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Anbindestall zum Laufstall umbauen; Konzept für Mutterkühe

Fragen und Antworten rund um die Rindviehhaltung.
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Anbindestall zum Laufstall umbauen; Konzept für Mutterkühe

Beitragvon winne78rasdorf » Do Okt 26, 2006 7:22

Hallo zusammen,
ich möchte unseren alten Rinderstall (Anbindestall) zu einem Laufstall für Mutterkühe umbauen. Der Stall ist 4x7 Meter groß. Es sind drei Seiten gemauert, die vierte, eine 4 Meter Front, ist offen und mit dem Schlepper/ Frontlader zugänglich.
Ich möchte 3 Mutterkühe mit Kälbern darin halten (Winterstall). Die Rasse steht noch nicht fest.
Welches Konzept würdet Ihr mir empfehlen? Denke mal, dass bei den geringen Abmaßen nur ein Tiefstreulaufstall in Frage kommt.
Wie Soll ich den Stall aufteilen? Sind Abtrennungen für Kälber (Kälberschlupf) notwendig?
Sollte ich eine Abkalbebucht einplanen?
Sind Höhenunterschiede oder Gefälle im Boden notwendig?
Oder, reicht es einfach die Front mit einem Fressgitter zu schließen?
Oder ist davon abzuraten darin Mutterkühe zu halten?
Ein Bulle soll nicht in den Stall und kalben sollen die Kühe auf der Weide.
Würde mich sehr über Anregungen und Vorschläge freuen.
Mit freundlichen Grüßen
Winfried
winne78rasdorf
 
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Beitragvon Brock » Do Nov 02, 2006 18:41

guten Abend
also ich habe selber Mutterkuhhaltung im Vollerwerb (sprich sehr groß alles)auf 2 seiten ebenfalls mit Tiefenstalleinstreuung, das funktioniert soweit ganz gut! Nur beim bauen der ersten Seite hab ich an keinen Kölberschlupf gedacht, und das ist hier dasProblem, die Kälber schlüpfen soweit es ihre Größe zulässt durchs Fressgitter und sind aufm Futtertisch, bei einem oder 2,3 ist dassoweit erträglich wenn sie bei der Fütterung drin sind, aber wenn es mal 10 und 20 Kälber werden ist es ne Katastrophe, desshalb hab ich nachträglich auf der Rückseite en Kälberschlupf gebaut, einfach 2 Stangen quer genommen und so hoch eingestellt das eben Kälber bis zu 5 Monate Durchpassen, dann bleiben se automatisch drin im Stall wennse nicht mehr durchpassen!
Abkalbbuchten habe ich 2 Stück diese werden aber im Normalfall nicht mehr benutzt da es bei einer normalen Kalbung nicht nötig ist! es sind auch bis zu 30 Mutterkühe auf einer Seite drin hab aber noch nie ein Problem bei einer Kalbung gehabt, die andren Rinder stehen eher schützend um die Kalbende Kuh im Kreis herum. Dann wird das Kalb gleich ans Euter geführt meist noch wenn die Kuh liegt! Und anschließend geht das Kalb automatisch zu den andren in den Kälberschlupf und ist somit geschützt vor aufreiten usw.
Meist benutze ich die Abkalbbucht bei Kälbern die nicht gerne saufen möchten, da sperre ich sie mit ihrer Mutter zusammen ein!

Zu den Stallmaßen: die Stufe zur Einstreuung ist 50cm hoch, (ist kein Problem für Kalb und Kuh diese zu laufen!)
Das Fressgitter ist auf einem ca 30cm hochen Mäuerle und der Futtertisch ist 15cm höcher als der Stall innen! (muss so sein das es keine Haltungschäden der Rinder beim fressen gibt)

Hoffe ich konnte dir helfen!
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Brock
 
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Beitragvon Manfred » Do Nov 02, 2006 20:07

Hallo Winfried,

Brock hat ja schon das meiste geschrieben.
Bei so einer kleinen "Hobbyherde" würde ich konsequent auf Früjahrskalbung (ab Anfang Mai) auf der Weide setzen.
Dann hast du keine kleinen Kälber im Stall, was sowohl aus hygienischer Sicht (Durchfallerkrankungen) als auch wegen der Verletzungsgefahr in den ersten paar Lebenstagen (im großen Stall eher kein Problem, im kleinen (eigene traurige Erfahrung) risikobehaftet, weil die Tiere nicht so gut ausweichen können, und die Mutter keine wirkliche Schutzzone für ihr Kalb errichten kann. Außerdem gehen sie nicht mehr durchs Fressgitter.

Einen Kälberschlupf solltest du trotzdem einrichten. Zu einen um die Kälber gezielt zufüttern zu können, zum anderen damit sie Rangordnungskämpfen im kleinen Stall ausweichen können.

Bei nur 4 Meter Fressgitterbreite wird die Leitkuh sich am Futtertisch querstellen, und das Kalb der schwächsten Kuh ohne Zufüttern im Kälberschlupf öfter das Nachsehen haben.

