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Flurneuordnung

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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21 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Flurneuordnung

Beitragvon fränk » So Mär 23, 2014 22:10

Hallo,

ich habe bewirtschafte einen kleinen landwirtschaftlichen Nebenerwerb mit Milchkühen u. etwas Ackerbau!
Nun wird eine Flurbereinigung angeordnet, es läuft eine einjährige Vorbereitungszeit das Verfahren wir mit Sicherheit durchgeführt werden.
Ich habe hier einige ha in fast direkter Hoflage, nur über einen Feldweg vom Betriebsgebäude getrennt,
dafür in absoluter Dorfrandlage! Dieses Grundstück hat mehrere Flurnummern aber dennoch eine Gesamtgröße von mehr als 3 Hektar.
Dieses ist zwar nicht als Bauerwartungsland ausgezeichnet würde sich aber sicherlich mal als Bauplätze genutzt werden können.
Sehr gerne würde ich diese Fläche aus dem Verfahren herausnehmen da hier eine ausreichende Größe vorhanden wäre und auch kein Wegebau dafür erbracht werden muss. Mein Sohn würde dort gerne mal Bauen auch wäre es der ideale Platz mal meinen Betrieb zu erweitern oder verändern (Mutterkuhhaltung mit Auslauf) .
Leider liegt diese Fläche auch für einen anderen Landwirt günstig um sich später mal erweitern zu können....
Und dieser Landwirt wird mit Sicherheit der Vorstand der künftigen Flurbereinigung!
Habe ich da als Nebenerwerbsbauer überhaupt eine Möglichkeit meine Flächen gegen einen Haupterwerbsbetrieb zu behalten.
Was passiert wenn ich meinen Sohn zumindest eine Fläche von etwas 1000m2 als Bauplatz übertrage kommt diese Fläche
dann raus aus dem Verfahren?

Gruß Fränk
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Re: Flurneuordnung

Beitragvon Paule1 » Mo Feb 16, 2015 9:21

Und Fränki was ist geworden??
„Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, daß er tun kann, was er will, sondern daß er nicht tun muß, was er nicht will. “
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Re: Flurneuordnung

Beitragvon Paule1 » So Sep 24, 2017 9:14

Erneute Frage an Fränki, hast Du Deine Acker noch oder wieder?
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Re: Flurneuordnung

Beitragvon Jupiter6x6 » Mo Sep 25, 2017 11:21

Letzte Anmeldung:
Mi Mai 21, 2014 20:47


Ob da noch ne Rückmeldung kommt ;-)

Gruss
Kami
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Re: Flurneuordnung

Beitragvon Neo-LW » Fr Okt 27, 2017 7:27

Moin,

also ich kann nicht meckern.

Bei der letzten Flurbereinigung sind es bei mir ca. 2'000 m² Acker mehr geworden.


Olli
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Re: Flurneuordnung

Beitragvon Sottenmolch » So Okt 29, 2017 10:10

Warst du wohl in der Vorstandschaft?

Gruß
Sottenmolch
 
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Re: Flurneuordnung

Beitragvon Neo-LW » So Okt 29, 2017 11:06

Moin,

nein.

Ich habe reklamiert, daß eine der neuen Flächen hinten einen 88°-Winkel hat.
Das ist ja signifikant abweichend von 90°.
Wie soll man da vernünftig Rüben anbauen, und roden ?
Also Erschwerniszulage angefordert.

Olli
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Re: Flurneuordnung

Beitragvon T5060 » So Okt 29, 2017 11:58

Die Schätzungsgrundlagen bei der Flurbereinigung sind hoffnungslos überaltet :

1.) Waldschatten wird unterbewertet
2.) Unterirdisch verlegte Leitungen werden bei Mängeln nicht gewürdigt
3.) Die Bodenschätzung wird überbewertet
4.) Man sollte zusehen, dass die eingebrachten Flächen besser geschätzt sind
und dass die erhaltenen Flächen schlechter geschätzt sind, gibt mehr Hektar
5.) Die Ausrichtung zur Sonne wird ignoriert
6.) Die Entfernung zum Ort auch
7.) Die Gefahr mal WSG oder NSG zu wird auch ignoriert
8.) Die Möglichkeit der Betriebs-/ Betriebszweigaussiedlung wird auch untergewichtet
9.) Der Naturschutz hat eine Neugestaltung der Wirtschaftswege ausgehebelt
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
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Re: Flurneuordnung

Beitragvon Paule1 » Mo Okt 30, 2017 7:16

Und wie wären dann die Neuen Vorgaben?

