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Fakt sind Lidl und Aldi

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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26 Beiträge • Seite 2 von 2 • 1, 2
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Beitragvon dima » Mi Feb 25, 2009 20:56

frankenvieh hat geschrieben:@DIMA :

Stelle dir 3 Graphen auf einer Zeitskala von 1980 bis heute vor :

Graph 1 : Die Differenz aus dem tatsächlichen Milchpreis und dem tatsächlichen Milchpreis indexiert mit den Nonfood Lebenhaltskostenindex
Graph 2 : Umsatzentwicklung der Disc.
Graph 3 : Entwicklung der Verkaufsfläche in Lokalen oder m²

Dann wirst du merken wer wen bestohlen hat


Moment,
das was Du mir damit sagen willst habe ich kapiert, aber Du kannst nicht mit Scheuklappen durch das Leben laufen, und die relle Wirtschaft ignorieren.
Die Milch wurde von den Discountern zu dem vereinbartem Preis bezogen, also haben diese keinen Betrug bzw. Diebstahl begangen.

Ich will hier niemand unter Schutz nehmen, aber wenn Du etwas irgendwo zu einem günstigen Preis kaufen kannst wirst Du auch nicht freiwillig mehr bezahlen.
In der Industrie wird immer knapp unter den tatsächlichen Bedarf produziert, und somit der Preis oben gehalten. Und hier verstehen sich die Hersteller auch ohne Absprachen hervorragend. Dies funktioniert übrigens (teilweise) auch im Handwerk.
In der Landwirtschaft lautet das Motto "Viel hilft viel" und es wird produziert auf Teufel komm raus.
Natürlich kann hier ein einzelner Landwirt nicht viel ausrichten, hier ist ein Umdenken aller gefordert.

Ich finde es falsch hier anderen die Schuld zu geben, wenn man selber von seinem Betrieb nicht loslassen kann. Entweder man kann zu einem bestimmten Betrag Milch produzieren oder es geht nicht. Aber ein ständiges(jahrzente langes) Gejammer über den Milchpreis und gleichbleibende Produktion passt nicht zusammen.
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Beitragvon schakschirak » Mi Feb 25, 2009 22:27

dima hat geschrieben:[. Aber ein ständiges(jahrzente langes) Gejammer über den Milchpreis und gleichbleibende Produktion passt nicht zusammen.


Es passt insofern nicht zusammen, daß die Landwirte anstatt zu jammern sich endlich zusammenschließen würden und sich Gedanken machen wie dagegen anzukämpfen ist.
Beispiel Milchboard, siehe Rindertreff. Da gibt es Milchviehhalter die haben ihr Hirn auf Wachstum gestellt und wollen eigentlich keinen höheren Preis. Somit läßt sich schneller die Konkurrenz ausschalten und man kommt günstiger an neue Pachtflächen um immer weiter zu wachsen. Ich hab das schon oft geschrieben, das größte Hinderniss im Kampf um höhere Preise sind die Landwirte selber, weil sie keinerlei unternehmerische ( preissteigernde ) Fähigkeiten haben.
Die Landwirte sind ein eigenes Volk, daher auch das Sprichwort mit 3 unter einen Hut bringen. Schade für die, die bereit wären um höhere Preise zu kämpfen, da sie auf die anderen angewiesen sind.
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Beitragvon schakschirak » Mi Feb 25, 2009 22:46

frankenvieh hat geschrieben:
Was bringt einem Milchbauern ein Verdrängungswettbewerb unter Milchbauern ? Schlicht nichts,

hab ich obenr geschrieben, so siehts zumindest hier im RT aus.
da Ackerbauer mit einer höheren Flächenverwertung mehr an Pacht bieten können wie ein Milchbauer

Mit Sicherheit nicht. Zumindest in der Vergangenheit, war der Gewinn eines Milchviehbetriebes höher als der eines reinen Ackerbauern. Wie es in Zukunft aussieht weiss keiner.

Ebenso mit sinkender Zahl der Milchviehbetriebe wandert auch Knowhow ab und die für Milch notwendige Infrastruktur wird schlechter ( Tierarzt ).


Viele Betriebe machen doch das meißte selber. Agrarfabriken stellen Ihren TA unter mehreren Betrieben selber ein.

Insofern hat Dima sicherlich Recht.
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Beitragvon schakschirak » Mi Feb 25, 2009 22:50

schakschirak hat geschrieben:
frankenvieh hat geschrieben:
Was bringt einem Milchbauern ein Verdrängungswettbewerb unter Milchbauern ? Schlicht nichts,

hab ich oben geschrieben, so siehts zumindest hier im RT aus. Du hast doch im Thread Milchboard auch mitgelesen und gemerkt das dort einige kein Interesse an einem höheren Milchpreis haben. Fakt ist, umso mehr aufhören umso mehr Fläche wird frei, so denken zumindest manche und sehen darin einen Vorteil.
da Ackerbauer mit einer höheren Flächenverwertung mehr an Pacht bieten können wie ein Milchbauer

Mit Sicherheit nicht. Zumindest in der Vergangenheit, war der Gewinn eines Milchviehbetriebes noch höher als der eines reinen Ackerbauern. Wie es in Zukunft aussieht weiss keiner.

Ebenso mit sinkender Zahl der Milchviehbetriebe wandert auch Knowhow ab und die für Milch notwendige Infrastruktur wird schlechter ( Tierarzt ).


Viele Betriebe machen doch viel selber. Agrarfabriken stellen Ihren TA unter mehreren Betrieben selber ein.


