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Biogetreidesorten im konventionellen Anbau

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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28 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Biogetreidesorten im konventionellen Anbau

Beitragvon Ulikum » Di Jul 18, 2017 9:38

:mrgreen:

Wenn ich in den letzten Jahren mir die Getreidebestände guter Biobetriebe angeschaut habe, stellt sich mir die Frage ob der Weg zu immer höheren Erträgen bei der Züchtung noch der richtige Weg ist. Was brauchen wir Sorten die genetisch in der Lage sind 160 dt/ha zu liefern wenn unsere Anbaumethoden und die natürlichen Gegebenheiten bei 80 dt/ha uns Grenzen setzen.
Hybride sehe ich ebenfalls als kritisch da sie letzten Endes zu einer Abhängigkeit der Landwirtschaft von der Industrie führen werden.
Über das CRISPR/Cas Verfahren möchte ich in diesem Thread nicht diskutieren.

Gute Getreidebestände im Biobereich erreichen oftmals auch die 80dt/ha und mehr und das mit weniger Aufwand.
Der Öko-Feldtag in Frankenhausen hat einen interessanten Einblick in die Öko-Sorten ermöglicht besonders der Dottenfelderhof hat es mir mit seinen Züchtungen angetan, so das ich die Möglichkeit wahr genommen habe und am Samstag 01.07.2017 die Jubiläumsveranstalltung "40 Jahre Dottenfelderhof Forschung und Züchtung " zu besuchen. Bei der Feldrundfahrt konnte ich dann auch einen Populationsweizenbestand sehen der mich besonders fasziniert hat bietet er doch eine gewisse Vielfalt und sollte somit stabiler auf Umwelteinflüsse reagieren.
https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q= ... lJA0d5kjNA
Wer hat schon Erfahrungen mit solchen Vielliniensorten und wird auch außerhalb des Dottenfelderhofes daran gearbeitet?

Wer setzt im konventionellen Landbau Biogetreidesorten ein und kann darüber berichten?
Für das, was ich schreibe bin Ich verantwortlich.!
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Re: Biogetreidesorten im konventionellen Anbau

Beitragvon LUV » Di Jul 18, 2017 10:12

Zitat: "Zwar erbringen hier die Bio-Züchter erneut eine Vorleistung, aber es ist an der Zeit, dass die Gesellschaft ihrer Pflicht zur Unterstützung biologischer Vielfalt, Vorbeugung des Klimawandels, Nahrungssicherheit und Erhalt bäuerlicher Diversität nachkommt. "

Am Ende ist es immer das Geld, das bestimmt, was gemacht wird. Wenn die Gesellschaft hier unterstützen soll, muss man wiederum die Konventionellen an den Pranger stellen, um Geld zu generieren. Wie soll sonst die Gesellschaft erkennen, warum man wem kein Geld, und wem dafür mehr Geld geben sollte.....
Du bist wirklich dämlicher als ich dachte! :lol: :lol: (Bauer Piepenbrink)
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Re: Biogetreidesorten im konventionellen Anbau

Beitragvon Todde » Di Jul 18, 2017 10:25

Ob die klassischen kommerziellen Züchter nicht in Vorleistung gehen?
Der Text zeugt doch sehr von einer sehr weltfremden Meinung, wer sowas schreibt, der hat vermutlich noch nie als Selbstständiger gearbeitet und sein Leben als abgesicherter Angestellter oder Beamter verbracht.