-Abstand zum Verpächter?
-Zum Baugebiet
-Zum Zukunftsbetrieb
-zum finaziel stärksten Betrieb
- zum Kreditgeben und seinen bereits vorhanden Flächen Flächen(wegen späterer Zusammenlegung)
-

dann geht gar nix mehr wie in vielen Gemeinden, so werden zumindes die Gierigen Biogaser uns sonsiten Pachthai etwas fern gehalten wenn die größten Felder kaum über einm ha liegen :idea:
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Re: Flurneuordnung

Beitragvon AEgro » Mo Okt 30, 2017 8:17

T5060
ich geb dir in allen Punkten recht.
ausser Punkt 5.
Auf Gemarkungen mit sehr unterschiedlichen Böden spielt es je nach Betriebsausrichtung eine erhebliche Rolle , welche Bodenqualitätund oder z.B. Hanglagen du neu zugeteilt bekommst.
Ich kann dir von unserem Betrieb berichten.
Mein Vater bekam bei der Flurbereinigung Anf. der 80-er Jahre 9,9 % weniger Fäche zugeteilt als ins Verfahren eingebracht hat. Grund bessere Bodenqualitäten.
- Wir haben überlegt u. Erkundigungen eingeholt um gegen die Neuzuteilung zu klagen. Die Alternativen wären deutlich schlechter gewesen -
Nachdem er auch noch einige Pachthektare verlor, stellte sich die Frage ob der Betrieb noch im Vollerwerb weiter geführt werden kann.
Das waren einige harte Jahre bis der Betrieb durch Zukauf u. Pacht wieder eienigermassen gepasst hat.
Im Nachhinein bin ich aber froh, daß die Bodenqualitäten, Flächenzuschnitte u. Lagen so sind und über dem Durchschnitt unserer Gegen liegen.
2/3 der Flächen sind rübenfähig mit guten Erträgen.
In Zeiten ständig steigender Kosten u. Auflagen wird es immer wichtiger, daß Aufwand u. Ertrag noch in passendem Verhältniss sind - trotz Hektarprämien.
Gruß AEgro
Es gibt Tage, da komm ich einfach mit dem Kopfschütteln nicht hinterher !
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Re: Flurneuordnung

Beitragvon T5060 » Di Okt 31, 2017 14:42

Die Bewertungsregeln für die Flurbereinigung sind uralt, veröffentlicht um 1950, die Grundlagen dazu müssen dann etwa von 1920 - 1940 entstanden sein.
Seit her haben sich die Genetik der Pflanzen, die Nährstoffversorgung und der Bodenzustand, wie auch die Bewirtschaftung und Mechanisierung verändert.

Mit Raps und Mais haben wir zwei sehr starke Pflanzen in der Fruchtfolge, die einfach Sonne brauchen.
Ebenso trocknen Sonnenhänge schneller ab, besonders bei tonig/lehmigen Boden.
Letztendlich kann man die Möglichkeit der PVA Nutzung nicht ignorieren, bisweilen war dieses Argument mal wertprägender wie Baugelände.

Diskussion hierzu analog zu Themen wie Waldschatten, Straßenbegleitgrün oder Bewuchs / Anpflanzung Nachbarparzelle.

Thema hatten wir schon beim VG Kassel, kam aber nicht zum Urteil, weil die Parteien sich verglichen haben.
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Re: Flurneuordnung

Beitragvon Paule1 » Fr Okt 09, 2020 15:00

Ob die Bauern damit zufrieden sind wissen wir nicht interessiert ja keine Sau hauptsache die Naturschützer, sie zwingen "fremdes Eigentum" ihren Zielen zur Verfügung zu stehen :idea: Somit können sich viele mit Frenden Federn schmücken :mrgreen:


Staatspreis
Wettbewerb Land- und Dorfentwicklung

Die Flurneuordnung Thierhaupten im Lkr. Augsburg erhält einen Staatspreis für die Anlage eines einzigartigen Biotopverbunds.

