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Das Ende der Klärschlammdüngung?

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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25 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Das Ende der Klärschlammdüngung?

Beitragvon Cairon » Do Dez 05, 2013 10:23

Die CDU und die SPD haben in ihrem Koalitionsvertrag ein Ende der Düngung mit Klärschlamm festgeschrieben. Was aus dieser Absicht wird bleibt abzuwarten. Aus dem Klärschlamm sollen Nährstoffe zurück gewonnen werden und durch eine Ende der Ausbringung der Eintrag von Nähr- und Schadenstoffen verringert werden. Wie seht ihr die Sache? Welche zusätzlichen Kosten würden auf uns zukommen? Sind wird technisch soweit den Klärschlamm wirtschaftlich aufschließen zu können?

http://www.agrarheute.com/klaerschlammausbringung
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Re: Das Ende der Klärschlammdüngung?

Beitragvon ahja » Do Dez 05, 2013 10:47

Man sollte sich die Zahlen auch vor Augen halten, es fallen jährlich 2 Millionen Tonnen TS Klärschlamm an.
Davon wurde bislang die Hälfte auf Flächen ausgebracht. Die Million Tonnen die abgefackelt wurde verschwand jetzt nicht in einheitlichen Anlagen sondern war oft ein Co-Verbrennungsstoff in Hausmüllverbrennungen so dass die Konzentration von nutzbaren Nährstoffen in der Asche als zu gering für eine Extraktion anzusehen ist.
Also müsste jetzt mal ein neues Konzept für dreiviertel des anfallenden Schlamms aus dem Boden gestampft werden.
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Re: Das Ende der Klärschlammdüngung?

Beitragvon CarpeDiem » Do Dez 05, 2013 11:14

Es ist eigentlich schon erstaunlich, dass eine solche Randerscheinung wie die Klärschlammverwertung in der Lw Eingang in einen Koalitionsvertrag findet. Bauer Harms schliesst sich offenbar den Argumenten an, indem er Bedenken äussert. Dies ist richtig und gut, aber man darf bedenken, dass dies u.U. der Einstieg in eine neue Gängelung der Lw sein könnte.

Einmal angenommen man folgt den Argumenten von Bauer Harms, dann heisst das doch im Umkehrschluss gar nix anderes als die gleichen Medikamentenreste u.ä. mehr, doch auch in der Gülle zu finden sind. Diese ist in aller Regel noch nicht einmal untersucht und wird trotzdem bedenkenlos ausgebracht. Grossmastanlagen lassen grüssen. Deshalb werden doch die Gegner von Gülle nicht auf sich warten lassen und den Anspruch erheben auch diese "unschädlich" zu entsorgen!

Da denke ich wird ein Einfallstor geöffnet, das noch viel Freude bereiten könnte!!!
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Re: Das Ende der Klärschlammdüngung?

Beitragvon Harald » Do Dez 05, 2013 11:19

Das UBA tut zur Abwechslung mal was sinnvolles und interessiert sich für die Phosphorrückgewinnung: Hier gibt es etliche Präsentationen zum Thema.

Aus dem Resümee des Prof. Pinnekamp:
  • Wirtschaftlicher Betrieb der Anlagen ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich (2 – 25 €/kg P)
  • Durch Rückgewinnung Deckung der P-Düngemittelimporte bis zu ca. 40% in der BRD möglich
Ich fordere den sofortigen Rücktritt der Bauernverbandspräsidenten Joachim Ruckwied (DBV) und Walter Heidl (BBV).
Beide sind unfähig, die Bauern ihres Verbandes in der Öffentlichkeit zu vertreten.
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Re: Das Ende der Klärschlammdüngung?

