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Frage zum Thema Gentech und Bio

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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19 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Frage zum Thema Gentech und Bio

Beitragvon new-holland121 » So Aug 19, 2007 20:15

Ich hab mal eine Frage zu Bio und Gentechnik:

Bei uns wird gerade über Gentechnik diskutiert und Argumente dafür und dagegen gesammelt. 99% unserer Landwirte wollen kein Gentech.
Wir wollen im nächsten Jahr den Bantam-Mais anbauen zum Zeichen für gentechnikfreier Felder.
Ich würde dem Landwirten aber keine Steine in den Weg legen bzw. mit ihm sprechen und nicht immer auf mein Bio pochen.

Aber wir wollen davon leben und es hat so lange gedauert umzustellen. Wenn uns die anderen Landwirte unterstützen,dürfen wir dann den Anbau verbieten? Würdet ihr als (Gentech)-Anbauer, Rücksicht auf Biobetriebe nehmen?

Mittlerweile sehe nicht nur ich,sondern auch unsere konventionelle Freunde,wie viel Arbeit hinter dem ganzen Bio steht!
Unsere Bauern nehmen schon seit Beginn viel Rücksicht auf uns (meine Freundin). Seit gestern haben uns alle gesagt,dass sie wenn irgendjemand hier kommen würde und Gentech anbaut,sie sich auf unserer Seite stellen.

Sowohl ich als auch meine Freundin sind so stolz auf unsere Landwirte und Nachbarn,dass wir gestern heulen mussten,dass hab ich vorher noch nie gemacht!
Ihr glaubt nicht ,dass es auch für mich ein ganz besonderer Moment war,als unser Vorsitzender uns die Schilder übergab! Egal wie minderwertig die sind,wir haben es geschafft und die Gemeinschaft ist wirklich garnicht so schlecht!
Wir haben gestern alle gemeinsam Präparate gerührt und heute kamen zwei Kumpels vorbei und fragten,ob sie bei uns ab und zu mal helfen könnten die Präparate herzustellen (rühren und sie mögen auch unsere Produkte,die sie hier regelmäßig bekommen! :wink:)

In meinem Herzen bin ich Landwirt und sowohl ich als auch mein Herzchen werden den anderen helfen! Denn der Betrieb ist durchaus mit einer Reihe von guten Maschinen bestückt und ich war heute beim Dreschen und Stroh machen! Wir haben uns ausgemacht,dass wir die Maschinen,die auf unsere Biofelder fahren,besonders gründlich reinigen ,sonst aber betriebseigene nehmen.
Wir haben sogar Hilfe und Unterstützung,wenn wir alte und seltene Pflanzen,wie Emmer,Einkorn und soweiter anbauen wollen. Es ist keine "Spinnerei" und das Einkorn- bzw. Emmersaatgut ist schwer zu bekommen aber wir haben schon feste Anfragen,nach dem Rohstoff und unsere diesjährige Menge reicht bei weitem nicht aus!

Ich bin so glücklich,dass weder ich noch meine Freundin uns verstecken müssen. :D
Alle von unseren Nachbarn haben uns zu gesichert, uns gegen die Gentechleute zu beschützen!
Würdet ihr euch auch auf die Seite der Biobauern stellen:?:

Es wäre schön,wenn ihr ein paar Kommentare abgebt!
n8 new-holland121
Zuletzt geändert von new-holland121 am So Aug 19, 2007 23:05, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon euro » So Aug 19, 2007 20:24

Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland, Artikel 2

(Handlungsfreiheit, Freiheit der Person)

„Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt [...]“ Die verfassungsrechtlich garantierte Freiheit des Einzelnen hat also ihre Grenze dort, wo sie die Freiheit des anderen einschränkt.
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Beitragvon estrell » So Aug 19, 2007 21:41

Alle von unseren Nachbarn haben uns zu gesichert, uns gegen die Gentechleute zu bechützen!



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Mir ist egal ob Diktatur des Denkens von rechts oder von links kommt - ich denke immer noch was ich will!
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Beitragvon freischütz » Sa Aug 25, 2007 13:24

Die Enteignung des Saatguts durch die Agrar-Industrie, denn nichts anderes bedingt die Gentechnik, stellt eine noch nie da
gewesene Gefahr für die Zukunft dar: Die Unabhängigkeit im Nahrungsbereich und die Gesundheit der Völker stehen auf dem Spiel.

