Hallo Holzheizendes Gesindel;
folgende Frage mit der Ich mich momentan beschäftige.
Kunde: Mein Ofen verbrennt so gut das ich praktisch keine Asche hab.
Nu mein Problem:
Pro Tonne trockenem Holz muss ja eine Aschemenge X anfallen wenn´s idealerweise verbrennt.
Liege ich da jetzt richtig das diese Öfen mit wenig Ascheanfall diese durch den Schlot transportieren?
Ich hab einen kleinen Ofen 5-6 kw in der Stube. Alle 2 Tage muss ich das Aschefach ausleeren. Super Abbrand weisse Asche kein Russ und ein zufriedener Schornsteinfeger. Aber halt viel Asche.
Mein Ofen zieht aber auch nicht wie hecht da der Querschnitt recht klein ist.
Bin mal auf Eure ANtworten gespannt.
Ciao Patric
So weit ich weiss, kommen große Biomassekraftwerke bei Holz auf etwa 0,5 bis 1% Asche. Weniger schaffst du auch mit den Kachelöfelchen nicht.
Flugasche ist normalerweise bei Öfen ohne Gebläse und bei Holz nicht der Rede wert. Wer viel Papier verbrennt, der hat Flugasche.
Viel Asche bedeutet meist, dass diese zu kurz im Brennraum verblieben ist. Lass mal den Rost zu. Holz benötigt keine Luft durch den Rost bei richtig konstruierten Öfen. Mein Rüttelrost wurde schon Monate nicht mehr betätigt. Ich hole alle paar Wochen die Asche mit dem Schäufelchen raus.
Ich verbrenne mein Stückholz in einem HDG-Kessel Baujahr 88 mit 50 kw Leistung.
Nach 5 - 6 Tagen habe ich so ca. 20 Liter Asche.
Die Flugasche entferne ich so einmal im Monat, hauptsächlich dan dem reinigen der Züge im Ofen.
Verbrannt habe ich jetzt seit beginn der Heizperiode ca 24 rm Holz.
Wenn man nun davon ausgeht das ich jetzt 90 Tage geheitz habe, dann wären das ca. 0,25 rm Holz/Tag mal 6 Tage = 1,5 rm.
20 Liter Asche zu 1,5 rm ergibt ein Ascheanteil in Höhe von 1,33 %.
Da diese Werte jetzt nur grob geschätzt sind können sich noch geringfügige Änderungen ergeben.
Wenn aber große Biomasseanlagen bei Holz auf etwa 1% Ascheanteil kommen, dann ist dieser Wert glaube ich garnicht mal so schlecht.
Hallo;
danke schon mal für die Antworten.
Mir geht´s darum das es viele Leute gibt die praktisch keinen Ascheanfall haben und andere haben eben mehr und zwar deutlich mehr. Da ja nun mal 1 - 1,5 % Asche sein muss weil ohne gehts nicht warum hab ich so viel bei guten Bedingungen und top Holz.
Ob ich den Rüttelrost offen hab oder nicht macht bei meinem Ofen nix aus. Nach dem Anbrennen wird der Primärluftregler fast ganz geschlossen und die Secundärluft ist praktisch immer ganz offen.
Zu anheizen nehme ich lass es mal 5 Blatt Zeitungspapier locker zusammengeknüllt.
Wenn jemand noch Input hat ...würde mich freuen...
Ciao Patric
Die Aschemenge bezieht sich ja auf das absolute Gewicht.
Die Aschendichte hängt sehr stark von der verwendeten Holzsorte ab.
Die Asche von Eichenholz ist beispielsweise sehr viel dichter als die von von Douglasie. Daher glaubt man, dass beim Verbrennen von Douglasie mehr Asche entsteht als bei Eiche, obwohl die absolute Aschemenge bezogen auf Gewichtsprozent Roholz immer um die 1% ergibt.
Oftmals befinden sich ja auch in der "Asche" noch unverbrannte Holzkohlenstücke (wenn die Glut von Asche bedeckt wird und dann nach einiger Zeit ganz aus geht), die dann auch ein wesentlich grösseres Aschevolumen vortäuschen können.
