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Druckwasser vom Nachbar kommt in Acker

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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19 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Druckwasser vom Nachbar kommt in Acker

Beitragvon HL1937 » So Aug 14, 2016 11:02

Hallo Leute,
mal kurz zur Angelegenheit:
ich bewirtschafte einen gepachteten Acker der unterhalb eines kleinen Waldstückes ist.
Seit ein paar Jahren kommt von diesem oberen Waldgrundstück, in welchem eine verrohrte Quelle ist, an anderer Stelle Druckwasser zu mir hangabwärts gelaufen.
So, in meinem Grundstück haben wir die Tonrohre freigelegt damals schon, und bei mir laufen sie auch ab.
Vor gut 2 Jahren habe ich mit dem mittlerweile verstorbenen Besitzer gesprochen, er soll sich darum kümmern, daß ich das Wasser nicht mehr abbekomme. Der faule Hund hat sich natürlich um nichts gekümmert.
Heue wiederum war eine Zusammenkunft mit der Frau und den Kindern, um den Morast zu begutachten.
WIR machen hier nichts, angeblich sei das jetzt Biotop. Und außerdem soll ich einen Graben ziehen, damit das Wasser wegläuft. Ferner sei ich auf Grund meiner außerlandwirtschaftichen Tätigkeit auf dieses Eck nicht mehr angewiesen.
Lange Rede kurzer Sinn, der obere Besitzer macht nichts an seinem verwildertem Grundstück. Ich kann mir vorstellen, daß die wild gewachsenen Sträucher die Drainage verstopft haben, und nun das Wasser den leichtesten Weg woanderst zu mir läuft.

Wie soll ich mich verhalten, oder was kann ich machen die oberen dazu zu bringen, den Schaden zu reparieren?

Muß man als Unterlieger eigentlich Druckwasser vom Oberlieger dulden?
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Gott schütze unsere Fluren, vor Merkel, den Grünen und anderen Kulturen.

Es wünsch mir einer was er will, es geb´ihm Gott zehnmal soviel.
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Re: Druckwasser vom Nachbar kommt in Acker

Beitragvon countryman » So Aug 14, 2016 11:21

Gegen natürlich zufließendes Wasser kannst du nichts machen.
Wenn der Schaden dadurch entsteht dass eine vorhandene Leitung nicht mehr gepflegt wird, ist aber davon auszugehen dass das Wasser deinem Grundstück künstlich zugeleitet wird. Das geht nicht.
Das Problem ist die Beweissicherung.
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Re: Druckwasser vom Nachbar kommt in Acker

Beitragvon *da-done* » So Aug 14, 2016 11:28

da kommt die frage auf. für was zahlst du pacht??

die gesammte fläche oder das was du nur bewirtschaften kannst.

sollte es die ganze fläche sein mal mit dem amt reden wegen kürzung der pacht usw usw.

sollte das nicht bewirtschaftbare stück schon aus der pacht fallen kümmert es doch nicht.

man müsste das ausmass sehen.
Moin, bin gerade dabei einen Brennholzverleih auf die Beine zu stellen.
Hat jemand Interesse an einer Juniorpartnerschaft ? :mrgreen: :mrgreen:
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Re: Druckwasser vom Nachbar kommt in Acker

Beitragvon T5060 » So Aug 14, 2016 11:30

Fast voll schadensersatzpflichtig, mittlerweile Vorsatz, womit sich die Versicherung rausstehlen könnte und wenn du nicht bald in Hufe kommst, könnte man sich noch mit Verjährung rausreden
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Re: Druckwasser vom Nachbar kommt in Acker

Beitragvon HL1937 » So Aug 14, 2016 12:22

countryman hat geschrieben:Gegen natürlich zufließendes Wasser kannst du nichts machen.
Wenn der Schaden dadurch entsteht dass eine vorhandene Leitung nicht mehr gepflegt wird, ist aber davon auszugehen dass das Wasser deinem Grundstück künstlich zugeleitet wird. Das geht nicht.
Das Problem ist die Beweissicherung.


