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Frage zum richtigen schweißen

Hier findet man Hilfe in Sachen Landtechnik.
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19 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Frage zum richtigen schweißen

Beitragvon FRED222 » So Aug 26, 2012 21:10

ich weiß es gibt schon einige themen dazu, was mir aber noch nicht so klar ist:
schweißwinkel und drahtvorschub.
es geht darum material von mind 3mm hauptsächlich aber ab 5mm mit schutzgas und 1mm draht zuverschweißen.
jetzt höre ich von jedem etwas anderes: man muss rechtwinklig, stechend oder ziehend schweißen. ich komme persönlich mit leicht klar. was ist denn nun richtig?
die zweite frage betrifft den drahtvorschub. wie findet man die richtige einstellung?
ich habe wenig ahnung, aber bisher folgende erfahrung gemacht: zuwenig: das schweißen funktioniert nicht richtig, vermtlich weil der draht immer wieder abrennt, dann wieder zündet usw. es "ruckelt", dann gebe ich etwas mehr draht bis es "läuft". schwieriger ist zuviel. vielzuviel dann stößt der draht, aber etwas zuviel wie merke ich das? oder wie geht man überhaupt vor wenn man den drahtvorschub einstellt?
FRED222
 
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Re: Frage zum richtigen schweißen

Beitragvon floppsi311lsa » So Aug 26, 2012 21:35

Mahlzeit

Mir wurde das mal so erklärt:

Das muss genauso brummen wie ne Biene oder ne Hornisse. Schön gleichmässig und keine zu "hohe Tonlage". Dann passt Alles.

Ich schweiße zwar quasi nur E-Hand (Elektrode), aber zu Ausbildungszeiten wars ab und an dann mal MAG (eines der Schutzgasschweißverfahren). Beim schweißen sollte es immer schön gleichmässig "bruzzeln" und dann halt bis ca. 8 oder 10mm Materialstärke eher schieben und dadrüber ziehend. Zumindest war das der "Grundtenor" meiner Ausbilder.

Grüßle,
Florian
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Re: Frage zum richtigen schweißen

Beitragvon HL1937 » So Aug 26, 2012 21:39

Brenner ziehen: höhere Schweißnaht, geringere Einbrenntiefe, empfohlen bei sehr dünnen Blechen.
Brenner schieben: höhere Einbrenntiefe, bei stärkeren Blechen. Fallnaht heißt schon so.
Ich würde sagen, 45 Grad Winkel.
Aber als allererstes: Bedienungsanleitung des Gerätes lesen, weil jedes Gerät muß man anders einstellen.
Bei mir ist es so, die Ziffer der Schweißstromstärke ist gleich der des Drahtvorschubes.
Aber in einem anderen Thema hab ich auch schon mal geschrieben, daß das Schweißen sich anhören muß als ein surrendes Wespennest.
Früher war alles besser.
Gott schütze unsere Fluren, vor Merkel, den Grünen und anderen Kulturen.

Es wünsch mir einer was er will, es geb´ihm Gott zehnmal soviel.
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Re: Frage zum richtigen schweißen

Beitragvon Guido78 » Mo Aug 27, 2012 9:39

Der Drahtvorschub bestimmt auch gleichzeitig die Stromstärke. Je schneller der Draht rauskommt, destso mehr Stromstärke A liegt an. Die Stromstärke muß auch zur Stromspannung V passen.
Die Vorgehensweise bei normalen Mig Mag Geräten ist immer folgende:
Stromspannung V gemäß der Materialstärke einstellen. - bei den meißten Geräten gibt es mehrere Stufen. Gibts hier nur ein EinAus Schalter (kleinere Baumarktgeräte usw) erübrigt sich dieser Schritt.
Nun dazugehörig die entsprechende Stromstärke A wählen. Hierzu einfach "blind" auf ein gleichwertiges Material drauflosschweißen und nach Gehör einstellen. Wie du selbst schon beschrieben hast: zu wenig Draht/Stromstärke, brennt der Draht zu schnell ab. Bei zu hohem Drahtvorschub knallts und sabberts nur so vor sich hin.
Nun kommt es drauf an, wie es direkt beim Schweißen verläuft. Bekommst du nicht genug Einbrand, reicht der Stron nicht. Läuft dir das Material nur so weg oder haut die Löcher ins Material, hast du einfach alles zu hoch eingestellt. Versuch vorerst wenn möglich immer in Wanne zu schweißen. Hier fiel auch schon der Begriff "Fallnaht". Fallnähte sehen meißt total "schön" aus. Sind aber die am schwierigsten zu schweißenden Nähte, weil man nur sehr schwer einen ordentlichen Einbrand bekommt. Ein Schweißer mit Paß für Fallnähte darf so ziemlich alles Schweißen, was es an Nähte gibt.
Mach dich aber nicht weiter willt. So ziemlich jede geklebte Naht hält auch irgendwas. :lol:
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Re: Frage zum richtigen schweißen

