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Düngerberechnung nach Nmin Bodenprobe

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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19 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Düngerberechnung nach Nmin Bodenprobe

Beitragvon ToniK » Sa Mär 27, 2010 9:59

Hallo,

ich erhielt heute die Daten der Bodenanalyse für Nmin. Ich habe sie so berechnet mg Nmin in 100g Bodenprobe x 48 (Faktor bei Dichte 1,6 und je 30 cm Schichtstärke) für die Schicht 0-30 cm und das gleiche für 30-60 cm (60-90 cm habe ich weggelassen). Die Summe der beiden Schichten ergibt über 100 kgN/ha, das hatten wir noch nie! Es geht um lehmigen Sandboden und Winterroggen, bei den Werten bräuchte ich ja nur noch 20 kg N nachdüngen, das kann doch nicht sein, oder? Ist die Schicht 30-60 cm überhaupt relevant, da sind doch die Wurzeln jetzt noch gar nicht drin? Warum wird überhaupt in drei Schichten gemessen, wenn nachher doch alles addiert wird? Habe ich da irgendwo einen Denkfehler?
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Re: Düngerberechnung nach Nmin Bodenprobe

Beitragvon hans g » Sa Mär 27, 2010 10:30

hab hier auch ne Nmin probe vom 23.2.10 vorliegen---NO3-N insgesamt 23kg/ha---aufdüngung auf 100N.
zu berechnen hab ich da nix.
hans g
 
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Re: Düngerberechnung nach Nmin Bodenprobe

Beitragvon ToniK » Sa Mär 27, 2010 13:10

Hallo,
hans g hat geschrieben:hab hier auch ne Nmin probe vom 23.2.10 vorliegen---NO3-N insgesamt 23kg/ha---aufdüngung auf 100N.
zu berechnen hab ich da nix.

dann hast Du vom Labor schon die Umrechnung auf kg N/ha bekommen. Ich bekomme die Analyse nur in g N/100 g Boden, d.h. ich muss für meine Kultur ausrechnen, wie viel kg N/ha den Wurzeln zur Verfügung stehen. Das ist natürlich von der Kultur abhängig. Ich denke für Wintergetreide dürfte der Gehalt in 0-60 cm Tiefe relevant sein. Eigentlich soll man ja bis 90 cm tiefe die Proben nehmen, dann hätte ich aber sicher noch mehr und bis zur Kornfüllungsphase kann sich ja noch viel ändern. Ich traue auch dem Frieden nicht, dass ich nur 20 kgN/ha nachdüngen muss.
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Re: Düngerberechnung nach Nmin Bodenprobe

Beitragvon Holgi1982 » Sa Mär 27, 2010 22:00

Kann ich mir auch nur schwer vorstellen, denke da ist ein rechenfehler drin.
Das du das selber ausrechnen musst ist ja Blöd :regen:
Würde mich aber interessehalber auch mal interessieren wie man das ausrechnen kann.

Mfg Holgi
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Re: Düngerberechnung nach Nmin Bodenprobe

Beitragvon H.B. » So Mär 28, 2010 9:31

ToniK hat geschrieben: Ich bekomme die Analyse nur in g N/100 g Boden


Bei lehmigem Sandboden kannst den Quadratmeter meiner Einschätzung nach grob über den Daumen eine Tonne Nmin-relevant rechnen.

Du musst also "g N/100 g Boden" auf "kgN/10.000T umrechnen. Bist du dir sicher, daß die Angabe nicht in Milligramm, oder pro 100kg Boden ist?
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Re: Düngerberechnung nach Nmin Bodenprobe

Beitragvon ToniK » So Mär 28, 2010 11:02

Hallo,

vielen Dank erst mal allen, die sich meiner Frage angenommen haben :-)

H.B. hat geschrieben:Bist du dir sicher, daß die Angabe nicht in Milligramm, oder pro 100kg Boden ist?


ja natürlich muss es mg/je 100 g Boden heißen. Hier mal meine Formelerstellung, sieht komplizierter aus als es ist:


Umrechnung mg/100g Boden in kg/ha Beispiel

Maßeinheit der Bodenanalyse mg/100 g Bodenprobe gegeben: Bodendichte 1,6 kg/dm³
Maßeinheit der Düngeberechnung kg/ha Wurzeltiefe 3 dm³
Analyse 0,25 mg/100 g Boden
1. Wieviel kg Boden hat ein ha?
1ha = 100 m x100 m
= 1000 dm x 1000 dm
=1.000.000 dm³

