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Durchforstung

Hier ist nun auch ein Platz für Diskussionen rund ums Holz.

Moderator: Falke

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33 Beiträge • Seite 1 von 3 • 1, 2, 3
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Durchforstung

Beitragvon Schwarzwälder1 » Mo Okt 10, 2011 13:45

Hallo zusammen,

habe heute mit meinem alten Herren gross diskutiert und zwar.
Wollte ich ne Durchforstung organisieren und nicht wie herkommlich sondern mit einem Vollernter:
Bestand: Fichte ca 1,5 ha/50 Jahre alt Brusthöhen überwiegend um die 23 cm Durchmesser und natürlich auch deutlich darüber.
Ich meine ich könnte um die 75 FM ernten auf dem Bestand. Mein alter Herr Meinte max. 40 FM/Ha was ist nun richtig?
Desweiteren gehe ich bei der Durchforstung wie folgt vor. 1 Z-Baum (alle 5 m) mindestens 2 Bedränger weg ist das zuviel?
Mein älterer Herr meinte, ne ja nicht ich haue ja löcher in den Wald immer etwas mehr stehen lassen.....
Was meint Ihr ist nun richtig? Klar ist schwer, wenn man den Bestand nicht gesehen hat...

Freue mich auf eure Antworten.

Grüsse
Schwarzwälder1
 
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Re: Durchforstung

Beitragvon Forstjunior » Mo Okt 10, 2011 14:20

also was ich so beobachten kann wo im Staatsforst durchforstet wurde, schauts so aus, dass hinterher alle übrig gebliebenen Bäume mehr oder weniger im selben Abstand zueinander stehen.
Forstjunior
 
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Re: Durchforstung

Beitragvon Robiwahn » Mo Okt 10, 2011 14:22

Moin,

falls der Bestand lange keine Säge/Harvesterschwert gesehen hat, würde ich auch eher nur zur Entnahme von einem Baum je Z-Baum raten. Sonst passiert sehr schnell das, was wir letztens im Pro/Contra-Thread zu Vollernter diskutiert haben. Und zwar hauts dir durch die mangelnde Einzelbaumstabilität (weil es ja vorher im Bestand so eine schöne kuschlige Gesamtstabilität gegeben hat) die Bäume viel eher um oder knickt sie ab. Die Bäume sind sehr wahrscheinlich zu dünn und die Löcher oben im Kronendach zu groß. Damit kann sich so ein Baum viel mehr hin und her bewegen und dann ist schnell Schluss. Geht lieber in 5 Jahren nochmal rein. Alter Lehrsatz:

Lieber mäßig und oft als stark und selten.

Grüße, Robert
Robiwahn
 
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Re: Durchforstung

Beitragvon Schwarzwälder1 » Mo Okt 10, 2011 14:36

Hi nochmal,

danke erstmal für die Antworten. Ist natürlich ein Agument öfter dafür weniger. Aber wollte eigentlichlich nicht Waldgärtnern.....
Was sind eure Erfahrungen von der FM. Anzahl/HA?

Grüsse
Schwarzwälder1
 
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Re: Durchforstung

Beitragvon Forstjunior » Mo Okt 10, 2011 14:39

hört sich ja fast so an, als wenns wieder rein um den Verdienst geht, nicht um wohl der Bestands. Wenns so ist, so mach nen Teilkahlschalg, da hast dann mehr, pflanzt wieder und hast jahrelang ruhe.
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Re: Durchforstung

Beitragvon Schwarzwälder1 » Mo Okt 10, 2011 14:53

sowas nervt doch.....bitte vernüftige Antworten aber bitte kein Schwachsinn.
Moderne Durchforstungsmethoden werden heute doch anderst durchgeführt.
Und ich bin der Meinung Technik und Fortschritt ist nicht aufzuhalten sonst wären wir heute noch bei der Zugsäge.
Schwarzwälder1
 
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Re: Durchforstung

Beitragvon Robiwahn » Mo Okt 10, 2011 15:02

Der Junior hat vielleicht ne andere Philosophie im Waldbau, aber er hat teilweise auch Recht.

Du wolltest von uns ne Meinung, die hast du bekommen. Wenn dir die nicht passt, ignorier sie aber frag bitte auch nicht mehr.

Moderne Methoden schließen eine vorsichtige Bewirtschaftung nicht aus :klug: . Und die alten Sprüche werden auch an modernen Unis noch weiterverbreitet und haben in Zeiten des Klimawandels und des erhöhten Risikos für Extremereignisse eher eine noch höhere Bedeutung. Wenn du eine vorsichtige Bewirtschaftung als "waldgärtnern" negativ abtust, gehst du halt ein größeres Risiko ein. Das kann gut gehen, muss aber nicht. Es ist dein/euer Wald, aber jammer dann nicht, wenn dir alles umfällt.

