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ETF/Fonds entsparen Berechnungsgrundlage Abgeltungssteuer

Ein interessanter Schwerpunkt der immer mehr an Bedeutung gewinnt und in einem Landwirtschaftsforum nicht fehlen sollte.
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36 Beiträge • Seite 2 von 3 • 1, 2, 3
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Re: ETF/Fonds entsparen Berechnungsgrundlage Abgeltungssteue

Beitragvon Oberpfälzer » Mo Jan 13, 2025 17:10

Ich komm hier auf eine kleinere Differenz bei der Rendite, Ich rechne mal mit 7% im Jahr, also Wachstumsfaktor 1,07:

Szenario 1:

Jahr 2015
1000 Euro Anlage

Jahr 2025
2000 Euro Wert

Jahr 2050
10600 Euro

Insgesamt: 9600 Euro Gewinn, davon dann 9600*0,7*0,27= 1814 Euro Steuern
Also 9600 Euro-1814 Euro= 7786 Euro Rendite



Szenario 2:

Jahr 2015
1000 Euro Anlage

Jahr 2025
2000 Euro Wert
Verkauf: 1000 Euro Gewinn
1000 Euro*0,7*0,27= 189 Euro Steuern
(Am Ende des Jahres werden also 1811 Euro wieder angelegt!)

Jahr 2050
1811 Euro*1,07^25=9829 Euro Wert
9829-1811=8018 Euro Gewinn
8018*0,7*0,27=1515 Euro Steuern
8018 Euro-1515Euro-189Euro=6314 Euro Rendite


Das wären 19% weniger Rendite als bei Szenario 1? Wo ist mein Rechen- bzw. Denkfehler
?
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Re: ETF/Fonds entsparen Berechnungsgrundlage Abgeltungssteue

Beitragvon Manfred » Mo Jan 13, 2025 17:58

Deine Rechnung haut schon hin.
Der Unterschied zu meiner ist, dass ich die nicht versteuerten 1000 Euro nicht mit einbezogen habe.
Das ist ja ein durchlaufender Posten.
Den Unterschied hast du nur im zu versteuernden Teil der Entnahme.

Bei 2000 Wert und 1000 Euro Gewinn fällt zudem beim Zwischenverkauf in Szenario 2 gar keine Steuer an, weil unterhalb des Sparerfreibetrags bleibst (außer du hättest in dem Jahr diesen durch andere Gewinne bereits aufgebraucht).
In diesem Fall würde die Entnahme Sinn machen, um Steuern zu sparen.
Wenn du nur 70% des Gewinns versteuern musst, kannst du bei 1000 Euro Sparer Freibetrag 1000/0,7 = 1.428,57 Euro Gewinn jährlich entnehmen, ohne diesen versteuern zu müssen, und wieder neu anlegen.

Diesen Freibetrag solltest du nach Möglichkeit jedes Jahr nutzen.
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Re: ETF/Fonds entsparen Berechnungsgrundlage Abgeltungssteue

Beitragvon fedorow » Mo Jan 13, 2025 18:02

Im Grunde kann man da in Zukunft nicht viel kalkulieren und nichts planen. Ich würde also nicht weit in die Zukunft planen, was Steuern auf Aktiengewinne betrifft
Hatte es heute im anderen Thread beschrieben das laut Habeck Sozialversicherungsbeiträge eingeführt werden sollen. Die Kassen sind fatze leer und geplündert. Also werden alle möglichen Abgaben steigen müssen.
Und den Kanzlerkanidat Habeck werden wir so schnell nicht los.
Bei leeren Kassen werden dann die anderen Altparteien einknicken. Haben wir bei der FDP die letzten 3 Jahre gesehen das die jeden Unfug mitgemacht haben.
Dann sind es statt 27 % mal schnell 50 % was von Gewinnen abgeht.
2025 sicher noch nicht, aber ab 2026 sollte man sowas zumindest mal einplanen