Beitragvon ich bins » Mo Aug 27, 2012 10:15

@HL1937

ohne Klugscheißen zu wollen, aber beim MAG Schweißen erzeugt schleppendes Schweißen einen tieferen Einbrand (bedingt durch längeres Halten des Schweißbades) und stechendes Schweißen einen
flacheren Einbrand (Schweißbad kühlt schneller ab).... natürlich ist die Brennerhaltung dabei sehr wichtig. (wird so von derDVS gelehrt)

Gruß aus Franken
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Re: Frage zum richtigen schweißen

Beitragvon steeven » Di Aug 28, 2012 18:36

Guido78 hat geschrieben:Der Drahtvorschub bestimmt auch gleichzeitig die Stromstärke. Je schneller der Draht rauskommt, destso mehr Stromstärke A liegt an. Die Stromstärke muß auch zur Stromspannung V passen.
Die Vorgehensweise bei normalen Mig Mag Geräten ist immer folgende:
Stromspannung V gemäß der Materialstärke einstellen. - bei den meißten Geräten gibt es mehrere Stufen. Gibts hier nur ein EinAus Schalter (kleinere Baumarktgeräte usw) erübrigt sich dieser Schritt.
Nun dazugehörig die entsprechende Stromstärke A wählen. Hierzu einfach "blind" auf ein gleichwertiges Material drauflosschweißen und nach Gehör einstellen. Wie du selbst schon beschrieben hast: zu wenig Draht/Stromstärke, brennt der Draht zu schnell ab. Bei zu hohem Drahtvorschub knallts und sabberts nur so vor sich hin.
Nun kommt es drauf an, wie es direkt beim Schweißen verläuft. Bekommst du nicht genug Einbrand, reicht der Stron nicht. Läuft dir das Material nur so weg oder haut die Löcher ins Material, hast du einfach alles zu hoch eingestellt. Versuch vorerst wenn möglich immer in Wanne zu schweißen. Hier fiel auch schon der Begriff "Fallnaht". Fallnähte sehen meißt total "schön" aus. Sind aber die am schwierigsten zu schweißenden Nähte, weil man nur sehr schwer einen ordentlichen Einbrand bekommt. Ein Schweißer mit Paß für Fallnähte darf so ziemlich alles Schweißen, was es an Nähte gibt.
Mach dich aber nicht weiter willt. So ziemlich jede geklebte Naht hält auch irgendwas. :lol:


Hallo Guido,
kann das sein dass Du Dich da irrst?? Wenn ich mich richtig erinnere sind MAG Fallnähte total leicht zu schweißen, weil man den Brenner nur "runter-laufen-lassen" muss und eigentlich gar nichts halten weil die naht nur oberflächlich ist! Im gegensatz zu steignähten, diese richtig zu schweißen verlangt einem so alles ab was es gibt weil diese richtig hin zu kriegen ist nur was für fortgeschrittene - aber nochmal: kann sein dass ich da was verwechsle -- würde mich aber trotzdem interessieren wer jetzt recht hat!
gruß steeve
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Re: Frage zum richtigen schweißen

