Der Ertragswert ist eine betriebswirtschaftliche Kennzahl, die in der Unternehmensbewertung, Höfen und Flächen durch Kapitalisierung des erwirtschafteten oder zukünftigen Ertrags als Gegenwartswert errechnet wird.
Wenn auf einem Hektar 2 - 3 GV genährt werden, dann liegt jeder Ertragswert über dem was manche glauben an Prämien zu erzielen, weil auch eine Prämie am Ende auch nur Deckungsbeitrag ist und zwar am aller untersten Ende. Nachhaltig kann deshalb nur sein, was den Ertragswert nach unten absichert, wenn ich keine 2 GV mehr am Hektar nähren kann, dann mögen das die Bambi-Leute, dann dient es trotzdem nicht dem Artenschutz oder der Landschaft. Das Extensivierung nachhaltig sein soll ist ein Trugschluß. Vor 100 Jahren war der Viehbesatz viel viel höher und genau diese intensive Bewirtschaftung hat dafür gesorgt, dass es diese Vielfalt überhaupt gab oder gibt. Die deutsche Landwirtschaft ist seit mehr als 30 Jahren durch Prämien, Bambi-Gehuddel und den Preisdruck des LEH fehl geprägt. Nur weil es derzeit Lehrmeinung ist muss ich es nicht schön reden. Und wenn sich derzeit Pachten derzeit eben nicht am Ertragswert orientieren können, weil der wegen der o.g. Gründe nicht mit steigt und der Staat sein Volk billig fressen lassen will, müssen die Bauern die Deckungslücke der Alterkasse übernehmen, wo die Altbauern auch vom Staat beschissen werden.
Berücksichtige ich noch die Preissteigerung des zu ersetzenden Besatzvermögens(Gebäude + Maschinen), dann wird auf der Fläche seit Jahren nur noch Geld verbrannt.
Und wenn es tatsächlichen einen Klimawandel gibt mit den allseits stetig benannten Folgen, dann müssen wir in Mitteleuropa unsere Produktion noch um 50% steigern, weil wir es dann hier immer noch können
und die Menschen dort nähren wo ihre Heimat ist, sonst ist deren Heimat auf einmal hier.

Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet