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Fakt sind Lidl und Aldi

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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26 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Beitragvon hans g » Mo Feb 23, 2009 19:28

drei bauern unter einen hut bringen heisst DEREGULIERUNG :roll:
hans g
 
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Beitragvon dima » Mo Feb 23, 2009 19:58

Hallo,
ich glaube nicht das das Problem alleine bei ALDI und LIDEL liegt.
Natürlich nehmen sie große Mengen ab, und können dadurch dem Preis beeinflussen, dies Funktioniert aber nur solange ein gewisser Überschuss auf dem Markt ist. Und genau dieser Überschuß wird von der Landwirtschaft produziert.
Auch bei einem "Nachfrageoligopol" (viele kleine Anbieter = wenig Abnehmer) regelt die Nachfrage und Angebot den Preis.
Die Discounter sind kein Wohlfahrtverein die nur aus reiner Gutmüdigkeit mehr als den Marktpreis bezahlen.
Ich bin der Meinung das ein stabiler Milchpreis nur durch eine Reduzierung der Milchmenge zustande kommen kann.
Da sich die Politik durch die Erhöhung der Milchquote aus der Mengenregulierung zurückzieht, sind hier die Landwirte gefordert.
Leider ist es das alte Problem das sich diese selber nicht einig werden.
dima
 
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Beitragvon hans g » Mo Feb 23, 2009 20:12

selbst bei den zuckerfabriken wars früher so,dass das "fussvolk"dafür sorgte,dass die fabrik quantitativ richtig rund lief---die grosskontingente lieferten nur A oder vielleicht ein paar B rüben.
hans g
 
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Beitragvon dima » Mo Feb 23, 2009 20:19

frankenvieh hat geschrieben:Wo kann man denn noch von MARKT reden, wenn zig-Anbieter etwa 10 Nachfragern gegenüber stehen. Sorry, unter den Verhältnissen heisst marktwirtschaft Deruglierung der Handelskonzerne und keine Regulierung auf bauernseite. Lasst euch den Quatsch nicht einreden. ALDI will verdienen und das Volk muss billig fressen. Das ist Politik !


Natürlich kann man hier von einem Markt reden. Und natürlich will ALDI Geld verdienen und das möglichst viel, aber das wollen wir schließlich alle.
Die Einkäufer bei ALDI können zwar nicht melken, aber sie kennen den gesammten Milchmarkt besser als fast jeder andere, und sie wissen genau wie weit sie gehen dürfen.
Nur Aufgrund der Tatsache das die Discounter die Molkereien gegeneinander ausspielen können kann der Preis derart in den Keller getrieben werden.
Dies würde nicht funktionieren wen Milch am Markt knapp wäre.
Bisher waren die Milcherzeuger durch die Quotenregelung gesteuert, dies war den meisten aber auch ein Dorn im Auge.

Wie lange Klagen die Landwirte schon, das man unter diesen Bedingungen keine Milch mehr erzeugen kann??.
Dies ist mitlerweile absolut unglaubhaft, oder hat sich die Menge bereit reduziert?
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Beitragvon Meck-Pommer » Mo Feb 23, 2009 21:27

frankenvieh hat geschrieben:1.) Die Verarbeitung gehört in Bauernhand
2.) dann ist auf Verarbeiterebene ein Kartell zu bilden, nicht durch Zukauf, sondern durch koordinierete Stillegung von Verarbeitungsbetrieben

Hinweis : Das Stillegen kann das kartellamt nicht verbieten


1.)
Ist deine Idee die Bildung von Molkereigenossenschaften?

2.)
Das macht die Nordmilch schon seit Jahren (u.a. Bützower Molkerei, Bremerland).
"Wenn die Welt untergeht, gehe ich nach Mecklenburg, denn dort geht sie 50 Jahre später unter." (Otto von Bismarck)
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Beitragvon maexchen » Mo Feb 23, 2009 21:30

hans g hat geschrieben:drei bauern unter einen hut bringen heisst DEREGULIERUNG :roll:


und sähe im Detail wie aus ?
































































:roll: :roll: :roll:
maexchen
 
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Beitragvon hans g » Mo Feb 23, 2009 21:39

maexchen hat geschrieben:
hans g hat geschrieben:drei bauern unter einen hut bringen heisst DEREGULIERUNG :roll:


und sähe im Detail wie aus ?:roll: :roll: :roll:

einer geht in rente--einer macht seinen nebenjob zum haupterwerb und der dritte wirtschaftet selbstständig :wink:
funktioniert in einer kooperation im raum GÖ seit jahren.
hans g
 
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Beitragvon maexchen » Mo Feb 23, 2009 22:01

und der Rest ?! :wink:
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Beitragvon hans g » Mo Feb 23, 2009 22:22

maexchen hat geschrieben:und der Rest ?! :wink:

wächst--arbeitet mehr-- schimpft weniger oder schimpft mehr--arbeitet unwirtschaftlich und gibt auf.
hans g
 
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Beitragvon havanna » Di Feb 24, 2009 8:41

frankenvieh hat geschrieben:1.) Die Verarbeitung gehört in Bauernhand
2.) dann ist auf Verarbeiterebene ein Kartell zu bilden, nicht durch Zukauf, sondern durch koordinierete Stillegung von Verarbeitungsbetrieben

