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Edelstahl mit "normalem" Stahl (ST37) verschweißen

Hier findet man Hilfe in Sachen Landtechnik.
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20 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Edelstahl mit "normalem" Stahl (ST37) verschweißen

Beitragvon tuningpaul77 » Fr Jul 25, 2008 7:55

Hallo, mit welchen Elektroden kann man die beiden oben genannten Stähle verschweißen?
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Beitragvon Justice » Fr Jul 25, 2008 8:03

Das geht normalerweise überhaupt nicht. Man kan nur gleiche Materialien Verschweißen. Der ein oder andere Hinterhofschlosser wird zwar behaupten, das er das schon gemacht hat, aber dieses Zusammenbraten wird nicht halten. Versuch eine Schraubverbindung.
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Beitragvon klaus450 » Fr Jul 25, 2008 8:16

Soweit ich weiß, werden bei Düngerstreuern Edelstahl und normales Blech miteinander verschweißt. Dies ist möglich mit Sonderdraht. Von der Korrossion ist es weniger problematisch als man glaubt, da diese Materialien in der Spannungsreihe eng zusammenliegen. Wenn dann noch vernünftig lackiert wird, gibt es keine Probleme.
Wie die genaue Bezeichnung des Schweißdrahtes ist, bzw der Elektroden, weiß ich nicht.

Gruß

Klaus
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Beitragvon tuningpaul77 » Fr Jul 25, 2008 8:37

Es geht nicht um die Korrision, sondern um die Festigkeit, die Korrision spielt keine Rolle, wird sowieso lackiert.
Schraubverbindung ist in dem Fall leider nicht möglich.
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Beitragvon vtwelder » Fr Jul 25, 2008 9:29

Das geht normalerweise überhaupt nicht. Man kan nur gleiche Materialien Verschweißen. Der ein oder andere Hinterhofschlosser wird zwar behaupten, das er das schon gemacht hat, aber dieses Zusammenbraten wird nicht halten. Versuch eine Schraubverbindung.


Hallo hier ist so ein Hinterhofschlosser und der macht sowas auch noch beruflich :shock: .

Nur was verstehst du unter "Edelstahl". Ich gehe einfach mal davon aus, das wir über einen rostfreien CrNi Stahl sprechen, wie den 1.4301. Wir haben dann eine so genannte "Schwarz-Weiß-Verbindung". Steht auf Zusatzwerkstoffen meist drauf wenn sie dafür geeignet sind. Das sind dann "überlegierte" CrNi Stähle. Also die Elektroden würden dann so ab 20 % Cr und über 10 % Ni enhalten müssen. Problem dabei ist, das das Schweißgut austenitisch bleiben soll, damit es nicht aufhärtet. Daher die "Überlegierung". Da gibt es unzählige Elektroden und Drahttypen von diversen Herstzellern.

Das ist übrigens Stand der Technik so eine Verbindung. Das macht der Geländerbauer beim Übergang von "Edelstahl" Handlauf zur Gebäudekonstruktion genau wir der Abgasanlagenbauer der z. B. nur teilweise CrNi Teile in der AGA hat und ja auch so "Hinterschlosser" die für Kraftwerke Kohlestaubbrenner bauen Schweißen so ihre hochlegierten Düsenplatten aus "Edelstahl" an niedrig legierte Rohre :shock:
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Beitragvon Justice » Fr Jul 25, 2008 10:07

Ja, man lernt nie aus.

In meiner Ausbildung hieß es noch, man kan nur gleiche Materialien Verschweißen. Wen das anschliesend annähernd die Kraft eines Ungeschweißten Bauteils haben soll. Da auf Auspufanlagen, Lüftungsbleche und Handläufe keine hohen Kräfte wirken, kan ich mir das an solchen Teilen durchaus vorstellen. Hier wurde jedoch leider nicht beschrieben, um welche Teile und welche Funktion es sich handelt.

Für den Begriff EDELSTAHL habe ich auch schon mehrere Erklärungen erhalten.

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Wen du das Beruflich machst, warum fühlst du dich dan als Hinterhofschlosser angegriffen?
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Beitragvon vtwelder » Fr Jul 25, 2008 10:50

a auf Auspufanlagen, Lüftungsbleche und Handläufe keine hohen Kräfte wirken, kan ich mir das an solchen Teilen durchaus vorstellen. Hier wurde jedoch leider nicht beschrieben, um welche Teile und welche Funktion es sich handelt.


Das würde grundsätzlich nicht so einfach behaupten. Weiteres Beispiel: Tank aus "Edelstahl" viele cbm fassend mit korrosivem Medium, dran geschweißte Stützen und Tragkonstruktin aus S235JR, sonst könnte das niemand bezahlen...Aber die Festigkeit ist auch nicht das Problem. Wenn man ein Probe CrNi + S235 (von mir aus auch einS355J2G3) prüft wird die, wenn alles ok ist, immer im Baustahl "kaputt gehen". Selbstverständlich sind da einige Dinge für den Schweißprozess zu beachten und anzupassen.

PS: Ich fühle mich in keinster Weise angegriffen und kann auch sehr gut als "Hinterhofschlosser" leben, wenn das im Weltbild anderer so ist 8)
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Beitragvon Justice » Fr Jul 25, 2008 11:43

Na, da bin aber jemanden voll auf den Schlips getreten. Entschuldigung.

