Maschinenring Shop

  • Foren-Übersicht
  • Galerie
  • Chat
    Erweiterte Suche
  • Ändere Schriftgröße
  • Druckansicht
  • FAQ •
  • Datenschutzerklärung •
  • Nutzungsbedingungen • Registrieren • Login
Auto-Login

Aktuelle Zeit: So Sep 27, 2026 23:59

Forstpflanzung im Herbst oder Frühjahr

Hier ist nun auch ein Platz für Diskussionen rund ums Holz.

Moderator: Falke

Antwort erstellen
18 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
  • Mit Zitat antworten

Forstpflanzung im Herbst oder Frühjahr

Beitragvon Pedro 1 » Fr Sep 04, 2026 8:13

Hallo zusammen!

Ich weiß, es ist ein leidiges Thema und niemand hat eine Glaskugel. Trotzdem würde mich eure Meinung zu meiner aktuellen Situation interessieren.Die Ausgangslage:Extrem steiler Südhang auf ca. 1.300 m Seehöhe. Es müssen 1.200 Containerpflanzen in die Erde (60 % Lärche, 30 % Fichte, 10 % Douglasie).Bisher haben wir immer im Frühjahr gepflanzt. Hätten wir das allerdings dieses Jahr getan, wären die Pflanzen wegen der extremen Trockenheit/Hitze wohl zu 100 % eingegangen. Deshalb tendiere ich aktuell stark zur Herbstpflanzung.Wie seht ihr das auf dieser Höhenlage und Ausrichtung? Wer hat Erfahrung mit Herbstpflanzungen unter solchen Bedingungen?
Pedro 1
 
Beiträge: 163
Registriert: Mo Nov 26, 2018 23:23
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Forstpflanzung im Herbst oder Frühjahr

Beitragvon langholzbauer » Fr Sep 04, 2026 8:58

Hallo
Du beantwortest die Frage ja schon selbst.
Frühjahrspflanzung ist riskanter wegen Austrocknung.
Was spricht gegen eine Herbstpflanzung?
Hackst du noch eine kleine Platte um die Pflanze, kann über Winter mehr Feuchtigkeit in den Platz eindringen und sie kann vom 1.Vegetationstag an loswachsen.
Bauer aus Leidenschaft für Land und Wald...
langholzbauer
 
Beiträge: 14842
Registriert: Fr Okt 19, 2012 22:08
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Forstpflanzung im Herbst oder Frühjahr

Beitragvon Pedro 1 » Fr Sep 04, 2026 20:00

Die größte Sorge im Herbst ist A der Schneedruck und B der Wildverbiss. Das würde im Frühjahr wegfallen
LG Pedro
Pedro 1
 
Beiträge: 163
Registriert: Mo Nov 26, 2018 23:23
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Forstpflanzung im Herbst oder Frühjahr

Beitragvon Falke » Fr Sep 04, 2026 20:03

Wildverbiss fällt nie weg.

A.
Benutzeravatar
Falke
Moderator
 
Beiträge: 26409
Registriert: Mo Dez 15, 2008 20:15
Wohnort: SüdOst-Kärnten, AUSTRIA
  • Website
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Forstpflanzung im Herbst oder Frühjahr

Beitragvon fasti » Fr Sep 04, 2026 20:23

Hallo,

ich hab einige mal im Herbst gepflanzt werden der Austrocknung im Frühjahr und alles Tiptop. Vor 2 Jahren im Oktober gepflanzt und im Februar war alles braun. Die Ursache war so simpel wie ärgerlich. Den ganzen November und Dezember war es tagsüber nebelig und der Tau ist den Stängel runtergelaufen und in der Nacht hat es Forst und der gefrorene Tau hat die Rinde abgelöst. Hab dann im Frühjahr nachgepflanzt und es hat ausreichend geregnet und die Pflanzen haben sie prächtig entwickelt.
fasti
 
Beiträge: 758
Registriert: Fr Mai 18, 2007 20:10
Wohnort: Bayern
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Forstpflanzung im Herbst oder Frühjahr

Beitragvon Steyrer8055 » Sa Sep 05, 2026 5:43

Hallo!
Meine Regel Nadel im Herbst, Laub im Frühjahr!
Setzte Nadel ( KüT u. Dgl) im Frühjahr, kam in eine Hitzeperiode alle verdörrt.