Da hat Dima im Großen und Ganzen sicherlich Recht.
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Beitragvon dima » Do Feb 26, 2009 19:25

frankenvieh hat geschrieben:Liebe Dima, die Grenze von dem was einem Menschen zu steht und was nicht regeln nicht immer hoheitliche Gesetze sondern eben moralische, wie die katholische Soziallehre. Und nach dieser sind eben Discounter und Banker die eher großen Sünder. Mit beichten wird es nicht ganz reichen, da muss von denen schon mehr an Buße kommen bis denen vergeben werden kann. Wir sollten diese Menschen in unser Gebet einschließen.



Lieber frankenvieh, an Dir ist ein Pfarrer verloren gegangen. :lol: :lol:

In der Wirtschaft gibt es keine MORAL, dies wird zwar von den Unternehmern immer gepredigt, ihre große Betriebs Familie und so weiter...!
Man kann mal die zig Tausend Arbeitnehmer fragen, dich sich teilweise über Jahrzehnte für eine Firma eingesetzt haben und nun in schlechten Zeiten mit Füßen getreten werden. Nach über zehn Jahren mit großen Gewinnen stehen einige Betriebe nach nur zwei schlechten Monaten kurz vor dem aus. Wo sind die Gewinne??, die sind alle in Sicherheit.
Auch die Arbeitnehmer schreien nach ihrem "Recht", aber auch das will keiner hören.
Jeder Unternehmer sucht seinen Vorteil, und das ist natürlich sein gutes Recht, aber Moral darf man keine erwarten.

Es ist mir natürlich klar das die Wirtschaft nicht mit der Landwirtschaft verglichen werden kann. Allerdings sollten sich die Landwirte, jetzt wo die Milchquote bei der Preisbildung nicht mehr greift, an einen härteren Umgang gewöhnen.

Es ist eine alte Weisheit das ein über eine höhere Menge erzielter Mehrgewinn nicht besonders nachhaltig ist. Diese Einstellung führt zu einer Preisspirale nach unten.

Mit dem Zusammenschluss zum BDM waren die Landwirte auf einem guten Weg, allerdings haben sie in der Umsetzung total versagt.
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Beitragvon Ernstfried » Fr Feb 27, 2009 13:23

frankenvieh hat geschrieben: ALDI, Müller-Milch, Rethmann, Tönnies, LIDL arbeiten seid etwa 1970 mit Eigenkapitalrenditen von etwa 20 - 25 %.


Woher hast Du, bitte, diese Information (die ich intuitiv für völlig falsch halte) ?
Mir sind Leute lieber, die "mir" und "mich" verwechseln, als "mein" und "dein"
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Beitragvon hans g » Fr Feb 27, 2009 13:50

Ernstfried hat geschrieben:
frankenvieh hat geschrieben: ALDI, Müller-Milch, Rethmann, Tönnies, LIDL arbeiten seid etwa 1970 mit Eigenkapitalrenditen von etwa 20 - 25 %.


Woher hast Du, bitte, diese Information (die ich intuitiv für völlig falsch halte) ?

himmlische eingebung :lol:
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Beitragvon hans g » Fr Feb 27, 2009 14:04

frankenvieh hat geschrieben:Wir wissen das MüllerMilch 1972 eine Dorfmolkerei mit 3 Mann in Aretsried hatte ( das ich mal mit 1,5 mill. DM angesetzt habe ) und wir wissen das Theo Müller lt. managermagazin 500 mill. € eigenes Vermögen hat. Der Rest ist Finanzmathematik.

Gilt für ebenso für ALDI, LIDL, Tönnies, Rethmann & Co.

irgendwas mache ich falsch :roll:
hans g
 
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Beitragvon maexchen » Fr Feb 27, 2009 14:28

hans g hat geschrieben:irgendwas mache ich falsch :roll:


Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung. :wink:
maexchen
 
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Beitragvon Geronimo » Di Mär 03, 2009 11:22

havanna hat geschrieben:
frankenvieh hat geschrieben:1.) Die Verarbeitung gehört in Bauernhand
2.) dann ist auf Verarbeiterebene ein Kartell zu bilden, nicht durch Zukauf, sondern durch koordinierete Stillegung von Verarbeitungsbetrieben

Hinweis : Das Stillegen kann das kartellamt nicht verbieten


Moin,
was ist das denn für ein Gedankengang?Wir werden in Zukunft noch mehr Milch im Norden haben,da wäre es das Falscheste was man machen kann,weitere Molkereien zu schließen.Wenn nur noch ein paar"Leuchtürme"stehen,wie hoch sind dann z.B.die Logistikkosten.Glaubt doch nicht das dann noch der Milchwagen 200km fährt zu einem 40Kuhbetrieb.Wir brauchen nicht wenig große Betriebe,wir brauchen mehere Betriebe,aber spezialisiert.Beispiel Nordmilch(H-Milch Magdeburg,Frischewerk Neubörger,Käse Edewecht,u.s.w.)Die haben eine ideale Verwertungsschaukel und sind räumlich gut aufgestellt.Haben ihre Restrukturierung aber auch teuer bezahlen müssen(2000MAentlassen).Mit der nun angestrebten Vertriebsgemeinschaft mit Humana ,denke Ich könnte es für die Milcherzeuger von Nordmilch und Humana wieder Richtung 30 Cent gehen.(immer noch traurig),aber es lässt hoffen und es müssten keine Millionen in Sozialpläne versenkt werden.



Eure Molkereien sollten sich mal beeilen, sonst drehen die Banken den großen Milchviehbetrieben den Geldhahn zu; und dann wandert die Milch wieder nach Süden......
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Beitragvon Waldbesitzer » Fr Mär 06, 2009 9:59

Und wenn Aldi und Co in Polen kauft wenn wir zu teuer werden ?
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