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Frage an die Körnermaisexperten

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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28 Beiträge • Seite 2 von 2 • 1, 2
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Re: Frage an die Körnermaisexperten

Beitragvon wastl90 » Di Jun 05, 2018 13:50

heico hat geschrieben:Bei uns hat die Aufnehmende Hand den Mais druschfrisch 14 Tage lang umgeschaufelt, weil die Trocknung defekt war und sie keine Lust hatten eine 2. Trocknung in Betrieb zu nehmen. Ich hab das gesehen. Die Ware wird dann ins Fertigfutter gemischt.

Und dann wundert man sich über schlechte Leistungen im Stall :D

Ja solch eine ähnliche Aktion habe ich auch schon gesehen - das sieht nicht sehr gut aus und ist nicht zu empfehlen.
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Re: Frage an die Körnermaisexperten

Beitragvon Family Guy » Di Jun 05, 2018 20:02

Ein wenig mehr als 6Tonnen Körnerertrag sollten es schon sein, schließlich kann ich beregnen. Realitisch sind bei uns im Landkreis 460 bis 500 dt Silomais, kann man darüber Rückschlüsse auf einen möglichen Kornertrag machen?
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Re: Frage an die Körnermaisexperten

Beitragvon elchtestversagt » Di Jun 05, 2018 21:04

Du bist ja quasi "auf demselben Breitengrad"....wie wir, rechne mal mit 10to Nassertrag in ganz schlechten Jahren bis hin zu 16to. Nassertrag in sehr guten Jahren.

Hier gibt es auch noch einige Landwirte, die selber trocknen, teils auch mit Wagentrocknungen.
Die stellen die Anhänger abends bei den Feldern ab, irgendwann kommt dann der LU wenn der eh auf dem Weg vorbei kommt und drischt die noch ebend voll.
Morgens werden die Wagen geholt, die Trocknung gefüttert und das Spiel geht alle zwei/drei Tage von neuem los.
Die Frage bei dir ist halt die, wieviele LU dreschen Mais, und würden einen solchen Aufwand machen.
Vergangenen Herbst mit Kollegen aus den nördlichen Ammerland gesprochen, die dreschen, wenn der LU aus dem Nachbarkreis kommt, egal, wie "reif" der Mais ist. Hat er jetzt zwei Jahre gemacht und die Schnauze voll.
Denn in der Gegend gibt es weit und breit kein Körnermais mehr, nur noch Futternutzung und vor allen Dingen Biogas, Biogas und Biogas. Vor dem EEG 2008 wurde auch dort viel gedroschen.
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Re: Frage an die Körnermaisexperten

Beitragvon marius » Di Jun 05, 2018 21:26

kann man darüber Rückschlüsse auf einen möglichen Kornertrag machen?


Bei unseren Top Böden sind beim Silomais laut örtlicher LSV so 230-240 dt TM /ha in guten Jahren problemlos möglich.
Teilweise gar noch darüber.
Das entspricht :
Mein letzter Körnermais brachte nass 162 dt/ha bei 31 % waren dann rund 130 dt/ha trocken mit einem Erlös von 1950 Euro/ha. Wenn ich noch den Nährstoff und Humuswert vom Körnermaisstroh ansetze komm ich auf 2200 Euro/ha Erlös ohne Prämie.
Allerdings mehr Arbeit und mehr Kosten ( dreschen usw ) gegenüber Verkauf als Silomais ab Feld.
Als Silomais bringt ein vergleichbarer mit 230 oder 240 dt TM/ha Ertrag in guten Jahren schon auch gutes Geld von meinem Biogaser.
Beim Körnermais sind halt die Niederschläge zur richtigen Zeit besonders wichtig.

Ich hab früher immer als Faustformel zum Körnermaisrtrag den Silomais TM Ertrag / ha als Richtlinie hergenommen, also z.b. 240 dt TM /ha : 2 sind dann 12 Tonnen/ha Körnermais trocken. Da kam ich ganz gut hin.
Ist aber nur eine grobe Formel ,kommt auch auf die Sorte/Sortentyp an und auf die Niederschlagsverteilung.
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Re: Frage an die Körnermaisexperten

Beitragvon Flecki_aus_Bayern » Di Jun 05, 2018 21:39

Wo der nur herkommt...
Bei uns sind manche Biogasanlagen mit einem Futtervorrat für 2 Jahre gesegnet. Wenn du da ankommst und noch ein paar Hektar über hast und verkaufen willst, dann drucksen die mit 800 Euro fürs Hektar, wenns ein schöner Bestand ist 900 Euro her rum.

