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darf man 24 h am Tag "Gülle" auf den Acker fahren?

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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23 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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darf man 24 h am Tag "Gülle" auf den Acker fahren?

Beitragvon crumb » Mo Mär 09, 2009 9:52

Hallo Forumsmitglieder,

-ich hab mich sehr schwer getan bei der Auswahl des Unterforums-


ich hab heute mal eine Frage aus dem rechtlichen Bereich.

Ich wohne auf dem Dorf und hab die Landwirtschaft sehr gern, es stört mich
normalerweise auch nicht wenn die Trecker rumknattern auch am Wochenende, wenn
Saison ist, dann ist halt Sasison.

Nun gibt es bei uns in der Gegegend aber einen Ablger von Emsland Stärke. Die
produzieren Unmengen an stinkender Brühe die auf den Feldern verteilt wird. Mich ärgern
2 Punkte.

1.) Dürfen die 24 Stunden am Tag das Zeug ausfahren? Weil wenn so ein 40 Tonnen Gespann
in 3m Entfernung vom Haus vorbeidonnert (Nachts kann man ja fahren wie die Sau) ist das
schon sehr unangenehm. Ich würde nie etwas gegen den Bauern sagen der im Sommer um Mitternacht
vom dreschen kommt, aber die Trecker kotzen mich so richtig an. Wir haben auch noch das
Glück 50 m zu wenig Asphalt zu haben, also machen die Jungs unseren Sandweg so richtig fertig.
(ich stell mal noch Fotos vom letzten Jahr ein)

2.) Wie ist das mit dem Gestank, der ist zugegebenermaßen selten, dafür aber penetrant hoch
drei, das ist irgendeine Eiweißpampe die stinkt schlimmer als Gülle

Ich hatte auch schon mal beim Ordnungsamt angerufen, die wußten gar nicht was ich will.
Eigentlich will ich meine Nachtruhe und die wird aktuell von jemanden extrem gestört
der damit Geld verdienst. Das passt nicht so ganz in mein Rechtsempfinden. OK der Bauer
der langfährt verdient auch sein Geld das sehe ich ein.

Würde mich über Eure Meinungen freuen!


Danke
der crumb
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Beitragvon SHierling » Mo Mär 09, 2009 10:12

Also Stärkeindustrie ist im Gegensatz zu allem möglichen anderen ein extrem sinnvoller und auch langfristig zukunftsfähiger (neue Werkstoffe) Industriezweig, und genauso wichtig wie Landwirtschaft selber. Auch wenn Du sicher einen völlig gesellschaftsverträglichen allgemeinnützigen und ruhigen Job hast - aber solche Betriebe gehöern immerhin auch zu unseren Lebensgrundlagen, da geht es nicht nur um das Einkommen von Einzelnen.

Und "Eiweißpampe" kann ich mir kaum vorstellen, Kartoffeleiweiß ist ein teures und hochwertiges Futtermittel, das vor allem seit dem idiotischen Tiermehlverbot immer noch im Mangel ist. Das kippt keiner auf den Acker.

Und das die Rückstände aus der Stärkegewinnung überhaupt auf dem Acker landen, ist doch ein Riesen-Vorteil?! Immerhin ein Ausgleich zum Raubbau der ansonsten betrieben wird, wenn die Klärschlämme deponiert werden müssen und manche Betriebe nicht mal mehr Dünger kaufen - wie lange soll das denn gut gehen?

Und Deine nicht befestigte Straße - dafür ist die Gemeinde zuständig, zahl mehr Steuern, oder macht eine Gemeinschaftsarbeit draus, und schon klappt das.

Bleibt als einzig mißĺiebiger Punkt in all den schönen sinnvollen Sachen die Uhrzeit. Da kannst Du Dir halt aussuchen, ob Du 4 Wochen halbtags befahren werden willst, oder 2 Wochen rund um die Uhr - aber irgendwann sind die Flächen ja versorgt, ist also auch nur Saison. In der Stadt herrscht auch 24h am Tag Verkehr - da beschwert sich auch keiner.

