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Erfahrungen mit Ackerbohnen

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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30 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Erfahrungen mit Ackerbohnen

Beitragvon Kuhfarmer » Mi Nov 25, 2015 14:33

Moin,

ich möchte nächstes Jahr zum ersten mal Ackerbohnen anbauen. Da ich noch keinerlei Erfahrungen mit dieser Kultur habe würde es mich interessieren was für Erfahrungen ihr bereits mit der Bohne gemacht hat. Welchen Reihenabstand wählt ihr, erreiche ich die nötige Saattiefe mit einer konventionellen Drillmaschine? Wie handhabt ihr die Düngung und den Pflanzenschutz? Mit welchen Sorten habt ihr gute Erfahrungen gemacht? Welche Kornfeuchte ist zur Ernte anzustreben? Zu trocken = zu hohe Verluste?
Gibt es auch Erfahrungen über den Anbau mit Stützfrüchten oder erschwert das zu sehr die Ernte?

Viele Fragen, ich bin gespannt :)
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Re: Erfahrungen mit Ackerbohnen

Beitragvon ClaasXerion » Mi Nov 25, 2015 17:40

wichtig ist erstmal dein standort, ist er tiefgründig bzw kann vie wasser speicherm, dann macht eine ackerbohne sinn. ansonsten scheidet sie aus und du solltest auf erbsen gehen. ackerbohnen brauchen keine sützfrucht. Ablagetiefe auf jedenfall 4-5 cm. pflanzenschutz vorallemvolle dröhung vor auflauf und dann abwarten, ein insektizid und einmal folicur nicht vergessen wenn die Bohnen in der Blüte sind oder kurz davor. Ernte ab 20% feuchte, geht aber auch mit geringen Verlusten bei 15-16%. Fanfare ist eine neue Sorte und kann sehr hohe Erträge erbingen. Düngung: Kali und Phosphor vor der saat in ausreichender menge sonst nichts.

was für Böden hast du denn und welche Ertragserwartung?
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Re: Erfahrungen mit Ackerbohnen

Beitragvon countryman » Mi Nov 25, 2015 20:52

100% Zustimmung und Ergänzung:
Die Chose rechnet sich eigentlich nur im Rahmen eines Fruchtfolgeprogramms (Förderung) und/oder bei Selbstverfütterung. Dann ist der Anbau recht problemlos. Zum Drillen habe ich für meine Accord einen Teilerdeckel (jeder 2. Auslass verschlossen, Abstand 25 cm). ich hänge die Zugfedern der nicht benötigten Drillschare (CX Scheibenschare) auf die Verbleibenden. So erreiche ich 4-5 cm. Mehr wäre besser, ist aber mit Drillmaschinen schwer möglich. Eine Zinkensämaschine wäre vermutlich eine gute Lösung...
Gespritzt wird im VA mit Bandur, evtl. +Stomp. Im NA ginge noch Basagran aber die Wirkung ist dann zweifelhaft. Standorte mit Distel sind auszuschließen. In Jahren mit Trockenheit zur Blüte sind Ertragsausfälle wahrscheinlich. Wenn nicht selbst verfüttert wird, vorher Verwertung abklären!
Zu trocken kommt selten vor, häufig muss man feucht ernten. Das Erntegut erwärmt sich dann schnell und massiv, unbedingt belüften! Der Mähdrusch an sich ist kein Problem.
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Re: Erfahrungen mit Ackerbohnen

Beitragvon egnaz » Mi Nov 25, 2015 22:20

Ich hatte dies Jahr auch eine kleine Fläche Bohnen. Die Fläche war im Nachhinein ungeeignet, weil der Unkrautdruck dort zu hoch war. Die Mittelwahl ist sehr beschränkt. Ich habe Bandur im VA gespritzt, was aber nicht ausreichend gegen Kamille geholfen hat.
Gesät habe ich 40 Körner/m². Der Bestand hätte ruhig noch etwas dichter sein können. Die Saattiefe habe ich mit meiner alten Fiona gut hinbekommen. Ich habe auch eng (12 cm) gesät. Ich wüsste auch keinen Vorteil bei weiten Abständen. Es sei denn man möchte hacken.
Auf einem Vorgewende ist auch noch das Saatgut knapp geworden, und da die Fläche sehr klein war, haben dann auch noch Krähe und Kaninchen den Bestand zusätzlich ausgedünnt. Auf den dünnen Rändern hat sich auch noch die schwarze Bohnenlaus ausgebreitet. Da die Fläche so klein war und ich auch etwas die Lust verloren hatte, wurde auch nicht behandelt. Die Läuse breiteten sich hauptsächlich dort aus wo es sehr dünn stand. Die Behandlung wäre auch in die Blüte gefallen und zu dem Zeitpunkt summte der ganze Bestand wie verrückt durch Bienen, Hummeln, etc .
Zur Ernte sah es dann so aus, dass der Bestand entweder dicht und gut stand oder dass fast nichts drauf stand, bis auf die Kamille.
Wenn man bedenkt, dass auf 1/3 fast nichts gestanden hat, war der Ertrag von 3 t/ha gar nicht so schlecht. Gedroschen wurde Anfang September problemlos. Die Bohnen waren nicht ganz trocken (geschätzt 17-18%), sind aber auf dem Hänger gut nachgetrocknet, ohne warm zu werden.
Gruß Eckhard
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Re: Erfahrungen mit Ackerbohnen

