Die Ausbildung zur FA ist nicht schlecht, wenn man das Ausbildungsziel bedenkt. Ein geschulter/ausgebildeter Maschinenführer, der unter Anleitung eigenverantwortlich Maschinenarbeiten in der Agrarwirtschaft durchführen kann und daneben noch die (immer umfangreicheren) Wartungsarbeiten an diesen Geräten durchführen kann. Zusätzlich ist noch eine Spezialisierung in einem bestimmen Pflanzenbaubereich möglich (z.B. Weinbau). Ist halt ein Mix aus den Ausbildungen LaMa und Landwirt. Würd sagen Pflanzenbau aus LW und beschränkte Grundkenntnisse einer LaMa-Ausbildung. Halt etwas mehr Maschinenkunde/Wartungsschulung als sie in der LW/Winzerausbildung vorkommt.
Allerdings fehlt, wie wohl bei allen Gesellen-/Gehilfenausbildungen der grünen Berufe, die betriebswirtschaftliche Seite. Und die wäre für einen künftigen Betriebsleiter wichtig. In der Situation des Fragestellers würde ich mir dann zumindest noch in diesem Bereich eine Schulung holen. Auch sollte er sich die Sache mit "Abends um Freundin/Frau und Kind kümmern" zumindest in gewissen Zeiten aus dem Kopf schlagen. Erntezeit ist 24h Arbeitszeit. Zwar nicht durchgehend, aber sicher nicht um 17 Uhr Feierabend als Regel. Aber dies wird er bei entsprechender Info schon wissen. Gibts eigenlich Zahlen, wieviele FAs im Jahr ausgebildet werden? Bei uns in der Region sind es sehr wenige. Die LU stellen hier halt doch Winzer/LW oder LaMa ein. Einfach weil die Betriebe so gross sind, dass sie kein "Mädchen für alles brauchen" und dann Fachkräfte haben, welche nur ihre Aufgaben wahrnehmen (Wartung/Rep. oder halt Maschinen führen).
Zusammengefasst: Deine zukünftigen Ambitionen entscheiden, ob die Ausbildung etwas bringt oder nicht. Auch sollte mal überlegt werden, warum hier (in einem LW-Forum) keiner zu finden ist, der die Ausbildung macht oder gemacht hat. Frage doch mal bei LU, nach Auszubildenden oder beim Maschinenring, wo bereits Leute ausgebildet werden.
Zuletzt geändert von Weinbauer am Mi Jan 14, 2015 13:36, insgesamt 1-mal geändert.
Was dem Menschen dient zum Seichen, damit schafft er seinesgleichen. (Heinrich Heine)
Hallo danke erst mal für deine Antwort In der Hauptsaison weiß ich das ich fast rund um die Uhr bin. Ist ja nicht so das ich das noch nie gemacht hätte. Ja Betriebswirt bzw den Meister will ich auf jedenfall gleich hinten dran hängen. Also bei uns ist die Nachfrage zur Fachkraft Agrarservice so groß das man bei den LU's mindestens 2-3 Jahre sich im vorraus zu bewerben muss. Hier in Bayern werden relativ viele ausgebildet. Und Dieser Beruf wird von Jahr zu Jahr wachsen.