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Feld pachten oder Bewirtschaftungsvertrag?

Ein interessanter Schwerpunkt der immer mehr an Bedeutung gewinnt und in einem Landwirtschaftsforum nicht fehlen sollte.
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16 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Feld pachten oder Bewirtschaftungsvertrag?

Beitragvon Franke54 » Sa Okt 03, 2026 13:38

Hallo mir sind inzwischen einige Betriebe bekannt, die anstelle Feld zu pachten lieber mit dem Verpächter einen Bewirtschaftungsvertrag machen? Was sind die Vorteile für beide Seiten, speziell wenn der Verpächter eh Rentner ist?
Ein optierender Betrieb kann für seine "Pachtflächen" so die Mwst. zusätzlich haben, das ist klar und evtl. Sozialversicherung sparen. Aber gibt es sonst noch Vorteile?
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Re: Feld pachten oder Bewirtschaftungsvertrag?

Beitragvon Buer » Sa Okt 03, 2026 14:49

https://partasteuern.de/sites/default/f ... ertrag.pdf
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Re: Feld pachten oder Bewirtschaftungsvertrag?

Beitragvon 210ponys » Sa Okt 03, 2026 15:58

Naja der wo Felder bewirtschaftet will lieber einen Pachtvertrag machen wie einen bewirtschaftungsvertrag. Der wo Felder zur Verfügung stellt gilt weiterhin als aktiver Landwirt und bekommt die Agrarknete...
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Re: Feld pachten oder Bewirtschaftungsvertrag?

Beitragvon Marian » Sa Okt 03, 2026 16:11

Der eigentliche Abgeber verliert nicht den Status aktiver landwirtschaftlicher Betrieb. Ob grüne Nummer, geltend machen von Ausgaben ggü Einnahmen... Da gibt es einige Gründe die daran festhalten lassen.

Der Übernehmer spart Sozialabgaben. Das kann unter Umständen für beide lukrativer sein als eine richtige Verpachtung. Birgt aber auch die Gefahr für viele Unstimmigkeiten wenn der übergebende meint volles Regiment zu behalten.
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Re: Feld pachten oder Bewirtschaftungsvertrag?

Beitragvon Franke54 » Sa Okt 03, 2026 17:30

Buer hat geschrieben:https://partasteuern.de/sites/default/files/pdf/topagrar_bewirtschaftungs-statt_pachtvertrag.pdf

Danke für die Info, bin zwar auch TopAgrar Leser, diesen Artikel hatte ich nicht auf dem Schirm.
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Re: Feld pachten oder Bewirtschaftungsvertrag?

Beitragvon Franke54 » Sa Okt 03, 2026 17:47

210ponys hat geschrieben:Naja der wo Felder bewirtschaftet will lieber einen Pachtvertrag machen wie einen bewirtschaftungsvertrag. Der wo Felder zur Verfügung stellt gilt weiterhin als aktiver Landwirt und bekommt die Agrarknete...

Die Landwirte die ich kenne mit Bewirtschaftungsvertrag, da ging der Wunsch meistens vom Pächter aus es so zu gestalten, eine Ausnahme ist mir bekannt, da war der Verpächter noch nicht Rentner hat deshalb ein paar ha. für sich zurückbehalten um mit geringen Beiträgen in der Sozialversicherung versichert zu sein. Aber wenn der Verpächter bereits Rente bezieht, die Prämie juckt den Verpächter vermutlich nicht, er bekommt gleich viel egal wie hoch die Prämie ist.
Bsp. Ein Betrieb mit 20 ha wird verpachtet bzw. Bewirtschaftungsvertrag. Vereinbart sind z. Bsp 1000 Euro Pacht je ha (weil es jetzt leicht zu rechnen ist). Also wird ein Betriebskonto für den Verpächter eröffnet, von dem er im Jahr 20000 Euro abbuchen darf, den Rest nimmt der Pächter (gegen Rechnung) fürs Bewirtschaften. Ein optierender Pächter hat so etwas mehr Einnahmen, kann evtl. sogar noch etwas seiner Produkte übers andere Kto. verkaufen, spart sich evtl. Sozialversicherung und hat noch bissl was von der Umverteilungsprämie. Ich selbst bin bisher kein Optierer und hab auch keinen Bewirtschaftungsvertrag nur mal so anmerk, wie gesagt ich beobachte nur diese Entwicklung und mache mir entsprechende Gedanken und Fragen dazu.
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Re: Feld pachten oder Bewirtschaftungsvertrag?

Beitragvon strokes » Sa Okt 03, 2026 17:57

Das mit dem Konto versteh ich nicht. Der Bewirtschafter eröffnet extra ein Konto von dem der Flächeneigentumer 20000€ im Jahr abbuchen kann?
Ich denke Bewirtschaftungsvertrag kommt zustande, da größere Betriebe mit neuen Maschinen nicht weiter pachten wollen, da die Pachten mittlerweile zu hoch sind, diese finanziell sehr belastend sind, und kein Interesse mehr daran besteht, weiterhin das gesamte Risiko zu tragen. So gesehen werden wenigstens die Maschinen weiter ausgelastet, und man hat fest planbare Einnahmen, ohne Markt- und Wetterrisiko, und der Betrieb muss im Gegensatz zur Pacht nicht in Vorleistung gehen (Pachtzahlung, Dünger, Saatgut, PSM...)
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Re: Feld pachten oder Bewirtschaftungsvertrag?

