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Bewirtschaftung von Wiesen

Hier ist Platz für alles was mit Futterbau und Grünland zu tun hat.
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40 Beiträge • Seite 3 von 3 • 1, 2, 3
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Re: Bewirtschaftung von Wiesen

Beitragvon Muku-Halter 2.0 » Mo Jun 08, 2026 8:13

Zum Thema:
ich habe selbst mal so angefangen, quasi bei 0. Wenn es nur um das abgreifen der Prämien geht, würde ich es sein lassen.
Wenn es dir aber um dein Eigentum geht, um eine für dich nachhaltige Bewirtschaftung, und du dich wirklich dafür interessierst landwirtschaftlich deine Flächen zu bewirtschaften, dann kannst du es natürlich machen.
Ist fällig legitim, auch wenn es den meisten "Aktiven" nicht gefallen wird.
Du wirst damit aber vermutlich nicht mit nennenswerten wirtschaftlichen Einnahmen rechnen können, also Hobby.

Deine Frage solltest du dich also selbst hinterfragen... Welche Motivation hast du, welche Kenntnisse sind vorhanden und wie viel Zeit und Arbeit ist dir das wert...
Man kann daraus auch ein schönes Hobby machen, allerdings ohne wesentliche finanzielle Einnahmen.
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Re: Bewirtschaftung von Wiesen

Beitragvon wolpino » Mo Jun 08, 2026 12:20

Die Frage ob es sich rentiert ist recht einfach: Man setzt für den HA die Mindestprämie an von ca. 220 Euro. Macht dann 550 Euro. Dann zieht man die BG Kosten ab und die Kosten für die Mindestbewirtschaftung. Also 2,5 mal 35 Euro je HA an die BG und 2,5 Stunden fürs abmulchen, sagen wir 200 Euro. Dann hat man Kosten von rund 290 Euro, also knapp 300 Euro. Macht dann rund 250 Euro brutto. Wenn man eine bessere Förderung bekommt wäre es mehr oder man den Aufwuchs losbekommt gegen Geld.
Wenn man die 2,5 HA verpachtet wäre man auch bei rund 250 Euro, je nach Region und man muss nichts machen. Jetzt kann man entscheiden ob es einem das Wert ist die Eigenbewirtschaftung oder Verpachtung.
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Re: Bewirtschaftung von Wiesen

Beitragvon Klaus_65/70 » Di Jun 09, 2026 14:55

wolpino hat geschrieben:Die Frage ob es sich rentiert ist recht einfach: Man setzt für den HA die Mindestprämie an von ca. 220 Euro. Macht dann 550 Euro. Dann zieht man die BG Kosten ab und die Kosten für die Mindestbewirtschaftung. Also 2,5 mal 35 Euro je HA an die BG und 2,5 Stunden fürs abmulchen, sagen wir 200 Euro. Dann hat man Kosten von rund 290 Euro, also knapp 300 Euro. Macht dann rund 250 Euro brutto. Wenn man eine bessere Förderung bekommt wäre es mehr oder man den Aufwuchs losbekommt gegen Geld.
Wenn man die 2,5 HA verpachtet wäre man auch bei rund 250 Euro, je nach Region und man muss nichts machen. Jetzt kann man entscheiden ob es einem das Wert ist die Eigenbewirtschaftung oder Verpachtung.


Hallo,
besten Dank für die vielen Kommentare.
Traktor und Mulchgerät wären vorhanden und ein Abnehmer für das Gras im Prinzip auch. Stellt sich jetzt noch die Frage, ob es Programme gibt, wo bei der ganzen Geschichte auch noch finanziell was hängen bleibt.
Vielleicht kann jemand was vorschlagen?
Besten Dank
Klaus_65/70
 
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Re: Bewirtschaftung von Wiesen

Beitragvon 240236 » Di Jun 09, 2026 15:59

Abnehmer für Gras (für Viehfutter und Biogas) und Programme passen meist nicht zusammen
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Re: Bewirtschaftung von Wiesen

Beitragvon 304 » Di Jun 09, 2026 16:24

Klaus_65/70 hat geschrieben:Stellt sich jetzt noch die Frage, ob es Programme gibt, wo bei der ganzen Geschichte auch noch finanziell was hängen bleibt.