Beitragvon Farmer79 » Do Nov 26, 2015 8:42

Baue als Biobetrieb auch Ackerbohnen an.

Saattiefe bei mir eben so gut/weit wie möglich mit mechanischer Sämaschine. Säe auch nur jede zweite Reihe.
Striegle diese 2-3 mal, das klappt ganz gut, jedoch ist ein Spätverunkrautung nicht zu verhindern.
Ansonsten keine weiteren Massnahmen.

Ertrag war trotz der Trockenheit dieses Jahr bei ca. 30dt. Der Boden liegt zur Folgefrucht TOP da.

Dieses Jahr hatte ich den Bohnenkäfer drin - aber da kannst Du ja ein Insektizid einsetzen, also beobachten.
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Re: Erfahrungen mit Ackerbohnen

Beitragvon Kuhfarmer » Do Nov 26, 2015 8:54

Vielen Dank schonmal für eure Beiträge.

Vom Boden her ist es hier sehrunterschiedlich, von schweren 40er Tonböden bis zu leichten 90er sL ist alles vertreten, angebaut werden sollen die Bohnen eigentlich auf einem mittleren Standort (sL 55-60 BP). Ertragserwartungen ist ne gute Frage, ein Kollege hat dieses Jahr zum ersten mal Ackerbohnen angebaut und 59dt geerntet, denke das wäre fürs erste schon gut.
Die Bohnen will ich selber einlagern, schroten und mit in die Kraftfuttermischung für die Milchkühe mischen um etwas Soja zu ersetzten.
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Re: Erfahrungen mit Ackerbohnen

Beitragvon countryman » Do Nov 26, 2015 9:23

Deutz-Fan hat geschrieben: Der Boden liegt zur Folgefrucht TOP da.

Dieses Jahr hatte ich den Bohnenkäfer drin - aber da kannst Du ja ein Insektizid einsetzen, also beobachten.


Richtig, der Vorfruchtwert ist über jeden Zweifel erhaben.
Der Bohnenkäfer (runde Löcher im Erntegut) ist auch konventionell nicht wirklich zu bekämpfen. Der Zuflug erfolgt verzettelt über einen längeren Zeitraum und es werden sofort Eier in die Samen abgelegt. Da kann man nicht dagegen an spritzen. Zwar scheint manchmal der Befall im Lager noch zuzunehmen, weil sich noch adulte Käfer aus den Bohnen herausbohren. Eine Vermehrung im Lager ist aber ausgeschlossen (kein Lagerschädling). Auch ist die Verwertung der Bohnen nicht gefährdet und meist bleiben sie sogar voll keimfähig.
Von Erträgen bis 6t wurde hier in diesem Jahr auch gesprochen. Bei mir waren es über 5t und damit auch sehr in Ordnung, dafür dass ich einen suboptimalen Standort dabei hatte. Wichtiger als der Tongehalt oder die Ackerzahl ist kontinuierliche Wasserversorgung.
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Re: Erfahrungen mit Ackerbohnen

Beitragvon steel. » Do Nov 26, 2015 12:41

Kuhfarmer hat geschrieben:Moin,

ich möchte nächstes Jahr zum ersten mal Ackerbohnen anbauen.


Ich hab sie längst wieder rausgeschmissen :arrow: zu geringer Deckungsbeitrag gegenüber anderen Marktfrüchten.

Die Bohnen will ich selber einlagern, schroten und mit in die Kraftfuttermischung für die Milchkühe mischen um etwas Soja zu ersetzten.

