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Ende der Eigenjagd bei Einzäunung wegen PV?

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Re: Ende der Eigenjagd bei Einzäunung wegen PV?

Beitragvon Pianist » Di Mai 27, 2025 16:20

Ja, es sind tatsächlich knapp 20.000 Euro vor Steuern. Sehr gut geschätzt!

Im Falle der Realisierung der PV-Anlage wäre es etwa das Zehnfache. Der steuerliche Wert würde sich aber auch ungefähr verzehnfachen. Ich glaube allerdings nicht, dass der Energiekonzern bereit wäre, die Fläche zu einem solchen Preis zu kaufen.

Und ich muss ja auch an die nächste Generation denken. Nehmen wir mal an, in zehn Jahren leben meine Eltern nicht mehr, und mir stößt etwas zu. Dann müssten meine Partnerin und ihre Tochter sowieso diese Fläche verkaufen, weil sie ansonsten die Steuern nicht zahlen könnten. Sofern sie überhaupt jemanden finden, der das kaufen würde, und zwar zu einem Preis, bei dem am Ende noch etwas übrig bleibt.

Falls sie einen Kredit aufnehmen, um die Erbschaftssteuer zu bezahlen, und ein paar Jahre später der Energiekonzern von seinem Kündigungsrecht wegen Unwirtschaftlichkeit Gebrauch macht, sind sie ruiniert, und verlieren womöglich alles, sogar das Wohnhaus.
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Re: Ende der Eigenjagd bei Einzäunung wegen PV?

Beitragvon Südheidjer » Di Mai 27, 2025 16:35

Was wäre, wenn dein Vater die komplette Fläche quasi tauschen würde. Er gibt an das PV-Unternehmen oder wen auch immer die Fläche ab, um dort eine PV-Anlage zu betreiben und er bekommt dafür irgendwo anders z.B. 100 ha mit ordentlich Acker, Eigenjagdstatus oder sogar mehr Fläche?
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Re: Ende der Eigenjagd bei Einzäunung wegen PV?

Beitragvon Pianist » Di Mai 27, 2025 16:40

Und was sollen wir damit? Ich verstehe den Ansatz irgendwie nicht...
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Re: Ende der Eigenjagd bei Einzäunung wegen PV?

Beitragvon Südheidjer » Di Mai 27, 2025 17:08

Vermögenssicherung. Wie ihr den Besitz dann jeweils in die nächsten Generationen übertragt, solltet ihr einen kompetenten Steuerberater aus dem Land- und Forst-Sektor hinzuziehen.

Bisher scheint es für euch ja auch nur ein "'Investment" zu sein, also es hängt kein Herz dran.

Grundbesitz UND Finanzvermögen zusammen ist eine gute Absicherung. Nur auf Finanzkrams wie Wertpapiere würde ich mich nie verlassen. Da macht's dann irgendwann puff und man hat für Jahre nicht die erhofften Erträge oder es geht gar viel Vermögen flöten.
Und Grundbesitz in Form von Landeigentum läßt sich meiner Meinung nach "angenehmer verwalten" als wenn man eine Mietimmobilie an der Backe hat.
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Re: Ende der Eigenjagd bei Einzäunung wegen PV?

Beitragvon Manfred » Di Mai 27, 2025 17:13

Handelt es sich bei den Flächen um (landwirtschaftliches?) Betriebsvermögen oder um Privatvermögen?
Das hätte beim Verkauf / im Erbfall deutlich unterschiedliche steuerliche Folgen.

Ohne Beteiligung an der Projektgesellschaft wäre die PV-Fläche im Erbfall wohl als Gewerbegebiet zu 50% des ortsüblichen Preises für Gewerbeland einzustufen und würde, falls die Flächen bisher noch landwirtschaftliches Betriebsvermögen sind, zudem zu einer gewillkürten Betriebsaufgabe führen.
Da müsste dann schon erhebliches sonstiges Vermögen vorhanden sein, um die Steuerlast (Betriebsauflösung + Erbschaftssteuer) bezahlen zu können.
Und es ist fraglich, ob die Steuer durch Verkauf der Fläche zu tilgen wäre. Da ist dann ein Rechtsstreit mit dem Finanzamt absehbar.
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Re: Ende der Eigenjagd bei Einzäunung wegen PV?