Steht und fällt mit der Veredelung des Aufwuchses.
G/D/E19 + P21 und Verkauf des Aufwuchses als Pferdeheu waren hier mal beliebt. Grasbestände nach einigen Jahren allerdings dermaßen unbrauchbar und verunkrautet sowie Boden ausgehungert, dass da nicht mehr mal etwas brauchbares für Pferdeheu wächst. Das haben mittlerweile auch die Abnehmer kapiert und kontrollieren dementsprechend ( einige kaufen mittlerweile nichts mehr ohne vorher die noch stehenden Bestände begutachtet zu haben).

Klaus_65/70 hat geschrieben: und ein Abnehmer für das Gras im Prinzip auch.

Der wird dir abspringen.
Programm und Viehfutter bzw. Biogas vertragen sich nicht. Und je nach Programm und Pflege der Flächen ist auch eine Nutzung als Pferdefutter früher oder später ausgeschlossen. Zudem wollen da eh schon viel zu viele ihr Futter entsorgen, während (fast) keiner mehr Futter kauft.
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Re: Bewirtschaftung von Wiesen

Beitragvon strokes » Mi Jun 10, 2026 7:01

Also ich habe Pachtfläche seit 10 Jahren mit Programm und in meiner Region bekomme ich das Pferdeheu problemlos an die Frau. Sogar gut bezahlt. Heuer mit fehlendem Ertrag bei den Milchviehbetrieben wird wohl auch jeder Grashalm in die Nutztierhaltung gehen, so dass der Heupreis auch höher ausfallen wird
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Re: Bewirtschaftung von Wiesen

Beitragvon langholzbauer » Mi Jun 10, 2026 7:18

"Programm und Viehfutter bzw. Biogas vertragen sich nicht. Und je nach Programm und Pflege der Flächen ist auch eine Nutzung als Pferdefutter früher oder später ausgeschlossen."

Das sehe ich anders.
Extensiver GL- Bewirtschaftung mit ÖR 5 steht keine angepasste Düngung entgegen.

Ganz im Gegenteil.
Ein kräuterreiches gepflegtes GL braucht auch den Ausgleich für die abgefahrenen Nährstoffe.
Je nach Region und Flächenstruktur kann man das gut durch Gülle oder Gärrest in angepasster Dosis erreichen .
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Re: Bewirtschaftung von Wiesen

Beitragvon Acker-Knecht » Mi Jun 10, 2026 7:54

Berufskollegen haben mir erzählt, das die Wiesen bei der Berufsgenossenschaft doch einiges an Beitrag kosten.


Hat jemand eine Zahl, das das ha Grünland da kostet?

Seit ich keine eigene Nutzung von Grünland durch Kühe habe, ist ja die Frage was in Zukunft machen mit dem Grünland.

Klar verpachten, BGA oder abmähen lassen geht immer, aber wenn man es selbst noch in Nutzung hat entstehen ja auch Kosten....


Vielen Dank
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Re: Bewirtschaftung von Wiesen

Beitragvon 304 » Mi Jun 10, 2026 8:11

langholzbauer hat geschrieben:Ein kräuterreiches gepflegtes GL braucht auch den Ausgleich für die abgefahrenen Nährstoffe.

Genau deswegen funktionierts ja nicht (neben oftmals gänzlich fehlender Pflege).

P21 ist Verzicht auf jegliche Düngung. Gibt weitere 150€/ha ( Schnittzeitpunkt 15.07 sind 420€/ha).
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Re: Bewirtschaftung von Wiesen

Beitragvon Owendlbauer » Mi Jun 10, 2026 8:12

Was noch zu beachten ist: Sind die Flächen noch in der Landwirtschaft oder wurden sie durch dich oder deinen Vorgänger(n) schon entnommen und sind nun Privatvermögen? Zweiteres ist oft der Fall, wenn diese beispielsweise schon sehr lange verpachtet waren und sich mal eine günstige Gelegenheit für eine Entnahme ergab. In diesem Fall würden sie durch eine eigene Nutzung automatisch wieder in die Landwirtschaft fallen mit allen Nachteilen, z. B. volle Versteuerung des Entnahmegewinns bei einem Verkauf.
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