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Direktvermarktung Schweinefleisch

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16 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Direktvermarktung Schweinefleisch

Beitragvon Fahrer412 » So Jan 15, 2023 16:00

Hallo zusammen,

mir ist gerade wieder so ein Gedanke in den Kopf gekommen, da mich die Schweinehaltung nicht ganz loslässt. Und zwar war der Gedanke die Aufzucht und Mast von Schweinen auf Stroh evtl. mit Auslauf und diese dann mittels Fleischpaketen zu vermarkten. Das ganze zu einem Preis der nicht oder nur geringfügig über dem vom Metzger liegt, um auch einen entsprechenden Absatz generieren zu können. Für das Schlachten und Zerlegen hätte ich 300 Euro pro Tier angesetzt, vielleicht hat jemand Erfahrungswerte was das tatsächlich kostet. Es wird auch nicht ganz einfach sein einen Metzger zu finden, der das macht, dem bin ich mir bewusst.

Die größte Frage die mich aktuell umtreibt, wie viel vermarktungsfähiges Fleisch wird aus einem Schwein, jetzt mal ein durchschnittliches Schlachtgewicht aus der Schweinemast zugrunde gelegt? Und wie viel Kilo von welchen Teilen werden aus dem Schwein? Wie können die verschiedenen Teile vermarktet werden?

Viele Grüße
Fahrer412
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Re: Direktvermarktung Schweinefleisch

Beitragvon allgaier81 » So Jan 15, 2023 17:46

Nur mit Fleischpaketen wird es nicht funktionieren, man muss auch Wurst machen.
Die meisten Leute wollen Schnitzel und Filet, dann hat man aber noch einen ziemlich großen Haufen Fleisch übrig.

Es muss also immer auch ein paar Gläser Wurst dazu geben.
Gruß, allgaier
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Re: Direktvermarktung Schweinefleisch

Beitragvon Fahrer412 » So Jan 15, 2023 18:18

allgaier81 hat geschrieben:Nur mit Fleischpaketen wird es nicht funktionieren, man muss auch Wurst machen.
Die meisten Leute wollen Schnitzel und Filet, dann hat man aber noch einen ziemlich großen Haufen Fleisch übrig.

Es muss also immer auch ein paar Gläser Wurst dazu geben.



Vielen Dank für deinen Einwand und deinen Hinweis. Da habe ich mich auch zu wenig genau ausgedrückt. In den Paketen soll Hackfleisch (ich denke hier kann man schon einiges verarbeiten), evtl. Salami und eine Art Bratwürste oder Wiener und eventuell Leberkäse enthalten sein. Mit wie viel kg verwertbarem Material pro Schwein kann ich den rechnen?
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Re: Direktvermarktung Schweinefleisch

Beitragvon Isarland » So Jan 15, 2023 18:22

Braten geht auch noch, aber dann brauchst Bratwürste , Kochsalami und Geräuchertes. Das geht immer. Ebenso Leberkäse als Brät.
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Re: Direktvermarktung Schweinefleisch

Beitragvon wastl90 » Mo Jan 16, 2023 9:10

Was die Leute genau wollen hängt sicherlich auch von der Gegend ab. Bei uns in Bayern wird Leberkäse beliebter sein als in Nordfriesland. Zudem dürfte das auch ein wenig Saisonal schwanken. Im Winter geht Geräuchertes ziemlich gut, im Sommer ist es eben alles was auf den Grill kann.
Das musst du sicherlich etwas austesten und über die Zeit evtl. auch anpassen.
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Re: Direktvermarktung Schweinefleisch

Beitragvon egnaz » Mo Jan 16, 2023 10:35

Deinen Fragen nach, willst/kannst du nicht selber schlachten/wursten. Dann würde ich mir erst einmal einen Schlachter suchen, der das macht. Die gibt es hier nicht mehr an jeder Ecke. Der erzählt dir dann schon, was aus deinen Schweinen werden kann.
Gruß Eckhard
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Re: Direktvermarktung Schweinefleisch

Beitragvon 240236 » Mo Jan 16, 2023 11:39

Hackfleisch: ob man sich das antut? Befasse dich erst mal mit der rechtlichen Seite. Bei uns auf dem Land läuft das mit Schweinefleisch allein nicht. Kenne eine Milchtankstelle, da lief es mit Milch allein auch nicht, diese haben dann ihr Sortiment massiv ausgeweitet, von Joghurt, Käse, selber Hühner, Grillfleisch und mehrere Wurstsorten. Seitdem läuft das auch.