Dann lass ihn halt dreschen sagen die Herrschaften dann, bekommst unterm Strich auch nicht mehr heraus.
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Re: Frage an die Körnermaisexperten

Beitragvon Family Guy » Di Jun 05, 2018 22:17

marius hat geschrieben:Beim Körnermais sind halt die Niederschläge zur richtigen Zeit besonders wichtig.


Das hätte ich mit der Beregnung ja im Griff. Über die Beregnung bin ich ja zu dem ganzen Körnermaisplanspiel gekommen.
Ich habe an einem Verband 80 ha und kann mit zwei Maschinen durchgängig regnen, 90m³ die Stunde, es hat mich bei der diesjährigen Dürre in unserer Gegend doch ein wenig kalt, nein trocken erwischt, weil ich in diesem Jahr dort keine Hackfrucht, sondern nur Getreide habe. Wie könnte man zukünftig solche Engpässe verhindern?
Kartoffelland verpachten? Die frühen Kartoffeln werden auch schon seit 15 Tagen beregnet.
Raps? Passt nicht wirklich zu Zuckerrüben.
Der Wasserbedarf vom Mais beginnt, wenn ein Großteil der Beregnung im Getreide durch ist, aber die Infrastruktur ist bei uns absolut nicht auf Körnermais eingestellt.
Hier sind trotzdem interessante Anregungen dabei, aber dass z.B. ein Lohndrescher alle 3 Tage mal vorbeikommt ist nicht möglich.
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Re: Frage an die Körnermaisexperten

Beitragvon wastl90 » Mi Jun 06, 2018 5:50

Ist es eine Möglichkeit einen Teil selbst zu trocknen und den Rest vom Landhandel trocknen zu lassen?
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Re: Frage an die Körnermaisexperten

Beitragvon elchtestversagt » Mi Jun 06, 2018 6:15

Dann ist das ganze doch sehr "einfach": Hör dich um, wer irgendwo als Dienstleister eine Schlauchpresse hat.
Plane das "generalstabmässig" durch, sprich Druschtermin mit dem LU als auch der Presse, dresch das ganze aufeinmal und pack es in den Schlauch, dann kannst du in der Arbeitsarmen Zeit im November/Dezember mit dem trocknen beginnen.

Mais hat den höchsten Wasserbedarf in der Zeit der Blüte, das ist bei uns im Juli. Das sind dann vier/sechs Wochen.
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Re: Frage an die Körnermaisexperten

Beitragvon bauer hans » Mi Jun 06, 2018 7:36

eine OT-frage dazu:

hier wurde in der zeitung berichtet,dass ein lkw-fahrer aus holland beim abladen von maissilage an der hiesigen eon-biogasanlage ums leben gekommen sei(von einem grossen brocken silage verschüttet).
wie rechnet sich ein silageankauf und transport aus holland :?:
wir schaffen uns :mrgreen:
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Re: Frage an die Körnermaisexperten

Beitragvon Lonar » Mi Jun 06, 2018 11:07

Ich hab ne andere Idee. Du machst einfach Ccm, dann bist du beim trocknen fein raus und hast die Flächen frei. Den Verkaufst du dann nach Weser-Ems und nimmst abseparierten Gärrest wieder.;-)
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Re: Frage an die Körnermaisexperten

Beitragvon countryman » Mi Jun 06, 2018 12:07

Wenn du bereit bist Nährstoffe zurückzunehmen macht dir bestimmt ein Intensivtierhalter unanständige Angebote für gelagertes CCM...
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Re: Frage an die Körnermaisexperten

Beitragvon Family Guy » Mi Jun 06, 2018 20:57

Für den letzten HTK habe ich noch 9€ die Tonne bezahlt, aber ich denke zukünftig ist da noch Luft nach unten.