Mach(t) halt eine Eingabe ans Werk, schon versucht?
Was sagen die denn dazu?
Zuletzt geändert von SHierling am Mo Mär 09, 2009 11:05, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon hans g » Mo Mär 09, 2009 10:39

bei mir wars früher so,dass sofort einer vom ordnungsamt da war,sobald ich das erste fass gülle raus hatte :roll:
mit den jahren gabs weniger probleme---heute kommt keiner mehr.
wohne allerdings auch in einer sehr dicht besiedelten region.
schlage dir vor,den oder die fahrer direkt anzusprechen oder einfach mal bei der firma anzurufen---gespräch ist immer gut.
hans g
 
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Beitragvon kleinlandwirt » Mo Mär 09, 2009 20:56

aber bitte wie hans g schon geschrieben hat reden!!!

und nicht so wie ein Arbeitskollege von mir (naja, der hat immer gleich Blutdruck 200)

Zieht der Kerl als Städter aufs Land und meint, er muss den Landwirten dort erklären, wann die Gülle auf die Wiese darf.

Stellt sich am Samstag nachmittag mitten auf den Feldweg und hält den Landwirt an. Wer meinen Kollegen nicht kennt fühlt sich natürlich gleich angemacht, da mein Kollege auch beim normalen Gespräch schon so laut ist wie andere beim Streiten.

Seitdem hat der Landwirt (ich würd's auch so machen) auf der Wiese neben dem Haus nur noch Silage gemacht (4 Schnitte) und ist immer dann mit der Gülle gefahren, wenn der Wetterbericht zwar irgendwo Regen gesagt hat, aber die nächsten 3 Tage nur mit viel Glück ein Schauer runterkam. Dies hat mein Kollege nur 2 Jahre ausgehalten. Jetzt wohnt er wieder in der Stadt!!.
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Beitragvon Carsten » Di Mär 10, 2009 9:17

Hallo Leute,

also das muss doch wirklich nicht sein. Wer da noch auf Verständnis der Bevölkerung hofft tut mir leid.

Ich denke bis 10 Uhr kann man fahren, aber rund um die Uhr ?? Das muss doch wirklich nicht sein.
Gruß
Carsten
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Beitragvon SHierling » Di Mär 10, 2009 9:34

Carsten, das kommt doch auch immer darauf an, wie die betriebliche und die wettermässige Situation ist - wenn Du die Flächen nur für eine bestimmte Zeit zur Verfügung hast, weil dann bestellt werden soll, oder bearbeitet, oder sie sind ne Weile gar nicht befahrbar - da nutzt Dir auch eine höhere Lagerkapazität nichts und es kann schon vorkommen, das man rund um die Uhr fahren muß, um alles loszuwerden. Bei den Mengen an Fruchtwasser, die da anfallen - Kartoffeln haben nun mal 80% Wasser, und das muß irgendwohin, wenn die Leute nicht in Zukunft die Tüte Gummibärchen am Stück essen wollen ;).

Aber mitunter kann man nachts ja Flächen anfahren, die nicht gerade neben einer Wohnsiedlung liegen.
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Beitragvon ChrisB » Di Mär 10, 2009 11:01

Hallo,
mein Nachbar (LU), mußte in der Heuernte Nachts nach 22 Uhr mit dem Pressen aufhören,
Polizei kam wegen Ruhestörung
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Beitragvon maexchen » Di Mär 10, 2009 11:26

Carsten hat geschrieben:Hallo Leute,

also das muss doch wirklich nicht sein. Wer da noch auf Verständnis der Bevölkerung hofft tut mir leid.

Ich denke bis 10 Uhr kann man fahren, aber rund um die Uhr ?? Das muss doch wirklich nicht sein.

Das mit dem Verständnis ist ein Argument, aber wenn Gülleausbringung immer mehr reglementiert wird (Lagerkapzität-muß auch ausgebracht werden, Witterungsbedingungen-intens. Sonneneinstr. u. wenns Bindfäden regnet gehts auch nicht, Befahrbarkeit, die Kultur muß es auch zulassen....), darf man sich nicht wundern wenn solche Exzesse dabei herauskommen !

Ich gebe zu, mein Verständnis für Kritik hält sich in einem engen Rahmen.
maexchen
 
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Beitragvon Maxxum power » Di Mär 10, 2009 18:37

Ich frage mich wie wurden die Flächen vor 50 Jahren bearbeitet?
Die Flächen sind doch nicht Größer geworden !
Aber es herrscht in der Landwirtschaft immer Druck und Stress.
Habe das Gefühl das wird Jahr für Jahr schlimmer.
Gülle fahren bis 22Uhr ist ja danoch zu ertragen.
Halte mich an meinen Alten Senior: Nachtarbeit taugt nichts und
jedes Jahr wird gesäht und geerntet.
Das geht natürlich nur bei mir da ich keine so große Fläche zu bewirtschaften habe.
Aber bei uns im Dorf steht ab 22 Uhr auch die Polizei da. :wink:
Ist doch logisch!!!
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Beitragvon Mineralwasser » Di Mär 10, 2009 18:51

gibt halt einfach so chaoten, die nich wissen wann schluss ist!