Beitragvon Pianist » Di Mai 27, 2025 18:32

Also meine Eltern sind ja keine Landwirte, daher dürfte es sich wohl um Privatvermögen handelt. Beim Wald ist es anders, da ist man immer ein Forstbetrieb. Man muss die beiden Teile also getrennt betrachten.

Was die steuerliche Bewertung einer PV-Fläche angeht: ja, da scheint es mindestens zwei verschiedene Methoden zu geben. Einmal die Hälfte der nächstgelegenen Gewerbefläche, so wie Du geschrieben hast, und dann gibt es noch eine Methode, die sich am Pachtwert orientiert und mit der Restlaufzeit des Vertrages abnimmt. Allerdings hat sich das zuständige Finanzamt ja geweigert, uns mitzuteilen, wie es einen solchen Erbfall bearbeiten würde, und auf die steuerberatenden Berufe verwiesen. Allerdings haben wir bisher niemanden gefunden, der sich damit auskennt und freie Kapazitäten hat. Eine Antwort steht aber noch aus, da warten wir aber auch schon wieder mehrere Wochen.

Insgesamt finde ich auch, dass solche Flächen solider sind, als wenn man alles nur als Geldanlagen hat. Sofern nicht gerade die Russen einmarschieren...

Die steuerliche Situation ist in solchen Fällen eben sehr ungünstig. Das werden aber 99,9 Prozent der Bundesbürger nicht verstehen. Man muss ja sogar damit rechnen, dass es mal eine linke Bundesregierung gibt, und diese dann die Vermögenssteuer wieder einführt. Dann ist eh alles vorbei...

Ich brauche eben im Alter eine zuverlässige Einnahmequelle, die unabhängig von meiner Arbeitskraft ist. Das, was ich bisher so gespart und angelegt habe, wird schon für Abriss und Neubau des Hauses meiner Eltern draufgehen. Das ist vor rund 100 Jahren ziemlich dahingestümpert worden und nicht zukunftsfähig. Und ob man das dann vernünftig vermieten kann, ist auch mehr als fraglich, weil dafür der Schwerverkehr vor der Tür zu unangenehm ist (Hauptein- und Ausfallstraße mit Gewerbegebiet in der Nähe, immer Abgase im Garten).
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Re: Ende der Eigenjagd bei Einzäunung wegen PV?

Beitragvon Südheidjer » Di Mai 27, 2025 19:21

Pianist hat geschrieben:Ich brauche eben im Alter eine zuverlässige Einnahmequelle, die unabhängig von meiner Arbeitskraft ist.

Das brauchen wir alle. ;-)

Pianist hat geschrieben:Das, was ich bisher so gespart und angelegt habe, wird schon für Abriss und Neubau des Hauses meiner Eltern draufgehen. Das ist vor rund 100 Jahren ziemlich dahingestümpert worden und nicht zukunftsfähig. Und ob man das dann vernünftig vermieten kann, ist auch mehr als fraglich, weil dafür der Schwerverkehr vor der Tür zu unangenehm ist (Hauptein- und Ausfallstraße mit Gewerbegebiet in der Nähe, immer Abgase im Garten).

Wieso Neubau? Abriss kann ich noch verstehen, aber ich würde eher versuchen, das alte Haus solange zu vermieten, wie man es vermietet bekommt und möglichst KEIN Geld reinstecken.
So wie ich das verstanden habe, steht dein Haus auf dem gleichen Grundstück. Notfalls läßt du das alte Haus abreißen und hast dafür ein großes Grundstück.
Weißt du, wohin es die Tochter deiner Freundin irgendwann zieht? Schwupps ist sie weit weg aus Berlin und du verkaufst das Grundstück mit deinem Haus drauf und ziehst in eine ordentliche betreute Wohnanlage für Senioren, so schön mit Barrierefreiheit und Fahrstuhl. Ab einem gewissen Alter kann und will man sich manchmal auch nicht mehr um ein Haus kümmern wollen. So beobachte ich das wenigstens bei einigen Senioren in meinem Umfeld.
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Re: Ende der Eigenjagd bei Einzäunung wegen PV?