Da der Stall nur auf einer Seite offen ist, wirst du wohl keine Stufe am Fressplatz einrichten, um von vorne ausmisten zu können. In dem Fall ist wohl ein erhöhter Trog vor dem Fressgitter die beste Lösung. Wahlweise mit Rädern oder zum entfernen per Frontlader. Hinter dem Trog würde ich die ganze Breite mit einen Tor aus Bohlen unten und darüber einem Fangfressgitter oder Nackenriegel (ja nach Bedarf) abschließen. Da auch 50er Holzbohlen bei 4 Meter Länge dem Druck durch den Mist nicht lange standhalten und sich nach außen wölben würden, solltest du unten zusätzlich eine Versteifung mit einer U-Schiene oder ähnlichem anbringen.

Die Tränke würde ich im hinteren Bereich einbauen, um nicht unnötig Fressplatzbreite und Befahrbarkeit einzuschränken. Am besten ein beheiztes kleines Tränkebecken, weil das die Tiere von selbst sauberhalten. Eine Balltränke musst du regelmäßig reinigen, was ohne Zugang von außen eine lästige Arbeit wird.

Der Kälberschlupf lässt sich, wie von Brock beschrieben, einfach mit ein oder zwei Stangen abgrenzen. Zum Zufüttern müsstest du halt irgendwo ein Loch in die Wand machen oder ähnliches.

Viele Grüße,
Manfred
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Beitragvon winne78rasdorf » Do Nov 02, 2006 20:25

Hallo.
Vielen Dank für Eure Tipps.
Hätte gerne einen Zugang zu dem Stall. Wie könnte ich das lösen? Reicht es einfach ein Nackenfressgitter(2 Stangen) oder ein Schrägfressgitter über die ganze breite, welches bei Zugang aufgeschwenkt wird, anzubringen? Oder ist es ratsam einen Pfosten zu setzten, so dass man eine Tür von 1m hat und dann 3m Fressgitter hat.
Sollte ich gleich in ein Selbstfangfressgitter investieren oder ist das quatsch und überflüssig?
Zur Separierung habe ich mir dies überlegt:
Würde eine 4m Abtrennung mit Kälberschlupf (gibt es den auch in der Mitte von Abtrennungen?) paralell im Abstand von ca. 3m zur Rückwand befestigen. Somit ensteht ein rechteckiges Separee von 3x4m, welches ich als Abkalbebucht nutzen könnte. Wenn man die Abtrennung 45° zur Rückwand schwenkt, würde in der Ecke ein Kälberbereich entstehen (Dreieckform 3x3m, deshalb der Kälberschlupf in der Mitte der Abtrennung).
Ist es sinnvoll um den Strohverbrauch zu senken, den Bereich (2-2.5m) am Fressgitter nicht einzustreuen? Den Fressbereich würde ich täglich reinigen. Als Begrenzung zum Liegebereich würde ich eine Bohle Aufstellen. Wie hoch dürfte diese sein. Oder funktioniert das nicht und ich muss den ganzen Stall einstreuen.
Bin mal gespannt was Ihr von meinen Ideen haltet.
mfG
Winfried
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Beitragvon Manfred » Fr Nov 03, 2006 9:24

Hallo Winfried,

Abtrennungen mit Kälberschlupf in der Mitte gibt es nicht von der Stange, weil das für die Stabilität ungünstig ist. Eine Abtrennung, die in der Mitte nur 2 Rohre hat, verbiegt leichter als eine mit Kälberschlupf am Ende.
Du kannst die diese Abtrennung aber ohne großen Aufwand aus Grundteilen zusammenbauen:
Ich würde 2 kurze Grundelemente für ausziehbare Abtrennungen nehmen, und sie oben und unten mit einem Rohr verbinden.
Dann senkrecht zu diesen beiden Rohren mit T-Schellen 2 weitere Rohre befestigen, die als einstellbarer Kälberschlupf dienen. Ich suche dir die nötigen Teile gern heraus.
Mit der etwas geringeren Stabilität der 2 Querrohre im Vergleich zu Abtrennungen mit 4 oder 5 Rohren müsstest du halt leben, und evtl. mal ein Rohr richten oder ersetzten.

Du solltest auf jeden Fall eine Möglichkeit haben, die Tiere zu fixieren. Ob einen Halsfangrahmen, eine Futterraufe mit Fangfressgitter auf der Weide, oder ein Fangfressgitter im Stall.
Du wirst immer wieder Tiere für Blutuntersuchungen (Pflicht, wenn du kein Milchvieh mehr hast, und die Milchuntersuchung entfällt), Einziehen verlorener Ohrmarken, Behandlungen, etc. fixieren müssen.
Lasso-Aktionen und Betäubung durch den Tierarzt sind sehr arbeitsaufwändig. Im ersten Fall nicht ungefährlich für die Tiere und im zweiten auch noch teuer. (Wir haben unlängst für die Betäubung eines Bullen mit 4 Blasrohrpfeilen mal eben 148 € geblecht.)
Wenn du noch keine Fangvorrichtung hast, ist bei dem kleinen Bestand ein Fangfressgitter die billigste Lösung. Flexibler (weil auch auf der Weide verwendbar) ist eine Fangeinrichtung mit Halsfangrahmen. Dazu musst du die Tiere aber aus dem Stall in die Fangeinrichtung treiben können.