Beitragvon Holzprofi » Di Aug 28, 2012 19:36

Hallo,

also beim MAG Schweißen ist die "neutrale" Brennerführung in den meisten Fällen zu bevorzugen.
Beim "schleppend" Schweißen wird der Einbrand schmaler und tiefer, allerdings erzeugt man dadurch wiederum eine stärkere Nahtüberhöhung was zu einer hohen Kerbwirkung an der Schweißnaht führt. Ungünstig, wenn die Naht nicht weiter bearbeitet wird (eingeebnet z.B.)
Beim "stechend" Schweißen besteht immer die Gefahr, dass das flüssige Schmelzbad vorläuft. Der Lichtbogen erreicht dann das Grundmaterial nicht mehr, er brennt also nur noch auf der flüssigen Schmelze. Nur der Lichtbogen kann den Grundwerkstoff aufschmelzen (der flüssigen Schmelze fehlt die nötige Temperatur und Energie dazu), erreicht er den Grundwerkstoff wegen dem vorlaufenden Schweißbad nicht mehr, entstehen Bindefehler.
Bei der "neutralen" Brennerführung (90°Grad zur Schweißnaht) vereint man die Vorteile des "stechend" Schweißens (geringe Nahtüberhöhung) sowie des "schleppend" Schweißens (tieferer Einbrand).
Die neutrale Brennerführung ist also ein Kompromiss zwischen tiefem Einbrand und geringer Nahtüberhöhung :wink:

Fallnähte sollten nur bei Blechstärken bis ca. 3mm angewandt werden. Hier ist die Gefahr von vorlaufendem Schweißbad sehr hoch, dadurch die gleiche Problematik wie oben bereits beschrieben. Fallnähte sind anfällig für Bindefehler und eignen sich nur für Nahtgeometrien, wo das Schweißbad gut gehalten werden kann. Kehlnähte gehen z.B. besser als Stumpfnähte, weil sich das Schmelzbad in der Kehle besser halten kann.
Fallnähte nutzt man häufig dann, wenn man z.B. Dichtnähte an Behältern schweißt.
Wenns aber wirklich halten muss, sollte man von Fallnähten besser Abstand nehmen :!:

Zum Einstellen der Maschine sollte man sich mal mit den verschiedenen Lichtbogenarten befassen. Google liefert auch einige Infos dazu.
Beim MAG Schweißen mit Mischgasen (häufig Co² und Argon) arbeitet man in der Regel mit dem Kurzlichtbogen, dem Mischlichtbogen oder dem Sprühlichtbogen.

-Der Kurzlichtbogen wird bei geringer Schweißspannung und geringer Drahtvorschubgeschwindigkeit erreicht. Er eignet sich für dünnere Bleche und alle Schweißpositionen (auch Zwangslagen und Wurzellagen).
Der Tropfenübergang ist feintropfig, vom Geräusch sollte ein gleichmäßiges surren/knistern zu hören sein. Hier mal ein Video von mir, wo ich eine Steignaht schweiße. Eventuell kann man das Geräusch vom eingestellten Kurzlichtbogen raushören.

-Den Mischlichtbogen verwendet man häufig bei mittleren bis starken Blechstärken, der Tropfenübergang erfolgt teilweiße noch feintropfig mit Kurzschlüssen aber auch schon kurzschlussfrei. Er entsteht bei mittleren bis hohen Schweißspannungen und bei größeren Drahtvorschubgeschwindigkeiten. Eignet sich gut für Füll- und Decklagen und sollte wegen dem dünneren Schweißbad besser nur in horizontaler Lage verschweißt werden. Hier mal wieder ein Beispiel von mir zum Mischlichtbogen, man hört den Unterschied zum Kurzlichtbogen eigentlich recht deutlich (es zischt mehr und knistert weniger).

-Den Sprühlichtbogen setzt man bei sehr dicken Blechen ein. Der Lichtbogen erzeugt einen sehr starken Druck auf das Schweißbad, dadurch wird der Einbrand sehr tief und es bilden sich sehr saubere Schweißnähte. Den Sprühlichtbogen erreicht man nur bei hohen Schweißspannungen (bei 1mm Draht etwa ab 30V Schweißspannung). Eignet sich wegen des sehr dünnflüssigen Schmelzbads nur für Nähte in Horizontallage. Der Tropfenübergang ist sehr feintropfig und kurzschlussfrei, beim Schweißen zischt es nur noch.
Hier wieder ein Beispiel dazu (bitte nicht im T-Shirt schweißen, ich hatte danach schönen Schweißbrand an den Armen :oops: )

