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Brüssel Kohle 2015

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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Re: Brüssel Kohle 2015

Beitragvon Max M » Fr Dez 09, 2016 10:47

meyenburg1975 hat geschrieben:Hinter den Handwerkern steht kein Verwaltungs- und Kontrollapperat mit diesen extremen Ausmaßen. Der braucht eine Berechtigung und Schmierstoff (Geld) für ständig neu auserdachte Wohltätigkeiten.
Und die Handwerker haben keine Verpächter, an die man das Geld gnädigst durchreicht :mrgreen:

Gerade viele junge Landwirte sprechen sich für eine Streichung der Gängelungszahlungen aus. Das wird wohl in absehbarer Zeit noch nix werden...

Wer zwingt irgendjemand irgendwas "durchzureichen" ?
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Re: Brüssel Kohle 2015

Beitragvon Lonar » Fr Dez 09, 2016 12:35

Unter anderem die Viehenheiten Regelung, die Düngeverordnung und natürlich der Futterbedarf.
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Re: Brüssel Kohle 2015

Beitragvon meyenburg1975 » Fr Dez 09, 2016 13:14

Max M hat geschrieben:
meyenburg1975 hat geschrieben:Hinter den Handwerkern steht kein Verwaltungs- und Kontrollapperat mit diesen extremen Ausmaßen. Der braucht eine Berechtigung und Schmierstoff (Geld) für ständig neu auserdachte Wohltätigkeiten.
Und die Handwerker haben keine Verpächter, an die man das Geld gnädigst durchreicht :mrgreen:

Gerade viele junge Landwirte sprechen sich für eine Streichung der Gängelungszahlungen aus. Das wird wohl in absehbarer Zeit noch nix werden...

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Re: Brüssel Kohle 2015

Beitragvon oberländer » Fr Dez 09, 2016 13:50

Oh , hätt ich nur mal wieder mein Maul gehalten .
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Re: Brüssel Kohle 2015

Beitragvon Max M » Fr Dez 09, 2016 14:53

meyenburg1975 hat geschrieben:
Max M hat geschrieben:
meyenburg1975 hat geschrieben:Hinter den Handwerkern steht kein Verwaltungs- und Kontrollapperat mit diesen extremen Ausmaßen. Der braucht eine Berechtigung und Schmierstoff (Geld) für ständig neu auserdachte Wohltätigkeiten.
Und die Handwerker haben keine Verpächter, an die man das Geld gnädigst durchreicht :mrgreen:

Gerade viele junge Landwirte sprechen sich für eine Streichung der Gängelungszahlungen aus. Das wird wohl in absehbarer Zeit noch nix werden...

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Eben, freiwillig! Wenn Du da einen Zwang hinein interpretierst, gehört Dir solange in den Hintern getreten, bis Dus kapierst.
Im übrigen ist das einmal mehr eine sinnlose "Neid"Diskussion, an Handwerker werden genauso Subventionen "durchgereicht", wie Wohnungsbau Förderung und tralala....
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Re: Brüssel Kohle 2015

Beitragvon Fassi » Fr Dez 09, 2016 16:49

Der Handwerker hat halt nun mal keinen zusätzlichen volkswirtschaftlichen Nutzen durch Erhaltung und Gestaltung der Lebensumwelt, der Umwelt und des ländlichen Raums. Wir sollten endlich aufhören, es hinzunehmen, dass diese Gelder für nix sind. Es sind Ausgleichszahlungen für die von der Bevölkerung gewünschte Landschaft und für die Exportfreiheiten der Industrie, wodurch dem Großteil der Bevölkerung erst überhaupt ein entsprechendes Einkommen und Wohlstand ermöglicht wurde!

Gruß
http://www.youtube.com/watch?v=AMpZ0TGjbWE

https://youtu.be/Tmq8KHPxdrE
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Re: Brüssel Kohle 2015

Beitragvon ExLW » Fr Dez 09, 2016 18:08

meyenburg1975 hat geschrieben:Verwaltungs- und Kontrollapperat mit diesen extremen Ausmaßen. .