Stellt sich doch die Frage, warum von staatlicher Seite sehr viele Millionen in der "freien" Pflanzenzucht verpulvert werden und sich in all den Jahrzehnten dann kein Erfolg dieser Sorten einstellt.
Vielleicht ist es wie in der Vergangenheit, die freie Wirtschaft kann nur mit Erfolg überleben,
während Träumer immer vom Erfolg träumen und diesen immer wieder für die Zukunft vorhersagen...
Das Volk der Ukrainer verteidigt die Freiheit Europas
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Re: Biogetreidesorten im konventionellen Anbau

Beitragvon Ulikum » Di Jul 18, 2017 11:58

:mrgreen:

@ Todde,
lesen - verstehen - antworten,

Biogetreidesorten im konventionellen Anbau ist das Thema,

der Link war nur eine Erklärung was es mit den Populationssorten auf sich hat.
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Re: Biogetreidesorten im konventionellen Anbau

Beitragvon Welfenprinz » Di Jul 18, 2017 12:04

Ja,es ist schade dass mit dieser Formulierung “Vorleistung der Bio....“ gleich die Selbstdiskreditierung eingeläutet wird.
Bisher haben die Vorleistungen in der Züchtung die pösen konventionellen Strukturen geschaffen.KWS als grösster Biosaatgutersteller oder die Kammern mit ihren Versuchsfeldern.

Gut,zum Thema: natürlich hat es solche Ansätze schon immer gegeben. Ich erinnere mich daran,dass es Mitte der 80er Überlegungen gab den blattkranken,aber fussgesunden und fallzahlstabilen Kanzler mit anderen Sorten zu mischen. Mal abgesehen von den Vermarktungsschwierigkeiten waren die Effekte -mit dem Vorbehalt: damals!!!- zu gering um daraus praxisrelevante Ansätze abzuleiten.
Norden, Süden, Westen, Osten, schöne Welt, doch voller Pfosten.
Pfosten, die die Zäune halten, Zäune, die die Menschen spalten.
Hoffnung bleibt, dass diese Pfosten eines Tages mal verrosten.
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Re: Biogetreidesorten im konventionellen Anbau

Beitragvon Todde » Di Jul 18, 2017 12:14

Ulikum hat geschrieben::mrgreen:

@ Todde,
lesen - verstehen - antworten,

Biogetreidesorten im konventionellen Anbau ist das Thema,


Ist mir bewusst.
Es steht doch jedem frei diese Sorten zu nutzen, anscheinend ist das Interesse aber eben aus vielen Gründen derart gering, dass selbst die Masse der Biobetriebe sich lieber Saatgut wo anders beschafft.

der Link war nur eine Erklärung was es mit den Populationssorten auf sich hat.


Spielt Weizen denn eine große Rolle bei Hybriden?
Kann ich nicht sehen und wenn der HyWeizen mal die Ertragsvorteile wie Hybridroggen mit sich bringt, dann wird er vielleicht mal nennenswert an Anbaufläche erreichen.

Ich habe auch nichts dagegen, mir mein Saatgut von einem Unternehmen zu kaufen und nicht von der staatlichen Kornkammer.

Mich würden aber interessieren, wie der Herr darauf kommt, die würden in "Vorleistung" gehen?
Und ob Monsanto seine Sorten irgendwo umsonst vom Himmel fallen.

Du darfst gerne drauf antworten.

Und Du darfst auch gerne die Sorten ausprobieren und uns darüber berichten.
Das Volk der Ukrainer verteidigt die Freiheit Europas
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Re: Biogetreidesorten im konventionellen Anbau

Beitragvon Ulikum » Di Jul 18, 2017 13:07

Welfenprinz hat geschrieben:Ja,es ist schade dass mit dieser Formulierung “Vorleistung der Bio....“ gleich die Selbstdiskreditierung eingeläutet wird.
Bisher haben die Vorleistungen in der Züchtung die pösen konventionellen Strukturen geschaffen.KWS als grösster Biosaatgutersteller oder die Kammern mit ihren Versuchsfeldern.
....................


:mrgreen:
aus "Vorleistung der Bio...." gleich eine Diskreditierung zu machen halte ich doch für leicht übertrieben.
Vielleicht sollte man einfach mal das Gespräch suchen und sich informieren, und dann wüsste man z.B. das die KWS mit dem Dottenfelderhof zusammenarbeitet.