Danke für die Beiträge, aber mit Körnermais hat das wohl nicht soviel Zweck, die nächste Rotation ohne Hackfrucht wird wohl roggenlastiger aussehen.
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Re: Frage an die Körnermaisexperten

Beitragvon marius » Mi Jun 06, 2018 21:29

Family Guy hat geschrieben:
marius hat geschrieben:Beim Körnermais sind halt die Niederschläge zur richtigen Zeit besonders wichtig.


Das hätte ich mit der Beregnung ja im Griff. Über die Beregnung bin ich ja zu dem ganzen Körnermaisplanspiel gekommen.
Ich habe an einem Verband 80 ha und kann mit zwei Maschinen durchgängig regnen, 90m³ die Stunde, es hat mich bei der diesjährigen Dürre in unserer Gegend doch ein wenig kalt, nein trocken erwischt, weil ich in diesem Jahr dort keine Hackfrucht, sondern nur Getreide habe. Wie könnte man zukünftig solche Engpässe verhindern?
Kartoffelland verpachten? Die frühen Kartoffeln werden auch schon seit 15 Tagen beregnet.
Raps? Passt nicht wirklich zu Zuckerrüben.
Der Wasserbedarf vom Mais beginnt, wenn ein Großteil der Beregnung im Getreide durch ist, aber die Infrastruktur ist bei uns absolut nicht auf Körnermais eingestellt.
Hier sind trotzdem interessante Anregungen dabei, aber dass z.B. ein Lohndrescher alle 3 Tage mal vorbeikommt ist nicht möglich.


Gut, beim Weizen ist der Wasserbedarf nach dem Ährenschieben und Blüte am höchsten. Werden hohe RP Werte angestrebt ists noch wichtiger. Wobei da auch der N Zeitpunkt passen muss.
Viele streuen zu spät. Muss Ertrag gebildet werden muss der KAS in spätestens EC 37/39 rein, nicht zum Ährenschieben wie das heute noch oft praktiziert wird.
Muss der RP Gehalt erhöht werden, KAS spätestens zum Beginn Ährenschieben und dann muss es den N auch umgehend in den Boden waschen und auch Bodenwasser vorhanden sein um den N noch rechtzeitig ins Korn zu fördern.

Ist der Weizen durch ist der Mais grob im 10 Blatt Stadium. Davor braucht er eh nur wenig Wasser wie schon beschrieben wurde. Keimt er erstmal und läuft auf braucht er über Wochen kaum Niedeschlag wenn die Bodenstruktur ( locker, durchlüftet ) passt und der Nährstoffbedarf passt. Besonders der Baustein Kali ist bei Trockenheit besonders wichtig, wie jeder weiss.
Ausnahme Weidelgras das kurz vor der Maissaat geerntet wurde und den Boden ausgesaugt hat, da ist schon mehr Regen nötig.

Hat ein 3,5 Meter Mais dann mal 1-2 Meter Wuchsshöhe erreicht, braucht er aber richtig Wasser. Dann werden bereits die Anzahl Körner im Kolben angelegt, später gehts an das TKG.
Faustformel : Wenn der Mais die Blätter rollt obwohl es unter 25 Grad hat wirds kritisch, egal in welchem Stadium. Da bedeutet jeder Tag mehr oder weniger Minderertrag.
Hats 30 Grad ist es weniger dramatisch wenn er da mal die Blätter in der Mittagshitze rollt aufgrund der hohen Verdunstung wird das Wasser einfach zu langsam hochgefördert.
Ist ja bekannt das beim Körnermais weniger K/m² gedrillt werden. Beim SM drill ich auch mal 10,5 Körner/m² ( 10 Pflanzen ).
Bei meinem 13 Tonnen Körnermais ( trocken ) war es bei der Ernte eine Bestandesdichte von 9 Pflanzen.
Allerdigns war genug Wasser vorhanden.
Sonst würde ich beim Körnermais eher Richtung 8 Pfl bei Ernte gehen.

Wichtig sind mir beim Körnermais kräftige Pflanzen vom Start weg. Deshalb geb ich zwingend mindestens 150-200 kg /ha 18/46 als Unterfuß.
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