mfg Steyrer8055
Steyrer8055
 
Beiträge: 3800
Registriert: Mi Nov 09, 2016 13:23
Wohnort: Vorarlberg / Austria
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Forstpflanzung im Herbst oder Frühjahr

Beitragvon DMS » Sa Sep 05, 2026 6:35

Die Regel vom Steyrer -Nadel im Herbst- ist m. Mng. nach sehr praxistauglich.
Bei den geschilderten Voraussetzungen sind aber andere Punkte viel wichtiger bzw. eine Strategie m.A. nach viel viel wichtiger. Ohne Verbissschutz würd ich niemals was pflanzen, es sei denn die Fläche wird danach konsequent bejagt. Sonst ist doch alles für die Katz. Des Weiteren würde ich die Pflanzzahl von 1200 auf 2-3 Aktionen verteilen. Grund: 400 frisch Gepflanzte kriegt man allein noch sehr gut in den Griff, falls mal wieder Monate ohne Regen während der Anwachsphase. 1200 wird -allein- schon eine große Qual. Zu überlegen ist auch, weil ja diese Trockenheit schon zur Regel geworden ist, vorsorglich Wasser hinzustellen -für den Notfall- (mach ich aber auch nicht, aber ich seh es sehr vereinzelt). In der Trockenkrise hat man dann ja immer keine Zeit da erst noch Wasser zu beschaffen, hinzustellen u n d zu verteilen. So stehts schon da.
Die Lärchen sind ja sehr trockenresistent, das ist schon mal ein großer Vorteil. Mir ist noch keine Einzige vertrocknet. Fazit: Lieber aufteilen, das ist noch rel. leicht in den Griff zu kriegen (auch Verbissschutz macht ja Arbeit), als eine Gewaltaktion und 70% fallen aus. Ich würds so machen -bei meinen Verhältnissen, Erfahrungen, und Voraussetzungen. Kann aber bei Jedem auch anders sein, nur so als Anregung. Die Trockenheit kommt ja leider nun regelmäßig, auf gute Verhältnisse zu spekulieren ist schon ein hohes Risiko.
Die Großen werden aufhören zu herrschen, wenn die Kleinen aufhören zu kriechen. Ich bin kein Untertan.
Es braucht weder Herrn noch Knecht, dann ist die Welt gerecht.
DMS
 
Beiträge: 2532
Registriert: Sa Okt 19, 2013 15:41
Wohnort: Nordostoberfranken
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Forstpflanzung im Herbst oder Frühjahr

Beitragvon langholzbauer » Sa Sep 05, 2026 12:03

Pedro 1 hat geschrieben:Die größte Sorge im Herbst ist A der Schneedruck und B der Wildverbiss. Das würde im Frühjahr wegfallen
LG Pedro

Beides muss der Setzling im folgenden Winter auch durchstehen.
Gegen Verbiss kann man beim Pflanzen direkt etwas unternehmen.
Aber wichtiger bleibt da eine gute Zusammenarbeit mit der Jagd.
Pflanzt mann im Herbst nicht zu früh, gehen bzw. sind die Pflanzen in der Winterruhe.
Dann hat das Biom der Wurzelballen mehrere Monate Zeit um sich an den Standort anzupassen, bevor die heiße Phase des Frühjahrsaustriebes beginnt.
Pflanzt du im Frühjahr, kommt neben dem jährlichen Frühjahrsstress noch der Pflanzschock und die gestörten Kapillaren zur sicheren Wasserversorgung oben drauf.

Laubholz bevorzugt im Frühjahr zu setzen kommt mehr aus schlechten Erfahrungen mit Mäusen auf Kahlflächen, die sich dann über Winter zu gern an der Rinde der gedüngten Setzlinge aus den Baumschulen bedienen.
Bauer aus Leidenschaft für Land und Wald...
langholzbauer
 
Beiträge: 14842
Registriert: Fr Okt 19, 2012 22:08
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Forstpflanzung im Herbst oder Frühjahr