Bei weiteren Fragen einfach fragen, ansonsten muss man die perfekte Einstellung einfach ausprobieren, wie meine Vorredner es schon beschrieben haben. MAG schweißen kann fast jeder, die Kunst besteht in der perfekten Einstellung der Maschine :prost:

Gruß vom geprüften MAG-Schweißer :wink:
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Re: Frage zum richtigen schweißen

Beitragvon steeven » Di Aug 28, 2012 20:04

Holzprofi hat geschrieben:Hallo,

also beim MAG Schweißen ist die "neutrale" Brennerführung in den meisten Fällen zu bevorzugen.
Beim "schleppend" Schweißen wird der Einbrand schmaler und tiefer, allerdings erzeugt man dadurch wiederum eine stärkere Nahtüberhöhung was zu einer hohen Kerbwirkung an der Schweißnaht führt. Ungünstig, wenn die Naht nicht weiter bearbeitet wird (eingeebnet z.B.)
Beim "stechend" Schweißen besteht immer die Gefahr, dass das flüssige Schmelzbad vorläuft. Der Lichtbogen erreicht dann das Grundmaterial nicht mehr, er brennt also nur noch auf der flüssigen Schmelze. Nur der Lichtbogen kann den Grundwerkstoff aufschmelzen (der flüssigen Schmelze fehlt die nötige Temperatur und Energie dazu), erreicht er den Grundwerkstoff wegen dem vorlaufenden Schweißbad nicht mehr, entstehen Bindefehler.
Bei der "neutralen" Brennerführung (90°Grad zur Schweißnaht) vereint man die Vorteile des "stechend" Schweißens (geringe Nahtüberhöhung) sowie des "schleppend" Schweißens (tieferer Einbrand).
Die neutrale Brennerführung ist also ein Kompromiss zwischen tiefem Einbrand und geringer Nahtüberhöhung :wink:

Fallnähte sollten nur bei Blechstärken bis ca. 3mm angewandt werden. Hier ist die Gefahr von vorlaufendem Schweißbad sehr hoch, dadurch die gleiche Problematik wie oben bereits beschrieben. Fallnähte sind anfällig für Bindefehler und eignen sich nur für Nahtgeometrien, wo das Schweißbad gut gehalten werden kann. Kehlnähte gehen z.B. besser als Stumpfnähte, weil sich das Schmelzbad in der Kehle besser halten kann.
Fallnähte nutzt man häufig dann, wenn man z.B. Dichtnähte an Behältern schweißt.
Wenns aber wirklich halten muss, sollte man von Fallnähten besser Abstand nehmen :!:

Zum Einstellen der Maschine sollte man sich mal mit den verschiedenen Lichtbogenarten befassen. Google liefert auch einige Infos dazu.
Beim MAG Schweißen mit Mischgasen (häufig Co² und Argon) arbeitet man in der Regel mit dem Kurzlichtbogen, dem Mischlichtbogen oder dem Sprühlichtbogen.

-Der Kurzlichtbogen wird bei geringer Schweißspannung und geringer Drahtvorschubgeschwindigkeit erreicht. Er eignet sich für dünnere Bleche und alle Schweißpositionen (auch Zwangslagen und Wurzellagen).
Der Tropfenübergang ist feintropfig, vom Geräusch sollte ein gleichmäßiges surren/knistern zu hören sein. Hier mal ein Video von mir, wo ich eine Steignaht schweiße. Eventuell kann man das Geräusch vom eingestellten Kurzlichtbogen raushören.

-Den Mischlichtbogen verwendet man häufig bei mittleren bis starken Blechstärken, der Tropfenübergang erfolgt teilweiße noch feintropfig mit Kurzschlüssen aber auch schon kurzschlussfrei. Er entsteht bei mittleren bis hohen Schweißspannungen und bei größeren Drahtvorschubgeschwindigkeiten. Eignet sich gut für Füll- und Decklagen und sollte wegen dem dünneren Schweißbad besser nur in horizontaler Lage verschweißt werden. Hier mal wieder ein Beispiel von mir zum Mischlichtbogen, man hört den Unterschied zum Kurzlichtbogen eigentlich recht deutlich (es zischt mehr und knistert weniger).