Ich zum Beispiel entferne dann nur mit dem Schürhaken grob die Asche durch den Rost, lasse aber die Holzkohlenstücke im Brennraum.
So hat man nach dem erneuten Anzünden wieder ruckzuck Glut.
Zusammengefasst kann man sagen: Asche ist, vollständige Holz-Verbrennung vorausgesetzt, der übrigbleibenden unbrennbare anorganische Rest aus verschiedenen Salzen und Mineralien. Und der ist bei Holz gewichtsanteilig relativ identisch. Nur die Dichte und damit das optische Volumen kann sehr unterschiedlich ausfallen.
Bei uns im Atmos DC 25 GS (läuft meist von Morgens bis Nachmittags, zumindest im Winter) fällt pro Woche ca. ein 10 Liter-Eimer Asche an. Feuern Buche und Eiche.
Wir haben gar keinen Aschekasten Bei unserem Brunnerkachelofen bleibt die asche auf dem boden und muss je nach Holzsorte und außentemperatur alle 1-2 wochen geleert werden. Ist zwar umständlicher wie ein aschekasten aber die verbrennung soll besser sein.
Wenn wir den ausleeren ist das immer ein 10 liter blecheimer gekuppt voll der dann in garten,rasen,kompost,miste oder wald verteilt wird.
Wenn wirklich nägel drin sind---->restmülltonne.
Bei unserem Heizomat 50 kw Hackschnitzelofen kommen etwa 40 Liter Asche
jetzt im Winter auf etwa 4 Wochen zusammen. Verbrauch ist bei geschätzten 2 Schüttraummeter Hackschnitzel/Tag.
klar fällt bei uns auch Asche an. Wir heizen ca. 200qm mit nem kachelofen und nem Kaminofen. Hierbei fallen pro Woche etwa ein 10l Eimer Asche an. Doch wohin damit? 10l aufn kompost, 20l ans Beet, und den Rest? Da kommt so übern Winter ne stolze Menge zusammen...
Wo tut ihr eure Asche mit wenig Aufwand hin? Hab gehört, dass die Asche auch den Boden versauern kann? Ist da was dran?
Hallo
Asche ist eher basisch.
Ich würde die Asche nur für den Garten nehmen, wenn ich mir sicher bin, dass nur Holz verbrannt wurde. Dann ist Asche aber ein sehr guter Dünger. Man kann sie gut unter den Kompost mischen. das wurde früher auf den Dörfern immer so gemacht, dass die Asche auf die Mist´n kam.
Mit den Nägeln würde ich kein Problem sehen. Eisen ist für manche Kulturpflanzen ein sehr wichtiger Düngerbestandteil. Nicht umsonst soll man in den Wurzelbereich von Rosen rostige Eisennägel stecken. Auch bei Citrusbäumchen im Topf gilt das als Geheimtip.
Zum Streuen der Wege im Winter würde ich die Asche, obwohl einst weit verbreitet, eher nicht nehmen. Mein Vater hatte ettliche Reifenpannen durch Nägel im Streugut.
Übrigens: Wie kommen die Nägel eigentlich in die Asche? Da wird doch nicht jemand imprägniertes Palettenholz oder gestrichene Fensterrahmen verschüren? Sicher sind es nur wurmstichige Bretter vom Scheunenboden!
wir haben so eine 200 L Tonne für Gartenabfälle, Hausabfälle vom Kochen und für die Asche usw... so umgebaut, dass wir diese mit dem Frontlader mit der Euro-Aufnahme stehend aufnehmen können und einfach aufs Feld leeren...übers Jahr immer an ein Ecke und z.B. auf die Stoppeln dann mit der Frontladerschaufel wird das verteilt.
Also kommt dünn verteilt aufs Feld...dürfte keine Probleme geben. Die Asche des Hackschnitzelofens ist richtig fein und schwer....wie Mehl nur schwerer.