Beitragvon Manfred » Di Mai 27, 2025 20:00

Pianist hat geschrieben:Also meine Eltern sind ja keine Landwirte, daher dürfte es sich wohl um Privatvermögen handelt.


Wenn du nicht eindeutig belegen kannst, dass es sich um Privatvermögen handelt,
wird es das Finanzamt als Betriebsvermögen werten.
Da ist kompetente steuerliche Beratung dringend zu empfehlen.
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Re: Ende der Eigenjagd bei Einzäunung wegen PV?

Beitragvon Pianist » Mi Mai 28, 2025 7:03

Südheidjer hat geschrieben:Wieso Neubau? Abriss kann ich noch verstehen, aber ich würde eher versuchen, das alte Haus solange zu vermieten, wie man es vermietet bekommt und möglichst KEIN Geld reinstecken.
So wie ich das verstanden habe, steht dein Haus auf dem gleichen Grundstück. Notfalls läßt du das alte Haus abreißen und hast dafür ein großes Grundstück.
Weißt du, wohin es die Tochter deiner Freundin irgendwann zieht? Schwupps ist sie weit weg aus Berlin und du verkaufst das Grundstück mit deinem Haus drauf und ziehst in eine ordentliche betreute Wohnanlage für Senioren, so schön mit Barrierefreiheit und Fahrstuhl. Ab einem gewissen Alter kann und will man sich manchmal auch nicht mehr um ein Haus kümmern wollen. So beobachte ich das wenigstens bei einigen Senioren in meinem Umfeld.


Also erst mal leben ja meine Eltern noch, und ich hoffe, dass das noch eine Weile so bleibt. Zweitens bin ich erst Anfang 50 und hatte eigentlich vor, durchaus noch 20 Jahre meine Tätigkeit auszuführen, sofern ich weiterhin gute Aufträge bekomme. Die Dame meines Herzens ist etwas jünger als ich und hat auch noch etwa 20 Berufsjahre vor sich. Das Grundstück ist viel zu groß und verursacht viel zu viel Arbeit, außerdem verschlechtert sich das soziale Umfeld rapide, wir liegen in Berlin zwischen einem Dorfkern und einer Großsiedlung. Daher kann es sein, dass wir zum Zeitpunkt X auch eine völlig andere Lösung suchen. Auch dafür bräuchten wir relativ viel Geld, zumindest übergangsweise.

Ob man zum Schluss dann einen Großteil in Indexfonds steckt, einen kleineren Teil in Bundesanleihen und vielleicht sogar einen Teil in neu zu erwerbende landwirtschaftliche Nutzfläche, um diese dann an einen örtlichen Betrieb zu verpachten, das muss man sich dann zu gegebener Zeit überlegen. Die Fläche, um die es derzeit geht, hat nur 28 bis 29 Bodenpunkte, und für den derzeitigen Pächter bricht keine Welt zusammen, wenn er diese 50 Hektar nicht mehr bewirtschaften kann. Ob man irgendwo in einer besseren Gegend (Magdeburger Börde) 50 Hektar zu einem akzeptablen Preis kaufen kann, wage ich eher zu bezweifeln. Derzeit wird alles von Niederländern aufgekauft, die offenbar schon für die Zeit nach ihrer Überflutung vorsorgen wollen.

Am Ende (so ungefähr in zehn Jahren) sollte aus meiner Sicht folgendes Ergebnis stehen: ein kleineres neu gebautes modernes Haus auf einem kleineren Grundstück, barrierefrei und energetisch weitgehend autark, und die Restkohle sollte so investiert sein, dass man daraus ein festes Jahresbudget an Einnahmen erzielt, welches unabhängig von der eigenen Arbeitskraft ist. Wenn ich dann weiterhin gute Aufträge habe, um so besser, aber das kann man ja nie wissen.