Beitragvon Agrofarm 410 » Mi Sep 09, 2026 19:02

Hallo zusammen, die Pflanzzeit steht ja vor der Tür wer pflanzt was und wie viel?
Ich hab vor heuer 165 Stieleichen als Nachbesserung,50 Winterlinden in eine Kultur mit Mäuse Schäden Mäuse mögen ja keine Winterlinden,35 Roteichen und 25 Küstentannen.
Agrofarm 410
 
Beiträge: 409
Registriert: So Sep 27, 2015 18:22
Wohnort: Bayern
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Forstpflanzung im Herbst oder Frühjahr

Beitragvon MF-133 » Do Sep 10, 2026 12:27

Die Art der einzelnen Parzellen von mir bringt es mit sich, dass ich nur kleine Mengen pro Jahr pflanze. In den letzen Jahren ist eine Parzelle von 30 Ar dran, auf der 2018 der 1956 gepflanzte Bestand zu ca. 2/3 wegen Trockenheit und Käferbefall verreckt ist. Südhang vollsonnig, trocken, Mergelboden. Endloser Besatz mit Brombeere und Holdunder.
Ich entnehme im Frühjahr Wildlinge, stecke sie selber in Töpfe und pflanze im Herbst raus. Immer um die 100 Stück in den letzten Jahren. Einzelbaumschutz, Pflanzung in Gruppen. Es funktionierte wunderbar. Sehr wenig Ausfall. Jedoch hat die Hitze dieses Jahr das meiste zunichte gemacht. Das diesjährig Gepflanzte ging gut an und ist dann ab Juli nach und nach krepiert. Nadelbäume (Dougl. und Schwarzkiefer) vollständig Laubbäume (Traubeneiche und einige Baumhasel) zu über 50%. Auch sind die vor 2-3 Jahren gepflanzten zu einem Großteil ebenfalls noch eingeggangen. Sehr frustierend...
Warum ich das schreibe: Es kann beim Pflanzen alles richtig laufen, jedoch ist das Ding mit der Trockenheit unberechenbar geworden.
Ich bleibe bei Herbst und "selbstgemachten" Topfpflanzen. In wettermäßig halbwegs normalen Jahren bin ich damit gut gefahren: Kein Trockenstreß im i.d.R. feuchteren Herbst. Frost spielt keine Rolle, weil der Baum im Wurzelballen ja fest verwurzelt ist. Natürlich darf der Boden beim Pflanzen nicht gefroren sein.Man sperrt sonst den Frost gewissermaßen im Pflanzloch ein.Frostbrand an den Wurzeln ist die Folge. Wurzelnackte Pfl. nehme ich gar nicht mehr: Schade um die Arbeit. Wenn ich eine Baumart nicht habe (Schwarzkiefer...), kaufe ich im Frühjahr und setze sie wie die eigenen Wildlinge selber in Töpfe.
Dass ich so "häppchenweise" pflanze, hat verschiedene Gründe: Ganz oben : kein Zeitdruck bei Setzen und Drahthosen dranmachen. Dann natürlich: Risikostreuung. Schlussendlich ist es billliger als teure Topfpflanzen zu kaufen. Außerdem verändert sich die Lage auf der Parzelle ja: Heuer sind von den verbleibenen paar Altbäumen noch mal einige verdorrt, also wieder nachpflanzen. Zu der Zahl im Ausgangpost: 1200 Stück in den Boden zu bringen, ist schon eine Hausnnummer. Dazu sollte man die Fläche vorbereiten. Gebüsch und Astwerk weg, vielleicht auch Baumlöcher vorher graben. Mit ein wenig Grlück regnet es noch drauf und verbessert die Chancen des Anwachsens.
MFG
MF-133
 
Beiträge: 2684
Registriert: Mi Nov 09, 2005 22:31
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Forstpflanzung im Herbst oder Frühjahr

Beitragvon Pedro 1 » Do Sep 10, 2026 21:01

Hallo MF-133,

danke für deinen Vorschlag! Deine Lösung ist an sich nicht schlecht, würde bei mir aber leider nicht funktionieren. Ich muss so schnell wie möglich aufforsten, damit der Beiwuchs nicht schneller ist als meine Kultur.Wenn ich so vorgehen würde wie du, würde das Projekt sicher 10 Jahre dauern. Bis dahin hätten die Himbeer- und Erlensträucher bereits alles überwuchert. Im Moment ist die Fläche noch halbwegs kahl, sodass ich die Pflanzen direkt und ohne vorheriges Freischneiden setzen kann. Diese Chance muss ich jetzt nutzen.Viele GrüßePedro
Pedro 1
 
