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Antibiotika und Keime im Gemüse

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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26 Beiträge • Seite 2 von 2 • 1, 2
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Re: Antibiotika und Keime im Gemüse

Beitragvon SHierling » Fr Feb 03, 2012 23:27

Das ist doch ganz simpel: Bakterien werden üblicherweise eingeschleppt, und über Viehzeug weiterverbreitet, Vögel, Ratten, Menschen, Autoreifen, was auch immer.

Bei 1000 Mastplätzen am Stück hast Du EINEN Zaun, EINE Belegschaft, die da rein und rausduscht, EINEN Hof und EINE Betriebsflora. Bei 20 Kleinbetrieben hast Du 20 verschiedene "Einzugsbereiche", 20 verschiedene Familien, die mit ihren Autos fahren, (oder womöglich sogar in Urlaub) , 20 verschiedene betriebseigene Keimzusammensetzungen etc etc etc.

Einfach ausgedrückt: das Risiko einer Einschleppung ist 20x so groß, und die Bekämpfung im Seuchenfall mit Pech 20x aufwändiger. Genauere Daten und Zahlen und Untersuchungen dazu guckst Du zB in Tierhygiene-Büchern aus den 60er bis 80er Jahren: man hat die großen Anlagen ja nicht nur aus Jux und Dollerei erfunden.

Du kannst auch einfach "noch kleiner gucken" - etliche längst ausgestorben geglaubte Krankheiten und Tierseuchen feiern bei den Allerkleinsten - den Hobbyhaltern - gerade nach genau dem selben Prinzip fröhliche Wiederauferstehung.


Warte ab bis die nächste Impf-Aktion ansteht - mit wievielen Leuten möchtest Du lieber diskutieren? Mit einem Betriebsleiter, dem sein Bestand etwas wert ist, oder mit 20 Hobbyhaltern, die wieder bis zum Erbrechen um jede Spritze herumzicken und zur Not wie bei den Hühnern ihre Viecher noch im Keller verstecken?
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Re: Antibiotika und Keime im Gemüse

Beitragvon Tooom » Mo Feb 06, 2012 14:07

[bitte keine Realnames] hat geschrieben:http://www.wdr.de/tv/servicezeit/sendungsbeitraege/2012/kw05/0202/02_antibiotika.jsp

Der Link zu dem Beitrag des WDR Fernsehen" Gefährliches Gemüse "

Auszug zu dem o. g. Beitrag:
Antibiotika und Keime im Gemüse
In Deutschland werden jedes Jahr Hunderte Tonnen Antibiotika an Nutztiere verfüttert. Mit der Gülle aus der Tiermast landen Rückstände davon auf den Äckern. Dass Pflanzen, die auf belasteten Böden wachsen, Antibiotika enthalten können, ist bekannt. Schon vor sechs Jahren hat die Servicezeit darüber berichtet. Neu ist allerdings, dass immer öfter auch multiresistente Keime eben nicht nur auf Hähnchenfleisch, sondern auch auf Gemüse gefunden werden. Erschreckend dabei ist: Diese Keime wachsen sogar ins Gemüse hinein.
Multiresistente Keime wachsen inzwischen sogar in Salat und Gemüse hinein.
Risiko Massentierhaltung
Bei der Intensivmast von Hähnchen oder Schweinen bekommen die Tiere teils mehrere Male in ihrem kurzen Leben Antibiotika verabreicht. Wie groß das Ausmaß der Medikamentengabe ist, drang mit dem Geflügelfleischskandal im Januar 2012 an die Öffentlichkeit und sorgte für Empörung. Zwar müssen die Bauern und Viehmäster in der Europäischen Union seit 2006 gänzlich ohne Antibiotika als leistungs- und wachstumsfördernde Mittel im Tierfutter auskommen, jedoch sind sie als Arzneimittel auch weiterhin zugelassen. Haben etwa einzelne Tiere eines Stalls eine Infektion, kann es gut sein, dass aus Vorsorgegründen der gesamte Bestand Antibiotika verabreicht bekommt. Dieser großflächige und kontinuierliche Einsatz des eigentlich sehr wirkungsvollen Medikaments hat einen extremen Nachteil: Es entstehen multiresistente Keime, gegen die kaum ein Antibiotikum wirkt. Diese Erreger finden sich laut neuerer Untersuchungen auf einem großen Teil des konventionell erzeugten Fleisches.....


Leider ist das längst Realität und unser Kreislauf. Es bilden sich bereits beim Menschen Resistenzen. Ärzte haben bereits mehrfach berichtet und schlagen Alarm.
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Re: Antibiotika und Keime im Gemüse

Beitragvon Tooom » Mo Feb 06, 2012 14:10

Jochens Bruder hat geschrieben: Es dürfte einen Zusammenhang zwischen der Anzahl Tiere pro Stall und dem AB-Einsatz geben, ähnliche Hygienemaßnahmen vorausgesetzt. Diese Aussage belege ich u.a. damit dass hier auf den Philippinen ca. 70% aller Nutztiere in Hinterhofställen aufwachsen und nie irgendwelche Medikamente (außer Impfungen) bekommen und die Ausfallrate dennoch extrem gering ist.


