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Bioland Abgabe für Pflanzenschutzmittel

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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20 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Bioland Abgabe für Pflanzenschutzmittel

Beitragvon Wini » Fr Nov 09, 2018 22:09

Bioland fordert eine Abgabe für Pflanzenschutzmittel.

Gerald Wehde, Leiter Agrarpolitk Bioland fordert die Einführung einer "Pestizidabgabe".
Als Grund führt er an, dass sich die Kosten für Artenverlust, Gewässerkontamination und pestizidbedingte Krankheiten
weder in den Lebensmittelpreisen noch in den Pestizidpreisen niederschlagen würden.

Gruß
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Re: Bioland Abgabe für Pflanzenschutzmittel

Beitragvon Todde » Fr Nov 09, 2018 23:15

Bei solchen Blitzbirnen und ideologischen Hetzern muss man sich fragen, ob die überhaupt noch wissen wer dessen Verband angehört.
Die Zahl der konventionellen-bio-Betriebe bei Bioland gehen bald auf 50% der Mitgliedsbetriebe zu.
Zu dem sollte er anfangen eine Pflugsteuer einzuführen, denn der Pflug dezimiert die Insekten nachweislich und führt sehr oft auch die Wind- und Wassererosion zur Konatmination von Gewässern.
Der Junge sollte lieber Sonntags in die Kirche gehen und öfters seinen Mund halten oder er fährt mal zum Bettelprinzen und klärt, warum ökologische Landwirtschaft zu solch einer Nitratbelastung führt.
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Re: Bioland Abgabe für Pflanzenschutzmittel

Beitragvon locomotion » Sa Nov 10, 2018 7:08

Würdest Du mir bitte erklären warum die biologische Landwirtschaft zu höheren Nitrateinträgen ins Grundwasser führt als die konventionelle Landwirtschaft?
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Re: Bioland Abgabe für Pflanzenschutzmittel

Beitragvon MF4355 » Sa Nov 10, 2018 7:39

Das ist tatsächlich korrekt. Leguminosen sammeln den Stickstoff recht effizient, die Freisetzung ist aber nicht Planbar, ebenso wenig die Mineralisation nach Kleegrasumbruch. Häufig steht nach Kleegras Getreide, das führt zu hohen Auswaschungen. Nicht jeder Biobetrieb wirtschaftet auf Löss.
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Re: Bioland Abgabe für Pflanzenschutzmittel

Beitragvon elchtestversagt » Sa Nov 10, 2018 7:41

Weil alle Art der Bodenbearbeitung Mineralisierung freisetzt.
Und je mehr unpassende Bodenbearbeitung man zur unpassenden Zeit macht ( mehrmaliges Grubbern und tiefes Pflügen im Herbst), desto mehr mineralisiert aus dem Bodenvorrat und wenn die Pflanze das nicht aufnehmen kann geht es dann mit Regen ins Grundwasser.
Wir sind seit zwei Jahren hier an einem Projekt der LWK und der Wasserversorger beteiligt, die nehmen bei uns auf bestimmten Flächen Quartalsweise N-min Proben, da kann man manche Auswirkungen sehen...Sehr interessant.
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Re: Bioland Abgabe für Pflanzenschutzmittel

Beitragvon cerebro » Sa Nov 10, 2018 8:25

Todde hat geschrieben:Die Zahl der konventionellen-bio-Betriebe bei Bioland gehen bald auf 50% der Mitgliedsbetriebe zu.

Erklär mal Grad... ich steh Grad auf dem Schlauch :?
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Re: Bioland Abgabe für Pflanzenschutzmittel

Beitragvon Todde » Sa Nov 10, 2018 8:44

cerebro hat geschrieben:
Todde hat geschrieben:Die Zahl der konventionellen-bio-Betriebe bei Bioland gehen bald auf 50% der Mitgliedsbetriebe zu.

Erklär mal Grad... ich steh Grad auf dem Schlauch :?


Hier in der Region haben sehr viele Großbetriebe einen Bio-Zweig, meist auf den leichten Sandböden um diese wirtschaftlich zu stützen mit der Bio-Prämie.

Der Trend geht zum Zweitbetrieb – in bio!
http://www.keckl.de/texte/biozweitbetrieb.pdf
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Re: Bioland Abgabe für Pflanzenschutzmittel

Beitragvon Todde » Sa Nov 10, 2018 8:45

locomotion hat geschrieben:Würdest Du mir bitte erklären warum die biologische Landwirtschaft zu höheren Nitrateinträgen ins Grundwasser führt als die konventionelle Landwirtschaft?


