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Fester Klärschlamm

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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18 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Fester Klärschlamm

Beitragvon Homer S » Di Jun 21, 2011 6:24

Hallo,

mir wurde vor einiger Zeit Klärschlamm angeboten. Jetzt bin ich an überlegen ob ich Klärschlamm ausbringen (lassen) soll. Ich denke der Boden kann es brauchen weil kein org. Dünger ausgebracht wird und ja der Kalk auch noch dabei ist.
Andererseits weiß ich nicht weil die Ausbringung ja auch behördlich Erfasst wird.
Angebaut werden jetzt Raps - WW - SG in zukunft villeicht Mais für BG. Klärschlamm stammt aus der Gegend.
Welche vor- bzw. nachteile hat man noch bei KS.
Homer S
 
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Re: Fester Klärschlamm

Beitragvon Crazy Horse » Di Jun 21, 2011 7:05

Ich hätte auch kein Problem damit, Klärschlamm auszubringen. Allerdings ist dies mit der Teilnahme am MEKA-Programm nicht vereinbar. Und auf das Geld will ich jetzt nicht unbedingt verzichten.
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Re: Fester Klärschlamm

Beitragvon CarpeDiem » Di Jun 21, 2011 8:43

@Homer S, stellst du keinen Antrag für Flächenprämien der EU??? Wenn ja, dann wüsstest du doch, dass es dort explizit eine Frage nach der gehabten und beabsichtigten Klärschlamm Ausbringen gibt, die du beantworten musst. Wenn du die positiv beantwortest bekommst du ein anderes Prüfkennzeichen, zumindest kannst du davon ausgehen, dass deine CC Verpflichtungen nach der Dünge-VO genauer unter die Lupe genommen werden.

Achtung das Problem in der Düngebilanz ist der Stickstoff. Du musst, so zumindest die Rechtsauffassung unserer Dienstleistungsdirektion, im Jahr der Ausbringung in voller Höhe erfassen. Fakt ist aber, dass dieser Stickstoff sich nur sehr langsam umsetzt, so dass du ihn pflanzenbaulich nicht anrechnen kannst.

Ansonsten musst du bei KS darauf achten einen seriösen Anbieter zu haben, die Maschinenringe sind da behilflich.
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Re: Fester Klärschlamm

Beitragvon hh85 » Di Jun 21, 2011 11:35

ich sag nur Schwermetalle...
da wurden schon Äcker abgetragen weil die jungen gemeint haben, sie können mit der Ausbringung Geld verdienen.
Bei mir gibts das nicht und gabs das nie!
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Re: Fester Klärschlamm

Beitragvon euro » Di Jun 21, 2011 12:44

hh85 hat geschrieben:ich sag nur Schwermetalle...
da wurden schon Äcker abgetragen weil die jungen gemeint haben, sie können mit der Ausbringung Geld verdienen.

Ahja?
Erklär mal welche, in welcher Menge (mg/kg) und wie die in die Kanalisation gelangt sein sollen!
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Re: Fester Klärschlamm

Beitragvon CarpeDiem » Di Jun 21, 2011 13:06

@hh85, da kommen halt die Vorurteile in Reinkultur wieder hoch. Bei der soliden Klärschlammausbringung wird dein Boden vor der Ausbringung untersucht. Dies erfolgt nicht nur mit einer nullachtfünfzehn Bodenuntersuchung sondern die vorhandene Belastung auf die von dir genennten Schwermetalle wird vorgenommen. Ebenso bekommst du eine Untersuchung für den ausgebrachten Klärschlamm. Wo ist das Risiko für dich??? Hast du über die Metalle in deinen Böden nachgewiesene Werte?? Hast du für deine mineralischen Dünger irgendwelche Analysen über Schwermetalle??? Ist dir bekannt, dass ungefahr die Hälfte der mineralischen Phosphatvorkommen weger ihrer Belastung mit Schwermetallen überhaupt nicht in die EU eingeführt werden dürfen??? Weisst du in welcher Form das von dir ausgebrachte Phosphat überhaupt wasserlöslich ist??? Hast du für deine Mineraldünger Haftungsübernahmeerklärungen wenn doch etwas schief gehen sollte???

Nur in einem Punkt gebe ich dir recht, die von interessierte Seite inszenierte Hetze gegen die Klärschlammverwertung in der Lw zeitigt ihre Früchte. Darf ich dir auch sagen, wer diese Zeche bezahlen wird, in toto die Landwirtschaft, sonst gar niemand!!!!
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Re: Fester Klärschlamm

Beitragvon SHierling » Di Jun 21, 2011 13:15

Carpe: da Du Dich da ja offenbar gut auskennst - weißt Du, wie da untersucht wird?
Ich hätte da nämlich auch Bedenken. Nicht, weil da nicht alles mögliche abgesichert und untersucht wird, das ist imho völlig ok und relativ risikoarm. Aber Untersuchen kann man auch nur auf das, was man vermutet bzw wissen will - wenn nun aber irgendjemand da illegal (oder zufällig, oder bei Hochwasser) irgendeinen Dreck einleitet, die Versuchung ist ja nun relativ groß, wer findet den und wer haftet dann?
Ich meine jetzt nicht vornehmlich Schwermetalle oder Dioxine, sondern zB so Sachen wie Hormone, oder andere unangenehme organische Substanzen.
Ich esse Fleisch, und ich weiß, warum.
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Re: Fester Klärschlamm

Beitragvon Crazy Horse » Di Jun 21, 2011 13:22

Hormone scheiden aber auch Schweine und Rinder aus. Insofern gilt für den Klärschlamm nichts anderes als für die Gülle. Ich will mal mutmaßen, dass Du in der Schweinegülle mehr Hormone findest als im Klärschlamm.
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Re: Fester Klärschlamm