Wir bräuchten diesen Bürokratie- und Kontrollapparat gar nicht, wenn kein öffentliches Geld fliessen würde.
Wir hätten aber auch eine ganz andere Landbewirtschaftung. Die wäre niemals in diese Dimensionen gewachsen, würde nicht so intensiv produzieren. Wenn kein Nitrat aus dem Düngersack oder der Gülle von den Viechern ins Grundwasser abwandern würde, oder das Phosphat obenrum, dann wären die Umweltleute auch so aktiv hinterher.

Vll. gäbe es in einer Generation gar keine LW mehr, oder nur Nischenproduzenten plus die tatsächlich wettbewerbsfähigen Sonderkulturen. Wer weiss das schon, niemand hat das je errechnet, wenn es keine Subventionen - und natürlich auch keine Wettbewerbsverzerrungen gäbe, dadurch, dass die anderen (fast alle Großagrarier unter den Staaten) ihre Bauern ebenfalls mit Geld am Tropf und bei der Urne halten.
Deshalb geht der Subventionswettlauf weltweit einfach so weiter. :regen:
Volkswirtschaftlich ist das Unsinn.

Die Tatsache, dass das meiste durchgereicht wird an die Eigentümer (fast überall ist die Pacht höher als die Prämie) , und die sich einen schönen Lenz machen können, ist ein weiterer Punkt, die Prämien abzuschaffen. Wer es ohne Hilfsgelder nicht schafft, schafft es auf Dauer auch nicht mit ihnen. 1-0-1 jedes Businessplans.
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Re: Brüssel Kohle 2015

Beitragvon Lonar » Fr Dez 09, 2016 19:55

Bevor ihr euch über die Prämie und deren Kontrolleure aufregt.
Müsste man sich als Deutscher Landwirt eigentlich über die Verteilung der Prämie innerhalb der EU aufregen.
In den Ostblockstaaten ist es gängige Praxis das neue Schlepper und Maschinen bis zu 50% gefördert werden, d.h. der Deutsche Steuerzahler bezahlt sein Geld um unsere Konkurrenz in Osteuropa zu fördern, damit Nahrungsmittel billig bleiben.
Also ganz Volkswirtschaftlicher Schwachsinn ist das nicht.
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Re: Brüssel Kohle 2015

Beitragvon T5060 » Fr Dez 09, 2016 20:32

Also solange die maschinen nicht zulassungspflichtig sind, funktioniert das mit den Osteuropa Reimporten ganz gut.
Da fährt die Spedition "XY" bei der LPG "Roter Oktober" in Ru oder Cz auf den Hof und lädt die neue Rundballenpresse gleich bei der Spedition "Z" auf den LKW.
Die Spediton "Z" hat zuvor ein wohlbehütete Rundballenpresse mit Familienanschluß aus Oberbayern dort zum dauerhaften Verbleib abgeladen.
Das heisst in der Branche "umrubeln" oder die wurde "in Polen generalüberholt".
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
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Re: Brüssel Kohle 2015

Beitragvon meyenburg1975 » Fr Dez 09, 2016 21:18

Max M hat geschrieben:Eben, freiwillig! Wenn Du da einen Zwang hinein interpretierst, gehört Dir solange in den Hintern getreten, bis Dus kapierst.
Im übrigen ist das einmal mehr eine sinnlose "Neid"Diskussion, an Handwerker werden genauso Subventionen "durchgereicht", wie Wohnungsbau Förderung und tralala....

Ähh, wo genau habe ich was von Zwang geschrieben?
Davon ab macht es keinen Unterschied ob mein Nachbar, meine Wenigkeit oder sonstwer den Pachtvertrag unterschreibt. Wo Flächen knapp sind und das sind sie mittlerweile vielerorts, da werden die Prämien on Top gezahlt. Nicht mehr oder weniger habe ich geschrieben.
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Re: Brüssel Kohle 2015

Beitragvon meyenburg1975 » Fr Dez 09, 2016 21:25

ExLW hat geschrieben:
meyenburg1975 hat geschrieben:Verwaltungs- und Kontrollapperat mit diesen extremen Ausmaßen. .



Wir bräuchten diesen Bürokratie- und Kontrollapparat gar nicht, wenn kein öffentliches Geld fliessen würde.
Wir hätten aber auch eine ganz andere Landbewirtschaftung. Die wäre niemals in diese Dimensionen gewachsen, würde nicht so intensiv produzieren. Wenn kein Nitrat aus dem Düngersack oder der Gülle von den Viechern ins Grundwasser abwandern würde, oder das Phosphat obenrum, dann wären die Umweltleute auch so aktiv hinterher.