1ha Boden =1.000.000 dm³ x Wurzeltiefe x Bodendichte
4.800.000 kg

2. Wieviel kg Nährstoff sind in einem kg Boden enthalten?
1 mg/100 g Boden =10 mg/1 kg Boden |x10
um auf kg zu kommen: 10 mg/1kg Boden =0,000010 kg/1 kg Boden | /1.000.000 (d.h. 1 kg entspricht 1.000.000 mg)

Die Formel zur Umrechnung lautet: 1 [mg/100g Boden] =1.000.000 [dm²]x Wurzeltiefe [dm] x Bodendichte[kg/dm³]x [10 mg/kg] / 1.000.000 [mg/kg]
=10 x Wurzeltiefe x Bodendichte [kg/ha]
=48 kg/ha
0,25 mg/100 g Boden = 12 kg/ha


So komme ich also auf den Faktor 48, was mir auch die Mitarbeiterin des Labors bestätigte, und was wir auch schon einige Jahre so praktizieren. Aber noch nie waren die Nmin-Werte so hoch, sonst ca. 0,25 mg/100g Boden in diesem Jahr über 1,0 mg/100 g Boden, liegt es am langen Schnee-Winter? In der 30-60-cm-Schicht ist auch viel mehr N als in der 0-30-cm-Schicht. Kann der Roggen das auch bis zur Reife nutzen? Ich arbeite in einem Versuchsbetrieb, da sollte schon alles exakt sein, ich tue mich aber schwer, diesen theoretischen Werte zu trauen.
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Viele Grüße
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Re: Düngerberechnung nach Nmin Bodenprobe

Beitragvon Holgi1982 » So Mär 28, 2010 14:55

ToniK hat geschrieben:
Holgi1982 hat geschrieben:Bist du dir sicher, daß die Angabe nicht in Milligramm, oder pro 100kg Boden ist?


Das hab ich doch nicht geschrieben, das war H.B. :roll:
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Re: Düngerberechnung nach Nmin Bodenprobe

Beitragvon Agrotron » So Mär 28, 2010 15:45

Also ich würd es jetzt so ausrechnen:

1 ha sind bekanntlich 10.000m², da bei der N-Min Untersuchung ja 3 mal 30cm beprobt werden, hast du pro Schicht 3000m³ Boden.
Da 1m³ Boden etwa 1,5 Tonnen wiegt, wären das also 4.500 Tonnen pro Schicht.

Wenn deine Analyse jetzt einen N-Gehalt von 0,25mg/100g Boden ergeben hat, rechnet man das halt auf Tonnen um.

0,25mg / 100g
2,5mg / 1kg
2,5g / 1t
0,0025kg / 1t

Dann muss man nur noch seine 0,0025kg / 1t mit den 4500t multiplizieren und schon hat man sein Ergebnis. Was bei mir 11,25kg wären.


MfG Agrotron
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Re: Düngerberechnung nach Nmin Bodenprobe

Beitragvon ToniK » Mo Mär 29, 2010 10:00

Hallo,

Agrotron hat geschrieben:Dann muss man nur noch seine 0,0025kg / 1t mit den 4500t multiplizieren und schon hat man sein Ergebnis. Was bei mir 11,25kg wären.


O.k., und ich habe mit einer Dichte von 1,6 kg/l gerechnet und komme auf 12 kg/ha, oder anders formuliert, du rechnest mit dem Faktor 45 und ich mit 48, aber im Prinzip das Gleiche. Dann wird die Formel ja stimmen, das sagte die Mitarbeiterin des Labors ja auch.

Holgi1982 hat geschrieben:Das hab ich doch nicht geschrieben, das war H.B. :roll:


Sorry, ich hatte wohl den falschen ZITIEREN-Button geklickt, ich werde es gleich ändern.
Viele Grüße
Toni
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Re: Düngerberechnung nach Nmin Bodenprobe

Beitragvon H.B. » Mo Mär 29, 2010 19:00

Wichtig ist, daß du die selbe Bodentiefe rechnest, wie du auch beprobt hast. Du kannst nicht den Stickstoff aus einer tieferen Schicht in die obere addieren, welche von den Wurzeln nicht erreicht wird. Wintergetreide und Mais können durchaus 60-90 cm durchwurzeln, während bei Sommergetreide bei ca. 60cm Schluss ist.
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Re: Düngerberechnung nach Nmin Bodenprobe

Beitragvon ToniK » Di Mär 30, 2010 8:55

Hallo,

H.B. hat geschrieben:Wichtig ist, daß du die selbe Bodentiefe rechnest, wie du auch beprobt hast. Du kannst nicht den Stickstoff aus einer tieferen Schicht in die obere addieren, welche von den Wurzeln nicht erreicht wird. Wintergetreide und Mais können durchaus 60-90 cm durchwurzeln, während bei Sommergetreide bei ca. 60cm Schluss ist.