Manfred hat geschrieben:Wenn du nicht eindeutig belegen kannst, dass es sich um Privatvermögen handelt,
wird es das Finanzamt als Betriebsvermögen werten.
Da ist kompetente steuerliche Beratung dringend zu empfehlen.


Bisher haben wir niemanden gefunden. Die Vorbehalte meines Vaters gegen rechts- und steuerberatende Berufe sind auch sehr groß, weil er davon ausgeht, sowieso nicht korrekt und vollständig beraten zu werden, weil er vielleicht irgendwelche bestimmten Fragen nicht gestellt hat. Und er ärgert sich wahnsinnig über die hohen Rechnungen, die die schreiben.

Die Ackerfläche ist jedenfalls kein Betriebsvermögen, denn meine Eltern sind ja keine Landwirte. Die 25 Hektar Wald sind Betriebsvermögen, da sind meine Eltern eindeutig Forstbetrieb, auch wenn sie nicht selbst im Wald arbeiten. Würde ich übrigens auch nicht, da wäre mir das Unfallrisiko viel zu hoch. Wald ist was für Profis.

Hier kam zwischendurch die Frage auf, ob da ein Herz dran hängt. Also: das meiner Mutter am wenigsten, sie hat da keinerlei persönlichen Bezug zu und wäre mir der Verwaltung auch komplett überfordert. Mein Vater kennt das alte Anwesen aus seiner Kindheit, als er mit seinen Eltern gelegentlich dort war. Das wurde dann in den 50er Jahren von Dorfbewohnern abgetragen und in Form neuer Häuser und Scheunen woanders wieder aufgebaut. Nach der Wende erfolgte die Rückübertragung. Seitdem ist die Fläche an die LPG-Nachfolgegenossenschaft verpachtet, für einen moderaten Preis. Ich würde mal sagen: die emotionale Bindung meines Vaters ist nach wie vor hoch, und auch ich würde eher sagen, dass es gut ist, eine solche Fläche zu haben, als sie nicht zu haben.

Problem dabei: die Pachteinnahme ist mit knapp 20.000 EUR vor Steuern so gering, dass sie in meiner Altersversorgung keine nennenswerte Rolle spielen kann. Der Wald wird in den nächsten Jahrzehnten kaum etwas abwerfen, der muss erst mal zum Mischwald umgebaut werden. Wir reden da über eine der trockendsten Gegenden in Deutschland. Ich sehe eher das Risiko, dass ich mir irgendwann ein Zelt kaufen muss, um dort Brandwache zu halten...

Also es ist alles schwierig. Mir ist schon bewusst, dass ich da auf einigen Werten sitze, aber das bedeutet eben auch viel Verantwortung und viel Risiko. Sofern das alles beherrschbar ist, habe ich nichts gegen Verantwortung und Risiko, aber man ist eben komplett von politischen Rahmenbedingungen abhängig, bei denen man nicht weiß, wie sie sich in den kommenden Jahrzehnten verändern.
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Re: Ende der Eigenjagd bei Einzäunung wegen PV?

Beitragvon Manfred » Mi Mai 28, 2025 7:22

Pianist hat geschrieben:Mir ist schon bewusst, dass ich da auf einigen Werten sitze, aber das bedeutet eben auch viel Verantwortung und viel Risiko.


Genau deshalb ist die Unterscheidung zwischen Privat- und Betriebsvermögen so wichtig.
Die Frage wäre, wie die Flächen ins Eigentum gekommen sind und wie sie über den gesamten Zeitraum im Eigentum hinweg behandelt wurden.

Privatvermögen sind die Flächen in erster Näherung nur, wenn sie entweder als Privatvermögen gekauft und nie selbst bewirtschaftet wurden oder wenn sie per Entnahme- oder Betriebsaufgabeerklärung mit entsprechender Besteuerung aus dem Betriebs- in das Privatvermögen übernommen wurden.
Und diese Vorgänge müssen durch die entsprechenden Verträge und Erklärungen belegbar sein.

Wenn die Flächen ererbt sind, aus einem irgendwann durch die Erblasser selbst bewirtschafteten Betrieb oder keine entsprechenden Belege vorhanden sind, wird das Finanzamt von Betriebsvermögen ausgehen.