Beitragvon euro » Di Jun 21, 2011 13:35

Naja, wenn ich jetzt mal unsere (jährliche) Endsubstratanalyse mit der von dem hier angebotenen Klärschlamm vergleiche fällt schon einiges auf
-Klärschlamm enthält unheimlich Magnesium und sehr viel Phosphor
-von den Schwermetallen her ist Zink relativ hoch
-Verschiedene Samen sind nicht abgetötet (merkt man wenn Tomaten auf dem Haufen wachsen)
-die Keimbelastung ist höher als bei Endsubstrat
-die 20% zugesetzter Kalkmergel sind ackerbaulich sehr positiv

Will auch nicht verheimlichen wo es bei uns beim Endsubstrat harkt
-Zinkwerte sind nah der Grenze

In der Literatur liest man immer das es sich hierbei um Abnutzung von Stalleinrichtungen handelt.
Das glaube ich nicht, denk eher dass die Hühnerkacke und entsprechend das Hühnerfutter dafür verantwortlich sind.
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Re: Fester Klärschlamm

Beitragvon euro » Di Jun 21, 2011 13:37

Crazy Horse hat geschrieben: Ich will mal mutmaßen, dass Du in der Schweinegülle mehr Hormone findest als im Klärschlamm.


Es gab da mal ne Untersuchung, deren Fazit war dass weibliche Menschen mehr Antibabypillen schlucken als weibliche Schweine.
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Re: Fester Klärschlamm

Beitragvon CarpeDiem » Di Jun 21, 2011 13:44

@SHierling, nun gut, dass jemand irgendeinen Dreck untermixt entweder mit Vorsatz oder fahrlässig, das kannst du nicht ausschliessen, aber nicht nur beim Klärschlamm, sondern in allen Lebensbereichen. Ich habe doch beispielsweise erlebt in den langen Berufsjahren, dass irgendwelche Wirkstoffe in Pflanzenschutzmitteln vor vierzig Jahren das non plus ultra waren, heute wurde die noch nicht einmal jemand mit Schutzanzug anfassen. Da sind die Dinge im Fluss!
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Re: Fester Klärschlamm

Beitragvon hh85 » Di Jun 21, 2011 16:06

Fakt ist: In vielen Zertifizierungen ist die Ausbringung von Klärschlamm ein K.O.-Kriterium!
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Re: Fester Klärschlamm

Beitragvon CarpeDiem » Di Jun 21, 2011 16:59

@hh85, ändert aber nichts an den von mir beschriebenen Tatsachen. Du kannst dich auch mit Verarbeitern unterhalten, die sagen dir ganz einfach, dass die Kunden dies fordern. Aber freue dich da nicht zu früh. Die Hetze gegen die Lw geht weiter, vlt. kannst du irgend wann keine Milch mehr aus einem Boxenlaufstall, oder kein Schwein mehr von einem Spaltenboden verkaufen. Die k.o. Kriterien sind wandelbar!
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Re: Fester Klärschlamm

Beitragvon hh85 » Di Jun 21, 2011 19:53

Das gehört jetzt zwar nicht mehr zum Thema Klärschlamm, aber das will ich jetzt schon los werden:
Hetze find ich hart. Niemand ist interessiert die Landwirtschaft zu zerstören, klar sind oft Steine im Weg die nicht sein müssen. Aber man darf den Stellenwert der Landwirtschaft in der Gesellschaft nicht unterschätzen, sie wird eine Art MUSS. Von ihr erwartet man in Zukunft Lebensmittel (regional); und Energie...
Ich denke, im Sinne der Verbraucher muss man sich in manchen Produktionsrichtlinien anpassen, um eben die K.O.-Kriterien einzuhalten. Stichworte: Rückverfolgbarkeit und Produktsicherheit!
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Re: Fester Klärschlamm

Beitragvon SHierling » Di Jun 21, 2011 20:05

Crazy Horse hat geschrieben:Hormone scheiden aber auch Schweine und Rinder aus. Insofern gilt für den Klärschlamm nichts anderes als für die Gülle. Ich will mal mutmaßen, dass Du in der Schweinegülle mehr Hormone findest als im Klärschlamm.

ROTFL - Deine "Mutmaßungen" in allen Ehren, aber die kannst Du Dir übers Klo hängen. Im Vergleich zu dem, was die Frauen dieser Nation mit der Pille JEDEN TAG ins Klo pinkeln, sind die Behandlungen der Nutztiere nicht mal der Rede wert.

Auswirkungen auf das Ökosystem [Bearbeiten]

Das synthetische Östrogen Ethinylestradiol, welches in den meisten Antibabypillen verwendet wird, wird wieder über den Urin ausgeschieden. Heutige Kläranlagen können diese Chemikalien nicht entfernen, wodurch sie in den natürlichen Wasserkreislauf gelangen und letztlich u. U. wieder in das Trinkwasser. Diese Form der Umweltverschmutzung hat nachweislich Auswirkungen auf das Ökosystem. Nachgewiesen sind Effekte auf Wasserlebewesen, einschließlich Fische, Frösche und Zooplankton. Die Feminisierung von männlichen Fischen bis hin zum Produzieren von Eiern ist ein bekannter Effekt. Auch lassen sich Veränderungen bei weiblichen und männlichen Fischen an Niere und Leber feststellen sowie eine Verlangsamung des Fortpflanzungszyklus.[19](Wiki)

Gibt noch mehr und bessere Quellen, aber dafür reichts wohl.
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