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Ctu und Partner oder Fertigmischung?

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Ctu und Partner oder Fertigmischung?

Beitragvon Agrohero » Di Sep 24, 2024 10:52

Ich habe schon lange kein ctu mehr eingesetzt , das möchte ich in diesem herbst mal ändern , wo wir es noch dürfen .
Auf haben wir keinen , würdet ihr eher zum fertigen Produkt zb camira ,greifen oder lieber eine eine tankmischung , wenn ja was für eine ?
Die Kultur ist hauptsächlich Roggen.
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Mischungen. Auflage NG337 beachten!

Beitragvon adefrankl » Di Sep 24, 2024 12:16

Agrohero hat geschrieben:Ich habe schon lange kein ctu mehr eingesetzt , das möchte ich in diesem herbst mal ändern , wo wir es noch dürfen .
Auf haben wir keinen , würdet ihr eher zum fertigen Produkt zb camira ,greifen oder lieber eine eine tankmischung , wenn ja was für eine ?
Die Kultur ist hauptsächlich Roggen.

Also mir wäre bei den Fertigmischungen zu viel DFF enthalten. Denn bei DFF würde ich, wegen der Verträglichkeit, versuchen die 80g/ha nicht zu überschreiten, besser noch nur 60 g/ha. Insbesondere darf man auch den DFF Anteil der Fertigmischung nicht verringern, indem man z.B. Carmina teilweise durch Lentipur ersetzt. Denn die Mittel haben alle die Auflage (NG337) "Auf derselben Fläche innerhalb eines Kalenderjahres keine zusätzliche Anwendung von Mitteln, die den Wirkstoff Chlortoluron enthalten."
Daher darf man CTU Präparate eigentlich nicht mischen. (Nicht so wie bei Herold, wo man den DFF Anteil verringern kann, indem man die Aufwandmenge verringert und dann mit einen anderen Präparat FFA auf 240 g/ha ergänzt (bei AFU)).
Sofern das Mischungsverhältnis nicht wirklich passt, würde ich daher bei CTU ein Einzelpräperat wählen und dann entsprechend ergänzen. Die einzige Ausnahme ist Trinity. Denn das hat bis 31.10. als einziges Mittel mit CTU keine Drainauflage. (Auf nicht drainierten Standorten setze ich es wiederum nicht ein. Denn dort ist eigentlich mehr CTU gegen Hundskerbel angebracht. Das darf man aber bei Trinity dann nicht ergänzen.
Bei Tankmischungen hängt es natürlich vom Unkrautproblem ab. Reichen Alliance (bringt auch DFF mit) oder Cleanshot? Stomp hat wider die (Antrifftauflagen!). Eventuell würde dann auch Trinity passen. Auf jeden Fall nicht Boxer (Verträglichkeit). Bei stärkeren Gräserproblemen kommen natürlich auch noch Teilmengen von Malibu oder Herold als Mischpartner in Frage. Aber gerade in Roggen ist die Verträglichkeit ja ein wichtiger Aspekt.
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Re: Ctu und Partner oder Fertigmischung?

Beitragvon Agrohero » Di Sep 24, 2024 14:08

An eine tankmischung mit camira +alliance hatte ich nach Raps auch schon gedacht .
Mir geht's hauptsächlich um den hundskerbel, der bei uns immer mehr zum leitunkraut wird .
Aber wie gesagt, ich bin für Tips sehr dankbar.
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Re: Ctu und Partner oder Fertigmischung?

Beitragvon Mad » Di Sep 24, 2024 23:15

Kurz mal als Randbemerkung: Ist die Adama eigentlich der einzige Hersteller, der gemerkt hat, dass zuviel DFF eigentlich nur schadet? Ich meine: die haben schon richtig schöne Fertigmischungen, wo die Wirkstoffe genau die richtige Dosierung haben. Zum Beispiel: Merkur. Bei 3l/ha die 999g Pendimethalin, 240g Flufenacet und nur 60g DFF. -> Das sind 399g Pendimethalin mehr als bei 2l Malibu mit 0,3 Herold.
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Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
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CTU und Hundskerbel

Beitragvon adefrankl » Mi Sep 25, 2024 23:02

Agrohero hat geschrieben:An eine tankmischung mit camira +alliance hatte ich nach Raps auch schon gedacht .
Mir geht's hauptsächlich um den hundskerbel, der bei uns immer mehr zum leitunkraut wird .
Aber wie gesagt, ich bin für Tips sehr dankbar.