Und das hab im Verkaufsfall je nach Erlös und früherem Kaufpreis erhebliche steuerliche Folgen.
Flächen im Privatvermögen kannst du nach Ablauf der Spekulationsfrist steuerfrei verkaufen.
Bei Flächen im Betriebsvermögen wird eine evtl. vorhandenen Stille Reserve (in Höhe der Differenz vom Verkaufspreis zum Buchwert) aufgedeckt und muss als Einkommen verteuert werden.

Der Status der Flächen sollte also geklärt und die entsprechenden Belege gut aufbewahrt werden.
Auch im Erb- oder Übergabefalle sollte das gut dokumentiert werden.

Betriebsvermögen hat umgekehrt den Vorteil, dass es im Erbfalls steuerlich begünstigt wird und so evtl. keine oder nur wenig Erbschaftsteuer anfällt, wenn die Erben vor einem möglichen Verkauf die Mindesthaltefrist einhalten.

Werden diese Aspekte nicht sorgsam beachtet, ist besonders bei Flächen, die seit dem Kauf einen deutlichen Wertzuwachs erfahren haben, schnell der Fiskus der lachende Dritte und ein guter Teil des Familienvermögens dahin.
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Re: Ende der Eigenjagd bei Einzäunung wegen PV?

Beitragvon Pianist » Mi Mai 28, 2025 7:39

Also um es mal ganz genau zu sagen: Die Flächen wurden zuletzt in den 40er Jahren vom Großvater meines Vaters bewirtschaftet und dann nach dem Krieg enteignet. Nach der Deutschen Einheit kam dann die Rückübertragung. Mein Vater hatte zwei Miterben, die weit weg leben, und ihm ihre Anteile vor etwa zehn Jahren verkauft haben. Erfreulicherweise fällt in solchen Fällen keine Grunderwerbssteuer an. Verpachtet sind die Flächen seit 1990 an die dortige Agrargenossenschaft. Um den Wald kümmert sich die Forstbetriebsgemeinschaft. Auf meine Bitte hin hat mein Vater vor einigen Jahren die Hälfte seines gesamten Besitzes (wozu auch das Grundstück gehört, auf dem mein Haus steht, und zivilrechtlich auch mein Haus) auf meine Mutter übertragen, damit es irgendwann zwei Erbfälle gibt und ich zwei Freibeträge nutzen kann.
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Re: Ende der Eigenjagd bei Einzäunung wegen PV?

Beitragvon Manfred » Mi Mai 28, 2025 8:12

Mit der Wirkung einer solchen Rückübertragung auf die Einstufung des Eigentums kenn ich mich überhaupt nicht aus.
Evtl. kann dazu ein Mitleser etwas schreiben, der damit praktische Erfahrung hat.

Meine laienhafte Vermutung ist, dass seinerzeit Betriebsvermögen enteignet wurde und daher auch Betriebsvermögen zurückgegeben wurde.
Falls entsprechend guter Kontakt besteht, könntest du die damaligen Miterben fragen, wie ihre Finanzämter den Verkauf der Anteil an deinen Vater eingestuft haben.
Der Verkauf scheint ja innerhalb einer noch bestehenden Erbengemeinschaft erfolgt zu sein, wenn er grundsteuerbefreit war.
Also wird auch in der Erbengemeinschaft keine Aufgabe des Betriebs erfolgt sein.

Der Buchwert dürfte sich dann zu 2/3 aus den Kaufpreisen für die Miteigentumsanteile und zu 1/3 nach der Alteigentumsregelung zusammensetzen.
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Re: Ende der Eigenjagd bei Einzäunung wegen PV?

Beitragvon Pianist » Do Mai 29, 2025 11:33

Die Miterben leben inzwischen nicht mehr, und zu deren Nachkommen besteht kein Kontakt. Bei der Übertragung der Hälfte auf meine Mutter war das aber kein Thema. Endgültig wissen werden wir das wohl erst, wenn konkret etwas getan wird. Und wir wissen bisher ja nicht mal, was wir tun werden.
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