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Eingelaufenes Pleuellager - selber Schleifen?

Hier findet man Hilfe in Sachen Landtechnik.
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Re: Eingelaufenes Pleuellager - selber Schleifen?

Beitragvon abu_Moritz » Di Jul 24, 2012 7:47

Djup-i-sverige hat geschrieben:Hmm, das mit dem Ablagern kenne ich bei 15W40 Mineralöl, nur ob es wirklich an Stellen ist, die dafür vorgesehen, wage ich zu bezweifeln...

Also Mineralöl kommt bei mir in keinen Motor, da würde ich eher den Aufwand treiben und eine "moderne" Filterpatrone nachzurüsten....


Also an meinen HATZ Motoren sammelt sich immer viel Ölschlamm unten da wo es sein soll, echt krass was da so immer raus kommt...
ich verwende immer 15W40 Mineralöl, Motoren die im Winter laufen müssen bekommen 10W40
Gruß Jo


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wir sind ganz normale Menschen, haben nur ein paar mehr Kettensägen...
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Re: Eingelaufenes Pleuellager - selber Schleifen?

Beitragvon Fadinger » Di Jul 24, 2012 9:25

Hallo!
Djup-i-sverige hat geschrieben:Hmm, das mit dem Ablagern kenne ich bei 15W40 Mineralöl, nur ob es wirklich an Stellen ist, die dafür vorgesehen, wage ich zu bezweifeln...
(Ford (Auto)Motoren alte Bauart mit untenliegender Nockenwelle, mit 15W40 Mineralöl ("Gute Marke") nach 60tkm neuer Motor, nach weiteren 30tkm Ölschlamm im Ventildeckel das man kaum Öl einfüllen kann(Auch einige Andere mit nach 40-50tkm -Ventildeckel sauber angefüllt.).

Das sind aber definitiv "andere" Ablagerungen. Die kommen entweder von einer kaputten Kopfdichtung oder von extremen Kurzstreckenbetrieb.
Hier geht es jedoch um den Schmutz (Abrieb, Ruß, ...) der sich zB. in der Schale unter dem Spaltfilter sammeln soll, von legierten Öl aber in der Schwebe gehalten wird.

Die Lagerschleifaktion sehe ich übrigens gar nicht so eng. Ich habe nämlich so etwas ähnliches auch mal gemacht, allerdings mit weitaus "kriminellerer" Vorgehensweise ... :wink:
Einzylinder-Diesel, Pleuellager gefressen, Lagerschalen Fetzen, Kurbelzapfen entsprechender Zustand ...
Aus der Schmierbohrung vom Ölzuführungsring zum Kurbelzapfen ein Holzstückchen rausgeholt = Ursache geklärt.
-> Kurbelzapfen mit Schleifpapier und Augenmaß aufgearbeitet, gebrauchte Lagerschalen genommen, diese ebenso mit Schleifpapier und Augenmaß, sowie durch Abschleifen der Pleuellagerbrücke (!!!) "angepaßt" ... :mrgreen:
Erster Testlauf ging in die Hose. Nach zwei Minuten rauchte es aus der Kubelgehäuseentlüftung, weil das Lager wohl zu stramm "eingestellt" war und heißgelaufen ist -> natürlich sofort abgestellt.
Diesmal hatte das Lager noch nicht gefressen, also mit Schleifpapier "um´s Gespür" mehr Lagerluft gegeben ... :=
Der zweite Testlauf war erfolgreich, das war vor zwanzig Jahren ... :klee:
Seit dem läuft der Motor, auch heute noch ... :prost:

Gruß F
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Re: Eingelaufenes Pleuellager - selber Schleifen?

Beitragvon helovi » Di Jul 24, 2012 11:16

Hab gestern noch nen guten Tip bekommen von einem Schrauber erhalten, der ein eingelaufenes Pleuellager per Hand nachgeschliffen hat. Und sein Traktor läuft auch wieder seit längerer Zeit im täglichen Betrieb.

Um zu verhindern, dass der Pleuelzapfen mittels manuellen Nachschleifen mit Schmiergelleinen zum "Ei" wird, hat er hat im Nachgang ein altes Pleuel mit alten noch brauchbaren Lagerschalen genommen, Schleifpaste aufgetragen, Pleuel zusammengeschraubt und dann das Peuel auf dem Zapfen ständig hin- und herbewegt. Dann Saubermachen, Nachmessen und die ganze Sache nochmals von vorne bis es passt. Ist zwar mühevolle Handarbeit, die lange dauert - aber könnte funktionieren.
Hört sich doch ganz interessant an. Und ich glaube damit kann man wenn man einigermaßen eine brauchbare Rundung herbekommen, wenn der Schaden nicht zu groß war. :mrgreen: Werde es zumindest mal probieren.

Hoffentlich werde ich nicht gleich wieder von den Kritikern gesteinigt :prost:

MfG helovi
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Re: Eingelaufenes Pleuellager - selber Schleifen?

