kimba1809 hat geschrieben:Abdrehen ist Pflicht
Hier wurde bisher immer von TKG und Kö/qm geschrieben, aber viel wichtiger ist das hl-Gewicht. Alle mir bekannten Sämaschinen dosieren die Menge über das Volumen. Verstelle ich die Einstellung bei einer anderen Sorte nicht so kommt bei gleichem hl-Gewicht auch die gleiche Menge raus.
Allerdings sät man heute nicht mehr pauschal nach kg/ha, sondern ermittelt man die Saatmenge wie oben beschrieben mit dem TKG, der Keimfähigkeit und den Körner/qm.
So kann es vorkommen das man die eine Sorte A (z.B. 165 kg/ha) in Einstellung X sät, die andere Sorte B (z.B. 180 kg/ha) aber auch in Einstellung X säen, weil diese unterschiedliche hl-Gewichte haben.
Ich habe einen ha-Zähler an der Maschine, so kann ich immer nachkontrollieren ob meine Saatmenge stimmt. Denn über die Schlagfläche gerechnet ergibt sich immer eine Abweichung.
Richtig, nur leider wird das viel zu selten berücksichtigt!
Wenn sich zwei Sorten stark in ihrem hl-Gewicht unterscheiden (Futterweizen mit 74kg <-> Akteur mit 82kg), dann hat man trotz gleicher Einstellung von der schwereren Sorte gleich mal 10% mehr Saatgut ausgesät, weil man immer nur einstellen kann, wieviel Volumen an Saatgut auf einer bestimmten Wegstrecke ausgebracht werden soll.
Wenn man z.B. eine Weizenpartie mit einem schwachen hl-Gewicht von 71-72kg hat, ist es ratsam, sich an der Einstellung für den Roggen oder der Triticale zu orientieren, die ebenfalls in diesem Bereich liegen.