Die Pestizidhändler brauen in ihren Laboratorien genetisch veränderte Chimären, die
sie auch noch wagen, Saatgut zu nennen, und erzeugen damit abhängige Pflanzen, die für Bauern, Gärtner und Liebhaber einen technischen Rückschritt mit sich bringen.
Die Werbeleute wollen, mit Unterstützung des Staates, das unveräußerbare Recht jedes einzelnen unterdrücken, seine Ernte wiederauszusäen, um das Monopol dafür zu bekommen, was allen gehört. Nur Selektion in der jeweiligen Region garantiert gesunde und schmackhafte Pflanzen.

Saatgut aus industrieller Erzeugung ist krank, es kann ohne Pestizide, Kunstdünger oder genetische Manipulationen nicht leben. Indem es seine Pollen in die Umwelt verbreitet, ist es der Ausgangspunkt schlechter Nahrung. Wie die Generationen, die uns vorangegangen sind, haben wir die Pflicht, unseren Nachkommen die Möglichkeit zu vermitteln, ihrer Zukunft eine Richtung zu geben und sie selbst zu wählen.

• Mit dem Wissen, dass die Erhaltung der Biodiversität eine Grundlage ist für Sicherheit, für die Nahrungsunabhängigkeit und für fruchtbare Lebensmittel von morgen,
• Mit dem Wissen, dass das Saatgut ein Gut ist, das alle Völker gemeinsam besitzen,
• fordere ich, dass das Gesetz des unveräußerliche Recht jeder Person BESTÄTIGEN muss, alle Pflanzen (Samen, Zwiebel, Pflanze, Knolle etc.) zu kultivieren, auszusäen, zu vermehren, zu kaufen, anzubieten, zu tauschen, abzutreten und zu übertragen ohne irgendeine rechtliche Einschränkung welcher Art auch immer.
• Ich fordere das Recht freier Versorgung und uneingeschränktem Verbrauch von Nahrung zurück die erzeugt wird aus dem so genannten „alten“ Saatgut der Bevölkerung, des Landes, der Familie: Alles Samen des Lebens.
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Beitragvon SHierling » Sa Aug 25, 2007 14:06

Bei uns wird gerade über Gentechnik diskutiert und Argumente dafür und dagegen gesammelt. 99% unserer Landwirte wollen kein Gentech.

Warum setzen 97% aller Landwirte dann "Gentech" ein?
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Beitragvon Heinrich » Sa Aug 25, 2007 15:07

SHierling hat geschrieben:
Bei uns wird gerade über Gentechnik diskutiert und Argumente dafür und dagegen gesammelt. 99% unserer Landwirte wollen kein Gentech.

Warum setzen 97% aller Landwirte dann "Gentech" ein?


Einsetzen und anbauen sind zwei paar Schuhe. Ich bin eigentlich auch gegen Gentech würde es auch im Moment nicht anbauen. Aber am verfüttern kommt man im Moment nicht vorbei, weil es beim Landhandel so gut wie kein Mischfutter ohne Gen-veränderte Komponenten giebt. Und zu Soja giebt es leider keine echte Altanative.
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Beitragvon SHierling » Sa Aug 25, 2007 15:33

Hallo,

Heinrich: seh ich ganz genau so wie Du, mich hat nur diese ewige Schwarz-Weiß-Malerei" geärgert. Es gibt nun mal kein "ohne Gentech" mehr, auch kein "genfrei" oder gar irgendwelche "gentechnikfreien zonen" - nirgends nicht, und je eher das die Leute einsehen und sich mal differenziertere Gedanken machen, desto besser. Und gerade bei den Biobetrieben wäre eine Menge für die tiergerechte Fütterung gewonnen, wenn sie wenigstens naturidentische essentielle Aminosäuren zulassen würden (damit kommt man übrigens bei den Allesfressern dann auch als Konventioneller "um Soja herum")

Grüße
Brigitta
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Beitragvon freischütz » Sa Aug 25, 2007 20:12

Hallo Heinrich, Du fragst oder stellst fest:
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 Und zu Soja gibt es leider keine echte Alternative.


