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Eingelaufenes Pleuellager - selber Schleifen?

Hier findet man Hilfe in Sachen Landtechnik.
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24 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Eingelaufenes Pleuellager - selber Schleifen?

Beitragvon helovi » So Jul 22, 2012 19:38

Hallo Schrauber,
ich habe ein Problem mit der Kurbelwelle meines Hürlimann.
Das erste Pleuellager ist auf der Kurbelwelle eingelaufen. Ich habe mal probiert es mit einem Korundschmiergelleinen wieder plan zu schleifen. Schaut soweit ganz gut aus - Fläche ist glatt und recht unrund ist der Zapfen auch nicht, soweit ich es messen konnte. Allerdings ist der Kurbelwellendurchmesser jetzt 0,2 mm geringer. Es gibt für den Traktor Untermaßlagerschalen mit 0,25 mm, so dass diese mit ein wenig nacharbeiten passen könnten.
Jetzt meine Frage. Hat schon jemand die Kurbelwelle mittels Schmirgelleinen, etc. nachgearbeitet? Wie ist es mit der Härte der Kurbelwelle - machen da 0,2 mm etwas aus?
Grund für diese "Bastelarbeit" ist, dass ich den Schlepper nicht täglich benötige, sondern nur gelegentlich für Holzarbeiten. Und ein Ausbau der Kurbelwelle zieht ja diverse weitere Arbeiten und Kosten mit sich, z.B. ggf. Kolbenbuchsen erneuern .... - da bin ich mit den Ersatzteilen gleich paar tausend Euro los.
Deshalb habe ich mir diesen Schritt überlegt.
Wie ist euere Erfahrung aus der Praxis - könnte es funktionieren oder ratet ihr davon ab.
Hat ev. jemand eine Werkstatthandbuch für eine Hürlimann H470 - bekommt man anscheinend recht selten?

Vielen Dank

MfG
helovi
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Re: Eingelaufenes Pleuellager - selber Schleifen?

Beitragvon 2810 » So Jul 22, 2012 21:46

Habe dieses Nacharbeiten vor vielen Jahren mal bei einem alten Lanz beobachtet. Das saß der Besitzer unterm Lanz und hat geschmirgelt.
Was war die Ursache des Schadens ? Ölmangel ?
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Re: Eingelaufenes Pleuellager - selber Schleifen?

Beitragvon helovi » So Jul 22, 2012 23:40

Hallo,
der Öldruck war zu wenig. Bzgl. der Ursache bin ich noch auf der Suche. Wahrscheinlich kam zusätzlich dazu dass das verwendete Motoröl beim letzten Ölwechsel zu dünn war (10W40). Bei der letzten Holzarbeit stand der Traktor lange Zeit am Hang während er lief. Dass hat ihm vielleicht den Rest gegeben. Aber ich vermute mal dass zu dünnes Öl bei dem vorhandenen altersbedingten Verschleiss die Ursache war. Die Ölpumpe werde ich auch noch ausbauen und mir anschauen, glaube aber nicht dass die zu wenig liefert.


Ist der Lanz danach wieder gelaufen oder trat das Problem wieder auf?

MfG Helovi
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Re: Eingelaufenes Pleuellager - selber Schleifen?

Beitragvon 2810 » Mo Jul 23, 2012 11:05

Der Lanz lief hinterher wieder .
Es ist jedoch für mich schwierig in der Technik von einem robusten Lanz auf einen modernen Dieselmotor zu übertragen.
Kurbelzapfen hast gemessen , womit ?
Ich glaube die Motoreninstandsetzer arbeiten im Tausndstel bereich , wegen Rundheit :?:

Oftmals ist die Fläche rissig , dann wollen die gar nicht mehr ran .
Das beste wäre , die Welle ausbauen und ab zum Mot.instandsetzer :shock:
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Re: Eingelaufenes Pleuellager - selber Schleifen?

Beitragvon 610D » Mo Jul 23, 2012 15:21

Hallo,
ob man die geforderte Zylindrität mit Schleifleinen zusammenbringt? Oberfläche glätten ja, aber eine eingelaufene Welle auf einer gewissen Länge wieder maßgenau rund zu bringen? Denke eher nicht.

Wie hast du den Zapfendurchmesser gemessen? Mit Meßschieber oder Mikrometer?

mfG Herbert
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Re: Eingelaufenes Pleuellager - selber Schleifen?

Beitragvon LindeH20D » Mo Jul 23, 2012 16:21

Was für ein Spinner !!!
Der glaubt seinen Scheiß doch wohl selber nicht den er da schreibt !!! :roll: :roll: :roll:
Älter als 14 15 Jahre kannst du doch nicht sein.
Mit Schmirgelleinen ne Kurbelwelle Schleifen und dann mit nen Meßschieber Messen oder wie ?
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Re: Eingelaufenes Pleuellager - selber Schleifen?

