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Extensive Ochsenmast von Holsteins

Fragen und Antworten rund um die Rindviehhaltung.
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Extensive Ochsenmast von Holsteins

Beitragvon Iveco » Di Jan 17, 2012 18:45

Hallo,

ich habe da mal eine Frage an wirklich fachkundige User hier im Forum:

Ein bekannter von mir, der im Nebenerwerb einen landwirtschaftlichen Betrieb führt, musste aus privaten- und beruflichen Gründen für einige Jahre kürzer tretten, und hielt so in den letzten paar Jahren deutlich weniger Tiere, als es im vom Stallplatz und Weidefläche her möglich gewesen wäre. Da er nun wieder mehr Zeit in seinen Betrieb investieren kann, möchte er nun auch wieder mehr Tiere halten. Die Aufstockung des Tierbestandes soll jedoch kommplett aus der eigenen Nachzucht erfolgen. - Um diesen Protezess etwas zu beschleunigen und den Stall wieder voll zu bekommen, geht er nun auch dazu über, die Bullenkälber auf zu ziehen, die er dann später kastieren lassen will um somit Ochsenfleisch zu produzieren.

Bei den Tieren handelt es sich um Holstein-Kälber, die aus der verkleinerten MIlchviehherde stammen, die nun wieder aufgestockt werden soll.

Nun meine Frage, was halte ihr von dieser Idee?
Mir ist natürlich klar, dass die Tageszunahmen, das Endgewicht und evtl. auch die Fleichqualtitat nicht mit der von Fleichrinderrassen konkurrieren kann, aber lohnt sich die Mast doch?
Dieser Überlegeung ist vor dem Hintergund entstanden, das durch finanzielle Enpässe immer wieder Jungvieh (Belegte Rinder) verkauft werden mussten, da hierdruch aber auch langfristig aber nicht die Herde vergrößert werden kann, sollen an dierser Stelle zukünftig Ochsen verkauft werden! Hierbei handelt es sich dann um eine Extensive-Mast, in der Tiere schon früh auf die Weide sollen und mit eher schlechterem Grassilo gefüttert werden, da die Qualitätssilage natürlich für die Kühe bestimmt ist.

Ich bitte mal um eure Einschätzung

Iveco
Mit der Kuh bin ich per du, mit dem Kalb nur halb.
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Re: Extensive Ochsenmast von Holsteins

Beitragvon Manfred » Di Jan 17, 2012 20:30

Ich denke, dass ist so ziemlich die schlechteste Verwertung seiner Möglichkeiten.
Ohne genaue Kenntnis des Betriebes kann man natürlich nur spekulieren.
Ich habe mal eine Abschätzung des Deckungsbeitrags versucht. Siehe Anhang.
Kosten für Stallgebäude, Weidezaun und Flächen sowie Arbeitszeit nicht nicht berücksichtigt.
Kannst ja mal dran rumbasteln, um es den tatsächlichen Verhältnissen besser anzupassen.

Da ich davon ausgehe, dass durch den höheren Viehbesatz keine zusäztliche Prämienzahlunen (Kulturlandschaftsprogramm etc.) erzielbar sind, sehe ich 2 besser gangbare Wege:
- Bullenkälber verkaufen, überschüssigen Grasaufwuchs als Heu verkaufen, evtl. auf einen Schnitt verzichten, um die Kosten zu senken
- Hochträchtige Färsen oder Jungkühe kaufen und Melken, Melken, Melken und so gut es geht an der Leistungsschraube drehen. Die selbstauferlegte Beschränkung auf Wachstum allein mit eigener Nachzucht scheint mit selbt bei beschränkten Eigenmitteln der falsche Weg zu sein.
Dateianhänge
DeckungsbeitragsrechnungOchsenmast1.xls
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Re: Extensive Ochsenmast von Holsteins

Beitragvon Juwel » Di Jan 17, 2012 22:02

Ohne viel Ahnung zuhaben........