Doch der Alternativen gibt es einige, man muß nur etwas nachdenken und evtl. nachforschen !

Auch gibt es jede Menge von Landhandelshäusern, welche nicht genmanipuliertes Kraft- oder Mischfutter zu den gleichen Preisen wie das genmanipulierte Futter anbieten. Wobei ich noch einmal betone , dass der teure Zukauf von Kraft- und oder Mischfutter in der entsprechend geführten Landwirtschaft völlig überflüssig ist.
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Beitragvon SHierling » Sa Aug 25, 2007 20:52

Doch der Alternativen gibt es einige, man muß nur etwas nachdenken und evtl. nachforschen !

Als da wären??
Sprich Dich ruhig aus - von Deinen Behauptungen wird ja kein Schwein satt...
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Beitragvon new-holland121 » Sa Aug 25, 2007 21:22

Guten Abend Shierling und alle anderen,

die Schweine werden durch Getreideschrot,durch Heu und durch Gemüse satt! Sie bekommen auch mal Molke oder hartes Brot und weil im Ökolandbau die Schweine im Freiland gehalten werden,könne sie in der Erde wühlen und dort Käfer,Würmer und so fressen!
Unsere Schweine werden satt und sind nicht zu Fett!
Sojaprodukte sind in Europa noch neu und vor 150 Jahren,wurden die Schweine auch ohne dieses Industriezeug satt! Und es gibt auch Biosoja,bei uns ist das alles Verboten!
In der Domäne Dahlem beispielsweise (Freilichtmuseum Biolandbetrieb in Berlin) werden die Tiere auch 100%ökologisch gefüttert und sehen prächtig aus (mit Getreideschrot,Leguminosen und Gemüseabfällen aus dem eigenen Biogarten oder vom Hofladen! Sie bekommen auch Heu und leben ebenfalls im Freiland).

In Brandenburg gibt es eine hervorragende ökologische Schweinehaltung und derzeit forscht sogar ein dänisches und niederländisches Team,wie man dies in den Ländern unsetzen kann. Kennst du eigentlich die Schweinehaltung in Dornach, hier wird ebenfalls gezeigt,dass Ökoschweine glücklich sind.

In den Niederlanden und in Dänemark gibt es gute Modelle wo die konventionellen Landwirte sich von den Biolandwirten einiges abgeschaut haben. In den Niederlanden ist es normal Schweine in der Gruppe zu halten und sie dürfen auf Stroh leben und in hellen Ställen.,teilweise sogar Außenklimaställe. Und in den Niederlanden wird ein generelles Enthornungverbot diskutiert! Und es wir haben ein paar konventionelle Betriebe kennengelernt,die schon jetzt alte Rassen haben und sie nicht enthornen und auf die Weide schicken!

Zurück zum Thema:

Biobetriebe sind garantiert GENTECHNIK FREI ,dazu ist jeder Landwirt verpflichtet und es steht auf unseren Lebensmittelschildern! Und egal welcher Verband oder auch nur EU!
Gentech schafft imense Abhängigkeiten und Probleme! Es ist einfach nicht wahr,das der Pestizideinsatz zurück geht und es gibt Gebiete in Argentinien,wo es massive gesundheitliche Probelme gibt!

DER MENSCH IST NICHT DER NABEL DER WELT !!!! Auf unserem Planeten gibt es Tiere,Pflanzen und vieles mehr! Wir dürfen nicht so respektlos damit umgehen und die Natur wird sich an uns rechen!

Bei Demeter wird auf reines Saatgut geachtet und die Betriebe vermehren auch selber!
Ich habe Angst vor diesem Gentchzeug und ich will es einfach nicht!
Ich bin sehr dankbar dafür,dass sich Demeter und auch die anderen Verbände gegen Gentech einsetzt und gerade Demeter setzt sich für den Erhalt der handwerklichen Tradition ein und wir haben keine unnötigen Zusatzstoffe! Wir bauen unseren Bantam-Mais an und werden unsere Anti-Genschilder (sind Grün) weiter verteilen!