Spekulationssteuer mit den 10 Jahren bei Immobilien oder 1 Jahr bei Gold oder Kryptos sind auch schon im Gespräch das die womöglich fallen könnten.
Sowas wie Goldverbot ist dann auch nicht mehr weit.
Gab es schon öfter unter solchen Regierungen, die wir nun haben.
Wer wirklich vorsorgen will für seine Rente in der Zukunft sollte sich mal ganz langsam mit auswandern beschäftigen aus diesem Irrenhaus. Wobei das natürlich die letzte Alternative wäre.
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Re: ETF/Fonds entsparen Berechnungsgrundlage Abgeltungssteue

Beitragvon Eliass » Mo Jan 13, 2025 18:30

Der Julius schreibt wie üblich nichts Neues, seine Weltuntergangsbeiträge wiederholen sich nur. Allerdings ist diesmal auffällig, dass er seine gewohnte Antipathie gegenüber Mietwohnungen als Kapitalanlage nicht erwähnt hat. Ob das wohl auf Vergesslichkeit zurückzuführen ist, oder darauf, dass er selbst seine eigenen Ausführungen nicht mehr erträgt? :wink:
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Re: ETF/Fonds entsparen Berechnungsgrundlage Abgeltungssteue

Beitragvon Oberpfälzer » Di Jan 14, 2025 6:30

Manfred hat geschrieben:Diesen Freibetrag solltest du nach Möglichkeit jedes Jahr nutzen.


Ja das muss ich mir vorwerfen. Da hab ich über die Jahre leider ein paar Tausend Euro dem Staat geschenkt. Wird sich ab diesem Jahr ändern.

Manfred hat geschrieben:Wenn du nur 70% des Gewinns versteuern musst, kannst du bei 1000 Euro Sparer Freibetrag 1000/0,7 = 1.428,57 Euro Gewinn jährlich entnehmen, ohne diesen versteuern zu müssen, und wieder neu anlegen.


Das ist ja dann auch schon etwas. Wenn man den damaligen Einstiegspreis dazu rechnet, müsste ich dann ja pro Jahr ca. 3000 Euro steuerfrei verkaufen können. Wenn ich darüber hinaus Kohle brauche, was ich eigentlich nicht unbedingt glaube, muss ich halt die 27% Kapitalertragssteuer abdrücken.

Danke nochmal an dich speziell (und alle anderen) für die guten Tipps!
Wenn man wegen so ner Frage zu nem Spezialisten geht, wird es gleich teuer oder die wollen einem was aufschwatzen...
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Re: ETF/Fonds entsparen Berechnungsgrundlage Abgeltungssteue

Beitragvon Manfred » Di Jan 14, 2025 8:41

Der Freibetrag muss dann halt bei der Depotbank angemeldet sein, damit er entsprechend berechnet wird.
Wenn er z.B. noch bei der (falls abweichenden) Hausbank angemeldet ist,
kannst du das zwar hinterher über die Steuererklärung korrigieren, ist aber extra Aufwand.
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Re: ETF/Fonds entsparen Berechnungsgrundlage Abgeltungssteue

Beitragvon Oberpfälzer » Fr Jan 09, 2026 9:49

Oberpfälzer hat geschrieben:
Südheidjer hat geschrieben:Bzgl. der Steueroptimierung fand ich auch die bereits genannte Lösung mit dem Zweit-Depot:

https://www.finanztip.de/indexfonds-etf/etf-verkaufen/



Danke für den interessanten Link. Es ist also wirklich so, dass bei einem Teilverkauf der Anteile die ältesten zuerst aus dem Depot gehen. Auf denen ist natürlich der Gewinn und damit die Steuerlast dank der langen Laufzeit in der Regel am höchsten.
Der Staat weiß schon, wie er es machen muss...

