr eingespannt Bzw recht flexibel wäre.
Danke für Hilfe und Infos.
Andi 1987
 
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Re: Ammenkuh mit anschließender Färsenmast

Beitragvon Qtreiber » Mi Okt 04, 2017 17:31

Funktionieren tut's auf jeden Fall. Ein Freund macht das. Er hat aber auch milchreiche Fleckviehmutterkühe (mit Limousins geht's nicht). Ob sich's lohnt ? Das mögen Andere beurteilen.
Qtreiber
 
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Re: Ammenkuh mit anschließender Färsenmast

Beitragvon Jörken » Mi Okt 04, 2017 18:12

Ja das geht. Ich habe selbst immer wieder mal eine Amme die Mastkälber zieht. Verkauft wird normalerweise mit höchstens einem Jahr. Du brauchst eine Rasse mit "Milchleistung" damit genug für 2 (bis 3) Kälber da ist. Die Anführungsstricherlen sind da weil ca 5000 Liter reichen, keine scharfe Braune mit 12000, aber eben besser auch kein Exoten. Fleckvieh geht sicher.

Schau dir das mit dem Getreidebedarf ganz genau an. Die Kuh sollte mit gutem Grundfutter auskommen (+Mineral und Salz). Die Kälber können einen Kälberstarter brauchen, sollten dann ein paar Monate ausschließlich vom Grundfutter leben, und dann noch eine Endmast mit Getreide erfahren. Manche schaffens auch mit nur Gras, Heu und Milch. Aber dazu gibts viel Artikel im Internet, da findest was für dich.
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Re: Ammenkuh mit anschließender Färsenmast

Beitragvon Manfred » Mi Okt 04, 2017 19:26

Bin gespannt, ob jemand vorrechnen kann, wie sich das rechnen soll.
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Re: Ammenkuh mit anschließender Färsenmast

Beitragvon Frankenbauer » Mi Okt 04, 2017 19:39

Ich habs ähnlich gemacht, allerdings hatten die von mir untergeschobenen Kälber Zuchtpapiere, d.h. sie konnten teurer wieder abgesetzt werden. Leider klappt die ganze Nummer wegen beruflicher Probleme nicht mehr.

Gruß

Werner
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Re: Ammenkuh mit anschließender Färsenmast

Beitragvon Andi 1987 » Mi Okt 04, 2017 20:48

Hätte an milchbetonte Fleckvieh Kühe gedacht. Momentan haben wir die abkalbungen im Mai und abgesetzt wird Ende Oktober zum aufstellen hin... heißt die Kühe stehen mindestens 6 Monate trocken und unproduktiv herum. Daher die Idee mit der Umstrukturierung. Längere Säugezeit durch neuen Stall und warum nur ein Kalb wenn ähnlichem Bzw etwas aufgewerteten Futter 2-3 kälber möglich ist.
Andi 1987
 
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Re: Ammenkuh mit anschließender Färsenmast

Beitragvon Juwel » Mi Okt 04, 2017 22:00

Andi 1987 hat geschrieben:Hallo miteinander.
Wir halten 4-5 mutterkühe. Demnächst gegebenenfalls im neuen Stall.
Jetzt hatte ich mir mal überlegt ob es nicht wirtschaftlich interessant wäre noch je Kuh 1-2 kälber zuzukaufen und unterzuschieben. Vorstellen könnte ich mir dann abkalbung im Oktober und dann nach 2 Wochen die weiblichen zukaufkälber dazu wären dann über den Winter im Stall wo man sie vernünftig beobachten könnte. Dann wäre der nächste Plan die Färsen selbst auszumästen. Mit weidehaltung inklusive Getreide Bzw Kraftfutter zufütterung und im Winter Heu und Getreide.
Könnte das so funktionieren Bzw sich lohnen oder sehe ich das zu einfach? Wären dann ja maximal 10 Färsen im Jahr. Alles im Nebenerwerb. Das ansetzen der kälber an die Ammen wäre in einer Zeit wo ich beruflich nicht so sehr eingespannt Bzw recht flexibel wäre.
Danke für Hilfe und Infos.


Da stellen sich doch die Fragen: Warum überhaupt Mutterkühe ? Wie Vermarktest Du Deine Schlachtrinder? Direktvermarktung?
Das Grünland verpachten ist keine Option?
Sollte es aber nur Hobby sein, dann mach so Hauptsache Spass an der Freude!
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Re: Ammenkuh mit anschließender Färsenmast

Beitragvon Andi 1987 » Do Okt 05, 2017 7:32

Da stellen sich doch die Fragen: Warum überhaupt Mutterkühe ? Wie Vermarktest Du Deine Schlachtrinder? Direktvermarktung?
Das Grünland verpachten ist keine Option?
Sollte es aber nur Hobby sein, dann mach so Hauptsache Spass an der Freude![/


Verpachten ist keine Option die Wiesen liegen rund um den Hof. Ist dann auch schön anzusehen wenn die Tiere dort laufen. Außerdem sind einige Hecken und Gräben da so das es für größere Betriebe zwecks schnitt Nutzung relativ uninteressant ist.
Die schlacht Rinder werden teilweise direkt vermarktet. Wir wollen das aber auch noch weiter ausbauen.
Und ja eigentlich kann man es mehr als Hobby sehen Bzw zum Ausgleich zur normalen Arbeit.
Aber auch dabei finde ich es schön wenn am Ende ein Plus steht. Jetzt erst mal keinen Stundenlohn mit einberechnet.
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Re: Ammenkuh mit anschließender Färsenmast

Beitragvon Manfred » Do Okt 05, 2017 8:19

Ich glaube wirklich nicht, dass du damit etwas aufstecken wirst. Viel Arbeit für die Katz.
Bei Mutterkühen kannst du über den Daumen sagen: Solange sie Weidegras fressen, verdienen sie Geld, sobald sie konserviertes Futter fressen, verbrennen sie Geld.
Und Milch ist ein extrem teures Futtermittel, weil du zur Herstellung viel Grundfutter benötigst, dass deutlich effektiver eingesetzt wird, wenn es direkt auf die Rippen eines Pflanzenfressers wandert.
Der Arbeitsaufwand dürfte sich am ehesten in Grenzen halten, wenn du Jungkühe kaufst, die schon einige Zeit gemolken wurden.
Die lassen es am ehesten zu, dass mehrere Kälber saufen. Eine solide Mutterkuh lässt kein anderes Kalb an ihr Euter. Da gehen dann die arbeitszeitfressenden Dramen los mit Fixieren und Schlagbügel und...
In Frankreich gibt es mehr Ammenkuhhalter. Aber die vermarkten idR sehr teures Milchkalb-Fleisch (das man in D schon aus tierschutzgründen so wohl nicht produzieren könnte, von der Vermarktung ganz abgesehen).
Wenn du normale Schlachtkörper produzieren und vermarkten willst, dann wechsle lieber gleich zur Färsen- oder Ochsenmast ab Absetzer.
Oder schau, dass du in der Mutterkuhhaltung deine Kosten weiter runter kriegst. Wenn du zu wenige Tiere zum Direktvermarkten hast, dann kauf evtl. Schlachttiere von einem anderen Mutterkuhhalter zu. Deinen Kunden werden sicher nichts dagegen haben, wenn du das offen deklarierst.
Durch Ammenkuhhaltung würdest du dir m.E. nur zusätzliche Arbeit kaufen.
Dann lieber Legehennen in Freilandhaltung o.Ä. zusätzlich zu den Mutterkühen.
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