Schöne Nacht noch!
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Raubritter

Beitragvon freischütz » Sa Aug 25, 2007 22:25

Absolut okay Dein Beitrag new-holland121. Gratuliere !
Nur habe ich persönlich etwas gegen die sogenannten Bioverbände, wie diese auch heißen mögen. Nun gut das ist meine persönliche Einstellung, denn ich meine jeder Landwirt kann nach den von Dir genannten Prinzipen erfolgreich sein, ohne dass dieser irgendwelche Funktionäre durchfüttern muß. Dies gilt auch und im Besonderen für den Deutschen Bauernverband. Dieser stellt sich nach meiner Auffassung als Raubritter an der Landwirtschaft dar ! ! Siehe dazu auch die Homepage www.fnl.de unter dem Stichwort Organisation / Mitglieder !
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Beitragvon SHierling » Sa Aug 25, 2007 22:45

Hallo,
NH: es ging mir nicht darum, ob "glücklich" sind, ich will eine ganz einfache Erklärung dazu, wie Du ein Kg Fleisch aus Egalwieviel Futter ohne ausreichend essentielle (lebenswichtige!) Aminosäuren zusammenbauen willst.
Soweit ich weiß, werde ALLE Bio-Schweine länger gemästet als sie bei tiergerechter Ernährung brauchen würden - also "großgehungert".
Dabei macht es auch keinen Unterschied, ob Du nun alte Rassen nimmst, die ohnehin langsamer wachsen, und die dann gleich ein ganzes Jahr (!!!!) brauchen, oder ob Du normale Herkünfte nimmst, und die dann 8 oder mehr Monate dastehen.
Was im Futter nicht drin ist, kann das Schwein auch nicht ansetzen, so einfach ist das. Und bisher hat mir noch niemand, auch kein Biobetrieb, eine tiergerechte Ration vorgerechnet.
Warum, meinist Du, findet man selbst bei "Oekolandbau.de" solche Texte:
Rationsgestaltung
In der praktischen Schweinefütterung ist bei der Energielieferung das Getreide von großer Bedeutung. Die Eiweißversorgung ist primär mit einheimischen Leguminosen wie Erbsen, Ackerbohnen und Lupinen gegeben, aber für die Fütterung von Ferkeln und säugenden Sauen suboptimal.Dies resultiert daraus, dass die essentiellen Aminosäuren in diesen Komponenten nicht in den erforderlichen Anteilen vorhanden sind und z.T. Geschmacksbeeinträchtigungen vorhanden sind (Lupine, Ackerbohne).
?

Nichts gegen Bio bei Rindern, aber bei Schweinen und Hühnern ist und bleibt das ganze für mich Quälerei aus Sturheit und Ignoranz. Da wird überall von "Tiergerechtigkeit" geredet, und dann sollen die Schweine Futter fressen, das sie von Natur aus nicht mögen (antinutritive Inhaltsstoffe in Leguminosen), daß sie in der Natur NIE finden würden (Raps, dem die Bitterstoffe weggezüchtet worden sind), oder überhaupt nicht verdauen können (Heu), letzteres dient nachweislich nur dazu, daß die nicht vor Hunger schreien. Und über die Hühner brauchen wir gar nicht erst zu reden, die mit "heimischen" Futtermitteln gefüttert werden sollen, obwohl hier nur ihre Besitzer heimisch sind.

Grüße
Brigitta
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Beitragvon new-holland121 » Sa Aug 25, 2007 23:18

@ SHierling,

was ist großhungern und woran merkt man das? Ich kann die Tiere nur so versorgen,wie wir es gelernt haben und wir wurden von sämtlichen Ämtern kontrolliert und auch der Tierarzt hat uns noch nie gesagt,dass unsere Schweine krank oder zu dünn wären.
Unsere AS Sau hat 18 Ferkel bekommen,von denen leben noch alle und ich werde mich morgen nochmals mit einem Experten beraten.
Meine Freundin hat es ebenfalls in der Schule so gezeigt bekommen! (Leguminosen,Heu,Kartoffeln ;molke,Futterrüben,Schrot...) Wir müssen uns einfach an die Verbandregeln halten und wir können auch die Schweine nicht sofort abschaffen.
Mir macht es nun sorgen,dass wir unsere Tieren vielleicht nicht genügend bieten aber 12 Moante werden schon vorgeschrieben,die sollen ja langsam wachsen und bisher hatten wir weder bei Wurst noch bei Fleisch irgenwelche Klagen.

