Maschinenring Shop

  • Foren-Übersicht
  • Galerie
  • Chat
    Erweiterte Suche
  • Ändere Schriftgröße
  • FAQ •
  • Datenschutzerklärung •
  • Nutzungsbedingungen • Registrieren • Login
Auto-Login

Aktuelle Zeit: Fr Jan 16, 2026 1:31

Bauland verkaufen

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
Antwort erstellen
16 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
  • Mit Zitat antworten

Bauland verkaufen

Beitragvon Bauer Martin » Di Jan 07, 2014 18:07

Hallo Leute,

Ich hätte gerne mal gewusst, wie die Möglichkeiten sind, wenn die Stadt im Aussenbereich eine Wohnbebauung plant und Flächen von mir haben möchte.
Gut, das da Geld fließt ist klar.
Besteht auch die Möglichkeit, das man Ersatzfläche bekommt wenn man diese wünscht?
Ich habe mal gehört, das sonst das Finanzamt viel des Verkaufspreis kassiert, wenn man nicht in die Landwirtschaft reinvestiert. Deshalb die Frage zu den Ersatzflächen.
Was passiert eigentlich, wenn man die Fläche nicht verkaufen will, kann die Stadt irgendwie dazu zwingen?
Diese Fragen stelle ich für meinen Onkel, der vermutet, das die Stadt langfristig Fläche von ihm kaufen möchte.
Da dies Flächen mit guten Bodenpunkten sind will er auch wissen, ob er einfach Nein sagen kann.
Danke für die Infos vorab!
Bauer Martin
 
Beiträge: 164
Registriert: Fr Jun 01, 2012 22:15
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Bauland verkaufen

Beitragvon automatix » Di Jan 07, 2014 18:14

natürlich kann er nein sagen. Allerdings wird dann die Stadt bei seinem nächsten Vorhaben auch nein sagen....
Ich würds wohl am ehesten erstmal mit der Schiene Ausgleichsfläche probieren - die Kommunen haben in der Regel einiges an Grundbesitz und wenn die Stadt unbedingt meint, genau da ausweisen zu müssen, dann wäre das eine Alternative.

Wie das jetzt rechtlich ist, ob die Stadt jetzt gegen den ausdrücklichen Willen des Grundstückseigentümers dieses als Wohngebiet ausweisen kann weiß ich nicht - wenn es geht, kann es ihm natürlich blühen, daß die Stadt, wenn sie da großflächiger ausweist ihn über eine Beteiligung an den Erschließungskosten quasi die Pistole auf die Brust setzt (aber wie gesagt, ob das erlaubt ist keine Ahnung)
Badaboom
automatix
Inaktiv
 
Beiträge: 7421
Registriert: Di Aug 15, 2006 6:17
Wohnort: Oberbayern
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Bauland verkaufen

Beitragvon CarpeDiem » Di Jan 07, 2014 18:20

So wie @automatix die Sache darstellt, sehe ich das aus. Eine Enteignung ist grundsätzlich für eine vorgesehene Wohnbebauung nicht möglich. Aber, einen Bebauungsplan kann die Kommune grundsätzlich aufstellen und auch die Umlegung und Erschliessung durchführen. Dies wäre zwar ein vollkommener Unsinn, aber mit den drohenden Erschliessungskosten wurde schon ein mancher Landmann gefügig gemacht.

Im Umgang mit Kommunen ist grundsätzlich ein Ja, aber oder ein Nein, wenn wesentlich besser, als die Einnahme der Maximalposition. Auch sollte man berücksichtigen, dass es in jeder Kommune völlig unterschiedliche, manchmal gegensätzliche Interessengruppen gibt, die man durchaus für seine Ziele einspannen kann und deren Einflussmöglichkeiten im Laufe der Zeit wechseln.
CarpeDiem
 
Beiträge: 5313
Registriert: Mi Nov 21, 2007 13:57
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Bauland verkaufen

Beitragvon ne bergische Jung » Mi Jan 08, 2014 8:17

Ich denke auch, dass Ausgleichsflächen grundsätzlich möglich sind.
Bei uns im Ort hat neulich ein Landwirt Fläche für den Bau eines Supermarktes her gegeben und dafür andere Flächen von der Stadt bekommen.
Das Finanzamt wird wahrscheinlich so oder so zuschlagen, denn ein Buchgewinn liegt meiner Meinung nach in beiden Fällen vor.
ne bergische Jung
 
Beiträge: 862
Registriert: Di Jul 17, 2007 8:01
Wohnort: Overath
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Bauland verkaufen

Beitragvon gerds » Mi Jan 08, 2014 11:59

Nicht bei uns! Echt der Hammer, weil wirklich war :gewitter: . Die "Kernstadt" in die wir eingemeindet wurden baute für ihre einzig ansässige größere Fabrik (ca. 400 Mitarbeiter, bis 1990 über 1000) ne Umgebungsstraße. Verkauf oder Ersatzflächen. Preis: 0,34€/ m² !!!
Oder enteignung für ne kleine Entschädigung. Zu dieser Zeit lag der Ackerpreis bei ca. 0,38 €/m²- Grünland die Hälfte. Benachteiligtes Gebiet, teils sehr schlechte Böden, steinreich und mittelgebirgslage.
Man glaubt es kaum, aber so was gibts. :klug:
gerds
 