Für mich wird auch dadurch immer klarer, dass es total Sinn macht, jetzt (bin Anfang 40) schon mit der Entnahme zu beginnen. Ich muss halt schauen, dass ich trotzdem wieder etwas zukaufen kann. Mein Plan ist also eine fortdauernde Umwälzung der Anteile von den hochsteuerbelasteten Altanteilen zu stetig nachgekauften Neuanteilen.
Falls ich wirklich alt werden sollte, würde sich da sonst zwar eine große Summe an Wert ergeben, wenn es so weiterlaufen würde wie die letzten zehn Jahre (okay ist ungewiss), die aber dann auch bei einem Verkauf eine hohe Steuerlast ergeben würde. Da nehm ich lieber jetzt jedes Jahr, wenn die Indizes jährlich weiter 7-10% steigen, eine niedrige fünfstellige Summe raus und kauf mir damit weniger Arbeitszeit (und damit mehr Lebenszeit).
Hab ich einen Denkfehler oder gibt es hier jemanden, der es ähnlich handhabt und der berichten kann, wie man aus einem niedrig sechsstelligen Depot ein bescheidenes Zusatzeinkommen erzielen kann? Klar, kann man da nicht in Rente gehen, aber wie gesagt eine kleine Reduktion der Arbeitszeit sollte möglich sein.



Mal ein kleines Update: Ich hab jetzt seit einigen Monaten tatsächlich auf 75% der Arbeitszeit reduziert. Und was soll ich sagen? I FREAKING LOVE IT!!! :mrgreen:
4 Tage Woche ist der Hammer!!!
Börsenmäßig hab ich jetzt noch bis auf die Ausschöpfung des Sparerfreibetrags noch nix gemacht. Kohle reicht soweit auch so.
Jetzt hab ich mein unangetastetes Pantoffelportfolio also weiterhin mit 70% MSCI World und 30% emerging markets ETFs.

Ich hab mir jetzt aber doch überlegt auf einen ausschüttenden Dividenden-Etf umzustellen. Den MSCI World möchte ich verkaufen und den emerging markets behalten wegen der weltweiten Ausbalancierung. Zudem das Blasenrisiko bei Big Tech...

Dabei ist mir folgender Dividenden-ETF ins Auge gefallen:

https://www.justetf.com/de/etf-profile.html?isin=NL0011683594#uebersicht

Der übersteigt von der Gesamtrendite her sogar meinen bisherigen MSCI world von Xtrackers, wenn ich das richtig sehe:

https://www.justetf.com/de/etf-profile.html?isin=IE00BJ0KDQ92

Wenn ich jetzt 150 k oder 200k in den Dividenden-ETF investiere, wären das bei 4,4% Dividendenrendite vor Steuern ca. 6600 Euro oder 8800Euro im Jahr.
Also ca. 2 Gehälter. Da hätte ich meine Arbeitszeitreduktion fast wieder drin. Und das Beste: Wenn die Wertentwicklung des ETFs so weitergeht, würde ich langfristig im Vergleich zum MSCI World nichts einbüßen.
Wie seht ihr das? Einfach mal ein paar Meinungen zum Van Eck Dividenden ETF wären interessant.
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Re: ETF/Fonds entsparen Berechnungsgrundlage Abgeltungssteue

Beitragvon schakschirak » Fr Jan 09, 2026 10:01

Oberpfälzer hat geschrieben:
Mal ein kleines Update: Ich hab jetzt seit einigen Monaten tatsächlich auf 75% der Arbeitszeit reduziert. Und was soll ich sagen? I FREAKING LOVE IT!!! :mrgreen:
4 Tage Woche ist der Hammer!!!
Börsenmäßig hab ich jetzt noch bis auf die Ausschöpfung des Sparerfreibetrags noch nix gemacht. Kohle reicht soweit auch so.
Jetzt hab ich mein Pantoffelportfolio also weiterhin mit 70% MSCI World und 30% emerging markets ETFs.