Beiträge: 163
Registriert: Mo Nov 26, 2018 23:23
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Forstpflanzung im Herbst oder Frühjahr

Beitragvon langholzbauer » Do Sep 10, 2026 21:29

Echt jetzt?
Habt ihr auf ü 1000m Seehöhe noch zu viele Erlen???
Ich kenne die hier in Thüringen nur als Zeigerart für gute Wasserversorgung und sehr tolerant gegenüber Bodenverdichtung.
Aber dafür wird sie im Wald sehr gern vom Wild angenommen.
Was das Reh in der Jugend nicht an Trieben verbeißt, schält in einem harten Winter das Rotwild im Wald, wenn es durch den Schnee in der Schonzeit vom Rennsteig runter gedrückt wird.
In so Jahren lege ich absichtlich Mitte Januar einige Erlen in den Auen um, damit das RW im Wald weniger zu Schaden geht.
Das kennt mann ja auch ebenso bei Ki.
Bauer aus Leidenschaft für Land und Wald...
langholzbauer
 
Beiträge: 14842
Registriert: Fr Okt 19, 2012 22:08
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Forstpflanzung im Herbst oder Frühjahr

Beitragvon Pedro 1 » Di Sep 22, 2026 21:41

Kurzes Zwischenresümee:
Jetzt teile ich die Fläche auf. Die eine Hälfte in zwei Wochen, den Rest im Frühjahr. Bin gespannt, was die bessere Entscheidung war!?Hinzu kommt ein neues Problem: Pflanzenschutzmittel (Cervacol und ein Mittel gegen den Rüsselkäfer). Bei uns in Österreich ist das so geregelt, dass du es erst nach einem dreitägigen Kurs bekommst.Bei aller Liebe, aber so ein Schwachsinn ist kaum zu ertragen. Zum Rasieren ist das Mittel kaum geeignet, also werde ich wohl oder übel die Topfpflanzen damit behandeln. So eine Raketenwissenschaft ist das auch wieder nicht. Aber jetzt muss ich mir wieder einen suchen, der einen solchen Ausweis besitzt und für mich das Zeug besorgt. Einen Dealer, sozusagen, als ob ich nichts anderes zu tun hätte. LG pefroì
Pedro 1
 
Beiträge: 163
Registriert: Mo Nov 26, 2018 23:23
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Forstpflanzung im Herbst oder Frühjahr

Beitragvon Höffti » Mi Sep 23, 2026 5:05

Ein gut gemeinter Rat noch: Mach mal zur Probe ein Pflanzlich in den Waldboden und schau, ob da wenigstens ein bisschen Feuchtigkeit da ist, bevor Du die Pflanzen holst.

In meiner Gegend kommt nach zwei Zentimeter weiterhin trockener Staub. Da sollte man mMn warten, bis mal ergiebig Regen gefallen ist.
Höffti
 
Beiträge: 5883
Registriert: Fr Mär 18, 2022 9:46
Wohnort: Bayern
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Forstpflanzung im Herbst oder Frühjahr

Beitragvon Steyrer8055 » Mi Sep 23, 2026 7:25

Hallo Pedro1!
Da wirst du in Österreich niemand Privaten finden, der sich für dich einsperren lässt! Würde mich wundern wenn es anderst wäre. Habe den Ausweis u. weis wie man ihn verliert.
Aus welchem Bundesland kommst du?

mfg Steyrer8055
Steyrer8055
 
Beiträge: 3800
Registriert: Mi Nov 09, 2016 13:23
Wohnort: Vorarlberg / Austria
Nach oben

Nächste

Antwort erstellen
18 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2

Zurück zu Forstwirtschaft

Wer ist online?

Mitglieder: Bing [Bot], Google [Bot], Google Adsense [Bot]

  • Foren-Übersicht
  • Das Team • Impressum • Alle Cookies des Boards löschen • Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Forum Group • Deutsche Übersetzung durch phpBB.de
phpBB SEO Design created by stylerbb.net & kodeki