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BG Beiträge Rind

Fragen und Antworten rund um die Rindviehhaltung.
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18 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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BG Beiträge Rind

Beitragvon Kareen » So Apr 12, 2026 18:27

Moin! Kann mir jemand sagen, warum ein Zwergzebu, das 250kg wiegt, und meist genau ein Mal im Jahr zwecks Blutprobenentnahme überhaupt in die Hand müssen mit demselben Beitragssatz berechnet werden, wie ein Bulle mit einer Lebendmasse von 1000kg? Das ergibt eigentlich wenig Sinn. Beim Pferd stellt sich dieselbe Frage. Da wird ein 100kg Shetty-Deckhengst auch gleich behandelt wie ein 700kg Warmblutexemplar, obwohl man die Gefährdung absolut nicht vergleichen kann. Dürfte sich beim Zwergzebu ähnlich darstellen. Wie wird das Vorgehen begründet, dass da nicht differenziert wird?
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Re: BG Beiträge Rind

Beitragvon Fassi » So Apr 12, 2026 20:20

Weil die Verletzungen aus eventuellen Unfällen vom Zwergzebu genauso teuer in der Behandlung sind wie vom 1.000kg Bullen. Das Unfallrisiko ist nicht geringer. Das geht sich nicht mal mit dem Sterberisiko viel aus dem Weg, erst Recht, wenn die nur einmal im Jahr engeren Kontakt mit Menschen haben. Und das sage ich als jemand, der selber Dexter hält.

Da finde ich es kritischer, dass die kurzen erwachsen genauso als GV (steht ja equivalent zu 600kg LM) gelten wie "richtige" Kühe, obwohl sie eigentlich nicht mehr sind wie Fresser von anderen Rassen.

Gruß
http://www.youtube.com/watch?v=AMpZ0TGjbWE

https://youtu.be/Tmq8KHPxdrE
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Re: BG Beiträge Rind

Beitragvon Kareen » Mo Apr 13, 2026 11:04

Kann ich nachvollziehen das Argument, entspricht aber nicht meinen Erfahrungen. Wir hatten Jahrzehntelang Milchvieh und Mutterkühe diverser Fleischrassen. Von den Milchkühen hat mich einmal als Kind eine beim Melken mit dem Hinterbein am Kopf erwischt. In den Jahren der Mutterkuhhaltung waren 3-4 Unfälle, jeweils auch mit Krankenhausaufenthalt, meistens beim Ohrmarkeneinziehen der Kälber. Seit nunmehr 15 Jahren haben wir die Zwergzebus und es gab noch keinen einzigen Unfall mit denen. Die Gesetze der Physik lassen sich nicht aushebeln und 1000kg haben mehr kinetische Energie als 250kg.
Das GVE-Problem sehe ich genau so. Zumindest bei der BV3-Stickstoffberechnung wird aber differenziert und ein anderer Faktor angewendet, macht ja auch Sinn.
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Re: BG Beiträge Rind

Beitragvon ChrisB » Mo Apr 13, 2026 13:40

Die Kg von dem Tier, spielen nach meiner Erfahrung keine Rolle.
Sondern die Erfahrung, die Tiere mit uns Menschen machen. :wink:
Abgesehen davon Deckbullen, sowie Kälber von ihren Müttern trennen,
sowie einzelne Tiere von der Herde trennen!
Ein Absetzer hat einem guten Bekannten, sein Knie zerschlagen,
es wurde danach sofort die Landw. mit Selbstvermarktung aufgegeben.
Ich selbst habe einen Ochsen in Pension, mit ca 1000 kg.
Bisher sehr umgänglich, 1 FV Jungrind dagegen, ist Unberechenbar ??
ChrisB
 
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Re: BG Beiträge Rind

Beitragvon Fassi » Mo Apr 13, 2026 14:34

Die Masse spielt ab ca. 100kg nur noch marginal ne Rolle. Die meisten BG Verletzungen hatten wir in den 30 Jahren mit Schafen, überwiegend mit den Böcken mit 90 bis 140kg. Reicht für nen Knochenbruch vollkommen aus. Wenn dich 200kg Fresser in ne Ecke drücken geht das genauso tödlich aus wie dieselbe Nummer mit nem 1.000kg Bullen.

Hat der BG Vertreter uns vor ein paar Jahren als Video von ner Überwachungskamera gezeigt. Da wurden in nem Maststall neue Tränken installiert und vorher die Fresser mit 250 bis 300kg in die Nachbarbucht getrieben. Einer dreht sich um, ignoriert die Abwehrversuche und drückt den Arbeiter in die hintere Ecke der Bucht, beide Wände aus Beton. Hat der arme Mann leider nicht überlebt, der Fresser hat ihm dem Brustkorb eingedrückt.

Gruß
http://www.youtube.com/watch?v=AMpZ0TGjbWE

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Re: BG Beiträge Rind

Beitragvon Manfred » Mo Apr 13, 2026 14:50

Das ist halt das Elend mit den solidarischen Versicherungssystemen: Man kann sie nicht für jedes Detail anpassen, denn am Ende würde das ihre Abschaffung bedeuten, wenn jeder nur noch für sein tatsächliches Risiko versichert wäre.
Umgekehrt zählen die kleinen Rinder bei den ganzen Förderprogrammen aber auch wie die Großen.