Da haben mehrere Betriebe auf die 4 Tagewoche umgestellt um Angestellte für sich zu gewinnen ? Mein Bekannter hat 2026 ebenfalls auf 4 Tagewoche umgestellt.
Der 5 und letzte Wochentag in der Woche hat ihm die meisten Steuern und Abgaben gekostet sagt er weil das Einkommen progressiv versteuert wird.
Darauf verzichtet er und tauscht das gegen Freizeit ein.
Life Work Balance nennt sich das.

Ich werde mir einige ETF zulegen. Mit einer höheren Dividenden Ausschüttung. Dann hat man Ausschüttungen und automatisch eine laufende Einnahme auf dem Konto.
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Re: ETF/Fonds entsparen Berechnungsgrundlage Abgeltungssteue

Beitragvon Oberpfälzer » Fr Jan 09, 2026 10:05

schakschirak hat geschrieben:Der 5 und letzte Wochentag in der Woche hat ihm die meisten Steuern und Abgaben gekostet sagt er weil das Einkommen progressiv versteuer wird.
Darauf verzichtet er und tauscht das gegen Freizeit ein.


Ja das stimmt. Ich hab Brutto wegen der Reduktion um 25% natürlich auch nur noch 75% des Lohns, aber netto noch etwas mehr als 75% im Vergleich zu vorher. Macht das Kraut bei einem etwas über Durchschnitt Einkommen aber auch nicht fett... Bei nem Spitzeneinkommen wäre es noch besser.

(Das gute Gefühl sich nicht mehr für den kaputten Staat aufzuarbeiten ist aber definitiv das Beste an der Sache.)
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Re: ETF/Fonds entsparen Berechnungsgrundlage Abgeltungssteue

Beitragvon schakschirak » Fr Jan 09, 2026 10:18

Oberpfälzer hat geschrieben:
schakschirak hat geschrieben:Der 5 und letzte Wochentag in der Woche hat ihm die meisten Steuern und Abgaben gekostet sagt er weil das Einkommen progressiv versteuer wird.
Darauf verzichtet er und tauscht das gegen Freizeit ein.


Ja das stimmt. Ich hab Brutto wegen der Reduktion um 25% natürlich auch nur noch 75% des Lohns, aber netto noch etwas mehr als 75% im Vergleich zu vorher. Macht das Kraut bei einem etwas über Durchschnitt Einkommen aber auch nicht fett... Bei nem Spitzeneinkommen wäre es noch besser.

(Das gute Gefühl sich nicht mehr für den kaputten Staat aufzuarbeiten ist aber definitiv das Beste an der Sache.)


Ich muss mir noch was überlegen womit ich Steuern einspare.
Vor 50 Jahren hat jeder gerne Steuern bezahlt. Damit wurde unser Land aufgebaut zu einer Wirtschaftsmacht. Heute hat man den Eindruck umso mehr die Politiker einkassieren umso mehr Dummheiten machen die mit unserem Geld. Für unsere Rentner ist nichts da. Die dürfen Abfalleimer nach Flaschen durchsuchen. Die SPD will die Erbschaftssteuer erhöhen als Antwort. Immer mehr Steuern.

Schlimm war es in Berlin bei dem Stromausfall. Die alten Opas und Omas wurden aus dem Seniorenheim in Turnhallen verfrachtet während Asylbewerber in Berlin in bezahlten 3 Sterne Hotels residiert haben. Der Bürgermeister hat Tennis gespielt. :roll:
Sowas kann man keinem Steuerzahler mehr erklären.
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Re: ETF/Fonds entsparen Berechnungsgrundlage Abgeltungssteue