-Den Sprühlichtbogen setzt man bei sehr dicken Blechen ein. Der Lichtbogen erzeugt einen sehr starken Druck auf das Schweißbad, dadurch wird der Einbrand sehr tief und es bilden sich sehr saubere Schweißnähte. Den Sprühlichtbogen erreicht man nur bei hohen Schweißspannungen (bei 1mm Draht etwa ab 30V Schweißspannung). Eignet sich wegen des sehr dünnflüssigen Schmelzbads nur für Nähte in Horizontallage. Der Tropfenübergang ist sehr feintropfig und kurzschlussfrei, beim Schweißen zischt es nur noch.
Hier wieder ein Beispiel dazu (bitte nicht im T-Shirt schweißen, ich hatte danach schönen Schweißbrand an den Armen :oops: )

Bei weiteren Fragen einfach fragen, ansonsten muss man die perfekte Einstellung einfach ausprobieren, wie meine Vorredner es schon beschrieben haben. MAG schweißen kann fast jeder, die Kunst besteht in der perfekten Einstellung der Maschine :prost:

Gruß vom geprüften MAG-Schweißer :wink:


hi, das mit dem T-shirt kann ich nur bestätigen!!! Wir haben ein wassergekühltes Mag-Gerät, damit kann man so richtig "braten" aber da hilft sogar der "normale" arbeitsanzug nix!!! Damit hatte ich eine Wanne für den Rückewagen geschweißt - einen kompletten halben tag -- ich hatte nichts gemerkt - erst als ich am abend duschen ging: ich war fast komplett krebs-rot verbrannt!! man sah jede stelle wo mehrere lagen kleider waren aber der oberkörper war knall-rot -- also es gibt ned umsonst leder-schweiß-schürzen!!!!
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Re: Frage zum richtigen schweißen

Beitragvon Guido78 » Di Aug 28, 2012 21:01

steeven hat geschrieben:
Hallo Guido,
kann das sein dass Du Dich da irrst?? Wenn ich mich richtig erinnere sind MAG Fallnähte total leicht zu schweißen, weil man den Brenner nur "runter-laufen-lassen" muss und eigentlich gar nichts halten weil die naht nur oberflächlich ist! Im gegensatz zu steignähten, diese richtig zu schweißen verlangt einem so alles ab was es gibt weil diese richtig hin zu kriegen ist nur was für fortgeschrittene - aber nochmal: kann sein dass ich da was verwechsle -- würde mich aber trotzdem interessieren wer jetzt recht hat!
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Nö. Da irre ich mich nicht. Und wenn du dir deine erste Aussage nocheinmal genau durchliest, wirst du feststellen, wie widersprüchlich diese ist. Total einfach zu schweißen, aber keinen Einbrand. Genau das ist ja das Problem, trotzdem noch einen Einbrand zu erhalten. Dagegen ist so ne Steignaht total easy. :wink:
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Re: Frage zum richtigen schweißen

Beitragvon FRED222 » Di Aug 28, 2012 22:12

erstmal danke für die antworten. leider ist mein gerät alt und ohne anleitung. rein vom gefühl aber zumindestens mittlere qualität. die einstellung reicht bis 250A (100% bei 200A) allerdings nur zwei rollen antrieb. einstellen kann man: drahtvorschub (und taste zum einfädeln), sowie zwei hebel für den strom einer dreistufig und einer 6 stufig. ich vermute daher drei hauptgruppen und jeweils 6 untergruppen???. wie schon oben von holzprofi geschrieben befürchte ich beim stechend schweißen auch, dass mir das schweißbad in den "schweißbereich" läuft. zu starkes anwinkeln führt bei mir zu schlechten nähten mit poren, vermutlich weil dann luft eingesaugt wird (düseneffekt???).
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Re: Frage zum richtigen schweißen

Beitragvon Guido78 » Mi Aug 29, 2012 9:09

Mach doch mal nen Foto von der Gerätefrontseite. Wenn Schweißnähte Poren haben, dann zieht da nix Luft, sondern es fehlt schlicht und ergreifend am Schutzgas. Auf wieviel Bar ist das Gas eingestellt? Oder du hälst den Brenner zu weit weg.
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Re: Frage zum richtigen schweißen

Beitragvon Daniel Setz » Mi Aug 29, 2012 11:12

Hallo!