Beiträge: 704
Registriert: Mo Aug 04, 2008 12:47
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Bauland verkaufen

Beitragvon Datai » Mi Jan 08, 2014 13:02

Bei Ackerland zu Bauland hat die Gemeinde doch viel mehr Spielraum es dem Landwirt schmackhaft zu machen. Wenn ein Bauvorhaben ansteht sich mit der Gemeinde anzulegen, wo man vllt. noch Gemeindeland gepachtet hat macht auch nicht allzuviel Sinn.

Vor Jahren hatte eine Energiefirma die Genehmigung bekommen Windkraftanlagen aufzustellen in einem ausgewiesenen Bereich. Die Firma kam auf uns zu, da sie es auf unserem Grundstück errichten wollte (nicht das Grundstück kaufen!). Für den Rahmenvertrag bekamen wir eine Zahlung, dann kam die Gemeide auf uns zu und hat uns gedrängt das Grundstück zu verkaufen. Die Gemeinde wird sich schon was dabei gedacht haben.

Am besten man klärt so etwas in einem Gespräch, für Zahlungen oder Ausgleich gibt es da sicher einige Punkte, die da eine Rolle spielen (Lage, Bodenzahl, Wasserrechte/Brunnen, Entfernung, Anbau). Ob man da immer auf sein Recht bestehen muss - die Frage stellt sich mir gar nicht.
Datai
 
Beiträge: 61
Registriert: Di Okt 22, 2013 19:48
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Bauland verkaufen

Beitragvon Schoki80 » Mi Jan 08, 2014 14:49

Bei uns in der Gegend wurden Entwicklungsgebiete ausgewiesen. Die Stadt hatte großes Interesse an einer Erschließung. Ersatzflächen gab es genau EINE. Der Bauträger hat sich von aufgebenden LW auch die Flächen unter den Nagel gerissen, die noch lange nicht bebaut werden, verkauft diese aber nicht. Man konnte auf Zeit spielen und pokern. Das hat den Preis noch etwas nach oben getrieben. ABER, irgendwann kam der Punkt, wo es hieß, entweder jetzt oder wir übergeben die Verhandlungen der Stadt. Das wäre dann Enteignung geworden.
Schoki80
 
Beiträge: 393
Registriert: Mi Jul 30, 2008 17:54
Wohnort: Norddeutschland
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Bauland verkaufen

Beitragvon CarpeDiem » Mi Jan 08, 2014 15:00

Für eine Bebauung kann die Kommune nicht enteignen! Dies trifft gleichermassen für Leitungstrassen, Zuwegungen zu Windrädern und ähnlichen Kram zu!
CarpeDiem
 
Beiträge: 5313
Registriert: Mi Nov 21, 2007 13:57
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Bauland verkaufen

Beitragvon Bauer Martin » Mi Jan 08, 2014 16:26

Meine Frage bezieht sich auch ausschließlich auf die Ausweisung von einem Baugebiet, für den Bau von Wohnhäusern. Weil das ist es, was auf meinen Onkel wahrscheinlich zu kommt.
Bauer Martin
 
Beiträge: 164
Registriert: Fr Jun 01, 2012 22:15
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Bauland verkaufen

Beitragvon Datai » Mi Jan 08, 2014 16:30

Ohne Verkauf/Tausch wäre die Windkraftanlage nicht genehmigt/gebaut worden.

Klar sollte man sich nicht an die Wand pokern lassen und auch hartnäckig sein wenn viel damit zu verdienen ist. Wenn man letztendlich leer ausgeht und im Nachhinein mit der Gemeinde schlecht dasteht nutzt das nun eben auch nicht. Da kommt es immer auf die Verhältnisse an.
Datai
 
Beiträge: 61
Registriert: Di Okt 22, 2013 19:48
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Bauland verkaufen

Beitragvon Bauer Martin » Mi Jan 22, 2014 11:45

Ich habe am Wo hebende mal mit meinem Onkel gesprochen, da kamen wir auch auf dieses Thema hier.
Wie schaut das ganze Thema Bauland verkaufen eigentlich als Nebenerwerbsbetrieb aus? Mein Onkel ist heute noch Vollerwerbsbetrieb, aber mein Cousin möchte im Nebenerwerb weitermachen.
Sieht das dann wieder anders aus mit Ersatzfläche,bekommen die nur Vollerwerbsbetriebe, oder ist das generell reine Verhandlungssache?
Danke!
Bauer Martin
 
Beiträge: 164
Registriert: Fr Jun 01, 2012 22:15
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Bauland verkaufen