Also Hundskerbel ist bei mir seit etwa knapp 10 Jahren auch ein Hauptproblem. Eine Weizenfläche hatte ich im Herbst 2018 nur mit Trinity + Malibu 2l/ha + 0,6 l/ha behandelt. Da war im Frühjahr an manchen Stellen der Boden überwiegend mit Hundskerbel bedeckt. Insofern ist Hundskerbel bei mir inzwischen ein wichtiges Leitunkraut. Zum anderen zeigt dies, dass die 500 g/ha CTU im Trinity gegen Hundskerbel offensichtlich nicht reichen.
Ziel ist bei mir daher den Hundskerbel möglichst schon im Herbst zu bekämpfen. Gründe dafür sind: - Der teilweise hohe Unkrautdruck, dass ich die Bekämpfung nicht allein auf Sulfonylharnstoffe stützen möchte (Resistenzrisiko!) und dass die wirksamsten Frühjahrsmittel alle Metsufuron enthalten, was dann beim Nachbau von Winterraps oder Zwischenfrüchten als problematisch erweisen kann.
Standardmischung im Herbst ist daher bei mir 1,5 -2 l CTU + 65g Alliance (das einzige Metsufuron mit Herbstzulassung, und das bringt auch schon 39 g DFF mit. Bei der Mischung mit Carmina wäre mir zu viel DFF drin. So liefert das Carmina Complett Set (1,5l Carmina + 65 g Alliance/ha bereits 100 g DFF ha). Auf drainierten Flächen habe ich ersatzweise auch schon 1,5 l Trinity + 65 g Alliance angewendet. Wirkte einigermaßen, aber auf der Fläche ist der Druck bzgl. Hundskerbel auch noch gering. Daher würde ich 2 l CTU + 65 g Alliance empfehlen.
Letztes Jahr habe ich im Weizen auch mal Sumimax + Alliance 60 g + 60 g/ha im Herbst angewendet, weil ich CTU nicht zu oft einsetzen wollte. Wirkung war brauchbar. Zunächst schienen die Flächen im Frühjahr bzgl. Hundskerbel sauber. Später war dann doch etwas kleiner Hundskerbel zu sehen. Daher habe ich dann Mitte April dann doch noch Saracen Max 20 g/ha eingesetzt. Da waren die Flächen dann zur Ernte ohne Hundskerbel. (Würde aber zukünftig zur Sicherheit eher (eine Mischung mit) Pointer SX (oder anderes Tribenuron Präperat) einsetzen, weil da Tribenuron dann etwas höher dosiert ist ( Tribenuron ist da zwar schwächer als Metsufuron, baut sich aber schneller ab. Daher bzgl. Nachbau weniger problematisch). (Sumimax geht aber natürlich nicht im Roggen). Ansonsten finden sich bei https://nufarm.com/de/blogs/hundskerbel/
Weiterhin soll Zypar im Herbst(!) auch noch einigermaßen gegen Hundskerbel wirken. Aber da habe ich keine Erfahrung.

@ Mad. Merkur wäre eigentlich ein interessantes Herbizid. Aber es hat die Auflage nur 250g FFA innerhalb drei Jahren, im Gegensatz zu einer Eigenmischung mit anderen Präparaten. Das spricht leider gegen das Mittel. Wobei ja die weitere Zulassung von FFA ja stark gefährdet sein soll. Falls diese nun endet, wäre dies für die AFU Bekämfung ein riesiges Problem!
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Re: Ctu und Partner oder Fertigmischung?

Beitragvon Agrohero » Do Sep 26, 2024 4:14

Vielen Dank, für deinen Erfahrungsbericht!
IN welchem Stadium setzt du das ein ?
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Re: Ctu und Partner oder Fertigmischung?

Beitragvon adefrankl » Do Sep 26, 2024 10:59

Agrohero hat geschrieben:Vielen Dank, für deinen Erfahrungsbericht!
IN welchem Stadium setzt du das ein ?

Nun bei Weizen habe ich es immer so drei bis vier Wochen nach der Saat eingesetzt. Also wenn die Fahrgassen gut sichtbar waren und das Wetter gepasst hat. Da sowohl CTU als auch Alliance sowohl über das Blatt als auch über den Boden wirken, dürfte bzgl. Hundskerbel der Einsatzzeitpunkt weniger kritisch sein. Ansonsten ist Alliance erst ab Aufgang EC10 zugelassen. Sicher auch, weil da die Blattwirkung einen höheren Anteil hat.
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