Hinweis : Das Stillegen kann das kartellamt nicht verbieten


Moin,
was ist das denn für ein Gedankengang?Wir werden in Zukunft noch mehr Milch im Norden haben,da wäre es das Falscheste was man machen kann,weitere Molkereien zu schließen.Wenn nur noch ein paar"Leuchtürme"stehen,wie hoch sind dann z.B.die Logistikkosten.Glaubt doch nicht das dann noch der Milchwagen 200km fährt zu einem 40Kuhbetrieb.Wir brauchen nicht wenig große Betriebe,wir brauchen mehere Betriebe,aber spezialisiert.Beispiel Nordmilch(H-Milch Magdeburg,Frischewerk Neubörger,Käse Edewecht,u.s.w.)Die haben eine ideale Verwertungsschaukel und sind räumlich gut aufgestellt.Haben ihre Restrukturierung aber auch teuer bezahlen müssen(2000MAentlassen).Mit der nun angestrebten Vertriebsgemeinschaft mit Humana ,denke Ich könnte es für die Milcherzeuger von Nordmilch und Humana wieder Richtung 30 Cent gehen.(immer noch traurig),aber es lässt hoffen und es müssten keine Millionen in Sozialpläne versenkt werden.
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Beitragvon havanna » Di Feb 24, 2009 10:22

frankenvieh hat geschrieben:Havanna das ist folgender Gedankengang :

Molkerei A macht H-Milch, Joghurt und Frischkäse
Molkerei B macht H-Milch, Joghurt und Frischkäse
Molkerei C macht H-Milch, Joghurt und Frischkäse

Anstatt kartellrechtlich bedenklich alle 3 zu fusionieren, schließt jede ein oder zwei Produktionszweige. So das noch max. 2 Anbieter für einen Produktionszweig bleiben.

Das ist Theorie,wird aber nicht passieren.Jedes Molkereiunternehmen wird sich breit aufstellen,damit es Marktschwankungsresistent wird.Es braucht eine große Verwertungsschaukel.Hat ein Unternehmen"nur" ein Werk,wäre es grob fahrlässig sich von einzelnen Produktzweigen zu trennen.Nur z.B. Butter und Magermilchpulver herstellen und z.B. auf Joghurt verzichten,zum Wohle des Marktes und im guten Glauben die anderen machen es ähnlich,ist meines Erachtens willkürlicher Bankrott.
Denn gerade Joghurt hätte die höchste Verwertung,im Herbst vielleicht Pulver u.s.w.Diese Schwankungen kannst Du nur "breit aufgestellt"abfangen.
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Beitragvon dima » Di Feb 24, 2009 17:02

frankenvieh hat geschrieben:Das denken im Kopf muss sich ändern von den Bauern. ALDI, Müller-Milch, Rethmann, Tönnies, LIDL arbeiten seid etwa 1970 mit Eigenkapitalrenditen von etwa 20 - 25 %. Die böse Deutsche Bank hat es einmal in ihrer über 100 jährigen Geschichte geschafft mehr als 20 % Eigenkapitalrendite zu erwirtschaften und das war letztes Jahr....


Was willst Du uns damit sagen??,
Das die Discounter zugunsten der Bauern auf Gewinn verzichten??.
Dies ist ein guter Gedanke, wird aber ein Wunsch bleiben.
Wie gesagt, der Verhandlungspartner ist nicht die Caritas.

Nochmal, es kann nur auf eine Verringerung der Milchmenge hinauslaufen.
Wie dies geschieht kann ich nicht sagen, entweder die Landwirte setzten sich an ein Tisch (was nicht geschehen wird), oder die Milchmenge wird durch Aufgabe der Milchproduktion einiger Betriebe reduziert.
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Beitragvon hans g » Di Feb 24, 2009 20:49

frankenvieh hat geschrieben:
Wer sich einer aktiven Industriepolitik verweigert

kannste das mal erklären :?:
reichsnährstanddenken und elitäres handeln :roll:
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Beitragvon dima » Di Feb 24, 2009 21:07

frankenvieh hat geschrieben:.... Bei den Milchbauern fehlt eben das elitäre handeln, stattdessen opfert man lieber seinen Hof und seine Knochen.


Das ist richtig, aber ist es richtig dafür alleine den Discountern die Schuld zu geben?.
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Beitragvon havanna » Mi Feb 25, 2009 8:21

frankenvieh hat geschrieben:Havanna, wenn deine Strategie so richtig wäre, dann müssten wir bei 40 cent der Liter sein. Es sind schlicht mehr als 60 % der Molkereiunternehmen und Betriebe und mind. genausoviel der Milchlabors und Besamungsstationen überflüssig. Ein eingesparter Arbeitsplatz ( und die sind zu 2/3 im adminstrativen bereich ) in der Milchwirtschaft sichert 5 Höfen das Überleben. je Molkereibetrieb sollten etwa 500 Mill. kg im Jahr verarbeitet werden.

Die 500 Mill.kg beziehen sich auf den Durchschnitt innerhalb eines Unternehmens,nicht aufs Werk.Das wäre doch Irrsinn.Was Ich schlimm finde,ist deine polemische Aussage,ein Mitarbeiter weniger in der Molkerei,sichert 5Höfen das Überleben.Der Durchschnittarbeiter bekommt nach Tarif Weser-Ems gerade einmalknapp2000Euro Brutto.Dusolltest hier deshalb nicht solche Aussagen machen,denn sie sind nicht im Ansatz lösungsorientiert.Es muß einen Schulterschluß geben mit den Molkereien und den Kollegen in der Molkerei,als solche sehe Ich die nämlich.Wenn Ich meinen Hof nicht optimiert habe,dann nützt es auch nichts,wenn Ich fordere das Mitarbeiter der Molkerei entlassen werden sollen.Ich möchte Dir nicht zu nahe treten,aber es ärgert mich wenn man solche Aussagen trifft.
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