Zu unserer Schweinehaltung:
Die Schweine leben entweder im Freiland (auf wechselnden Flächen und in Sauenhütten. Sie bekommen 3 Mal täglich Getreideschrot,Heu,Gemüse und alle zwei Tage Molke. Sie haben auch Stroh in den Hütten. Sie dürfen sich suhlen,in kleine Gruppen leben und haben immer frisches Wasser).
Die hochtragenden Sauen kommen ineinen Außenklimastall mit eingestreuten Boxen und der Wahl zwischen Innen-Und AUßenraum. SIe haben auch die Möglichkeit zum Suhlen.
In den erten Tagen werden sie,wenn nötig auch in einen Kastenstand gesperrt(aber nur kurzzeitig) und die Ferkel bleiben 42 Tage bei der Mutter. Sie werden dann Gruppenweise zusammengeführt uns langsam gemästet.
SHierling, kannst du mir Tipps,worauf ich in der ökologischen Schweinehaltung besonders achten muss?
Wie sieht großhungern aus? darf ich unserem langjährigen TA glauben und warum werden die Schweinehaltungssysteme auf den Ökobettriebe regelmäßig ausgezeichnet?
Ich mag unsere Schweine und möchte unseren Kunden gesundes Bioschweinefleisch aus artgerechter Haltung anbieten
Bin für jeden Tipp dankbar und wir werden gucken,ob wir es umsetzen können.

Gute Nacht
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Beitragvon SHierling » So Aug 26, 2007 0:01

Hallo,
ich kann Dir auch nichts weiter sagen als das, was da oben schon steht, und was eigentlich auch jeder weiß: in Bio-Futter fehlen ausreichend essentielle Aminosäuren um moderne Schweinerassen ausreichend gut zu ernähren. Und das merkst Du an der Mastdauer, ganz einfach. Früher haben die Tiere einen geringen Anteil Fleischknochenmehl bekommen, oder Fleischmehl, damit war das ganze auf natürliche Weise erledigt, und seit das (auch für konventionelle Betriebe) verboten wurde, hat man da eben ein Problem. Die konventionellen Betriebe lösen das, indem sie naturidentische essentielle Aminosäuren dazugeben, die Bios lösen das gar nicht, die lassen die einfach weg - und das eben ist meines erachtens nicht tiergerecht.

Beispiel: wenn Dein Kind - angenommen Du hättest eins - statt in 15 oder 16 Jahren erst mit 20 oder 25 ausgewachsen wäre, würdest Du sicher nicht sagen, daß es "gesund gewachsen" ist. Genauso leuchtet einem das bei Welpen ein, bei Kälbern, oder bei Fohlen, wenn die langsamer wachsen als ihre Artgenossen, sind sie nicht etwa "gesünder", sondern einfach nur Kümmerer und mangelkrank.

Und genau so ist das bei Schweinen auch, die einzelnen Rassen haben ein GENETISCH FESTGELEGTES Wachstumspotential, z.B. fast 1000g Zunahmen am Tag, und wenn man aufgrund der Fütterung darunter bleibt, so daß die Tiere länger brauchen zum wachsen, tut man so einem Tier nichts gutes, das ist dann "großhungern".
Das heißt nicht, das man nun unbedingt so schnell wachsende Schweine braucht, man bekommt ja als Bio auch mehr Geld dafür, aber wer welche mästen will, die langsamer wachsen, muß dann eben auch entsprechende Rassen nehmen (und die dürfen dann aber auch nicht "unter Vermögen" gefüttert werden!). Mit den alten, langsamer wachsenden Rassen hast Du dann aber wieder das Fettproblem - das hatten wir ja schon mal. (Auch das Fleisch-Fett-Verhältnis und die RÜckenspeckdicke sind genetisch festgelegt, ein "mageres Sattelschwein" ist genau so falsch ernährt wie eins, das zu lange zum wachsen braucht)

Und Rassen, die langsam wachsen UND mager bleiben, gibt es zur Zeit halt nicht.

In GANZ einfach ausgedrückt: die heutigen Schweine sind so sehr auf Hochleistung (und das dazugehörige Hochleistungsfutter) GEZÜCHTET, das sie mit anderem Futter eben fehlernährt werden.

