Na ein typischer Schwemmboden , der ist Tod . Jedes mal wenn da mit schweres Gerät drüber fährst , verdichtet er sich und das bleibt so .
Mein Tipp , zu erst tief pflügen so ca 1 Meter tief oder tiefer , danach Luzerne oder Lupine einsehen , am besten mit ein Düngerstreuer aussehen , damit möglichst wenig Bodendruch erzeugt wird . Wenn die ab geblüht flach einarbeiten und neu einsehen , das was du möchtest.
Kalken hätt ich auch als erstes gesagt. Warum ist P-Zufuhr da wichtig?
Norden, Süden, Westen, Osten, schöne Welt, doch voller Pfosten. Pfosten, die die Zäune halten, Zäune, die die Menschen spalten. Hoffnung bleibt, dass diese Pfosten eines Tages mal verrosten. http://pulseofeurope.eu
Kompost ist auf jeden Fall gut. Die ackerbaulichen Grundsätze müssen jedoch erst erfüllt werden. Der Boden ist oft bei Nässe befahren worden, deswegen ist er so. Ganz oben steht das trockene Ackern. Das heißt nur bei völliger Trockenheit anrühren, wenn die Stollen vom Schlepper nicht mehr als 1 cm eindrücken. Kalken vor dem Pflügen und nach dem Pflügen ergibt schnellere Wirkung als nur 1 x im Jahr. Wenn der Boden wieder höchste Leistungen bringen soll, müssen die Verdichtungen im Untergrund beseitigt werden. Das geht aus meiner Sicht leider nur mit Rot-Klee weil es für Luzerne zu sauer ist. Der Klee muss dann aber 1 3/4 Jahr auf dem Feld wachsen und jeder Schnitt muss abgefahren werden. Nach der Zeit ist der Boden wieder ok für höchste Leistungen. Wenn möglich kann der Boden vor der Pflugfurche bei Trockenheit mit Untergrundlockerer gelockert werden. Danach darf es aber bis zur Saat nicht regnen sonst sackt alles durch Vertikalerosion in sich zusammen und ist schlechter als vorher. Kuhlen oder Tiefpflügen würde ich nicht machen, nur wenn sonst gar nix mehr geht. Weil nach den Maßnahmen fängst du mit totem Boden an der obenauf liegt.
Außerdem musst du zusehen, dass du das Wasser von der Oberfläche weg bekommst,sonst versauert der Boden im nächsten Winter wieder und deine Regenwürmer ersaufen . Am einfachsten kannst du da schmale tiefe Grüppen im Herbst rein ziehen. Siehe Video
Schönen Dank für die vielen Tipps. Werde es zunächst mal mit Kompost, Kalk und evtl. Pflugverzicht probieren. Ein pH-Wert von 6,5 wäre mir aber zu hoch da Kartoffeln dann anfälliger für Schorf werden. Versuche erstmal 5,8-6. Mit Kompost habe ich noch keine Erfahrung. Wo liegt sowas preislich und auf was muss man achten beim Kauf? Werde mich hier dann mal umhören, ansonsten komme ich auf dich zurück, puma. Was mir noch so in den Sinn gekommen ist, wie sieht es eigentlich mit Torf aus? Haben hier zwei Werke in der Nähe, wäre das evtl. auch eine Alternative zu Kompost?? Und eine Frage noch an elchtest: Das mit dem Phosphor verstehe ich nicht. Was hat der da für einen Einfluss?
Um es mal kurz zu sagen, ohne zu sehr in die Materie zu gehen: Phosphor verbessert die Wasserleitfähigkeit des Bodens, je schwerer der Boden ist desto besser wird auch (Oberflächen-)Wasser in die unteren Bodenschichten abgeführt. Zum Torf: Das ist alles "gesiebter" Boden und macht die ganze Geschichte nicht besser.Er "puffert" zwar recht gut, saugt sich dafür aber auch gerne wie ein Schwamm mit Wasser voll. "Richtiger" Moorboden würde es etwas verbessern, aber auch nur in Verbindung mit einem Sandanteil. Deshalb wird auch "anmooriger" Boden gerne gekuhlt, wenn irgendwo da drunter Sand zu finden ist. Wenn man das hat, dann hat man einen sehr guten Boden. Aber bei deinem Lehm ist das so nicht möglich, ausser da ist irgendwo Sand zu finden. Auch vergiss das mit den ganzen Zwischenfrüchten, das geht nicht, dann musst du die als Hauptfrucht machen.
Wir haben auch einige solcher Ecken, das sind keine Minutenböden, sondern Wochenböden, sprich wenn es mal 30mm regnet, dann braucht man da eine Woche nicht hin. Es wächst nur etwas vernünftig, wenn man wirklich, wirklich und nochmals wirklich nur Ackert wenn es 100% trocken ist ( und den Pflug da raus lässt) sowie wenn die Hauptfrucht frühzeitig in die Erde kommt. Vor dem Drillen/legen oder sonstwas wird der Boden bei uns nicht bearbeitet ( wegem dem Wochenboden), es wird quasi die (reduzierte) Bodenbearbeitung gemacht wenn die Drille unmittelbar danach kommt.
Haben ne aehnliche flaeche gehabt. Durch drainagen wuerde die mittlerweile richtig gut. In unserem fall wurden diese alle drei meter moegkichst tief reingelegt. Am wichtigsten hierbei ist, dass man den graben dann kommplett mit sand fuellt. Bringt ja nix wenn man den lehm als sperrschicht wieder draufkippt. Zudem wuerde ich brunnenringe setzten und immer nen paar strange zusammenfuehren. Wirklich ruhe bekommst du nur so.