Beitragvon helovi » Mo Jul 23, 2012 19:21

Hallo Herbert,

vielen Dank für Deine Info. :)
Stimmt daran habe ich auch gedacht, denn dass ist eher dass Problem, dass der Zapfen nicht unrund werden soll. Ne plane Fläche habe ich schon einigermaßen hinbekommen. Ich bewege mich da zwischen 0,05 - 0,15 mm bei mehreren versetzten Messungen mittels Messschraube. Aber ich bin noch nicht ganz fertig. D.h. die zwei Untermaßschalen müssten langsam passen - morgen bekomme ich sie, dann weiss ich mehr ob es funktioniert. Mit der Messschraube und dem mehrmaligen versetzten Messen kann man die minimalen Differenzen schon einigermaßen herausfinden und anschließend bearbeiten. Ist halt zeitaufwendig aber es geht ja nicht um Masse sondern um Genauigkeit. Und anhand der Plastigage kann ich dann das Radialspiel messen. Werde morgen mal mit der Plastigage und den neuen Schalen Messungen in verschiedenen Winkeln der KW machen. Dann müsste ja Unterschiede feststellbar sein, wenn der Zapfen unrund ist. Bin eher noch am überlegen, wie tief die Oberflächenhärtung geht und ob die nach der Bearbeitung noch ausreichend ist. Angeblich geht die Härtung nur bis 0,25 mm. Werde mir morgen nochmal die Zeit nehmen und ein wenig nacharbeiten. :wink:

MfG Helovi

Hallo LindeH20D,
ich bin vielleicht nicht so alt, wie Du ausschaust. :lol: Aber spar Dir einfach Deine sinnlosen Kommentare, wenn Du es selbst noch nicht ausprobiert hast. Es gibt halt Dinge, die kann man probieren und machmal funktionieren sie auch. Und wenn Dir am Wochenende langweilig ist, dann nimm einfach mal ein Korundschmiergelleinen und eine gehärtete Welle, dann wirst schon sehen, dass damit was geht. Ich rede hier vom zehntel und hundertstel Bereich und nicht von Zentimeter und Durchfeilen will ich die Welle auch nicht. Und wenn es nicht funktioniert, dann muss der Motor eh raus und dann kommt es mir auf die paar Stunden wo ich rumgetüftelt habe nicht drauf an.

Aber wer der größere Spinner ist darüber sollen sich lieber andere ihre Gedanken machen, wenn sie Deine Kommentare lesen. :mrgreen:
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Re: Eingelaufenes Pleuellager - selber Schleifen?

Beitragvon SAME Drago » Mo Jul 23, 2012 19:44

ich würde es nicht so drastisch formulieren wie der linde aber zumindest stimme ich ihm zu wenn er meint dass das nichts wird.
lass die welle machen und gut ist. dann kannst du die zylinder und alles andere immer noch später machen
von Hand ist das Wahnsinn. Und ich meine nicht wahnsinnig viel Arbeit sondern Wahnsinn zu glauben dass du die gefordete Maßhaltigkeit von Hand erreichst :lol: Da kannst du die Karre auch laufen lassen und warten bis es knallt.

und normal sollte das nicht am 10W40 liegen. hat du mal den Öldruck und Kompression gemessen oder den Bock einfach mal so auf Verdacht auseinander gerissen??
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Re: Eingelaufenes Pleuellager - selber Schleifen?

Beitragvon Epxylon » Mo Jul 23, 2012 20:43

Sicherlich kann man das ganze so in Angriff nehmen, ein paar Stunden wird es halten.

Allerdings würde ich selbst wenn es nur 2 Stunden im Jahr sind den Motor ausbauen.
Bei mir würde sonst die ganze Zeit das Gefühl mitfahren das es gleich knallt.

Wir haben einen Kunden der sein Brennholz mit dem Trecker aus dem Wald holt.
Der braucht den auch nur ca. 30 Stunden im Jahr.

Der Ansaugschlauch war kaputt und dadurch hat der Motor massiv Staub gezogen.
Er wollte nur die Laufbuchsen gemacht haben damit der wieder zieht und gut anspringt.

Also auf Kundenwunsch nur die Laufbuchsen gehont und neue Kolbenringe. Der OT war schon so zerfressen das man da richtig mit dem Finger hinterhaken konnte.

Die KW hatte schon Riefen. Die wurde auch nur mit Schmirgellein überge"plant".
Dann Übermaßschalen drauf und fertig. Wir haben auch mehrmals gemessen um einen ovalen Lagersitz auzuschliessen.