Und wenn man da was umsetzen könnte, z.B. zu den ganzen anderen erlaubten "organischen Säuren" auch essentielle AS einsetzen, kannst Du Dir sicher sein, hätten das auch schon Leute gemacht - wie alle anderen Schweinehalter auch. DAS eben meine ich mit Sturheit und verbohrter Ideologie an der Natur vorbei, genau wie mit dem Raps. Da gibt sich die Natur extragute Mühe, dem jede Menge Gift (Erucasäure) und Bitterstoffe (Glucosinolate) zu verpassen, damit ihn JAAA kein Vieh frißt, und der Mensch züchtet das weg, damit er größeren Nutzen hat - und PLÖTZLICH, ohne jeden Hintergrund abgesehen vom Geld, kommen die Bios daher, und behaupten, Rapskuchen seien schickes Eiweißfutter für Schweine. Was das mit "Bio" bzw. Ökologie zu tun hat, leuchtet mir nicht ein, wer sowas widernatürliiches in seine Tiere stopft, der kann genausogut naturidentische(!) Aminosäuren nutzen, die sind jedenfalls natürlicheres Futter als Raps..

Grüße
Brigitta
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Beitragvon Desperado » So Aug 26, 2007 15:21

New Holland, Du bist ein wirklich netter Kerl und ich mag es wie leidenschaftlich Du von Eurer Landwirtschaft erzählst, aber ich muss Brigitta in diesem Punkt ausdrücklich recht geben.

Gerade Schweine und Geflügel brauchen ihre essentiellen Aminosäuren. Und weil sie diese nicht wie die Rinder (mit Hilfe von Bakterien) über die Nahrung selber produzieren können, müssen ihnen diese zugefügt werden. Und am besten geeignet ist nun mal Soja, weil Soja alle lebenswichtigen Aminosäuren enthält und frei von Bitterstoffen ist.
Wenn Schweine qualitativ (nicht quantitativ) nicht richtig ernährt werden, bilden sie nur wenig Muskelfleisch und lagern nur verstärkt fett ein, weil sie das Futter ohne diese essentiellen Aminosäuren, die in ausreichender Menge vorhanden sein müssen, gar nicht richtig verwerten können.

und noch ein kleiner Exkurs zur Gentechnik:

Diese nach außen hin scheinbar so heile Welt, von der Du immer wieder schwärmst, ist recht trügerisch. Wir sind ständig umgeben von irgendwelchen Parasiten (Pilze, Schadinsekten, Würmer, Schnecken, Bakterien, Viren usw.) und wenn es uns nicht gelingt, diese in Schach zu halten, dann stehen wir vor einem ernsthaften Problem. Auf der Erde leben über 6 Milliarden Menschen, Tendenz steigend, und wir können uns beim besten Willen keine Ernteausfälle und Hungersnöte leisten. Genausowenig können wir darauf warten, dass anfällige Pflanzen über viele Generationen hinweg so langsam beginnen Resistenzen gegen einen Schädling zu bilden, sondern müssen selbst aktiv werden und Resistenzgene ins Genom der Pflanzen einzüchten oder implantieren.

In Süddeutschland ist dieses Jahr erstmals der Maiswurzelbohrer aufgetaucht, der gemeinhin als der gefährlichste Maisschädling gilt und auch der Maiszünsler hat insb. im letzten Jahr verheerende Schäden hinterlassen.
Ich würde mir daher sehr wünschen, dass man über einen Zeitraum von vielleicht 3 Jahren in den betroffenen Gebieten großflächig Bt-Mais anbaut, um diese gefährlichen Schädlinge einzudämmen.
Danach kann man gerne wieder konventionelle Sorten anbauen, damit sich keine Resistenzen bei den Käfern und den Motten entwickeln.
Bt-Mais wirkt viel effektiver und ist weit ökologischer als jedes Insektizid. Ich sehe dabei auch keine Gefahr irgendwelcher Auskreuzungen, zumal der bei uns angebaute Hybridmais eh nicht nachgebaut wird und es in unseren Breiten auch keine nahe verwandten Pflanzen gibt, wo dies eine Gefahr darstellen könnte.
Natürlich darf in den Gebieten, in denen Saatgut erzeugt wird, kein Bt-Mais stehen, aber das versteht sich von selbst.
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