Ich kenne jetzt aber deinen Tank nicht. Normalerweise übt der doch durch sein Gewicht Druck aus. Bei einer schweißnaht ist das aber eher selten die entscheidente Belastungsform. Eher Zug,- Scher,- Kerbbeanspruchung.

Find ich toll, das hier jemand den ST 37 mal in seiner "aktuelleren" Bezeichnung nennt. Der S355 war das früher der ST 52 oder der ST 72?

Nachdem du ganz offensichtlich vom Fach bist mal ne frage. Macht das beim Schweißen so viel aus, ob der Kalt- oder Warmgezogen, Gewalzt oder ähnliches ist? Ich meine, weil du das so genau angegeben hast. Ich weiß jetzt leider nicht genau welche du meintest, da ich meine unterlagen nicht zur Hand habe, und die Ausbildung doch schon etwas länger her ist.

Was für eine Prüfung meinst du eigentlich?
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Beitragvon Buddy » Fr Jul 25, 2008 11:46

http://www.batz-burgel.de/downloads/sta ... nstahl.pdf

Das war der erste Treffer bei Google ;)
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Beitragvon tuningpaul77 » Fr Jul 25, 2008 11:54

Hallo zusammen,
es geht um den Bau eines senkrecht Holzspalters.
Ein Kumpel hat für uns den Hauptträger, der gleichzeitig der Öltank ist, aus Edelstahl gebaut.
Es handelt sich um ein Quadratrohr 180x180mm Querschnitt.
Jetzt geht es halt darum, die restlichen Teile damit zu verschweißen.
Ich weiß nicht genau um welchen Edelstahl es sich handelt.
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Beitragvon vtwelder » Fr Jul 25, 2008 12:25

Ich weiß nicht genau um welchen Edelstahl es sich handelt.


Naja damit wird das ein bisschen zur Wahrsagerei hier. Was genau ist denn deiner Definition nach "Edelstahl"? Zeug das nicht magnetisch ist und nicht rostet? Ich meine. für den Heimgebrauch ist es jetzt sicher nicht so wichtig, ob wir über einen 1.4301 oder 1.4571 sprechen...aber so die Gruppe der Stähle wäre schon interessant. Für alles was so 1.4301; 1.4307; 1.4541; 1.4571 o. ä. (das ist alles gängiges Zeug, was glänzt und nicht magnetisch ist sowie nicht rostet und daher im Volksmund oft als "Edelstahl" bezeichnet wird ABER mit der normgerechten Definiton von "Edelstahl" absolut nichts zu tun hat... daher der Hinweis) gilt das was ich sagte: hochlegierter austenitischer CrNi Zusatzwerkstoff (da sollte im Datenblatt was von Schwarz-Weiß-Verbindungen stehen, weil es noch ein paar Unterschiede zu Zusatzwerkstoffen, welche nur für das Verbindungsschweißen von CrNi gedacht sind gibt (mehr Cr und Ni). Akademisch auch möglich wäre ein Nickelbasis Zusatzwerkstoff (falls durch Zufall da) ...der geht eigentlich fast immer.
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Beitragvon weinviertler » Fr Jul 25, 2008 12:30

Hallo,
also wenn es ein 1.4301 ist dann kannst du es mit Niroelektroden normal elektroverschweissen - ich habe das schon öfter gemacht es hält bis heute ist kein Problem
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Beitragvon Justice » Fr Jul 25, 2008 12:46

Buddy hat geschrieben:http://www.batz-burgel.de/downloads/stahl/BBPlanstahl.pdf

Das war der erste Treffer bei Google ;)


Herzlichen Dank für den Hinweis. Offt ist das Einfache zu kompliziert.
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Beitragvon tuningpaul77 » Fr Jul 25, 2008 13:27

Danke für die Hinweise.
Die Materialbezeichnungen sagen mir leider gar nichts.
Ich glaube, dass der "Erbauer" des Rohres auch was von "Schwarz-weiss-Elektroden" gesagt, ich wollte nur mal hören, welche Erfahrungen es hier über die Sache gibt.
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Beitragvon flash » Fr Jul 25, 2008 21:08

Hallo

Hallo Justice nur kurz zur Korrektur die Stahlbezeichnungen haben sich seit Feb 2005 für Baustähle geändert.
S 235 JRG2 gibt es nicht mehr heißt jetzt S 235 JR + N. Dito gilt bei S 355 J2G3 ist jetzt S 355 J2 + N.

Schwarz-Weiß-Verbindungen gab es bei meiner Ausbildung schon.
Bin aber ja noch jung an Jahren und habe erst vor kurzem meine Ausbildung beendet.
Bei deinem gesegneten Alter liegt dies natürlich schon etwas zurück.

Thema Warm / Kaltgewalzte Bleche / Profile
Kaltgewalzte wird im dünneren Blechbereich.
Sie haben bessere Oberflächen und sind Zunderfrei.

Warmgewalzte Bleche sind dicker Bleche.
Sie haben in der Regel noch eine Zunderschicht/Walzhaut drauf.
Oberflächenqualität ist schlechter als bei kaltgewalzten Blechen.
Technisch sind diese Dicken aber nicht mit einem Kaltwalzverfahren herstellbar.
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