Der Motor hat genau 4 Stunden gehalten, dann hat er wieder angefangen zu klappern.

Ende vom Lied war das der ganze Motor raus musste. Der Motoreninstandsetzer musste Lagerschalen anfertigen um das Maß auszugleichen da die Kurbelwelle komplett ruiniert war.
Denn wir hatten schon die letzte Übermaßstufe eingebaut.

Hätte man es beim erstem mal gleich richtig gemacht hätte er nur die Hälfte gezahlt.


Ich glaube wie mein Vorredner schon sagt auch nicht daran das es an dem 10W40 Öl liegt.
Um dadurch einen Motorschaden zu verursachen hätte der vorher mit 80W90 laufen müssen.

Wichtig ist bei solchen Schäden das man erst prüft und dann zerlegt.
Die paar Anlasserumdrehungen um die Kompression zu messen machen dem Motor dann auch nichts mehr aus.
Und wenn er noch lief hätte man mal den Schmierdruck messen können.
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Re: Eingelaufenes Pleuellager - selber Schleifen?

Beitragvon helovi » Mo Jul 23, 2012 22:29

Hallo Epxylon und Same Drago,
vielen Dank für Eure Beiträge. Solche Erfahrungen bringen einen weiter und nicht nur billige Kraftsprüche. :wink:
Den Öldruck und die Kompression hatte ich nicht mehr gemessen, weil ich nicht noch mehr kaputt machen wollte. Allerdings hat die Ölkontrolllampe aufgeleuchtet, d.h. da war der Öldruck schon im Keller. Und der Öldruckschalter ist i.O.
Kann man die KW ausbauen, wenn ich lediglich das Getriebe abflansche und hinteren Teil des Traktors zurückschiebe oder muss der vordere Teil auch noch weg.
Genau deshalb geht es mir ja auch. Wenn ich richtig anfange, dann kann ich alles auswechseln wenn ich den Motor schon mal rausheben muss.
Ihr sprecht die Kompression an. Hat aber nicht direkt damit zu tun - oder ? Sondern deshalb dass wenn der auch noch miserabel ist, dann kann man gleich Kolben und Buchsen machen. Oder ist da sonst ein Zusammenhang zwischen Kompression und Öldruck?
Mir ist halt aufgefallen, dass das Problem mit dem Umstieg auf 10W40 losging. In Foren liest man immer, dass man bei alten Traktoren lieber SAE 30 oder 20W20 nehmen soll, da dadurch der Schmierfilm nicht so leicht abreisst, wenn das Lagerspiel verschleißbedingt größer ist. Diese sind von der Viskosität bei höheren Temperaturen etwas höher.
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Re: Eingelaufenes Pleuellager - selber Schleifen?

Beitragvon Djup-i-sverige » Di Jul 24, 2012 6:25

dass das Problem mit dem Umstieg auf 10W40 losging. In Foren liest man immer, dass man bei alten Traktoren lieber SAE 30 oder 20W20 nehmen soll, da dadurch der Schmierfilm nicht so leicht abreisst, wenn das Lagerspiel verschleißbedingt größer ist. Diese sind von der Viskosität bei höheren Temperaturen etwas höher.


Woher nur diese Urban Legends kommen...

Orientiere dich einfach an den Zahlen, die geben an in welchen Bereich die Schmierung gewährleitet ist, vom Öl aus...
Und was sagen uns Die? das ein 10W-40 eben in einem weitaus weiterem Temperaturbereich "richtig" schmiert als ein 20W20. (Auch weitaus temperaturstabiler ist).
Aber wie die Vorschreiber geschrieben haben, du kannst auch 80/90er Getriebeöl,oder besser noch gleich mit der Fettpresse ran. :mrgreen:
Nein neue Öle können von den Temperaturen/Schmierfähigkeit her weitaus mehr, als die alte Plörre.Einzig, sie sind nicht so verschleißtolerant, also man kann mit ihnen nicht einen toten Motor "schminken", und bei richtig alten Motoren mit höheren Montagetoleranzen kann es Probleme mit dem Öldruck geben (aber auch eher bei 0WXX oder 5WXX), und nicht der Schmierfilm reißt (aufgrund der Qualität des Öl´s) ab, sondern wenn die Fördermenge der Ölpumpe schon bei den ersten 2 Schmierstellen flöten geht, wirds dahinter sehr trocken :wink: .
Vor allem bei nem Gelegenheitstraktor der oft nur mal kurz angelassen wird, ist ein Mehrbereichsöl mMn. deutlich besser geeignet, da es eim kalten Zustand etwas dünnflüssiger ist, und so schneller die Schmierung aller Komponenten im (intakten) Motor sicherstellt.Gleichzeitig ist aber dann auch z.B. beim Mähen bei 35°C temperaturstabil genug, um die Schmierung zu gewährleisten.
Einzig, die alten Abdichtungen können etwas mehr durchschwitzen mit 10W40....
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Re: Eingelaufenes Pleuellager - selber Schleifen?