Zurzeit sind die Eiweisspreise spottgünstig, sowohl Rapsschrot als auch Soja.
Zu diesem Börsenpreis lassen sich Kontrakte für die Zukunft abschließen. Von daher wären für mich Ackerbohnen die nächsten Jahre überhaupt kein Thema. Da müßten die Eiweisspreise schon deutlich steigen.
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Re: Erfahrungen mit Ackerbohnen

Beitragvon Claasfahrer » Do Nov 26, 2015 13:31

Die Ackerbohne muss man von mehreren Seiten betrachten. Baut man sie als Futterpflanze für die eigenen Tiere oder verkauft man es auf dem Freien Markt, bzw. wenn verkaufen dann stellt sich die Frage an wen?

Die Ackerbohne ist sehr gut wegen folgender Punkte:
1. gut zu verwenden als Futterpflanze durch den hohen Eiweissgehalt und somit eine alternative zu Soja oder Raps.
2. Sie hat eine sehr gute Bodendurchwurzelung, was das Bodengefügen und Bodenfruchtbarkeit fördert
3. Sie hat einen sehr guten Vorfruchteffekt, dass Knölchenakterien Stickstoff aus der Luft aufnehmen, im Boden einlagern und so für die nachfolgende Frucht zur Verfügung steht, was wiederum weniger Stickstoffdüngung im Jahr darauf zur folge hat (das wird bei den Deckungsbeiträgen oft vergessen) und da Reden wir nicht von 1 oder 2 Kg sondern soweit ich weiß bis zu 60kg/ha
4. es gibt Föderprogramme für eine Mehrgliedrige Fruchtfolge (Kulap)
5. Sie ist Anrechenbar für das Greening mit dem Faktor 0,7

und somit können die Eiweisspreise momentan schon im Keller sein aber wenn man das ganze im gesamten Betrachtet könnte es doch wieder Interessant werden. Im Konventionellen Ackerbau ist auch das Thema Verunkrautung nicht so schlimm, da man da ja mit der Spritze was machen kann.

Im Ökolandbau nutzt man die Ackerbohne schon Lange und das mit Erfolg. Da aber meist/immer als Gemengeanbau z.B. mit Hafer, da der wiederum durch sein schnelles Wachstum das Unkraut unterdrückt und so schon mal die erste "PSM" ist.

Bitte aber auch die Nachteile Beachten. Die Ackerbohne ist nicht mit sich selbst verträglich und man sollte auf einen Standort eine längere Anbaupause (mindestens 5 Jahre) einhalten. Das Problem ist dass der Boden sonst eine Leguminosenmüdigkeit entwickeln kann und dann geht gar nichts mehr. Deshalb auch bei den Zwischenfrüchten drauf achten was da so alles in den Mischungen drin ist.

Schöne Grüße
Claasfahrer
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Re: Erfahrungen mit Ackerbohnen

Beitragvon ClaasXerion » Do Nov 26, 2015 21:04

Also ich finde ja Ackerbohnen und Erbsen auch eine tolle Frucht, danach kann man auch sehr einfach weizen anbauen und braucht nicht viel machen aber eines ist mal ganz sicher: lohnen tut sich das monetär eher nicht!

folgendes muss man bedenken:
1. Um in die Förderprogramme einer vielfältigen Fruchtfolge zu kommen brauche ich 5 Kulturen mit je mindestens 10%. dabei habe ich 2 probleme: ich habe max. 4 Kulturen und 10% Leguminosen sind eine ganze menge!
2. Selbst wenn ich mich für 10% Leguminosen entscheiden, kann ich in einigen Bundesländern damit nicht mal mein Greening erfüllen, weil es dann nicht anerkannt wird ( Doppelförderung!) in Schlswig Holstein, ganz davon ab hat herr Habeck die Prämie sowieso drastisch gekürzt.

so nach dem mir also die Leguminosen im Antrag nur noch die hälfte der erhofften Effekte bringen nun zur Wirtschaftlichkeit:

Stoppelbearbeitung 20 euro, Grubbern 40 euro, Säen 30 euro, Saatgut 150-220 euro, Dünger ( 100kg DAP + 200 kg Kali) knapp 100 euro Herbizid 60 euro, Fungizid 20 euro, Insektizid 25 euro, Drusch 130 euro Kosten: Dann habe ich zwischen 600 und 650 Euro Kosten produziert.

Nun die Erlösseite: Erträge können zwischen den Regionen und Böden extrem schwanken, sind von Witterung stark abhängig. Ackerbohnen: 30 bis 80 dt sind möglich, der größte Teil der Betriebe schafft aber selten über 55 und im Schnitt landen sie unter 50! ( außer Westküste, Elbmarsch und andere Standorte mit 1000 mm Niedershclag) also 50 dt / ha x 20 euro habe ich genau 1000 euro, dazu den vorfruchtwert, bei dem es hufig falsch dargestellt wird: entweder ich habe den etwa den gleichen Ertrag bei N-Einsparung, oder ich habe deutliche Mehrerträge dann aber häufig keine N-Einsparung. Ich gehe mal positive von 5 dt/ ha mehr weizen aus und gleichzeitig 40 N weniger ( bei 20 euro für weizen und 70 cent / kg N kommen da nochmal 130 euro zusammmen.