Todde hat geschrieben:
.............................
..............................
Spielt Weizen denn eine große Rolle bei Hybriden?
Kann ich nicht sehen und wenn der HyWeizen mal die Ertragsvorteile wie Hybridroggen mit sich bringt, dann wird er vielleicht mal nennenswert an Anbaufläche erreichen.

Ich habe auch nichts dagegen, mir mein Saatgut von einem Unternehmen zu kaufen und nicht von der staatlichen Kornkammer.

Mich würden aber interessieren, wie der Herr darauf kommt, die würden in "Vorleistung" gehen?
Und ob Monsanto seine Sorten irgendwo umsonst vom Himmel fallen.

Du darfst gerne drauf antworten.

Und Du darfst auch gerne die Sorten ausprobieren und uns darüber berichten.


:mrgreen:

ich werde mich bestimmt nicht dazu hinreisen lassen für andere zu Antworten.
Das zehn Unternehmen 60% des Weltweiten Saatgutmarktes beherrschen mag für dich ja ok. sein, ich sehe das ganze aber als problematisch an.
Schon mal was von Hywheat gehört?

Das ich die Sorten ausprobieren werde ist selbstverständlich, und berichten werde ich auch wenn ich genügend abgesichertere Daten haben.
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Re: Biogetreidesorten im konventionellen Anbau

Beitragvon Welfenprinz » Di Jul 18, 2017 14:02

Ich weiss mit wem KWS z. B. bei der Entwicklung eines praxisreifen Bohnen/Maisgemenges zusamnen arbeitet.(ein Züchter von Stangenbohnensorten)
Trotzdem bleibt die Vorleistung ,Finanzierung,Fehlschlagrisiko,Versuchswesen,bei dem pösen Saatgutmulti . Und der jammert mitnichten rum,dass die öffentliche Hand seine ach so tollen Leistungen für Biodervisität,Klimaschutz,Weltenrettung und Abschaffung der Impotenz in klingender Münze honorieren möge.

1. Ich stehe der geschilderten Idee bestimmt nicht ablehnend gegenüber. Bisher(und ich weiss dieses Wort sehr wohl einzuordnen) gabs eben noch keine wirklich praxisrelevanten Ansätze. Schaun mer mal. -:)
2. Deine Ertragseinordnung und bewertung ist natürlich standortabhängig und nicht zu pauschalisieren. Die 120 haben wir in der Praxis schon gesehen,die 130 blinkt ab und zu mal durch(auf der Ertragsanzeige vom Mähdrescher -:)) ).
Bevor wir beide zu Kösters Kampe getragen werden ,sind die 15x Realität. Ob auf Fehmarn,der Köln-Aachener Bucht oder sogar bei uns,werden wir sehen.
Meine Meinung. -:)
3.deine ablehnende (?)-sagen wir besser:reservierte-Haltung gegen Hybridsorten ist vollkommen unverständlich. Gerade durch die heutigen Rahmenbedingungen -DÜV- werden die immensen Vorschub erhalten.Durch das bessere Wurzelsystem mehr Ertrag aus weniger Ressourcen kennzeichnet die Hybriden.
Und wenn du z. B. eine Wintererbse im Gemenge mit W-Gerste anbauen willst,kommst du fast zwangsläufig wegen des erforderlichen ,späten Saattermins zur Hybridgerste mit der zügigen Jugendentwicklung.
Norden, Süden, Westen, Osten, schöne Welt, doch voller Pfosten.
Pfosten, die die Zäune halten, Zäune, die die Menschen spalten.
Hoffnung bleibt, dass diese Pfosten eines Tages mal verrosten.
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Re: Biogetreidesorten im konventionellen Anbau

Beitragvon Ulikum » Di Jul 18, 2017 17:11

Welfenprinz hat geschrieben:Ich weiss mit wem KWS z. B. bei der Entwicklung eines praxisreifen Bohnen/Maisgemenges zusamnen arbeitet.(ein Züchter von Stangenbohnensorten)
Trotzdem bleibt die Vorleistung ,Finanzierung,Fehlschlagrisiko,Versuchswesen,bei dem pösen Saatgutmulti . Und der jammert mitnichten rum,dass die öffentliche Hand seine ach so tollen Leistungen für Biodervisität,Klimaschutz,Weltenrettung und Abschaffung der Impotenz in klingender Münze honorieren möge.