Beitragvon Mr.T. » Fr Jan 09, 2026 13:15

Eure Steuerersparnis müsst ihr doch individuell auf den Einzelfall anpassen. Je nach günstiger Steuerklasse und Kinder hast doch deutlich weniger Abzüge wie ein Steuerzahler mit Steuerklasse 1.
Wer eh schon weniger Steuern und Abgaben aufs Bruttogehalt bezahlt, desto weniger kann er einsparen. Oder umgekehrt kann er deutlich mehr einsparen.
Das muss jeder selber für sich berechnen
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Re: ETF/Fonds entsparen Berechnungsgrundlage Abgeltungssteue

Beitragvon Südheidjer » Fr Jan 09, 2026 14:46

Für sowas ist der Brutto/Netto-Gehaltsrechner des Handelsblatts ganz schön:

https://www.handelsblatt.com/brutto-netto-rechner/

Lohnsteuerklasse 1 mit einem monatlichen Durchschnittsverdienst:

Brutto 4000,- Euro, netto 2605,- Euro.

3/4 Stelle davon: 3000,- Euro brutto und 2054,- Euro netto.

Also ein Tausender brutto weniger bedeutet netto rund 550,- Euro weniger. Was sehen wir: Auf dem Tausender sind 45% Abzüge.

Spart man sich einen Arbeitstag die Woche und hat einen relativ weiten Arbeitsweg, dann spart man sich dadurch viel Fahrtzeit und die inzwischen sehr teuren Fahrtkosten.
Wo ist also der Anreiz für mehr Arbeit? Ich sehe den nicht.
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Re: ETF/Fonds entsparen Berechnungsgrundlage Abgeltungssteue

Beitragvon TommyA8 » Mo Jan 12, 2026 8:53

Zum Thema Reduzieren:
Hast du dir das Thema mit den Rentenpunkte angeschaut?
Ich werde auch ab 50 reduzieren.
Ich werde nur so weit reduzieren dass ich über der Beitragsbemessungsgrenze bleibe. Könnte sonst mit der PKV blöd werden.
Ich werde auch nach der Reduzierung 2 Rentenpunkte pro Jahr aufbauen, was darüber verdient wird spielt ja für die Rente keine Rolle.
Klar, was von der gesetzlichen Rente zu erwarten ist weis heute keiner, ist ja aber (zumindest bei mir) auch nur ein Standbein der Altersvorsorge.

Also heute schon an später denken.

Grüße
Interpunktion und Orthographie dieses Beitrages ist frei erfunden.
Eine Übereinstimmung mit aktuellen oder ehemaligen Regeln wäre rein zufällig und ist nicht beabsichtigt.
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Re: ETF/Fonds entsparen Berechnungsgrundlage Abgeltungssteue

Beitragvon Mr.T. » Di Jan 13, 2026 0:28

Südheidjer hat geschrieben:Für sowas ist der Brutto/Netto-Gehaltsrechner des Handelsblatts ganz schön:

https://www.handelsblatt.com/brutto-netto-rechner/

Lohnsteuerklasse 1 mit einem monatlichen Durchschnittsverdienst:

Brutto 4000,- Euro, netto 2605,- Euro.

3/4 Stelle davon: 3000,- Euro brutto und 2054,- Euro netto.

Also ein Tausender brutto weniger bedeutet netto rund 550,- Euro weniger. Was sehen wir: Auf dem Tausender sind 45% Abzüge.

Spart man sich einen Arbeitstag die Woche und hat einen relativ weiten Arbeitsweg, dann spart man sich dadurch viel Fahrtzeit und die inzwischen sehr teuren Fahrtkosten.
Wo ist also der Anreiz für mehr Arbeit? Ich sehe den nicht.

Das kommt schon hin.
Nimmst einen Gutverdiener aus der Industrie mit schlechter Steuerklasse 1 und 5000 Euro brutto hat er laut dem Steuerrechner netto nur noch 3073 Euro.
https://www.gehalt.de/einkommen/brutto- ... tto-netto-
Miete + Nebenkosten, Auto, Versicherungen und seine Einkäufe : dann ist die Kohle am Monatsende fast schon wieder weg.