Es wurde jetzt schon mehrmals das Thema Fallnaht angesprochen- dazu hätte ich mal eine Frage an die Experten:

Ich schweiße öfters mal Gestelle aus Rechteckrohr mit 3-4 mm Wandung. Da ich die sperrigen Dinger nicht ständig hin und her drehen kann, bin ich auch öfters in der Verlegenheit, mal eine Fallnaht zu schweißen.

Steignähte eigenen sich nach meiner Verständnis nicht für solche recht leichten Gestelle, da es ja immer recht breite Nähte sind (durch das Zickzack- Pendeln), die dann viel größer wären als die anderen Nähte, die ganz normal flach liegend drüber gezogen sind. Außerdem entsteht ja eine enorme Hitze und entsprechender Verzug.

Für mich wäre also interessant, was man beachten muss, um bei einer Fallnaht für einfache Zwecke trotzdem eine bestmögliche Verbindung hinzukriegen und nicht nur zu "kleben".

Ich stelle die Stromstärke immer so ein, dass ich gemütlich nach unten ziehen kann, ohne dass es läuft (bei 3 mm Wandung ca. 100 Ampere), dann halte ich den Brenner so, dass die Brennerspitze nicht waagerecht liegt sondern leicht nach oben zeigt, und dann schweiße ich von oben nach unten (ohne Pendeln).

Ist das grundsätzlich richtig?
Resi, i hol' di mit meim Traktor ab!
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Re: Frage zum richtigen schweißen

Beitragvon Merlin82 » Mi Aug 29, 2012 16:33

Kleine Empfehlung:

1. MAG Massivdraht möglichst immer leicht stechen Schweißen (70-90°Winkel) wirst du zu flach, zieht dir das Schutzgas weg und es gibt POOOOOOOREN.

Warum stechend?
-> Man sieht was der Lichtbogen macht, ob man ausreichend aufschmilzt, wo die Schmelze hinläuft oder nur eine Lage drüberklatscht.
-> Läuft dir das Schmelzbad vor bist du zu langsam!

2. Spannung einstellen, meist Stufengeschaltet (bei herkömmlichen Geräten), je höher die Spannung, desto breiter die Naht!
3. Zur festen Spannung die passende Stromstärke ("entspricht" Vorschub) herausfinden. Hierzu gibt es Tabellen der Geräte oder man probiert einfach.

-> Brennt der Draht dauern weg und es läuft unruhig, brennt gegen die Stromdüse ->zu wenig Strom, zu wenig Drahtvorschub
-> Hackt der Draht gegen den Grundwerkstoff und "klebt" am GW an -> zu viel Strom, zu viel Drahtvorschub

Es sollte wirklich schön gleichmäßig summen und nicht spritzen.

4. Bitte mit mittlerer Spannung anfangen, hohe Abschmelzleistungen hat ein Anfänger bei MAG nicht im Griff.
5. Raupenbreite max. 12mm, Raupen/Lagendicke max. 2-3mm, dickere Teile mehrlagig schweißen.
6. Nahtöffnungswinkel bei V-Naht ca. 60°
7. Abstand Stromdüse Bauteil 12-17mm
8. Gasdurchfluss je nach Brenner 10-15l/min
9. Wannenlage und steigend schweißen. Fallnaht sollte immer vermieden werden (gerade als Anfänger hat man nur Bindefehler).
Wenn es steigend zu breit oder zu heiß wird ist die Spannung meist zu hoch. Man kann aber auch mal punkten...

10. Viel probieren und auch mal eine Naht brechen/durchschneiden und ansehen.



MfG
:prost:
Merlin82
 
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Re: Frage zum richtigen schweißen

Beitragvon steeven » Mi Aug 29, 2012 16:38

Daniel Setz hat geschrieben:Hallo!

Es wurde jetzt schon mehrmals das Thema Fallnaht angesprochen- dazu hätte ich mal eine Frage an die Experten:

Ich schweiße öfters mal Gestelle aus Rechteckrohr mit 3-4 mm Wandung. Da ich die sperrigen Dinger nicht ständig hin und her drehen kann, bin ich auch öfters in der Verlegenheit, mal eine Fallnaht zu schweißen.

Steignähte eigenen sich nach meiner Verständnis nicht für solche recht leichten Gestelle, da es ja immer recht breite Nähte sind (durch das Zickzack- Pendeln), die dann viel größer wären als die anderen Nähte, die ganz normal flach liegend drüber gezogen sind. Außerdem entsteht ja eine enorme Hitze und entsprechender Verzug.