Wenn du mal richtig umfassende Angaben zum Bestand machen könntest, könnte man dir evtl. noch besser helfen (falls noch jemand will), aber am besten du fragst den Förster vor Ort und lässt dich von dem beraten.
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Re: Durchforstung

Beitragvon Forstjunior » Mo Okt 10, 2011 15:17

Danke Robi. Es hörte sich einfach an, als wenn der Verdienst im Vordergrund steht. Dazu habe ich einfach meine Meingung geschrieben.
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Re: Durchforstung

Beitragvon OÖreicher » Mo Okt 10, 2011 15:31

...
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Re: Durchforstung

Beitragvon ARAG » Mo Okt 10, 2011 16:17

ich denke in deinem bestand ist 50 jahre nicht durchforstet worden, daher würde ich auch mit einem bedränger pro z-baum beginnen und dann in 5 jahren kannst du nochmal reingehn. bei zwei bedrängern stellst du in der regel sofort den ganzen baum frei und dann wirds windtechnisch schon kritisch.
zu wäldgärtnerei: die herscht bei mir dann vor, wenn keine bedränger entnommen werden sondern nur so dürre stangen und bäume die nicht in die krone gehn.
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Re: Durchforstung

Beitragvon W-und-F » Mo Okt 10, 2011 16:25

Moin!

Wenn du Lust und Interesse hast, dann komme ich gerne mal mit Spraydosen vorbei! Habe in den Jahren zwischen dem ersten Treffen einiges an Beständen ausgezeichnet ;) Bin ja nun auch schon ne Weile mit dem Studium fertig und betreue einigen Privatwald.

Dann können wir auch mal über Harvester Ja oder Nein diskutieren und ein waldbauliches Konzept erstellen.

Grüße
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Re: Durchforstung

Beitragvon dieholzer2004 » Mo Okt 10, 2011 16:34

@Schwarzwälder1

Servus,

also wir haben auf dem Durchforstungslehrgang am FBZ gelernt, dass bei der Durchforstung eines älteren Bestandes wie Deiner auf 50 m² 7 Z-Bäume stehen bleiben sollten! Das bedeutet, dass im Umkreis von 7 m um den Z-Baum alles entfernt wird. :cry:
Die erstaunten Gesichter beruhigte der Lehrgangsleiter mit der Ansage, dass innerhalb von 1-2 Jahren das Kronendach wieder geschlossen ist!

@ Robiwahn und W-u-F

Könnt Ihr beide das so bestätigen?

Gruß Thomas
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Re: Durchforstung

Beitragvon Robiwahn » Mo Okt 10, 2011 18:45

@Thomas

Puuh, jetzt erwischt du mich aber ziemlich :wink:

Ich würde das extrem von der Vorgeschichte des BEstandes und damit der aktuellen Stabilität abhängig machen. Ich hab grad meine Bestandestafeln nicht hier, die ja auch durchschnittliche Stammzahlen und Volumen für versch. Durchforstungsstärken und Bonitäten empfehlen. Da wird man sicherlich auch irgendwo deine genannten Zahlen wiederfinden und die werden sicherlich auch sinnvoll sein. Wenn der Bestand immer gut gepflegt wurde und die entsprechenden Z-Bäume schon gut frei gestellt sind und ein entsprechendes h/d-Verhältnis aufweisen, könnte man das sicherlich machen.
Aber irgendwie klingt das hier nicht nach gut gepflegtem Bestand, deswegen rate ich eher zur Vorsicht. Auch wenn ich mich an Diskussionen zwischen den verschiedenen Prof. (vor allem Waldbauern und Waldwachstumskundler geraten gern mal aneinander :mrgreen: ) erinnere, gibt es nichtmal bei denen für sowas ein Patentrezept, schon gar nicht vom Schreibtisch aus.
Das Angebot von W+F oder meine Aufforderung zum Försterkontakt ist sehr wahrscheinlich das vernünftigste, was der Bestand kriegen kann.

Grüße, Robi
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Re: Durchforstung

Beitragvon dieholzer2004 » Mo Okt 10, 2011 19:00

@ Robert

Guten Abend,

also - diese Zahlen sollten eigentlich für ne Erstdurchforstung mit BHD 20-30 cm gültig sein!
Und mit diesen Eckpunkten haben wir auch damals 2009 die Durchforstung ausgeführt.

OK - die Privatwaldbesitzer waren teilweise "empört" und zeigten den gleichen Standpunkt wie der Vater unseres Threaderstellers!
aber - man zeigte uns Wälder, die ein Jahr zuvor genau so behandelt wurden, und - keinerlei Sturmschäden, da die Kronen bereits bis auf etwa 1 m wieder aufeinander zugewachsen waren. :!:
Klar ist, dass es auf viele Punkte ankommt: Lage, Boden, restliche Bewaldung etc.

Naja - da soll mal der Benedikt hinfahren und das Ganze anschauen und vor Ort die Tipps geben!
Vielleicht ist das besser so!

Gruß Thomas
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Re: Durchforstung

Beitragvon gla pfarrer » Mo Okt 10, 2011 19:19

Ich frage mich eher ob sich ein Harvester überhaupt lohnt bei der geringen Entnahme.
Ich persönlich würde auch mehr zu einer geringeren Entnahme tendieren.
Beim Staatsforst werden ja nach dem neuem Konzept nur alle 10 meter Z1 bäume ausgesucht, zwischendrinn sind dann die Z2 bäume.
Wie kommt das "Rasen nicht betreten" Schild auf den Rasen
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