Das ist doch ein Beleg das es auch anders geht.
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Re: Antibiotika und Keime im Gemüse

Beitragvon SHierling » Mo Feb 06, 2012 14:19

Wie hoch ist denn "extrem gering" und anhand welcher Daten beurteilst Du das, wenn es weder eine Meldepflicht noch eine Kontrolle gibt?

http://www.philippinenforum.net/board6- ... pflichtig/
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Re: Antibiotika und Keime im Gemüse

Beitragvon Kyoho » Mo Feb 06, 2012 21:06

Weniger Risiko durch Bio
Wer die Möglichkeit hat, kann also seinen Gemüsebauern beziehungsweise -händler fragen, ob mit Gülle gedüngt wurde. Ein Ökolandwirt sollte Auskunft geben können, wie lange die Anbaufläche nicht mit konventioneller Gülle behandelt wurde – bis zu zehn Jahre sind die Keime und Antibiotikarückstände schließlich noch nachweisbar.


Prinzipiell ist der Griff zu Bioprodukten ratsam. Das gilt für Gemüse, ebenso wie für Fleisch. Denn je weniger konventionelle Tiermast existiert, so viel scheint gewiss, desto weniger Antibiotika landen auf den Feldern und damit im Gemüse. Diesen unseligen Kreislauf gilt es letztlich zu durchbrechen.

war da EHEC nicht der schlimmere Keim als Antibiotika im Gemüse? Komisch dass davon im Beitrag erst garnicht berichtet wurde, verstößt wohl gegen die "polical correctness" in unserer sinnverfehlten Mediengesellschaft? Wobei sind mehr Menschen ums Leben gekommen - Antibiotika oder EHEC?
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Re: Antibiotika und Keime im Gemüse

Beitragvon Jochens Bruder » Mo Feb 06, 2012 21:25

SHierling hat geschrieben:Wie hoch ist denn "extrem gering" und anhand welcher Daten beurteilst Du das, wenn es weder eine Meldepflicht noch eine Kontrolle gibt?

http://www.philippinenforum.net/board6- ... pflichtig/


Antibiotika war auf den Philippinen schon immer verschreibungspflichtig. Allerdings haben das viele Apotheken nicht so genau genommen. Thema schwarze Schafe.

Laut Auskunft der Leute hier liegen die Ausfälle bei Mastschweinen unter 1% in den Hinterhofställen. Probleme gibt es nur mit der Ferkelsterblichkeit wegen der suboptimalen Sauenkäfige.

Gülledüngung wird hier übrigens nur von wenigen großen Betrieben praktiziert. EHEC-Epedimien hat es m.W. bislang noch nicht gegeben.
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Re: Antibiotika und Keime im Gemüse

Beitragvon Tooom » Di Feb 07, 2012 11:05

Das mit dem höheren Krankheitsdruck bei größeren Tieransammlungen wie in den Agrarfabriken ist doch nur logisch. Dasselbe läßt sich doch bei Menschen beobachten. Bei großen Ansammlungen herrscht große Gefahr der Ansteckung und Verbreitung. Siehe Schulen, Kindergärten oder Krankenhäuser.
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Re: Antibiotika und Keime im Gemüse

Beitragvon JohnDeere3040 » Di Feb 07, 2012 11:32

Nö, denn die Tiere bleiben ja immer zu Hause und gehen nicht zur Schule oder fahren nach Mallorca, daher schleppen sie auch nichts ein
ǝɹǝǝp ɐ ǝʞıl sunɹ ƃuıɥʇou
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Re: Antibiotika und Keime im Gemüse

Beitragvon Tooom » Di Feb 07, 2012 13:39

Dann frage ich mich, warum 96 % der Masthähnchen in ihren gerade mal 30 Lebenstagen mit Antibiotika behandelt werden.
Waren die auf nem Faschingsball und haben sich dort was eingefangen ?
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Re: Antibiotika und Keime im Gemüse

Beitragvon Juwel » Mi Feb 08, 2012 8:04

[quote="Tooom"]Dann frage ich mich, warum 96 % der Masthähnchen in ihren gerade mal 30 Lebenstagen mit Antibiotika behandelt werden.

Und was ist die Antwort????????
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Re: Antibiotika und Keime im Gemüse

Beitragvon Meini » Mi Feb 08, 2012 8:34

Jochens Bruder hat geschrieben:
SHierling hat geschrieben:Wie hoch ist denn "extrem gering" und anhand welcher Daten beurteilst Du das, wenn es weder eine Meldepflicht noch eine Kontrolle gibt?

http://www.philippinenforum.net/board6- ... pflichtig/


Antibiotika war auf den Philippinen schon immer verschreibungspflichtig. Allerdings haben das viele Apotheken nicht so genau genommen. Thema schwarze Schafe.

Laut Auskunft der Leute hier liegen die Ausfälle bei Mastschweinen unter 1% in den Hinterhofställen. Probleme gibt es nur mit der Ferkelsterblichkeit wegen der suboptimalen Sauenkäfige.

Gülledüngung wird hier übrigens nur von wenigen großen Betrieben praktiziert. EHEC-Epedimien hat es m.W. bislang noch nicht gegeben.


Ohne Rezept gibt es hier auch keine Medikamente, meine Quote liegt bei 0.6% in der Mast. vor 25 Jahren im "kleinst Betrieb" lag sie deutlich höher.
Pessimisten suchen nach Gründe, Optimisten finden Wege.
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