Vll. gäbe es in einer Generation gar keine LW mehr, oder nur Nischenproduzenten plus die tatsächlich wettbewerbsfähigen Sonderkulturen. Wer weiss das schon, niemand hat das je errechnet, wenn es keine Subventionen - und natürlich auch keine Wettbewerbsverzerrungen gäbe, dadurch, dass die anderen (fast alle Großagrarier unter den Staaten) ihre Bauern ebenfalls mit Geld am Tropf und bei der Urne halten.
Deshalb geht der Subventionswettlauf weltweit einfach so weiter. :regen:
Volkswirtschaftlich ist das Unsinn.

Die Tatsache, dass das meiste durchgereicht wird an die Eigentümer (fast überall ist die Pacht höher als die Prämie) , und die sich einen schönen Lenz machen können, ist ein weiterer Punkt, die Prämien abzuschaffen. Wer es ohne Hilfsgelder nicht schafft, schafft es auf Dauer auch nicht mit ihnen. 1-0-1 jedes Businessplans.

Mal davon abgesehen, dass die Nitratdiskussion vollkommen überzogen ist, kann ich dir weitgehend zustimmen.
Aber Mann kann es der Landwirtschaft nicht vorhalten, dass sie sich im gegebenen Rahmen bewegt. Und der Verwaltungsapperat hat einen Selbsterhaltungstrieb, da muss das Geld erstmal richtig knapp werden, bevor das zum Erliegen kommt.
Und Wettbewerbsverzerrungen vermeiden, hieße auch einen Aussenschutz nach Qualitätsstandards einzurichten. In unserem Freihandelszeitalter wohl auch nur ein frommer Wunsch.
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Re: Brüssel Kohle 2015

Beitragvon ExLW » Sa Dez 10, 2016 9:57

meyenburg1975 hat geschrieben:Aber Mann kann es der Landwirtschaft nicht vorhalten, dass sie sich im gegebenen Rahmen bewegt. Und der Verwaltungsapperat hat einen Selbsterhaltungstrieb, da muss das Geld erstmal richtig knapp werden, bevor das zum Erliegen kommt.
Und Wettbewerbsverzerrungen vermeiden, hieße auch einen Aussenschutz nach Qualitätsstandards einzurichten. In unserem Freihandelszeitalter wohl auch nur ein frommer Wunsch.


Yep!

Ohne Renationalisierung der Agrarpolitik wird es keinen Neuanfang geben.

Der gesellschaftliche Nutzen der Landbewirtschaftung sollte von der Gesellschaft honoriert (bezahlt) werden.
Dazu muß aber auch gehören, dass die gesellschaftlichen Kosten (ja, die Umwelt/Biodiv-Schäden) NICHT mehr entstehen.

These: Die Umweltschäden (ob und wie viele, und wie groß tatsächlich, und wo, lasse ich mal weg, aber nicht von wem) werden nur von einem Teil des Agrarsystems verursacht!
Der andere Teil ist "gut und sauber" genug- und damit gesellschaftlich zukunftsfähig. Der ersteTeil immer weniger.

Bemrkenswerterweise hat aber der erste Teil am Ende immer politisch die Oberhand.
Dahinter stehen wahnsinnige wirtschaftliche Interessen. Der Agrasektor ist ein Multimilliarden-Markt. Niemand will dass das sich ändert (nur wenige denken darüber wirklich nach, auch nur wenn sie nicht persönlich betroffen sind, wie *** hüstel*** Ex-ler).


Dann hätten wir als Agrarmodell der Zukunft eine "saubere Landwirtschaft" - was wiederum auch ein typisch deutscher Ansatz wäre.
Beispiel:
Hand aufs Herz: Wenn der Staat sagt: wir wollen ein quer durch die Republik gezogenes Biodiversitätsnetzwerk, wo die Viecher ungestört durchwandern - und krabbeln können
und die Bauern die Pflege übernehmen UND genau diese Leistung der Bauern anständig und marktgerecht bezahlt wird, dann frage ich mich, warum so heftig Widerstand geleistet wird?