1. Ich stehe der geschilderten Idee bestimmt nicht ablehnend gegenüber. Bisher(und ich weiss dieses Wort sehr wohl einzuordnen) gabs eben noch keine wirklich praxisrelevanten Ansätze. Schaun mer mal. -:)
2. Deine Ertragseinordnung und bewertung ist natürlich standortabhängig und nicht zu pauschalisieren. Die 120 haben wir in der Praxis schon gesehen,die 130 blinkt ab und zu mal durch(auf der Ertragsanzeige vom Mähdrescher -:)) ).
Bevor wir beide zu Kösters Kampe getragen werden ,sind die 15x Realität. Ob auf Fehmarn,der Köln-Aachener Bucht oder sogar bei uns,werden wir sehen.
Meine Meinung. -:)
3.deine ablehnende (?)-sagen wir besser:reservierte-Haltung gegen Hybridsorten ist vollkommen unverständlich. Gerade durch die heutigen Rahmenbedingungen -DÜV- werden die immensen Vorschub erhalten.Durch das bessere Wurzelsystem mehr Ertrag aus weniger Ressourcen kennzeichnet die Hybriden.
Und wenn du z. B. eine Wintererbse im Gemenge mit W-Gerste anbauen willst,kommst du fast zwangsläufig wegen des erforderlichen ,späten Saattermins zur Hybridgerste mit der zügigen Jugendentwicklung.


:mrgreen:

Ist das Stangenbohnen / Mais Projekt nicht ein Kind der Öko´s ich glaube Anfang 2000er ins Leben gerufen ?
Seit ca 2010 ein Kooperationsprojekt mit der Uni Göttingen mitgetragen von der FNR ?
Auch ist das ganze nichts neues, sondern in den Länder des traditionellen Maisanbaues eine bekannte Anbauform und das seit mindestens 2000 Jahren.

Wie schaffe ich gezielt Abhängigkeiten.
"Der Mais verlor bei uns weitgehend seine Konkurrenzfähigkeit und damit auch seine Eignung für die Mischkultur weil die konventionelle Züchtung den Mais ausschließlich für den unkrautfreien Reinanbau weiterentwickelt hat." Originaltext KWS.

Der Ertrag ist sicherlich nicht pauschal zu sehen, sondern abhängig von den natürlichen Standortbedingungen.
Und da sehe ich keine 150dt in den nächsten 30 Jahren auf meinem Standort, das würde nämlich bedeuten das wären der Anbauphase kein Niederschlag versickern oder verdunsten und auch die Niederschlagsmengen sich nicht weiter verringern dürften. (in den letzten 20 Jahren 80mm weniger und das in der Haupt Vegetationszeit ).

Ein besseres Wurzelsystem ,ein kompensieren der DüV erreiche ich auch durch eine dem Standort angepasste Bodenbearbeitung, - zum richtigen Zeitpunkt, die Fruchtfolge und Zwischenfrüchte.
Deshalb muss ich mich nicht selbst aufgeben und mich in neue Abhängigkeiten begeben. Siehe auch Abhängigkeiten und Stichwort Überwachung,(- ich habe ja nichts zu verbergen.)
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Re: Biogetreidesorten im konventionellen Anbau

Beitragvon Family Guy » Di Jul 18, 2017 19:11

Welfenprinz hat geschrieben:Und wenn du z. B. eine Wintererbse im Gemenge mit W-Gerste anbauen willst,kommst du fast zwangsläufig wegen des erforderlichen ,späten Saattermins zur Hybridgerste mit der zügigen Jugendentwicklung.