Man muß sich ja selbst die Frage stellen, warum fährt man zu einem Landwirt und holt sich Fleischpakete, wo ich vorher nicht genau weiss was drinnen ist und zudem ist es nicht viel günstiger als beim Metzger. Beim Metzger bekomme ich gleich noch verschiedene Wurstsorten usw.

Diese Milchtankstelle hate alles über Automaten 24h am Tag geöffnet. Gestern habe ich gesehen, daß an der Türe von neuen Ladenöfnungszeiten steht. Geöffnet täglich von 6 bis 21 Uhr.. Gibt es da schon wieder ein Gesetz, daß das gemacht wurde oder es kann auch sein, daß es deren Entscheidung war.
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Re: Direktvermarktung Schweinefleisch

Beitragvon wastl90 » Mo Jan 16, 2023 13:23

240236 hat geschrieben:Hackfleisch: ob man sich das antut? Befasse dich erst mal mit der rechtlichen Seite. Bei uns auf dem Land läuft das mit Schweinefleisch allein nicht. Kenne eine Milchtankstelle, da lief es mit Milch allein auch nicht, diese haben dann ihr Sortiment massiv ausgeweitet, von Joghurt, Käse, selber Hühner, Grillfleisch und mehrere Wurstsorten. Seitdem läuft das auch.

Man muß sich ja selbst die Frage stellen, warum fährt man zu einem Landwirt und holt sich Fleischpakete, wo ich vorher nicht genau weiss was drinnen ist und zudem ist es nicht viel günstiger als beim Metzger. Beim Metzger bekomme ich gleich noch verschiedene Wurstsorten usw.

Diese Milchtankstelle hate alles über Automaten 24h am Tag geöffnet. Gestern habe ich gesehen, daß an der Türe von neuen Ladenöfnungszeiten steht. Geöffnet täglich von 6 bis 21 Uhr.. Gibt es da schon wieder ein Gesetz, daß das gemacht wurde oder es kann auch sein, daß es deren Entscheidung war.

Natürlich läuft es besser wenn das Sortiment größer ist.
Fleischpakete könnte man aber auch gut über andere Direktvermarkter vermarkten. Warum auch nicht?

Welches Gesetzt soll den Automatenverkauf einschränken?
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Re: Direktvermarktung Schweinefleisch

Beitragvon 240236 » Mo Jan 16, 2023 16:44

wastl90 hat geschrieben:
Welches Gesetzt soll den Automatenverkauf einschränken?
Weis ich nicht, deshalb meine Frage.
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Re: Direktvermarktung Schweinefleisch

Beitragvon Isarland » Mo Jan 16, 2023 17:39

240236 hat geschrieben:
wastl90 hat geschrieben:
Welches Gesetzt soll den Automatenverkauf einschränken?
Weis ich nicht, deshalb meine Frage.


Gibts nicht. Eventuell hat er schlechte Erfahrungen mit Vabdalismus und einhergehendem Diebstahl in der Nacht gemacht.
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Re: Direktvermarktung Schweinefleisch

Beitragvon Fahrer412 » Mo Jan 16, 2023 19:25

240236 hat geschrieben:Hackfleisch: ob man sich das antut? Befasse dich erst mal mit der rechtlichen Seite. Bei uns auf dem Land läuft das mit Schweinefleisch allein nicht. Kenne eine Milchtankstelle, da lief es mit Milch allein auch nicht, diese haben dann ihr Sortiment massiv ausgeweitet, von Joghurt, Käse, selber Hühner, Grillfleisch und mehrere Wurstsorten. Seitdem läuft das auch.

Man muß sich ja selbst die Frage stellen, warum fährt man zu einem Landwirt und holt sich Fleischpakete, wo ich vorher nicht genau weiss was drinnen ist und zudem ist es nicht viel günstiger als beim Metzger. Beim Metzger bekomme ich gleich noch verschiedene Wurstsorten usw.

Diese Milchtankstelle hate alles über Automaten 24h am Tag geöffnet. Gestern habe ich gesehen, daß an der Türe von neuen Ladenöfnungszeiten steht. Geöffnet täglich von 6 bis 21 Uhr.. Gibt es da schon wieder ein Gesetz, daß das gemacht wurde oder es kann auch sein, daß es deren Entscheidung war.