Wurde ja oben schon erklärt. Und beim Bettelprinzen sind die steigenden Nitratgehalte unter seinen Flächen bekannt.
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Re: Bioland Abgabe für Pflanzenschutzmittel

Beitragvon wolf » Sa Nov 10, 2018 13:43

Zu euerer Erbauung:

http://orgprints.org/20985/1/Schwab-und ... schutz.pdf
https://www.fibl.org/fileadmin/document ... 091006.pdf

Zitat: "30-40% niedrigeres Nmin unter den Ökoflächen im Herbst und keine Anwendung von Pflanzenschutzmitteln überzeugen die Initiatoren."

Oder hier die Initiative im Mangfalltal für das Münchener Wasser:

https://www.swm.de/privatkunden/m-wasse ... ndbau.html

Hier die wissenschaftliche Aufarbeitung durch die FiBL:

http://orgprints.org/13270/1/Studie_Was ... _et_al.pdf

Auszug daraus:
"Bei ökologischer Bewirtschaftung wird im Durchschnitt deutlich weniger Stickstoff ausgewaschen, und das Risiko für Belastungen des Grundwassers ist aufgrund der geringeren Intensität und der geringeren Stickstoffbilanzüberschüsse im Vergleich zur konventionellen Landwirtschaft niedriger. Zudem sind Ökolandwirte aus eigenem Interesse bestrebt, Stickstoffverluste so gering wie möglich zu halten, weil deren Substitution nur begrenzt erlaubt und teuer ist. Die aus zahlreichen Untersuchungen abgeleitete durchschnittliche Nitratauswaschung auf ökologisch bewirtschafteten Flächen liegt im Ackerbau mit 21,9 und bei Dauergründlandnutzung mit 13 kg N je Hektar und Jahr. Im Vergleich dazu weisen konventionelle Flächen eine Auswaschung von 60 bzw. 31 kg je Hektar und Jahr auf. Nach Umstellung auf ökologischen Landbau kommt es i. d. R. innerhalb weniger Jahre zu einer Abnahme der Stickstoffverluste auf den betreffenden Flächen"
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Re: Bioland Abgabe für Pflanzenschutzmittel

Beitragvon Südbaden Bauer » Sa Nov 10, 2018 14:16

Logisch nach ein paar Jahren sind bei vielen Bio Betrieben die Stickstoffwerte gesunken... Wo weniger ist kann auch weniger ausgewaschen werden...
Die Menschheit will zurück zum Ursprung, aber nicht zu Fuß.
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Re: Bioland Abgabe für Pflanzenschutzmittel

Beitragvon Nordhesse » Sa Nov 10, 2018 16:18

Ständige Unterdünung bedeutet aber auch Humusabbau. Und die Legumionsen sind wirklich ein Problem- Hier im W- Gebiet soll nach Bohnen z.B. Raps angebaut werden, weil der Raos als einziger hohe Aufnahmen im Herbst hat
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Re: Bioland Abgabe für Pflanzenschutzmittel

Beitragvon wolf » Sa Nov 10, 2018 17:31

Zur Humusbilanz im Ökolandbau gibt es zahlreiche wissenschaftl. Publikationen:

10 Jahre ökologischer Landbau im Lehr- und Versuchsgut Köllitsch: "Die Humusbilanz der Fruchtfolge ist trotz unterbliebener organischer Düngung positiv."
Quelle: https://publikationen.sachsen.de/bdb/artikel/23862

Oder hier von der Landwirtschaftskammer NRW:
- Ökobetriebe setzen im Vergleich zu konventionellen Betrieben durchschnittlich 50% weniger Energie pro Fläche ein. Entsprechend geringer sind hier die flächenbezogenen CO2-Emissionen. Das erklärt sich vor allem durch den Einsatz synthetischer Dünger und Pflanzenschutzmittel im konventionellen Bereich, die mit hohem Energieaufwand produziert werden.
- Aufgrund deutlich höherer Erträge liegt der Energieeinsatz pro Produkteinheit bei konventionellen Betrieben nur rund 20% höher als bei Biobetrieben. ....
- Die Stickstoffverluste, die eng mit der N-Düngungsintensität und der N-Bilanz verbunden sind, lagen bei konventionellen Betrieben mit durchschnittlich 50 kg/ha deutlich höher als bei den Ökobetrieben (20 kg/ha)...
- Der Erhalt bzw. die Vermehrung des Humusgehalts im Boden führt zur Bindung von Kohlenstoff im Boden und trägt deshalb maßgeblich zur Verringerung von CO2-Emissionen bei. Ökologische Betriebe haben hier Vorteile, da sie eine breitere Fruchtfolge mit humusmehrenden Fruchtarten (vor allem Kleegras) haben, weniger Hackfrüchte anbauen und hochwertiges organisches Material als Dünger nutzen.
Quelle: https://www.oekolandbau.nrw.de/betriebe ... irtschaft/