Beitragvon automatix » Mi Jan 22, 2014 12:11

Bauer Martin hat geschrieben:Ich habe am Wo hebende mal mit meinem Onkel gesprochen, da kamen wir auch auf dieses Thema hier.
Wie schaut das ganze Thema Bauland verkaufen eigentlich als Nebenerwerbsbetrieb aus? Mein Onkel ist heute noch Vollerwerbsbetrieb, aber mein Cousin möchte im Nebenerwerb weitermachen.
Sieht das dann wieder anders aus mit Ersatzfläche,bekommen die nur Vollerwerbsbetriebe, oder ist das generell reine Verhandlungssache?
Danke!


das ist immer Verhandlungssache - bei uns steht z.b. ein Ausbau eines Autobahnparkplatzes an, da verlangen sogar die Ausgleichsflächen, die schon verpachtet haben....

Ist halt immer eine Prioritätsfrage: wenn ein anderer deutlich mehr Fläche verlieren würde und auch auf Ausgleich besteht kanns halt passieren, daß der eher dran kommt - oder wenn die Flächen eines anderen wichtiger sind für die Gemeinde kanns passieren daß der Ausgleichsflächen bekommt.
Aber grundsätzlich spielts keine Rolle, ob Voll oder Nebenerwerb, denn sowas sind ja frei verhandelbare Geschäfte, da ist es nur eine Frage des Verhandlungsgeschickes
Badaboom
automatix
Inaktiv
 
Beiträge: 7421
Registriert: Di Aug 15, 2006 6:17
Wohnort: Oberbayern
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

§ 6b EStG

Beitragvon adefrankl » Mi Jan 22, 2014 21:05

Bauer Martin hat geschrieben:Hallo Leute,

Ich hätte gerne mal gewusst, wie die Möglichkeiten sind, wenn die Stadt im Aussenbereich eine Wohnbebauung plant und Flächen von mir haben möchte.
Gut, das da Geld fließt ist klar.
Besteht auch die Möglichkeit, das man Ersatzfläche bekommt wenn man diese wünscht?
Ich habe mal gehört, das sonst das Finanzamt viel des Verkaufspreis kassiert, wenn man nicht in die Landwirtschaft reinvestiert. Deshalb die Frage zu den Ersatzflächen.

Prinzipiell kann man nicht nur in Ersatzflächen investieren um eine Versteuerung des Verkaufserlöses zu vermeiden sondern unter gewissen Bedingungen auch in Immobilien (z.B. indem man einen Teil der Fläche behält und mit dem Verkaufserlös dort eine Immobilie im Betriebsvermögen errichtet. Genaueres regelt §6b EStG. Wenn da irgendwas in Frage kommt, sollte man da unbedingt frühzeitig einen Steuerberater hinzuziehen. Es geht vieles, aber es gibt ach ziemlich viele Fallstricke.
Ansonsten kann man auch Steuern zunächst vermeiden indem man Geld dann in einen sogenannten 6b Fond investiert. Allerdings besteht da natürlich die Gefahr, dass ein dubioser Fond am Schluss einem mehr kostet, als das gierige Finanzamt.

Ansonsten könnte man natürlich auch eine Mischlösung aus Ersatzflächen und Geld (eventuell mit Reinvestition) in Erwägung ziehen.
Die Geschichte von "Des Kaisers neue Kleider" würde heutzutage mit einer Hausdurchsuchung im Elternhaus des Kindes enden.
adefrankl
 
Beiträge: 2805
Registriert: Do Feb 07, 2013 23:41
Wohnort: Mittelfranken
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Bauland verkaufen

Beitragvon chefbaumschubser » Mi Jan 22, 2014 21:47

wieso die zügel aus der hand nehmen lassen?
warum nicht selber das bauland erschließen und verkaufen?
gbr gründen und fertig.
geld kann man dann über eine stiftung sauber rausziehen :wink:
chefbaumschubser
 
Beiträge: 692
Registriert: So Feb 19, 2012 10:53
Wohnort: WAN-Akwa Ibom-State,Ikot Ikara
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Bauland verkaufen

Beitragvon Todde » Mi Jan 22, 2014 21:58

Erbpacht würde sich auch noch anbieten, dann gibts monatlich Geld ohne die Gefahr vom Finanzamt.
Ist aber eine Frage, wie das Gebiet geplant ist.
Das Volk der Ukrainer verteidigt die Freiheit Europas
##
Benutzeravatar
Todde
 
Beiträge: 11807
Registriert: Fr Mai 26, 2006 11:57
  • Website
Nach oben

Nächste

Antwort erstellen
16 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2

Zurück zu Aktuelles und Allgemeines

Wer ist online?

Mitglieder: Bing [Bot], Google [Bot]

  • Foren-Übersicht
  • Das Team • Impressum • Alle Cookies des Boards löschen • Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Forum Group • Deutsche Übersetzung durch phpBB.de
phpBB SEO Design created by stylerbb.net & kodeki