Das ist ein sehr guter Einwand von dir. Wir vermarkten schon seit zwei Jahren Gemüse, ab Hof und über Lebensmitteleinzelhandel. Die vorhandenen Strukturen sollten ebenso für das Fleisch genutzt werden und unser Portfolio noch erweitern. Bezüglich Milchprodukte könnte man eine Kooperation mit einem anderen Betrieb eingehen. Hühner sind ein paar vorhanden, könnte aufgestockt werden. Rindfleisch auch vorhanden nur aktuell noch Anbindehaltung, also momentan wahrscheinlich nichts für die Direktvermarktung
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Re: Direktvermarktung Schweinefleisch

Beitragvon Fahrer412 » Mo Jan 16, 2023 19:26

Isarland hat geschrieben:Braten geht auch noch, aber dann brauchst Bratwürste , Kochsalami und Geräuchertes. Das geht immer. Ebenso Leberkäse als Brät.


Geräuchertes könnte ich mir sogar vorstellen selbst zu machen, weis ich noch aus meiner Kindheit als das auf unserem Hof praktiziert wurde
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Re: Direktvermarktung Schweinefleisch

Beitragvon pmraku » Di Jan 17, 2023 8:24

hast du die "hygienischen" Vorraussetzungen? bei uns in Österreich bräuchtest du einen Schlachtraum usw usw
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Re: Direktvermarktung Schweinefleisch

Beitragvon motzlarerbauer » Di Jan 24, 2023 11:39

Das Thema finde ich interessant und hatte mich auch selbst schonmal gedanklich damit beschäftigt, weil mich einige bekannte gefragt haben.
Wie schon geschrieben, ist die Lage/Region wichtig.
Nach meiner Erfahrung kaufen solche Pakete meist nur Leute, denen wichtig ist, wie die Tiere gehalten werden und mit welchem Futter usw.
Dadurch muss die Haltung mit Stroh und Auslauf sein. Ich fände noch Weideauslauf top, aber da ist unser VetAmt etwas schwierig.
Kunden von solchen Paketen wollen dann auch mal die Tiere und den Stall sehen, dem sollte man sich auch bewusst sein.
Wir haben im Bekanntenkreis mal solche Pakete verkauft:
ca. 10kg: 2,5 kg Schnitzel/Braten , 1 Kg Kamm, 0,5 kg Rippchen, 2 kg Hack, 10 Bratwürste, 1kg Gulasch, 1 Stracke, 2 Gläser Rotwurst, 2 Gläser Leberwurst
100€

Willst du das Schwein ganz an die Kunden verkaufen, muss das Paket anders aufgeteilt werden bzw. muss du mehr Wurst machen.

Und nun das große Theme Lebensmittelhygiene usw.
Willlst du Fleisch verarbeiten brauchst du dazu ein entsprechenden Verarbeitungsraum, vom Amt abgenommen.
verarbeiten heißt zerlegen, wursten und auch nur abpacken/vakuumieren.
Der Aufwand für solch einen Raum ist nicht zu unterschätzen!
Besser ist es, du findest einen Metzger der das A) für dich macht oder B) desen Räumlichkeiten du nutzt oder C) eine Kombi daraus.
Dann kannst du das Fleisch vakuumverpackt gekühlt mit nach Hause nehmen und die Kunden können es bei dir abholen oder du lässt es direkt beim Metzger abholen.

Kosten für Zerlegung, aufteilen, wurst und Vakuum ziehen wird so grob bei 350-400€ liegen.

Bedeutet bei 120 kg Schlachtgewicht bleiben nach Knochenabzug usw. ca. 100 kg Fleisch x 10 € --> 1000€
Abzgl Schlachtung 400€ abzgl Ferkel 80€ abzgl. Futter 150€ abzgl. Gebäude 20 €, abzgl. Kleinkram 10€ --> 350 €

Ich finde es weiterhin interessant und hab es immer noch im Hinterkopf
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Re: Direktvermarktung Schweinefleisch

Beitragvon T5060 » Di Jan 24, 2023 14:28

Gibt genug aufgegebene bzw. aufgebende Metzgereien, die zentral liegen und wo alles für 20% vom regulären Anschaffungspreis vorhanden ist. Metzgerlehre sollte gemacht worden sein, weil es ja auch keine gelernten Metzger mehr gibt auf die man zurückgreifen könnte. Am Ende hast du ein Invest von 300.000 € (Förderung bereits berücksichtigt) und einen extrem überobligatorischen Arbeitseinsatz. Also kannste vergessen.
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