Hier vom Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft:
-Im Durchschnitt von zwei Untersuchungen kann zudem angeführt werden, dass im Vergleich zur Versorgungslage im konventionellen Landbau die Nmin-Werte im Frühjahr lediglich um 5 kg/ha im Ökolandbau niedriger liegen, während die gemessenen N min-Mengen für die Zeit nach der Ernte und im Spätherbst, die für den Wasserschutz eine höhere Bedeutung haben, mit -26 kg bzw. -17 kg N/ha deutlich niedriger liegen als in konventionellen Vergleichsflächen.
Zur Humusbilanzierung im Ökolandbai:
-Als mittlere Werte sind demzufolge nur positive Salden mit einem Gesamtmittelwert von 142 Humusäquivalenten (HÄQ) berechnet worden, was im mittleren Bereich der optimalen Versorgungsstufe C liegt
Quelle: http://orgprints.org/29539/1/Bodenfruch ... -VLK15.pdf
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Re: Bioland Abgabe für Pflanzenschutzmittel

Beitragvon Verdampfer » Sa Nov 10, 2018 17:54

So arbeiten einige konventionelle Betriebe energieeffizienter als Biobetriebe mit geringen Erträgen. Die große Streuung zwischen den Betrieben (auch innerhalb einer Bewirtschaftungsform) führen die Forscher vor allem auf Standorteinflüsse und das individuelle Management zurück


Das hier hast du bewusst verschwiegen.

Wichtig ist aber vor allem zu betonen, dass Biobetriebe pro erzeugtem Produkt die Artenvielfalt stärker belasten als konventioneller Landbau! Pro Flächeneinheit stehen sie noch besser da, aber das ist bei 8 Mrd. Menschen ganz sicher der falsche Weg.
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Re: Bioland Abgabe für Pflanzenschutzmittel

Beitragvon wolf » Sa Nov 10, 2018 22:15

Verdampfer hat geschrieben:
So arbeiten einige konventionelle Betriebe energieeffizienter als Biobetriebe mit geringen Erträgen. Die große Streuung zwischen den Betrieben (auch innerhalb einer Bewirtschaftungsform) führen die Forscher vor allem auf Standorteinflüsse und das individuelle Management zurück


Das hier hast du bewusst verschwiegen.

Wichtig ist aber vor allem zu betonen, dass Biobetriebe pro erzeugtem Produkt die Artenvielfalt stärker belasten als konventioneller Landbau! Pro Flächeneinheit stehen sie noch besser da, aber das ist bei 8 Mrd. Menschen ganz sicher der falsche Weg.


Ich habe nichts bewusst verschwiegen. Das es Ausreißer nach oben und unten gibt, ist so ziemlich bei jeder wissenschaftlich/statistischen Betrachtung so. Die Streuungen zwischen den einzelnen Betrieben gibt, bringt ja keine zusätzlichen Erkenntnisse.

Zur Biodiversität:
https://www.weltagrarbericht.de/aktuell ... 29361.html
https://www.agrarzeitung.de/nachrichten ... falt-65124
https://biooekonomie.de/nachrichten/stu ... lohnt-sich

Auch hier gibt es noch andere Einflussfaktoren, die eine wesentliche Rolle spielen, wie z.B. den Anteil an Randstrukturen. Jedem mit gesunden Menschenverstand dürfte aber klar sein, das der Verzicht auf Herbizide und Insektizide für die Artenvielfalt von Vorteil ist.
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Re: Bioland Abgabe für Pflanzenschutzmittel

Beitragvon Birlbauer » Sa Nov 10, 2018 22:32

Todde hat geschrieben:Hier in der Region haben sehr viele Großbetriebe einen Bio-Zweig, meist auf den leichten Sandböden um diese wirtschaftlich zu stützen mit der Bio-Prämie.

Dafür reicht aber EU-Bio, eine Bio-Verband treibt nur die Kosten nach oben und macht zusätzliche Auflagen.
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