Beitragvon 610D » Di Jul 24, 2012 12:46

Hallo,
Versuch mit altem Pleuel und Schleifpaste ist ein Versuch wert. Könnte das Rundheitsproblem verhindern. Siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Gleichdick
Schleifpaste aber später vollständig entfernen, auch aus der Ölbohrung. Sonst ist der nächste Lagerschaden vorprogrammiert.

mfG Herbert
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Re: Eingelaufenes Pleuellager - selber Schleifen?

Beitragvon SAME Drago » Di Jul 24, 2012 20:40

hallo
zum ausbau der KW würde ich den Motor ausbauen und das Ding komplett zerlegen. der hürlimann ist nicht direkt mit dem Same vergleichbar.
mit dem weglassen der Messungen hast du natürlich einen wertvollen Vorteil aus der Hand gegeben. Das Spiel auf der KW macht sich im Kompressionsbild bemerkbar und Höhe und Gleichmäsigkeit des Öldrucks wären sehr interessant gewesen aber wenn die Öldruckkontrolle leuchtet ...?
Die welle schleifen beim 6-zylinder kostet ca. bei nur pleullager geschliffen ca. 400 bei pleul- und hauptlager geschliffen ca. 800. dazu übermaßlagerschalen, anlaufscheiben, wedi vorne und hinten und beten dass das pleul noch zu gebrauchen ist ansonsten ein gebrauchtes suchen.
bei der ölpumpe wird es schwierig. Lagerschalen durch zuwenig Öldruck oder zuwenig Öldruck durch Lagerschaden?? also Ölpumpe ausbauen und durchmessen. alle anderen teile (kupplungscheibe, kupplungsflansch, kupplungsautomat, ausdrücklager, kolben, kolbenringe, Zylinder, kipphebelbuchsen, ventile und einspritzdüsen) druchmesssen und überprüfen und wenn nötig auf die lange bank schreiben.
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Re: Eingelaufenes Pleuellager - selber Schleifen?

Beitragvon helovi » Di Jul 24, 2012 21:13

Hallo,

hab angefangen den Motor auszubauen. Habe heute festgestellt, dass es nämlich nicht nur das erste Pleuellager erwischt hat, wie ich zuerst meinte, sondern das erste Hauptlager. Und das kann man im eingebauten Zustand nicht bearbeiten.

Werden beim Kurbelwelleschleifen eigentlich immer alle Zapfen nachgeschliffen und übermaßschalen verbaut oder werden nur die eingelaufenen Zapfen bearbeitet?
Habe gehört, dass die Ölpumpe auch nen Riss haben kann. Wie soll man sich dass dann vorstellen?

Also wird es wohl die kostspieligere Variante - dann fällt Weihnachten heuer aus. :mrgreen:

MfG
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Re: Eingelaufenes Pleuellager - selber Schleifen?

Beitragvon helovi » Fr Jul 27, 2012 20:51

Hallo,

wollte ein kurzes Update zu meinem Hürlimann Motor geben.

Die Ursache für den fehlenden Öldruck habe ich jetzt gefunden. Die Ölpumpe war mehrmals gebrochen, deshalb hat er auch keinen Öldruck mehr aufgebaut. Ich denke es ist ein schleichendes Problem. D.h. ist die Pumpe einmal gebrochen, dann sinkt zwar der Öldruck, aber wenn sonst keine Probleme am Motor sind, z.B. Lagerverschleiß, dann reicht er noch. Bei mehreren Brüchen fällt dann der Öldruck irgendwann zusammen, da das Öl durch die Risse entweichen kann.

MfG
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Re: Eingelaufenes Pleuellager - selber Schleifen?

Beitragvon Honk81 » Sa Jul 28, 2012 14:09

Das zeigt sich dann doch aber an der Öldruckkontrollleuchte oder nicht?
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Re: Eingelaufenes Pleuellager - selber Schleifen?

Beitragvon Zog88 » Sa Jul 28, 2012 19:42

Bei meinem Steyr 4 Zylinder waren die beiden mittleren Hubzapfen angerieben (nicht verrieben).
Der Grund war ein defektes Überstromvenil, das hat einen Teil des Öldrucks gleich wieder abgelassen. Am Öldruckschalter ist gerade noch genug angekommen das er nicht angezeigt hat, jedoch haben wie oben beschrieben die Teile am längsten Schmierwege gelitten.

Soweit ich meinem Motorinstandsetzer verstanden habe sollten immer alle Hubzapfen bzw Hauptlager nachgearbeitet werden damit die Kurbelwelle rund läuft. Wenn du nur ein Haputlager nacharbeitest kann es sein das die Kurbelwelle nicht mehr auf allen rund läuft und sich im Lager sozusagen hin und her windet.

Auch wenn der Traktor nicht viel läuft würde ich in eine passende Instandsetzung investieren. Man muss ja nicht gleich das Komplett-Luxusprogramm nehmen so wie ich für meinen Steyr. Kolbenschmidt Buchsen (außen verchromt), Kolben mit Bodenkühlung, KW schleifen, Nockenwelle schleifen, Köpfe überarbeiten mit allen Teilen neu, Rumpf Block alles planen, ESP überholen.
Allerdings hab ich jedes mal ein Lachen im Gesicht wenn ich den Motor anlasse.
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