Wo genau steht geschrieben, dass die Leistung der Bauern nur dann "gut" ist, wenn sie in Tonnen gemessen werden kann? Das Reichsnährstandsdenken scheint immer noch die Seele der Landwirtschaft zu sein.
Meine Frage ist allein die ökonomische: Wenn ich MEHR Geld verdiene und das OHNE Wetter- und Preis-Risiko mit dieser Leistung, warum sollte ich nicht einwilligen?

D stellt bald nur noch 1 % der Weltbevölkerung. Wir brauchen nicht MEHR Produktion, damit wir und die anderen 99 % überleben, sondern wir können uns WENIGER Produktion leisten, und trotzdem (oder gerade deswegen?) die Höfe der Familien sichern.
Das wäre ein Wechsel.

Aber wie gesagt, ohne wirksamen Schutz vor Unterbietung der dadurch entsehenden neuen Standards an den Grenzen (ein Staat braucht Grenzen!) ist das alles pillepalle.
Eigentlich schade, dass Alles beim Alten bleibt, oder?
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Re: Brüssel Kohle 2015

Beitragvon ExLW » Sa Dez 10, 2016 10:16

Ach ja, der Faden heisst "Brüssel Kohle 2015"

Der neue Faden würde dann heissen: "Berlin Kohle 2020"!

Vll. führt der Brexit (und vll kommen ja bis 2020 noch andere) dazu, dass die nächste "Förder"periode unter akutem Geldmangel entschieden werden muss.
Dann wird das gigantische Umverteilungskarussel gestoppt: D zahlt 28 Mrd in EU - EU zahlt einen Teil davon zurück an D, der Rest geht an andere - D reicht die so gekürzte Geldmenge an die Bundesländer weiter, die Länder an die Gemeinden, der Bund gibt noch mal 7 Mrd dazu, weil es sonst nicht reichen würde, und unten kommt ein bisschen was an.
Der größte Teil der Kohle versickert ohne volkswirtschaftliche Leistung.

Das ist der Foot-/Foodprint des EU-Sozialismus.
Weg mit der zentralistischen Agrarpolitik!
Das wäre Zukunft pur.
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Re: Brüssel Kohle 2015

Beitragvon Manfred » Sa Dez 10, 2016 10:19

Ich sehe auch die einzige Chance in einer Renationalisierung der Landwirtschafts- und Steuerpolitik, wenn all die gesellschaftlichen Ansprüche erfüllt werden sollen.
Die deutsche Landwirtschaft ist seit längerer Zeit in einer verheerenden Situation. Kaum ein Betrieb erwirtschaftet seine Vollkosten, während die internationale Konkurrenz teils horrende echte Gewinne (nach Deckung der Vollkosten) einfährt.
Wenn wir tier- und umweltgerecht produzieren sollen und zudem eine "bäuerliche" Größenstruktur der Betriebe gewünscht wird, geht das nur mit einem massiven Außenschutz. Die Ausgleichszahlungen sind ja jetzt schon viel zu gering, um die Mehrkosten durch die kleinen Strukturen und die ganzen Auflagen, die hohen Lohnkosten, Energiesteuern etc. auch nur annähernd auszugleichen.
Und der deutschen Industrie geht es ebenso. Da sehe ich dringenden Bedarf, das Energiesteuerrecht zu reformieren. Was in den Export geht, sollte von sämtlichen Energiesteuern freigestellt werden. Umgekehrt sollte jeder Warenimport für den Verkauf auf unserem Binnenmarkt so mit Energiesteuern belastet werden, das die heimische Produktion nicht benachteiligt ist.
Dann könnte man sich solche marktverzerrenden Regelungen wie die Freistellung "energieintensiver" Betriebe sparen.
"The man who reads nothing at all is better educated than the man who reads nothing but newspapers." Thomas Jefferson
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Re: Brüssel Kohle 2015

Beitragvon T5060 » Sa Dez 10, 2016 11:44

Einfach mal lesen. Der fraß muss billig sein und das Leid weit weg von der Heimat.

http://tool.wiwo.de/wiwoapp/3d/kakao/go.html

Meinetwegen gehören alle Bauernberuhiungsorgansationen und Staatsbeihilfen abgeschafft
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