Wenn du ein Fangfressgitter einbauen willst, würde ich den Futterplatz nicht mehr durch einen Zugang verkleinern. Wenn du 6 Tiere hast, solltest du auch 6 Fressplätze anbieten. Für 4 Meter gibt es noch Gitter mit 6 Plätzen, darunter nicht mehr.
Wenn du nur einen Nackenriegel einbaust, kann man das machen. Ist aber nicht ideal, weil, wie oben schon geschrieben, die Leitkuh einen Großteil des Platzes für sich beanspruchen wird. Gerade bei Nackenriegel, wo sie auch querstehend fressen kann. Wenn ständig genug Futter vorliegt, ist es aber möglich.

Das mit dem abgetrennten Fressplatz würde ich nicht machen. Mit den Mutterkühen ist eh nicht viel verdient. Ständige Handarbeit beim Ausmisten würde ich vermeiden.
Wenn du es doch machen willst: Der Fressplatz sollte mind. 2,5 Meter breit sein. Den Querbohlen musst du mit einer Eisenschiene oder ähnlichem verstärken, weil er sich sonst unter dem Druch des Tretmistes nach vorne herausdrückt.
Ich hätte einen Gegenvorschlag: Die ganze Fläche einstreuen (hinten gut für die Liegefläche, vorne nur etwas, um den Mist zu binden.) Dann alle 1 bis 2 Monate die Tiere in den hinteren Bereich (Abkalbebox) sperren, und den vorderen Bereich mit dem Frontlader ausmisten.
Der Mist im hinteren Bereich wird nicht zu hoch, weil er wie im Tretmiststall nach vorne getreten wird.
Vorne hält sich der Sumpf im Grenzen, weil du regelmäßig ausmistest.
Am Fressplatz wird es immer etwas "knatschig" sein, aber ich halte es für einen tragbaren Kompromiss zwischen Arbeitsersparnis und Tierwohl.

Viele Grüße,
Manfred
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Beitragvon Brock » Fr Nov 03, 2006 18:19

also ich hab bei meinen Mutterkühen noch nie "Einfangaktionen" gehabt!
Ich muss auch jedes Jahr bei allen blut nehmen lassen, hab nicht überall Fressgitter. z.b. Kalbinen sind bei mir bis zu 4 MOnate bis zum ersten Kalb extra drin im gleichen Stall ist Verlängert worden, da hab ich kein Fressgitter nur Stangen quer rum! sind immer so ca 10 tiere, ich kann da zu alle hingehn da ist keine Scheu und keine bösartig. Wenn da Tierartzt kommt, nehm ich ein Strick und zack um zack Rind für Rind schnell anbinden blutnehmen und wieder ab! Auch Kälber sind bei mir nicht Scheu sondern eher Menschengewöhnt desshalb auch beim Ohrmarken reinbauen noch nie Cowboy und Indiander spielen müssen! Man muss halt jeden Tag immer mal Das ein oder andre Rind kurz anfassen am Kopf runterstreichen, keine 5 Minuten am tag, aber hauptsache überhaupt, und jeden tag ein anderes, und die gewöhnen sich wie sau an einen! So meine Erfahrungen!
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Beitragvon Manfred » Fr Nov 03, 2006 20:29

Hallo Brock,

dann kann ich dir mal wieder nur ein Lob für deinen Umgang mit den Tieren aussprechen!
Leider sieht es in fast allen Betrieben anders aus. Selbst in Milchviehbetrieben hatten wir beim Klauenschneiden immer wieder Tiere, die im Laufstall ohne Fangfressgitter nur sehr schwer zu fangen gewesen wären.
Auch unsere eigenen Mutterkühe sind inzwischen nicht mehr handzahm. Nach der Abkalbesaison im Frühjahr sind sie bis auf die kurzen Kontrollen ziemlich auf sich allein gestellt. Im Winterhalbjahr im Stall werden sie dann wieder zutraulicher. Aber einfach so an den Strick nehmen könnte ich die wenigsten.
Leider lässt sich das aufgebaute Vertrauen auch sehr leicht zerstören. Wir haben vor Jahren einen Angus-Stier auf den Hof bekommen, auf dem hat der Vorbesitzer seine kleinen Kinder reiten lassen. (Kein Witz.)
Ich habe ihn täglich gestriegelt, und er war auch bei mir entsprechend zahm. Dann musste er wegen einer Fußverletzung von Tierarzt behandelt werden. Irgendwas muss dabei sehr schmerzhaft gewesen sein. Er hat ab diesem Tag niemanden mehr an sich herangelassen...

Viele Grüße,
Manfred
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