Beitragvon abu_Moritz » Di Jul 24, 2012 7:10

SAME Drago hat geschrieben:...von Hand ist das Wahnsinn. Und ich meine nicht wahnsinnig viel Arbeit sondern Wahnsinn zu glauben dass du die gefordete Maßhaltigkeit von Hand erreichst :lol: Da kannst du die Karre auch laufen lassen und warten bis es knallt.



wenn so schlimm wäre mit der Maßhaltigkeit dürften die billigen Chinamotoren gar nicht laufen,
ok, tun sie auch manchmal nicht so sehr lange ....
Gruß Jo


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Re: Eingelaufenes Pleuellager - selber Schleifen?

Beitragvon dieterpapa » Di Jul 24, 2012 7:19

Erst mal zu der technischen Vorgehensweise...das kann nicht klappen. Aber ich lasse mich gerne eines besseren belehren.

Zum Öl:
Ich weiß jetzt nicht, wie der Hürlimann Motor aufgebaut ist. Motoren älterer Bauart sind zum Teil auf unlegierte Einbereichsöle ausgelegt. Das bedeutet, das Schmutz nicht in der Schwebe gehalten wird, sondern sich an dafür vorgesehenen Orten absetzen soll. Dies Stellen im Ölkreislauf müssen von Zeit zu Zeit gereinigt werden. Der Motor hat dann keine ausreichende Filtrierung.

Moderne Mehrbereichsöle halten den Schmutz in der Schwebe, da alles im Ölfilter abgelagert werden soll. Bei Einsatz moderner Öle in einem alten Motor können die in Schwebe gehaltenen Partikel nun Ölohrungen verstopfen und dann kann es zu Schäden am Motor kommen.

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Re: Eingelaufenes Pleuellager - selber Schleifen?

Beitragvon fendt schrauber » Di Jul 24, 2012 7:22

auch in China werden die ihre Kurbelwellen nicht mit der Hand zurechtschleifen, sondern das ganze maschinell machen. Die Idee mit den Schmirgelleinen halte ich auch nicht für zielführend , damit kommt höchstens irgend ne Eiförmige Kontur raus, aber keinesfalls eine Fläche wie sie für eine Gleitlagerung notwendig ist. Wenn sowas mit der Schleifmaschine geschliffen wird liegen die Abweichung bei der Rundheit im 1/1000 Bereich, so genau geht deine Bügelmessschraube gar nicht. Mal abgesehen davon kannst du mit der Bügelmessschraube eh keine Rundheit messen ;)

Grüße aus Mittelfranken
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Re: Eingelaufenes Pleuellager - selber Schleifen?

Beitragvon Djup-i-sverige » Di Jul 24, 2012 7:35

Zum Öl:
Ich weiß jetzt nicht, wie der Hürlimann Motor aufgebaut ist. Motoren älterer Bauart sind zum Teil auf unlegierte Einbereichsöle ausgelegt. Das bedeutet, das Schmutz nicht in der Schwebe gehalten wird, sondern sich an dafür vorgesehenen Orten absetzen soll. Dies Stellen im Ölkreislauf müssen von Zeit zu Zeit gereinigt werden. Der Motor hat dann keine ausreichende Filtrierung.

Moderne Mehrbereichsöle halten den Schmutz in der Schwebe, da alles im Ölfilter abgelagert werden soll. Bei Einsatz moderner Öle in einem alten Motor können die in Schwebe gehaltenen Partikel nun Ölohrungen verstopfen und dann kann es zu Schäden am Motor kommen.


Hmm, das mit dem Ablagern kenne ich bei 15W40 Mineralöl, nur ob es wirklich an Stellen ist, die dafür vorgesehen, wage ich zu bezweifeln...
(Ford (Auto)Motoren alte Bauart mit untenliegender Nockenwelle, mit 15W40 Mineralöl ("Gute Marke") nach 60tkm neuer Motor, nach weiteren 30tkm Ölschlamm im Ventildeckel das man kaum Öl einfüllen kann(Auch einige Andere mit nach 40-50tkm -Ventildeckel sauber angefüllt.). (Ölwechselintervalle strikt eingehalten, nicht mein Auto gewesen), Vergleich, diverse gleiche Motoren 10W40 min. halbsynthetisch auch nach 100tkm innen so sauber wie neu...
Also Mineralöl kommt bei mir in keinen Motor, da würde ich eher den Aufwand treiben und eine "moderne" Filterpatrone nachzurüsten....
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