Bitte, Welfenprinz, verrate uns doch mal auf wieviel Morgen diese Mischung, außer in irgendwelchen Vogelschutzprogrammen, in der Praxis angebaut wird?
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Re: Biogetreidesorten im konventionellen Anbau

Beitragvon Ulikum » Di Jul 18, 2017 19:20

Family Guy hat geschrieben:
Welfenprinz hat geschrieben:Und wenn du z. B. eine Wintererbse im Gemenge mit W-Gerste anbauen willst,kommst du fast zwangsläufig wegen des erforderlichen ,späten Saattermins zur Hybridgerste mit der zügigen Jugendentwicklung.


Bitte, Welfenprinz, verrate uns doch mal auf wieviel Morgen diese Mischung, außer in irgendwelchen Vogelschutzprogrammen, in der Praxis angebaut wird?


:mrgreen:

Wintererbse EF B 33 und W- Gerste geht bei mir nicht, passt nicht von der Abreife.
Wintererbse und W- Triticale passen wunderbar zusammen, und lassen sich auch einfach nach der Ernte trennen. 40 kg Erbsen mit 120 kg Triticale ergibt einen schönen Bestand. Aussaat geht zusammen Anfang Oktober oder wenn man auf Nummer sicher gehen will die Erbsen Anfang November in einem zweiten Arbeitsgang nachschlitzen.
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Re: Biogetreidesorten im konventionellen Anbau

Beitragvon Welfenprinz » Mi Jul 19, 2017 9:37

Ich war von Saatzeitpunkt f die Erbsen bis zum 15.10. ausgegangen und Triticale hab ich nicht auf dem Schirm,sorry.

Bei der Sache mit den Saatgutfirmen werden wir uns nicht einig.
-:)
Was hast du konkret vor?
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Re: Biogetreidesorten im konventionellen Anbau

Beitragvon heico » Mi Jul 19, 2017 11:53

Ulikum hat geschrieben::mrgreen:
...................
Hybride sehe ich ebenfalls als kritisch da sie letzten Endes zu einer Abhängigkeit der Landwirtschaft von der Industrie führen werden.
Über das CRISPR/Cas Verfahren möchte ich in diesem Thread nicht diskutieren.

Gute Getreidebestände im Biobereich erreichen oftmals auch die 80dt/ha und mehr und das mit weniger Aufwand.
Der Öko-Feldtag in Frankenhausen hat einen interessanten Einblick in die Öko-Sorten ermöglicht besonders der Dottenfelderhof hat es mir mit seinen Züchtungen angetan, so das ich die Möglichkeit wahr genommen habe und am Samstag 01.07.2017 die Jubiläumsveranstalltung "40 Jahre Dottenfelderhof Forschung und Züchtung " zu besuchen. Bei der Feldrundfahrt konnte ich dann auch einen Populationsweizenbestand sehen der mich besonders fasziniert hat bietet er doch eine gewisse Vielfalt und sollte somit stabiler auf Umwelteinflüsse reagieren.
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Wer setzt im konventionellen Landbau Biogetreidesorten ein und kann darüber berichten?


Capo Nachfolger werden im Bio und Konv. eingesetzt.

Lass dich nicht blenden, es gibt keine 80 dt/ha Ertrag im Bioanbau, höchstens wenn es Parzellenversuche sind, die nach 2 jähriger Luzerne stehen und im Klimagebiet, wo keine Krankheiten sind.
Wir haben es vor 20 Jahren in Bernburg (Magdeburger Börde)gesehen. Dort war das Wasser der begrenzende Faktor.
Somit gab es 70 dt /ha Biogetreide und nur 10 dt/ha mehr bei konv. Anbau. Somit ein perfekter Standort für Biogetreide.

Wenn du über 50 dt/ha kommen willst, hast du das Risiko mit Krankheiten und Lagergetreide, da ja vorher einiges an N vorhanden sein muss. Diese Probleme wird auch der Dottenfelder Hof nicht wegdiskutieren. Den Ansatz mit der Züchtung finde ich natürlich sehr gut.
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Re: Biogetreidesorten im konventionellen Anbau

Beitragvon Ulikum » Do Jul 20, 2017 10:04

Welfenprinz hat geschrieben:Bei der Sache mit den Saatgutfirmen werden wir uns nicht einig.-:)
Was hast du konkret vor?