Beitragvon CarpeDiem » Do Dez 05, 2013 11:58

@Bauer Harms, Deinen Argumenten widerspreche ich nicht, nur sage ich Nachtigall ick hör dir tapsen! In dieses ganze Konglomerat gehören doch auch sicherlich die Überlegungen von Herrn Rammel in NRW die Kontrolle der DVO nicht mehr in die Hände von Leuten zu legen, die mit der Lw verbunden sind. Er sagt ja (noch) nicht wohin, doch wahrscheinlich eher in Richtung Abfall und dessen Kontrolle!!
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Re: Das Ende der Klärschlammdüngung?

Beitragvon Ulikum » Do Dez 05, 2013 12:07

CarpeDiem hat geschrieben:@Bauer Harms, Deinen Argumenten widerspreche ich nicht, nur sage ich Nachtigall ick hör dir tapsen! In dieses ganze Konglomerat gehören doch auch sicherlich die Überlegungen von Herrn Rammel in NRW die Kontrolle der DVO nicht mehr in die Hände von Leuten zu legen, die mit der Lw verbunden sind. Er sagt ja (noch) nicht wohin, doch wahrscheinlich eher in Richtung Abfall und dessen Kontrolle!!


:mrgreen:

und folgen werden die Biogasanlagen.
es geht nicht nur um Kontrolle,
da ist auch viel Geld im Spiel.
Für das, was ich schreibe bin Ich verantwortlich.!
Nicht für das, was Du verstehst!
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Re: Das Ende der Klärschlammdüngung?

Beitragvon germane » Do Dez 05, 2013 12:43

Was auch nicht vergessen werden darf:Antibiotikaresistente Keime.

In Kläranlagen läuft alles zusammen,was die Leute so einnehmen.Und da sind dann auch die ausgeschiedenen Reserve-Antibiotika darunter und dann bilden sich auch hierfür resistente Keime und gelangen auf die Äcker und in die Nahrungskette.
Das Volk der Ukraine verteidigt die Ausbeutung Europas durch die Amerikaner
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Re: Das Ende der Klärschlammdüngung?

Beitragvon Manfred » Do Dez 05, 2013 12:45

Und wie erfolgt die Rückgewinnung?
Bisher wird der Klärschlamm verbrannt und dann die Asche mit Kalk vermischt inkl. aller Schwermetalle etc. auf den Acker gekarrt.
Gut, die Hormone sind dann raus und diverse organische Giftstoffe sind mit verbrannt. Aber eine Trennung zwischen Nährstoffen und Schadstoffen in der Asche erfolgt nicht.
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Re: Das Ende der Klärschlammdüngung?

Beitragvon Harald » Do Dez 05, 2013 13:05

Manfred hat geschrieben:Und wie erfolgt die Rückgewinnung?
Bisher wird der Klärschlamm verbrannt und dann die Asche mit Kalk vermischt inkl. aller Schwermetalle etc. auf den Acker gekarrt.
Gut, die Hormone sind dann raus und diverse organische Giftstoffe sind mit verbrannt. Aber eine Trennung zwischen Nährstoffen und Schadstoffen in der Asche erfolgt nicht.

Wichtig wäre ja in erster Linie die Wiederverwendung des Phosphors - getrennt von den Schadstoffen. Dazu nochmals der Hinweis auf die Präsentation des Prof. Pinnekamp. Zur Schadstoffproblematik siehe Seite 19, 21:
"sehr sichere Einhaltung gültiger Grenzwerte",
"deutliche Unterschreitung diskutierter Grenzwerte".
Ich fordere den sofortigen Rücktritt der Bauernverbandspräsidenten Joachim Ruckwied (DBV) und Walter Heidl (BBV).
Beide sind unfähig, die Bauern ihres Verbandes in der Öffentlichkeit zu vertreten.
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Re: Das Ende der Klärschlammdüngung?