Heißt: 1130 - 650 = 480 euro. SUPER ich würde sagen das geht ja noch, auch wenn ich gegenüber Rapsweizen oder Raps schon 200 bis 300 euro weniger verdiene!

Jetzt aber mit Erbsen oder schlechten Ackerbohnen:

30 dt x 18 euro ( ja Erbsen werden leider schlechter bezahlt, warum weis nur der liebe Gott!)
540 Euro Umsatz + Großzügig 160 für die Vorfrucht, wiel ich nach Erbsen eigentlich fast so eindrillen kann.

= 700 Euro Umsatz - 600 Euro Kosten.

Bei 400 euro pacht gegenüber 280 Euro Beihilfen ist das in Der Summe also eine Nullnummer.
Und mit 30 dt Erbsen habe ich nicht das schlechteste Szenario ausgemalt, eine Spätverunkrautung zieht den Bestand so in den Dreck sas auch mal ein Totalausfall zustande kommen kann!

Also die Leguminosen schön zu reden das ist wirklich schwierig, und die Ertragsunterschiede sind einfach rießig. Kenne Betriebe die haben dieses Jahr 60 dt Erbsen gedroschen, danach kommt eine Wintergerste mit 120 bis 140 Kg N Einsatz und ganz sicher 110 dt. Ja da geht die Rechnung auf!
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Re: Erfahrungen mit Ackerbohnen

Beitragvon Lorch » Do Nov 26, 2015 23:05

countryman hat geschrieben:
Deutz-Fan hat geschrieben: Der Boden liegt zur Folgefrucht TOP da.

Dieses Jahr hatte ich den Bohnenkäfer drin - aber da kannst Du ja ein Insektizid einsetzen, also beobachten.


Richtig, der Vorfruchtwert ist über jeden Zweifel erhaben.
Der Bohnenkäfer (runde Löcher im Erntegut) ist auch konventionell nicht wirklich zu bekämpfen. Der Zuflug erfolgt verzettelt über einen längeren Zeitraum und es werden sofort Eier in die Samen abgelegt. Da kann man nicht dagegen an spritzen. Zwar scheint manchmal der Befall im Lager noch zuzunehmen, weil sich noch adulte Käfer aus den Bohnen herausbohren. Eine Vermehrung im Lager ist aber ausgeschlossen (kein Lagerschädling). Auch ist die Verwertung der Bohnen nicht gefährdet und meist bleiben sie sogar voll keimfähig.
Von Erträgen bis 6t wurde hier in diesem Jahr auch gesprochen. Bei mir waren es über 5t und damit auch sehr in Ordnung, dafür dass ich einen suboptimalen Standort dabei hatte. Wichtiger als der Tongehalt oder die Ackerzahl ist kontinuierliche Wasserversorgung.

Hallo countryman,
das stimmt nicht, was du da geschrienen hast. Ackerbohnen, die von einem Bohnenkäfer angebort sind, sind nichtmehr keimfähig! Ich habe das mal mit einer Keimprobe ausprobiert. Von 20 angesetzten Bohnen ist eine Einzige aufgegangen u. die auch nur, weil der Bohnenkäfer sie nur oberflächlich angebohrt hat, scheinbar dabei gestört worden ist.

Gruß
Lorch
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Re: Erfahrungen mit Ackerbohnen

Beitragvon Farmer79 » Fr Nov 27, 2015 8:13

Lorch hat geschrieben:Hallo countryman,
das stimmt nicht, was du da geschrienen hast. Ackerbohnen, die von einem Bohnenkäfer angebort sind, sind nichtmehr keimfähig! Ich habe das mal mit einer Keimprobe ausprobiert. Von 20 angesetzten Bohnen ist eine Einzige aufgegangen u. die auch nur, weil der Bohnenkäfer sie nur oberflächlich angebohrt hat, scheinbar dabei gestört worden ist.