BildBild
https://www.bbv-ls.de/thierhaupten-staatspreis
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Re: Flurneuordnung

Beitragvon marius » Fr Okt 09, 2020 16:28

Paule1 hat geschrieben:so werden zumindes die Gierigen Biogaser uns sonsiten Pachthai etwas fern gehalten


Also gerade Paule als zukünftiger Auslaufbetrieb sollte froh sein, wenn sich noch Pächter finden.
Viele Landwirte sind bei mikriger Rente auf Pachteinnahmen angewiesen.

Gerade ein aktueller Fall :

Hat mich erst neulich ein guter Bekannter angejammert das sein Bruder den Hof mit nur 40 Jahren geschlossen und verpachtet hat, und er als weichender Erbe keine Grundstücke bekommen hat.
Da herrscht jetzt Eiszeit.
Da musste ich dann mal beschwichtigen weil ich deren Verhältnisse und den Bruder kenne : Zum einen war der Hofnachfolger geschätzte 10 oder 15 Jahre vor der Hofübergabe Zuhause auf dem Hof als kostenlose AK beschäftigt.
Zum anderen wird er wie überall üblich monatlich einen Betrag an die Übergeber bezahlen müssen + Wohnung usw.
Und Allgemein : Braucht ein stillgelegter Betrieb die ersten 10 ha Pachteinnahmen nur für den Unterhalt der Altgebäude ( Versicherung, Sanierung, oder auch mal ein teurer Abriss )
Und der eben genannte Betrieb hat Eigentum eh nicht viel mehr als 10 ha.

Auch wenn T5060 immer schreibt wie reich Landwirte wären, sieht die Lage, wenn man alles berücksichtigt bei wenig Eigenfläche schon anders aus. Da reichen die Pachteinnahmen bei den vielen Kleinbetrieben mit wenig Fläche gerade mal für den Unterhalt vom Leerstand aus.

Zudem werden Pachtpreise inflationsbereinigt deutlich sinken, dass steht fest. Die Kosten, Abriss, Unterhalt, Versicherung gehen bei anziehender Inflation jährlich weiter hoch, und bald durch die Decke.

Da wird mancher Landwirt in Rente, bei mikriger Rentenhöhe, seine Flächen Stück für Stück verkaufen müssen. Auch da kenne ich Fälle.
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Re: Flurneuordnung

Beitragvon Paule1 » Fr Okt 09, 2020 16:43

Nach der Flubereinigung haben manche Betriebe 1-2 oder 3 Flächen, füher waren die kleine Äcker das Fondssparen von heute, wer Geld hatte kaufte diese wer Geld brauchte verkaufte sie, ohne vom Staat durch Steuern abgezockt zu werden. :klug:

Somit ist die Flurneuordnung oft nur für Wirtschaftende Betrieb von Vorteil :idea:
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Re: Flurneuordnung

Beitragvon Grimli » Fr Okt 09, 2020 17:27

Also wir haben jetzt mit 5 Leuten einen freiwilligen Landtausch gemacht und sind alle sehr zufrieden. Verfahren lief auch über die Flurbereinigungsbehörde. Es musste nur das getauscht werden was auch jeder tauschen wollte. Auf Wegebau muss man dann aber verzichten.
Flurbereinigungen würde es bei uns niemals im großen Stil geben da einige wie Kirche und Naturschutz immer auf Bauland spekulieren und von vornherein ihr Veto einlegen.

Einziger Wehrmutstropfen eine nach Urkataster eingebrachte Fläche war nach Neuvermessung um einiges Kleiner als im Grundbuch eingetragen (unterschiedliches Längemaß). Da wurde mir dann jetzt im Nachhinein Land für Abgezwackt. Kann aber nicht meckern, hab quasi im Zuge des selben Tausches, vor 10 Jahren, schon genau vom umgekehrten Fall profitiert.
Wo meiner Wegfläche dann plötzlich qm Zugeschlagen wurden weil die angrenzenden Flächen neu vermessen wurden. Einmal -400 qm und einmal + 600 qm bin ich sogar im Plus nur nicht Geldausgleichsmäßig da das Land damals billiger war :prost:
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