Ja, so mache ich das. Ich beprobe die Schichten 0-30 und 30-60 separat und addiere sie, weil ich davon ausgehe, dass der Winterroggen seine Wurzeln bald bis 60 cm Tiefe haben wird. Aus dem gleichen Grund ließ ich die Beprobung 60-90 weg. Mir stellt sich schon die Frage, warum soll ich eigentlich die Schichten einzeln beproben und dann addieren. Jede Probe kostet richtg Geld! Außerdem muss ich mich bei der Probennahme mehr anstrengen :( Oder sollte ich die Tiefe 30-60 nicht voll berechnen also vielleicht so:

Nmin gesamt= Nmin 0-30 + (Nmin 30-60/2*)

* statt 2 wäre natürlich auch ein anderer Divisor denkbar
Viele Grüße
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Frage zum Ergebnis meiner Bodenprobe

Beitragvon hobbybauer1981 » Di Nov 20, 2012 17:30

Hallo zusammen,

ich bin nach langer Suche hier auf diesen Fred gestoßen. Wir haben letzten Monat eine GL Bodenprobe analysieren lassen. Im Ergebnis stand unteranderem, dass wir einen N-Gehalt von 2,2g/kg Boden haben. Bei der Fläche handelt es sich um einen ehemaligen Truppenübungsplatz, welcher nun schon seit 15 Jahren mit Rindern beweidet wird. Die Ausscheidungen der Tiere sind der einzigste Dünger den die Fläche je gesehen hat. Wenn ich lese das der TE einen N-Gehalt von 2,5mg/kg hat und das bei einem, wie ich mal annehme, Acker der immer gedüngt wird bin ich doch etwas verwirrt!?!

Was meint ihr, kann das sein oder ist meine Analyse falsch?

MfG

edit: Bitte verzeiht mir das ich hier beim Ackerbau nachgefragt habe!
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Re: Düngerberechnung nach Nmin Bodenprobe

Beitragvon Lemberger » Di Nov 20, 2012 18:52

Hallo hobbybauer1981,
was wurde denn bei deiner Bodenprobe analysiert? Bitte mal das Ergebnis genau angeben.
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Re: Düngerberechnung nach Nmin Bodenprobe

Beitragvon hobbybauer1981 » Di Nov 20, 2012 19:11

Also wie gesagt es handelt sich um eine GL Bodenprobe. Wir haben von drei verschieden Stellen entnommen und eine Mischprobe gemacht. Damit sind wir zum Labor und haben gesagt, dass wir die Werte für Stickstoff, Phosphor und den pH-Wert haben wollen.

Als Ergebnis kam also: N= 2111mg/kg ; P=575mg/kg ; pH-Wert = 5,6

Mehr war nicht dabei.

MfG

edit: Es wurde mit dem Königswasseraufschluss durchgeführt, falls das wichtig ist.
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Re: Düngerberechnung nach Nmin Bodenprobe

Beitragvon Lemberger » Di Nov 20, 2012 20:46

Was ist denn eine GL Bodenprobe?

Aufgrund der hohen Werte und des Königswasseraufschlusses würde ich sagen, dass bei dieser Untersuchung die absoluten Gehalte an Stickstoff und Phosphat ermittelt wurden. Da aber gerade bei Dauergrünland viel Stickstoff im Humus gebunden und Phosphat in hohem Maße nicht pflanzenverfügbar im Boden festgelegt ist und somit beide nicht ohne weiteres verfügbar für die Pflanzen sind, kann mit diesen Werten keine Aussage über die Versorgung der Pflanzen getroffen werden. Oder anders gesagt: Für die Bestimmung des Düngebedarfs sind die pflanzenverfügbaren Nährtstoffgehalte wichtig. Dabei ist bei der Bestimmung des Nmin wichtig, dass die Probe gekühlt oder getrocknet und rasch ausgewertet wird, da wie bei jeder Lockerung des Bodens Humus umgesetzt und Stickstoff freigesetzt wird.

Bevor wieder eine Untersuchung veranlasst wird, gehst du am besten zum Landwirtschaftsamt und lässt dich beraten.
Zuletzt geändert von Lemberger am Mi Nov 21, 2012 19:37, insgesamt 1-mal geändert.
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