Rund um die Uhr Gülle zu fahren muss ja wohl nich sein, schon garnich in der nähe von wohngegenden.

wenns keiner mitkriegt sag ich ja nix aber wenns die anwohner stört ist das nunmal so.


In der Erntesaison sagt kein Mensch was bei uns aufn Dorf wann wir nachts mitn Mähdrescher durchs dorf fahren...

Aber Sonntags wenn gedroschen wird, schaun die Leute auch meistens weng doof. Vorallem die Städtler die mit ihren Radl unterwegs sind und die schöne landdschaft anschauen wollen und nichts als staub in die Fresse kriegen..

Ja so ist das nunmal..

Lass die Leute fertig ihre Gülle fahren udn dann ist gut.. Erkundige dich doch mal wie lang es noch dauern wird, wirste schon noch aushalten!

Landwirtschaft dient allen!
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Beitragvon ostfriese » Do Mär 12, 2009 9:49

ein verwanter von mir fährt nur nachts gülle bis morgens da er immer über die B72 muss. wenn er da steht ,dann seht er auch am stück 15min bis er rüber kann, ganz zuschweigen in der urlaubs saison.
www.ostfriesland.de
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Quad fahren 4ever

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Beitragvon Meini » Do Mär 12, 2009 19:26

Hallo denke auch das das so nicht geht,rechtlich ist von 22 bis 5 Uhr Nachtruhe an die sich zu halten ist.
Aber darum gehts nicht, was rechtlich ist klar, im Augenblick haben alle druck beim Güllefahren und dann muss man das halt intelligent lösen in den man unter der Woche und Tagsüber im wohnnahen bereich fährt und Nachts da wo es nicht stört.
Es gibt übriegens Gemeindeordnungen nach dennen du am W-Ende garnicht fahren darfst.
Find es gut das du nach einer einvernehmlichen Lösung suchst gegenseitige Rücksichtnahme ist immer der beste weg.
Ich wäre froh wenn ich als Nichtjäger mit meinem herz fürs Wild bei den Hundehaltern auch im einvernehmen weiter käme :cry:
Pessimisten suchen nach Gründe, Optimisten finden Wege.
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Beitragvon handeule » Fr Mär 13, 2009 7:47

Hallo, die wirtschaftliche Notwendigkeit musst du mit dem Betrieb und dem Ordnungsamt klären.
Ich habe allerdings Schwierigkeiten, mir das bei dir in der Praxis vorzustellen. Die Ausbringemenge ist ja irgendwo begrenzt, die Fläche und das Zeitfenster auch. Die Jungs und Mädels werden wohl eher große Fässer haben. Das kann doch nicht ewig dauern?
Grüsse Marcus
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Beitragvon Stoapfälzer » Sa Mär 14, 2009 12:46

Das Problem ist in unserer Gegend auch schon aufgetreten schuld war daran aber die Güllegemeinschaften mit ihren Gülletrac´s. Die sind dann wenn Hochsaison war also kurz vor der Maissaat auch gern mal am Sonntag Nachmittag oder Nachts am Hof gestanden und dann gings los. Weil es aber den meisten Bauern auf die Dauer zu lästig geworden ist Gülle zu fahren wann man in der Liste dran kommt (vom Wetter reden wir mal gar nicht) sind die Gemeinschaften fast alle wieder aufgelöst worden und jeder radelt jetzt wieder selber wenns ihm passt und er Lust hat. :roll:
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Beitragvon Mattie » Sa Mär 14, 2009 13:12

Meini hat geschrieben:Hallo denke auch das das so nicht geht,rechtlich ist von 22 bis 5 Uhr Nachtruhe an die sich zu halten ist.


An diese Regelung hast du dich als Privatmann zu halten, aber produzierendes Gewerbe darf rund um die Uhr arbeiten. Landwirtschaft gehört dazu. Da ist sogar dem Ordnungsamt die Hände gebunden, die dürfen mit dem Drohfinger winken, doch sie dürfen es nicht verbieten.
Mein alter Chef ist mit dem Fastrac und Güllerolle nachst um 3 durch Hameln gedüst. Warum? Weil da kein Verkehr unterwegs ist und er seine Ruhe vor den meisten der 20 Ampeln hat. Ihn wollten so viele schon deswegen anzeigen, keine Chance :wink:
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