Beitragvon Kaninchen » Do Dez 05, 2013 18:20

Bis ich aufgehört habe zu arbeiten, habe ich ja auch die Klärschlammverwertungen im Kreis genehmigt. Okay, jetzt bin ich schon das ein oder andere Jahr aus dem Dienst, aber ich bin der Klärschlammverwertung immer noch positiv gegenüber eingestellt.
Generalisieren darf man da eben nicht, sondern genau hinschauen, nach der Herkunft der Schlämme und ihrer Konditionierung.

Die Phosphorrückgewinnung wurde zwar auch schon jahrelang erprobt, wie auch hier in SH Owschlag, aber meiner Meinung nach, haben sich in all den vielen Jahren die Gemüter nur über das Pro und Contra Klärschlamm unterhalten und nie über die Möglichkeiten.
Na sicherlich gibt es mittlerweile viele mögliche Techniken der Phosphorrückgewinnung.

Ich bin nach wie vor der Meinung: Gute Schlämme landwirtschaftlich nutzen, schlechte Schlämme erstmal in die Phosphorrückgewinnung und dann muß man sich den Rest anschauen, der übrig bleibt.
Grüßle,
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Re: Das Ende der Klärschlammdüngung?

Beitragvon ackerbauer80 » Do Dez 05, 2013 20:51

Wir haben jahrelang abgepressten Klärschlamm auf unseren Flächen ausbringen lassen. War eigentlich eine tolle Sache, Nährstoffe, vor allem P und Ca kostenlos, kostenlose Bodenproben und als Topup die Einarbeitungspauschale.
Wir haben uns allerdings vor einigen Jahren aus der landwirtschaftlichen Klärschlammverwertung zurück gezogen, weil sich Probleme mit der Nährstoffbilanz (nicht verfügbarer Stickstoff) und der Vermarktung des Getreides anbahnten.
Eigentlich schade die Entwicklung, denn der Klärschlamm der in der Landwirtschaft verwertet werden durfte, war genau auf Schadstoffe untersucht, was man von einem Diammonphostphat aus Russland oder Afrika nicht immer behaupten kann.
Zuletzt geändert von ackerbauer80 am Fr Dez 06, 2013 20:05, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Das Ende der Klärschlammdüngung?

Beitragvon Kaninchen » Do Dez 05, 2013 23:08

Ja, leider ist das auch hier so, dass manche Pächter Klärschlamm schon im Vertrag ausschließen.


edit: Natürlich muß es VERpächter heißen. :roll:
Zuletzt geändert von Kaninchen am Mo Dez 16, 2013 17:37, insgesamt 1-mal geändert.
Grüßle,
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Re: Das Ende der Klärschlammdüngung?

Beitragvon Cairon » Do Dez 05, 2013 23:16

Die Kirchen schließen Klärschlamm hier grundsätzlich aus. Ich selber habe nie Schlamm eingesetzt Klärschlamm und Direktvermarktung passt nicht wirklich zusammen.
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Re: Das Ende der Klärschlammdüngung?

Beitragvon CarpeDiem » Fr Dez 06, 2013 10:09

@Cairon, auch du solltest mittlerweile bemerkt haben, dass die Kirchen die grössten Multiplikatoren für die Hetze in der Lw sind. Allerdings greifen sie auch gerne die höchsten Pachten ab, mit zusätzlichen, teilweise sogar gesetzwidrigen Covernents, gegen die niemand was unternimmt.

@ihc833, selbstverständlich stehen hier nur wirtschaftliche Interessen im Vordergrund, sonst nix. Ich überlege nur, ob es seitens der Lw nicht sinnvoll wäre, sofort jede Schlammverwertung zu stoppen, damit er denen in den Kommunen aus den Becken wächst!
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Re: Das Ende der Klärschlammdüngung?

Beitragvon Cairon » Fr Dez 06, 2013 11:17

@CarpeDiem

Das war nur eine Anmerkung und keine Wertung. Ich habe meine Erfahrungen mit der Kirche und ihrer Verwaltung. Ich weiß, dass die Kirche an vielen Stellen weltlicher ist als alles anderen.
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