Je nach Art und Qualität des verwendeten Zweitaktöls kann es tatsächlich vorkommen, dass sich Teile des Öls, das ja nur im Benzin gelöst wurde, nach einigen Monaten absetzen.
Man kann das recht gut beobachten, wenn man verschiedene Zweitaktgemische (also mit verschiedenen Ölen) jeweils in ein Reagenzglas füllt, die Gläser verschließt, und einfach nebeneinander im Keller ins Regal stellt.
Besonders bei stark gefärbten Zweitaktölen (ich hatte ein 30 Jahre altes tiefblaues OMC-Öl von Castrol dabei) kann man nach einigen Monaten sehen, wie das Gemisch im unteren Bereich des Reagenzglases dunkler wird, und sich zumindest die blaue Farbe unten abzusetzen beginnt.
Wenn man das Reagenzglas einmal kurz schüttelt ist aber sofort wieder alles vollständig gelöst und die Flüssigkeit erscheint wieder vollständig homogen.
Wenn man eine Säge mit gefülltem Kraftstofftank aus dem Regal nimmt, passiert eigentlich das gleiche: Der Tankinhalt wird bewegt, das ergibt sich von ganz alleine. Bis man die Säge irgendwo hinbewegt hat und anfängt sie starten, ist also alles was sich eventuell am Boden abgesetzt hat schon wieder schön gleichmäßig verteilt.
Deshalb ist die theoretisch mögliche (teilweise) Entmischung in der Praxis überhaupt kein Problem.
Anders wäre das höchstens bei stationären Zweitakmotoren. Die findet man heute aber nur noch äußerst selten...