Beitragvon langholzbauer » Sa Okt 03, 2026 18:33

So ein Bewirtschaftungsvertrag bietet viel mehr Gestaltungsmöglichkeiten, als das Pachtrecht, welches ja noch einem gewissen Schutz durch das BGB unterliegt.
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Re: Feld pachten oder Bewirtschaftungsvertrag?

Beitragvon T5060 » Sa Okt 03, 2026 19:10

Kannste nur machen, wenn die Flächen in guten Zustand sind und auch in gutem Zustand bleiben.
Dazu braucht es auch eine gutes Vertrauen der Leute untereinander.

Wenn das nicht so ist, lasst es bleiben. Unterschätzt es bitte nicht, wenn Flächen über Jahre heruntergewirtschaftet sind, da fehlen dir heute eher 6.000 € pro ha als 5.000 €.

Die Erfahrung machen immer Leute, die von Landwirtschaft keine Ahnung haben und nur auf den Pachtpreis oder wie hier auf einen Überschuß hoffen.

Gerade diese viehlosen/vieharmen Prämienabgreifer hinterlassen die Flächen wie Sau, die die hohe Pachten vereinbaren und dann nie zahlen,
die du dann aber auch nicht von den Flächen runter bekommst.
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Re: Feld pachten oder Bewirtschaftungsvertrag?

Beitragvon JonnyD2250 » Mo Okt 12, 2026 19:30

Agrarumweltprogramme, spezielle Ökoregelungen und dergleichen sind dann aber bei Bewirtschaftungsvertrag nahezu ausgeschlossen. Wie will man z.b. ÖR2 anmelden, wenn man die Fläche nicht im Antrag hat.


@t5060: wo gibt es denn Flächen in gutem Zustand zu pachten? Ich habe mal überlegt und bin zum Schluss gekommen, dass ich in meiner ganzen Laufbahn bisher gerade mal 1 ha dazu bekommen habe, der nicht verwahrlost war. Ansonsten das übliche... ph wert <5 dafür queckenteppich gratis. Grünland generell pk- Klassen in A, auf ackerland geht's noch meistens, da liefert der Boden scheinbar immer noch mehr nach, als die 2t weizen, die der verpächter 10 Jahre lang vorher noch durchgehend geenrtet hat.
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Re: Feld pachten oder Bewirtschaftungsvertrag?

Beitragvon T5060 » Mo Okt 12, 2026 21:08

Ne hier gibt es nichts gescheites zu pachten. Erst wird das Vieh reduziert, dann ist man der große viehlose hochprofitable Ackerbauer, der zwei Jahre später Erdmulde fahren muss und dann wird ein Depp gesucht, der über "Bewirtschaftungsvertrag" die Flächen wieder i.O. schafft, dann wird höchstbietend ans A-Heim verpachtet. :lol: :mrgreen:
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Re: Feld pachten oder Bewirtschaftungsvertrag?

Beitragvon JonnyD2250 » Di Okt 13, 2026 17:04

Geil! Die Alternative zum a-heim ist der Verkauf an die Stadt und die geben es dann jemand der bei ON arbeitet oder den anderen gesellen, deren frauen zufällig bei der stadt arbeiten- natürlich zu einem transparenten bürgerfreundlichen pachtzins.
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Re: Feld pachten oder Bewirtschaftungsvertrag?

Beitragvon langholzbauer » Di Okt 13, 2026 18:49

Ich hatte da heute mal wieder eine Kaufanfrage für Ausgleichsflächen.
Der sprach vom bis zu 2,5fachen des Bodenrichtwertes für mich...
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Re: Feld pachten oder Bewirtschaftungsvertrag?

Beitragvon T5060 » Di Okt 13, 2026 20:01

Man spricht da von 100 % der Ökopunkte minus etwas Rabatt, was die kosten. :lol:

@JohnyD2250: Mittelfristig wandert das Land immer von schlechteren zum besseren Bauern. Es war noch nie anders.
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Re: Feld pachten oder Bewirtschaftungsvertrag?

Beitragvon langholzbauer » Di Okt 13, 2026 20:18

Meinst du jetzt Eigentum oder Besitz?
Auf dem Weg zum besseren Bewirtschafter wird leider zunehmend auch der Ertragswert vieler Flächen von den Marktteilnehmern geplündert.

T5060 hat geschrieben:
@JohnyD2250: Mittelfristig wandert das Land immer von schlechteren zum besseren Bauern. Es war noch nie anders.


Und aktuell ist es leider anders, weil Prämienoptimierung mehr kurzfristiges Einkommen generieren kann, als biologisch nachhaltige Bewirtschaftung.
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