Die Verrohrung ist bis zur Grenze an meinem bewirtschafteten Grundstück freigelegt.
Es ist glaube ich zur Beweispflicht nicht meine Aufgabe, auf dem andern Grundstück mit der Schaufel die Leitung bis zur Quelle freizulegen.
Die Rohre auf meinem Grundstück sind frei.
Von oben kommt nichts mehr. Also ist normalerweise oben zu, sodaß das Wasser oben schon einen andern Weg sucht und runterläuft.
Es ist ja auch keine Sache zu sagen, ich soll mit dem Pflug auf meinem Acker eine Rinne ziehen daß das Wasser wegläuft, nur damit der andere nichts tun braucht?????
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Re: Druckwasser vom Nachbar kommt in Acker

Beitragvon countryman » So Aug 14, 2016 12:43

es ist nicht nur nicht deine Aufgabe die Rohre des Nachbarn freizulegen, er kann es dir sogar verbieten :-(
Das meinte ich mit "schwieriger Beweissicherung".
Wenn die Quelle früher verrohrt war, jetzt aber der natürliche Zustand wieder besteht sehe ich schlechte Karten für dich. Du kannst den Nachbarn nicht zwingen sein Grundstück neu zu dränieren, damit du kein Wasser abbekommst. Anders wäre es wenn die Verrohrung nur teilweise defekt wäre, sodass du Wasser zugeleitet bekommst welches natürlicherweise nicht auf dein Grundstück fließen würde. Das müsste nicht geduldet werden.
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Re: Druckwasser vom Nachbar kommt in Acker

Beitragvon bauer hans » So Aug 14, 2016 13:09

T5060 hat geschrieben:Fast voll schadensersatzpflichtig, mittlerweile Vorsatz, womit sich die Versicherung rausstehlen könnte und wenn du nicht bald in Hufe kommst, könnte man sich noch mit Verjährung rausreden

vor allem würde ich das jetzt schriftlich per einschreiben auf den weg bringen :!:
und nicht hätte,sollte,könnte.....
wir schaffen uns :mrgreen:
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Re: Druckwasser vom Nachbar kommt in Acker

Beitragvon T5060 » So Aug 14, 2016 15:38

Einschreiben und Ortsgericht haben keine Verjährungshemmende Wirkung.

Es bedarf der Klage, wobei z.B. in Hessen erst ne Runde Ortsgericht nötig ist.
Allerdings sind die Schäden der Vorjahre nicht dokumentiert.
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Re: Druckwasser vom Nachbar kommt in Acker

Beitragvon HL1937 » So Aug 14, 2016 19:44

countryman hat geschrieben:es ist nicht nur nicht deine Aufgabe die Rohre des Nachbarn freizulegen, er kann es dir sogar verbieten :-(
Das meinte ich mit "schwieriger Beweissicherung".
Wenn die Quelle früher verrohrt war, jetzt aber der natürliche Zustand wieder besteht sehe ich schlechte Karten für dich. Du kannst den Nachbarn nicht zwingen sein Grundstück neu zu dränieren, damit du kein Wasser abbekommst. Anders wäre es wenn die Verrohrung nur teilweise defekt wäre, sodass du Wasser zugeleitet bekommst welches natürlicherweise nicht auf dein Grundstück fließen würde. Das müsste nicht geduldet werden.


Kann man in so einem Fall wie bei mir einfach wie der obere meint, mir die Arbeit aufbürden, nur damit er nichts tun muß??
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Re: Druckwasser vom Nachbar kommt in Acker

Beitragvon countryman » So Aug 14, 2016 23:17

Ja.

Gericht sehe ich ganz kritisch wegen der Beweisführung. Da kommen dann Gutachten(kosten) auf dich zu. Da nimmst du besser die Schaufel in die Hand.
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Re: Druckwasser vom Nachbar kommt in Acker

Beitragvon T5060 » Mo Aug 15, 2016 0:21

countryman hat geschrieben:Ja.

Gericht sehe ich ganz kritisch wegen der Beweisführung. Da kommen dann Gutachten(kosten) auf dich zu. Da nimmst du besser die Schaufel in die Hand.


Bei Gericht geht es um zwei Sachverhalte :

Unterlassen der Zuleitung von Wasser ( Beweisführung klar )
Aufwuchsschaden 2016 ist belegbar, Sanierungskosten auch, Schäden Vorjahre möglich bis fraglich ( Fotos, Luftbilder, Zeugen )
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Re: Druckwasser vom Nachbar kommt in Acker

Beitragvon Family Guy » Mi Nov 09, 2016 21:18

Als Unterlieger musst du natürlich fließendes Wasser des Oberliegers hinnehmen.
Wasser in einen Rohr hingegen ist gebündeltes Wasser und das darf vom Oberlieger nicht einfach beim Unterlieger raufgeleitet werden.
Aber es sieht hier ja so aus, als ob du doch Hilfe eines Rechtsanwalts nehmen musst. Wie immer, Recht haben und Recht kriegen....
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Re: Druckwasser vom Nachbar kommt in Acker

Beitragvon HL1937 » Do Nov 10, 2016 18:17

Family Guy hat geschrieben:Als Unterlieger musst du natürlich fließendes Wasser des Oberliegers hinnehmen.
Wasser in einen Rohr hingegen ist gebündeltes Wasser und das darf vom Oberlieger nicht einfach beim Unterlieger raufgeleitet werden.
Aber es sieht hier ja so aus, als ob du doch Hilfe eines Rechtsanwalts nehmen musst. Wie immer, Recht haben und Recht kriegen....


Das Druckwasser neben den bereits bestehenden Rohren ist wie gesagt nur durch unterlassene Grundstückspflege des Oberliegers entstanden, da jetzt die Rohre an einer Stelle zugewachsen sind.
Aufgefordert hab ich ihn schon länger was zu tun, aber die Familie strotzt vor Faulheit und Geld.
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Re: Druckwasser vom Nachbar kommt in Acker

Beitragvon Family Guy » Do Nov 10, 2016 21:49

das Wasserproblem scheint durch die Bündelung zu kommen, deswegen brauchst du es meiner Meinung nach nicht hinzunehmen.
Bevor du jedoch etwas unternehmen kannst, musst du deinen Nachbarn schriftlich, mit Frist, auffordern, den Mißstand zubeseitigen. Es reicht, wenn du den Brief unter Zeugen persönlich in den Briefkasten deines Nachbarn wirfst, damit ist das Schreiben zugestellt. Wenn er seine Post nicht liest, ist er selber schuld. Ein Einschreiben ist immer sehr theatralisch, geht aber auch.
Nachdem die Frist verstrichen ist, wende dich an den Schiedsmann deiner Gemeinde, dann habt ihr die Möglichkeit einer rechtssicheren Einigung ohne große Kosten, wenn das scheitert, bleibt nur das Gericht.
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Re: Druckwasser vom Nachbar kommt in Acker

Beitragvon County654 » Fr Nov 11, 2016 7:25

Wenn ich ne funktionierende Drainage bis zur oberen Grundstücksgrenze habe, hätte ich längst einen Sammler an der Grundstücksgrenze gemacht und das Problem wäre mit 200€ Kosten und 3 Stunden Arbeit erledigt.
Vemutlich hätte ich mich auch mit dem Oberlieger geeinigt und das Loch auf seiner Parzelle gegraben.
Die Welt wird nicht besser, wenn man für jede Kleinigkeit juristischen Beistand brauch :klug:
Es muß anders werden, wenn es besser werden soll!
Aber keiner weiß, ob es gut wird, wenn es anders wird........
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