Die gefährlichsten Rinder, denen ich bisher persönlich begegnet bin, waren übrigens aus einer "verwilderten" Zwergzebu-Herde. Die wurden bei Einengung (Fanganlage, Viehanhänger, etc.) extrem panisch und aggressiv und gingen dann voll auf Mann oder mit voller Wucht gegen das, was gerade zwischen ihnen und Mann stand.
"The man who reads nothing at all is better educated than the man who reads nothing but newspapers." Thomas Jefferson
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Re: BG Beiträge Rind

Beitragvon meyenburg1975 » Do Apr 16, 2026 7:58

Das durchgeknallteste Vieh, was ich je gesehen habe, war ein Dexter Bulle mit ca 70 cm langen Hörnern. Frei nach dem Motto Du kannst zu mir reinkommen, ob ich dich wieder rauslasse ist was anderes...
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Achtung! Ironie ist in Deutschland nicht kennzeichnungspflichtig.
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Jeder, der die Hamas offen unterstützt, ist ein Terrorist.
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Re: BG Beiträge Rind

Beitragvon BeKuB » So Mai 24, 2026 12:07

Wie soll das dunktionieren? Einmal im Quartal alle Rinder wiegen um sie in Beitragsklassen einordnen zu können? Oder über den Rasseschlüssel? XFM kann ja genauso JER x ANG wie FL x CHI sein...
Halte von solchen Ideen gar nix mehr, seit die SVLFG die BGs zwangsfusioniert hat und wir Ossis die unfallträchtigen bayerischen Krauter quersubventionieren müssen.
#Weg mit Merz!
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Re: BG Beiträge Rind

Beitragvon 240236 » So Mai 24, 2026 13:28

BeKuB hat geschrieben:Halte von solchen Ideen gar nix mehr, seit die SVLFG die BGs zwangsfusioniert hat und wir Ossis die unfallträchtigen bayerischen Krauter quersubventionieren müssen.
Ist das wirklich so, daß in Bayern die Unfälle mehr sind?
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Re: BG Beiträge Rind

Beitragvon langholzbauer » So Mai 24, 2026 17:55

Naja,
Wo keine oder weniger Rinde je ha Betriebsfläche gehalten werden, passieren auch weniger Unfälle damit.
Deshalb wurden ja die Beitragsklassen nach Tierarten eingeführt.
Bauer aus Leidenschaft für Land und Wald...
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Re: BG Beiträge Rind

Beitragvon T5060 » So Mai 24, 2026 19:53

Keiner gezwungen exotische Rindviecher zu halten, gutes deutsches Fleckvieh tut es auch. Gemütlich, langsam und meist nicht so gefährlich.
Die BG kann ja Schadenfreiheitsrabatte einführen, dann zahlen die kleinen aber ganz richtig
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
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Re: BG Beiträge Rind

Beitragvon Alla gut » Mo Mai 25, 2026 6:41

Fleckvieh ist suboptimal für Mutterkuhhaltung .
Klauenprobleme , hohes Erstkalbealter und keine so gute Grundfutterverwertung .
Altbullen FL auf der Weide sind gefährlicher .(Testosteronbomben )
DA oder LI sind da besser .

Das sind so meine Erfahrungen .
Aber gerne lese ich Eure Erfahrungen und Meinungen zum Thema .
was hier noch fehlt ist ein Bau Forum
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Re: BG Beiträge Rind

Beitragvon Ackersau » Mo Mai 25, 2026 7:49

Hier war vor 5 Jahren ein tödlicher Unfall. ANGUS- Kuh hat eine Frau totgetreten. Ansonsten wird in der BG schon sehr auf das "Kostenverursacherprinzip" geachtet. Also die einzelnen Sparten getrennt bewertet und mit Korrekturfaktoren im Beitrag versehen.
Ansonsten möchte ich drauf verweisen, das pauschale Schuldzuweisungen (Bayrische Krauter" nicht weiter bringen. Es gibt immer mal "Unwuchten" im System. Z.B. wurde auch das Altersgeld für alle eingeführt. Also auch für die, die bis 1990 gar nichts eingezahlt hatten.
Das Problem bei den Beiträgen sind die galloppierenden Kosten. Ich hab mal nachgefragt, was denn ein bei uns passierter Unfall in der Endabrechnung gekostet hat. Da sind 10000 € oftmals kein Geld
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Re: BG Beiträge Rind

Beitragvon ChrisB » Mo Mai 25, 2026 10:25

Zehntausend €, reichen aber nur bei 5 - 6 Tagen im Krankenhaus, ohne Reha :roll:
Frage mal den blauen Traktor, was die Kosten für seinen "Rauchkonsum" waren??
Aber trotzdem weiterhin alles Gute, an den blauen Trecker :klee:
Es gibt auch viele BG Unfälle, zum bsp. im Obstanbau, hier bei mir in der Nachbarschaft.
Schulter gebrochen, Monatelang Krank, die Kosten ????????
Der Baum keine 4 Meter hoch!
Bei der Tierhaltung, Rinder und auch Pferde, aber auch :regen:
Aber durch eine "Konzentrierung" auf nur eine BG, wäre schon Einsparungen möglich,
genauso wie bei den Krankenkassen :klug:
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Re: BG Beiträge Rind

Beitragvon Ackersau » Mo Mai 25, 2026 10:45

Ja, wir hatten vor 12 Jahren schon 12000 € für "ausgerutscht, mit Schulter auf 200er V-Teil aufgeschlagen und Sehen abgerissen" das kostet heute das 2-3 fache min
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