Gruß
Lorch


Moin, das stimmt so auch nicht. Ich habe ebenfalls von den befallenen Bohnen eine Keimprobe gemacht, und dieses waren, zu meiner Überraschung keimfähig.
Die Keimfähigkeit lag bei ca. 80%.
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Re: Erfahrungen mit Ackerbohnen

Beitragvon Farmer79 » Fr Nov 27, 2015 8:37

ClaasXerion hat geschrieben:...nun zur Wirtschaftlichkeit:
Stoppelbearbeitung 20 euro, Grubbern 40 euro, Säen 30 euro, Saatgut 150-220 euro, Dünger ( 100kg DAP + 200 kg Kali) knapp 100 euro Herbizid 60 euro, Fungizid 20 euro, Insektizid 25 euro, Drusch 130 euro Kosten: Dann habe ich zwischen 600 und 650 Euro Kosten produziert.


Wenn ich mal ähnliche Kosten ansetze wie Du, sieht es bei mir folgendermassen aus:
Stoppelbearbeitung: 25,- €
Pflügen: 80,- €
Säen: 65,- €
Saatgut (50% eigen): 100,-€
Saatgut (50% Zukauf): 200,-€
2 Striegeln: 2 x 15,-€ = 30,-€
Drusch: 130,-€
Abfahren: 10,-€
Kosten: 640,-€

Erlös: 30dt x 42,-€ = 1260,-€
Bio-Prämie: 230,-€
Einnahmen: 1490,-€

Verbleiben: 850,-€ für Pacht, Arbeitskraft, Rücklagen, FK,...
ggf. Begrünung noch mit einrechnen, dafür wurde aber der N-Lieferung zur Folgefrucht nicht berücksichtigt.

Betrachtet das mal als grobe Aufstellung... hab keine Belege raus gesucht!
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Re: Erfahrungen mit Ackerbohnen

Beitragvon Claasfahrer » Fr Nov 27, 2015 9:29

Deutz-Fan hat geschrieben:
ClaasXerion hat geschrieben:...nun zur Wirtschaftlichkeit:
Stoppelbearbeitung 20 euro, Grubbern 40 euro, Säen 30 euro, Saatgut 150-220 euro, Dünger ( 100kg DAP + 200 kg Kali) knapp 100 euro Herbizid 60 euro, Fungizid 20 euro, Insektizid 25 euro, Drusch 130 euro Kosten: Dann habe ich zwischen 600 und 650 Euro Kosten produziert.


Wenn ich mal ähnliche Kosten ansetze wie Du, sieht es bei mir folgendermassen aus:
Stoppelbearbeitung: 25,- €
Pflügen: 80,- €
Säen: 65,- €
Saatgut (50% eigen): 100,-€
Saatgut (50% Zukauf): 200,-€
2 Striegeln: 2 x 15,-€ = 30,-€
Drusch: 130,-€
Abfahren: 10,-€
Kosten: 640,-€

Erlös: 30dt x 42,-€ = 1260,-€
Bio-Prämie: 230,-€
Einnahmen: 1490,-€

Verbleiben: 850,-€ für Pacht, Arbeitskraft, Rücklagen, FK,...
ggf. Begrünung noch mit einrechnen, dafür wurde aber der N-Lieferung zur Folgefrucht nicht berücksichtigt.

Betrachtet das mal als grobe Aufstellung... hab keine Belege raus gesucht!



So würde ich das auch sehen. Im Biobereich ist es auf jeden Fall eine Frucht die man nicht vernachlässigen darf, was aber nicht heißt dass es auch für den Konventionellen Betrieb interessant ist.
Und das sind jetzt nur Sachen die man mit Zahlen belegt.
Von der Bodendurchwurzelung und den Positiven Effekt für die Bodenstruktur gibt es leider keine Zahlen.
Es bringt aber nur dann was wenn man den Boden "sauber" arbeitet in dem man z.B. den Reifendruck beachtet und nur bei trockenen Bodenverhältnissen in die Fläche fährt.
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Re: Erfahrungen mit Ackerbohnen

Beitragvon ClaasXerion » Fr Nov 27, 2015 12:07

Natürlich spielt die Ackerbohne/ Erbse ihre Vorzüge bei Bioanbau noch viel stärker aus.
Wobei die Standorte, an denen ich mit Bio Leguminosen 30 dt erreiche gezählt sein dürften, oder?

nichts desto trotz ist es tolle Kultur, und ja na klar, wenn man bei erbsen nicht viel durchfahren muss, und bei trocknen Wetter drischt, geht die Weizenaussaat nach einem einmaligen Gang mit der Kurzscheibenegge Problemlos. Um Möglichst viele postitive Effelte der leguminosen in die Folgekultur zu nehmen, sollte man sowieso die Bearbeitung auf eub Minimum reduzieren, denn ansonsten geht viel Stickstoff verloren, da er umgebaut wird.
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