Denke ich es wäre besser die Bullenkälber zuverkaufen, und statt dessen Kuhkälber kaufen wenn das sein
finanzeller Rahmen zulässt.
Dann kann er in 2,5 Jahren den Stall wieder voll haben.
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Re: Extensive Ochsenmast von Holsteins

Beitragvon Manfred » Di Jan 17, 2012 22:06

Das hört sich besser an. Und wenn er doch ein paar als Fräsen wieder verkaufen muss, fährt er auch nicht schlechter als bei Ochsen.
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Re: Extensive Ochsenmast von Holsteins

Beitragvon estrell » Mi Jan 18, 2012 7:02

Aus eigener übler Erfahrung kann ich sagen, das ein HF selbst als Ochse nix taugt, da er sein Gewicht einfach nicht bekommt. Ausserdem geht so eine Vermarktung nur da, wo man Ochsenfleisch überhaupt verkaufen kann.Bei der Kastration dauert es schlappe 6-10 Monate, bis das Tier sich wieder erholt hat, extensiv mal sowieso, den Wachstumsnachteil in der Zeit muss man halt "aussitzen" eben warten, bis das Tier sein Gewicht nachgeholt hat, so kann man den Ochsen erst 3-4 Jährig verkaufen. Nur - wenn kein Ochsenfleischprogram besteht, hat man dann ein "altes Tier/Wursttier" wofür man keinen guten Fleischpreis mehr realisieren kann. Nicht, das das Tier dann auch in die Wurst wandern würde, nö das wirds geschlachtet teuerst verhökert, aber der Bauer sieht von dem Geld keinen Cent.
Qualitativ ist der Ochse mit 4-5 Jahren am Besten, reifer Geschmack, guter Fettanteil, zart wie Butter - aber verkauf den mal an einen Metzger oder Händler - die geben dir 2,10 und sagen, du kannst froh sein, die überhaupt zu bekommen. Und schon im Auto haben die die Dollarzeichen in den Augen und verdienen sich daran dämlich.

Nö. ich würd die Bullenkälber abstoßen und eventuell beim Kälberhändler schon gegen Gewinnausgleich gegen gute Kuhkälber tauschen, eventuell paar mehr als Bullenkälber halten und tragend die nicht so guten wieder abgeben - so hat man kein Geld ausgegeben, noch paar Euro rausbekommen und doch keinen Blödsinn gemacht an den man sich Jahre hängt bis die Tiere reif sind um dann doch in die Röhre zu gucken.

Wenn ich sehe, was die HF Halter hier für Kälber bekommen, lohnt sich das allemal: Stierkalb um die 90€ weg, Kuhkalb um die 50€ nehmen - 40€ bleiben. Im Allgemeinen kann man sich die Kälber aus dem Laster sogar gleich aussuchen und schon da selektieren auf gutes Fundament...
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Re: Extensive Ochsenmast von Holsteins

Beitragvon Manfred » Mi Jan 18, 2012 9:24

Das ist hier auch so. Reife Ochsen (3 bis 4 Jahre) würden schlechter bezahlt als Kühe.
Da müsste man schon einen Kenner finden, der sie entsprechend zahlen will (und in dem Alter müssten sie viel teurer sein als Bullen) oder man lässt es bleiben.
"Gängige" Ochsen in D haben eher 550 bis 650 kg lebend im Alter von unter 2 Jahren und werden vom Handel wie Bullen bezahlt, sind also auch unrentabel, wenn man keinen höher zahlenden Abnehmer findet. Deshalb gibt es kaum welche.
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Re: Extensive Ochsenmast von Holsteins

Beitragvon estrell » Mi Jan 18, 2012 10:22

"Deshalb gibt es kaum welche" was sehr schade ist, aus der Sicht eines Genießers! Fleisch ist längst nicht einfach Fleisch, auch wenn die Discounter einem sowas einzureden versuchen.

Nur - als "Einmanklitsche" noch selber vermarkten ist hirnrissig. Sowas muss man mindestens zu zweit machen. Aber dann ists Fulltime für beide. Wie gesagt - bleiben lassen!!!! Der Mensch legt nur drauf und die anderen freuen sich ein Loch in den Bauch. Wenn der melkt, auf jeden Fall gegen Kuhkälber tauschen und auf Färsenverkauf setzen. Gewinndifferenz im Vergleich zum gleichen Arbeitseinsatz bestimmt 1:3, wenn nicht mehr!
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