:mrgreen:
müssen wir auch nicht, noch eine Aussage von der KWS
"Ökozüchtung schafft bessere Sorten – auch für die konventionelle Landwirtschaft" :!: :?:
Betriebswirtschaft wie kann ich meine Kosten senken ohne das die Qualität und Quantität meiner Produkte leidet.




heico hat geschrieben:
Ulikum hat geschrieben:..................
..................
Capo Nachfolger werden im Bio und Konv. eingesetzt.

Lass dich nicht blenden, es gibt keine 80 dt/ha Ertrag im Bioanbau, höchstens wenn es Parzellenversuche sind, die nach 2 jähriger Luzerne stehen und im Klimagebiet, wo keine Krankheiten sind.
Wir haben es vor 20 Jahren in Bernburg (Magdeburger Börde)gesehen. Dort war das Wasser der begrenzende Faktor.
Somit gab es 70 dt /ha Biogetreide und nur 10 dt/ha mehr bei konv. Anbau. Somit ein perfekter Standort für Biogetreide.

Wenn du über 50 dt/ha kommen willst, hast du das Risiko mit Krankheiten und Lagergetreide, da ja vorher einiges an N vorhanden sein muss. Diese Probleme wird auch der Dottenfelder Hof nicht wegdiskutieren. Den Ansatz mit der Züchtung finde ich natürlich sehr gut.


:mrgreen: endlich mal ein Beitrag mit dem ich etwas anfangen kann.
In der Landwirtschaft sind 20 Jahre eine lange Zeit und gerade im Biobereich hat sich doch einiges zum besseren geändert.
Zur Zeit ist keine Umstellung auf Bio geplant, aber dein Ertragsbeispiel zeigt wie interessant eine Umstellung sein könnte.
Ein etwa gleicher monetärer Ertrag bei einer fünfjährigen Fruchtfolge bei weniger Arbeit und geringerem Kapitaleinsatz.

Mich treibt seit Frankenhausen die Frage um kann ich mit dem Wechsel auf Biosaatgut (Sorten) eine nachhaltige Kosteneinsparungen im konventionellen Betrieb erreichen. Da mein Standort kein Hochertragsstandort ist und auch die Qualitäten im Futter- oder B-Weizen Bereich angesiedelt sind könnte doch eine reale Chance dafür bestehen.
Mein Eindruck von den Bio- Sorten, gesünder, standfester und mit einem besseren Wurzelbild alles Faktoren die den Anbau interessant erscheinen lassen.
Dazu käme der Vorteil das es sich um Liniensorten handelt die einen Nachbau gestatten und somit mir eine Unabhängigkeit ermöglichen.
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Re: Biogetreidesorten im konventionellen Anbau

Beitragvon Welfenprinz » Do Jul 20, 2017 12:57

Kannst du mal konkretisieren ,wo für dich die Trennlinie ist zwischen “richtigen“ Biosorten und Sorten für alle,die halt (für ein paar Jahre -:)) ) sehr wenig krankheitsanfällig sind(bei uns ist das momentan z. B. Linus,oder früher ein extrem standfester,kurzer war Götz).

Da ich vom Bioanbau nur das mitkriege,was das Kammerblatt schreibt,ist mein Kenntnisstand bisher,dass der Bioanbau sich im wesentlichen der geeigneten Sorten aus der normalen Züchtung bedient.

Ist capo auch ein carstens no5 -Nachkömmling? Caribo und so?
Norden, Süden, Westen, Osten, schöne Welt, doch voller Pfosten.
Pfosten, die die Zäune halten, Zäune, die die Menschen spalten.
Hoffnung bleibt, dass diese Pfosten eines Tages mal verrosten.
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