Arbeitet er statt 5 nur 4 Tage hat er brutto 4000 und netto 2568 Euro sofern er noch Kirchensteuer bezahlt.
Von den 1000 Euro brutto mehr mit dem 5.ten Arbeitstag pro Woche bleiben am Monatsende lausige 500 netto über. Sind dann rund 50 % Abzug.
Da rechnet sich keine 5 Tagewoche.
Verheiratet Steuerklasse 3 mit Kinder etwas besser aber rechnet sich immer noch nicht. Darum reduzieren viele ihre Arbeitszeit mit einer 4 Tagewoche und bleiben einfach Zuhause.
TommyA8 hat geschrieben:Hast du dir das Thema mit den Rentenpunkte angeschaut?
Ich werde auch ab 50 reduzieren.
Ich werde nur so weit reduzieren dass ich über der Beitragsbemessungsgrenze bleibe. Könnte sonst mit der PKV blöd werden.

Wer erst in 10 Jahren in Rente geht, da würde ich überhaupt keine gesetzliche Rente mehr ansetzen. Bis dahin ist das Bürgergeld also Grundsicherung was JEDER bekommt höher als die Rentenzahlung. Also hast 45 Jahre umsonst in die gesetzliche Rente einbezahlt ist die harte Realität.
Umso wichtiger ist private Vorsorge und das geht nur über die Börse also Sachwerte wie eine Siemens Aktie als Beispiel die seit Jahrzehnten solide läuft. Keine Anlageempfehlung nur als Denkanstoss.
Wird aber immer schwerer mit der privaten Vorsorge. Ist schon klar. Geht nur über eisernes sparen und dieses Geld privat investieren. So ein Auto wie mein Skoda läuft doch locker 15 oder 20 Jahre. Und Urlaub kann man jedes Jahr machen und das Geld verprassen, oder stattdessen privat anlegen. Die fetten Jahre sind vorbei und man sollte sich anpassen und muss selber vorsorgen. Sonst wird man untergehen.
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Re: ETF/Fonds entsparen Berechnungsgrundlage Abgeltungssteue

Beitragvon Südheidjer » Di Jan 13, 2026 2:09

Aktuell gibt's für einen Rentenpunkt knapp 41,- Euro Rente brutto. Davon zieht man rund 14% ab für Krankenkasse und Pflegeversicherung, dann bleiben rund 35,- Euro Netto-Rente.
Um auf 1100,- Euro Netto-Rente zu kommen braucht man also mehr als 31 Beitragsjahre mit einem Durchschnittsverdienst.
Der Durchschnittsverdienst, für den man aktuell einen Rentenpunkt pro Jahr bekommt, liegt bei irgendwie knapp 50.000 Euro brutto, also 4200,- Euro pro Monat brutto.
Deswegen landen viele Leute mit 40 oder mehr Beitragsjahren trotzdem nur bei knapp über 1000 Euro Netto-Rente.

Tommy ist da in einer komfortablen Position mit 2 Rentenpunkten jährlich und einem Verdienst über der Beitragsbemessungsgrenze.
Wieviele Mitbürger haben noch nicht mal einen Rentenpunkt im Jahr? Ich kenne da so einige.

Meine Siemens-Aktien sind so ziemlich meine besten Pferdchen im Stall. Zwei Fehler habe ich gemacht, die man aber jetzt nicht mehr machen kann:

1.) Ich hatte mal die Hälfte mein Siemensaktien in der Wirtschaftskrise 2007 (?) verkauft. Damals war ich noch ein bischen zu panisch.

2.) Da meine ersten Siemens-Aktien Altbestände sind, sind die Gewinne meines Wissens nach immer noch steuerfrei. Nun hatte ich vor einigen Jahren dummerweise Siemens-Aktien für's selbe Depot nachgekauft. Würde ich jetzt welche von den Siemens-Aktien aus diesem Depot verkaufen, wären das vermutlich die steuerfreien Altbestände.
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