Für mich wäre also interessant, was man beachten muss, um bei einer Fallnaht für einfache Zwecke trotzdem eine bestmögliche Verbindung hinzukriegen und nicht nur zu "kleben".

Ich stelle die Stromstärke immer so ein, dass ich gemütlich nach unten ziehen kann, ohne dass es läuft (bei 3 mm Wandung ca. 100 Ampere), dann halte ich den Brenner so, dass die Brennerspitze nicht waagerecht liegt sondern leicht nach oben zeigt, und dann schweiße ich von oben nach unten (ohne Pendeln).

Ist das grundsätzlich richtig?



Hallo Daniel
also das ist im Prinzip alles richtig, was Du machst! Das mit der fallnaht reicht in deinem fall auch aus. Wenn hier von den relativ schwierigen _Steignähten die rede ist, sind dann tragende Teile (Pfosten, Hallenbau, anhängerbau usw. gemeint -zumindest definiere ich das so.
Bei den Fallnähten ist der Einbrand halt gleich null und sobald man so eine richtig belastet (Scherkräfte - verdrehung usw) hast du wieder die 2 teile in der hand und ich bin sicher dass die super schöne naht komplett ein einem teil hängt - weil so schön diese nähte auch aussehen, sowenig halten sie eben, das ist einfach so!
wenn du deine gestelle schweißt schweißt du ja bestimmt innen und aussen/oben und unten zumindest kurze nähte -oder? dann hält dein gestell auch! Außerdem müßte man dazu eh noch mehr sagen, weil die naht ist ja das letzte, vorher kommt da die naht vorbereitung usw. halt alles was man bei diversen schweißkursen so lernt. eigentlich meine ich dass es für das schweißen auch einen pflichtkurs gebenmüßte ähnlich wie das beim umgang mit motorsägen pflicht wurde! nicht das man noch mehr geld los wird, sondern dass eben grundsätzlicher einblick gegeben ist und man sich auch ungefähr der gefahr bewußt ist, dass schöne Schweißnähte nicht unbedingt sehr sicher sind! -- schön ist halt eben nicht alles :)

ich hatte das glück in meiner lehre vor ca. 300 jahren :lol: das elektroden schweißen bis zum exidus machen zu müssen, und dann etwas später als ich w15-er war einen mig-mag kurs mit schweißerprüfung machen zu dürfen :roll: - wobei ich die letzten 25 jahre fast nur Wig geschweißt habe weil ichs halt im beruf brauche. eine super steignaht hinzulegen müßte ich bestimmt einige meter zur übung schweißen und nen guten tag haben :lol:
grüße steeve
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Re: Frage zum richtigen schweißen

Beitragvon GüldnerG50 » Mi Aug 29, 2012 18:56

Hallo.

Na, wenn da einer mit WIG schweißen kann, nerv ich doch gleich mal.... In der Arbeit haben wir heute versucht ne VA Wanne mit WIG zu verschweißen. Normal kein Ding, doch das Ding ist aus 0,5er Blech..... Ich probiert.... Kollege probiert... Naja, nix gut... Kommt der Meister vorbei.... WAS macht ihr denn da, gib mal her, ham wir gleich.... Ja von wegen.... Sah auch nicht besser aus... Wir haben so ziemlich alles von 10-40A probiert, 5er Düse, dünne Nadel richtig spitz geschliffen und 1mm Fülldraht. Entweder der Mist schmilzt nicht richtig auf, oder Loch.... Wie viel 4.6er Argon sollen wir da draufblasen?? Absenkzeit steht fast auf 0 und Gasnachströmung sollte auch passen.... Was machen wir falsch??? Achso, die Wanne muss dicht sein. An der Vorbereitung scheitert es nicht, bündig und blankgeschmirgelt, auch die Nadel ist längs geschliffen...... Auch gibt es innen immer solche Batzen, das brennt richtig durch, bleib ich weniger lang an einer Stelle, liegt das Schweißgut nur Oberflächlich dran.....

Ich hoffe, du kannst mir da etwas helfen bezüglich Gasmenge und Strom.....

Grüße
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