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Fragen Weideunterstand

Fragen und Antworten rund um die Rindviehhaltung.
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23 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Fragen Weideunterstand

Beitragvon GOGOMANN » Mo Aug 24, 2026 9:13

Hallo,

wir planen einen Weideunterstand für 4 Mutterkühe + 20 Mutterschafe.
Pultdachhalle Größe 12 x 8 m
Der Unterstand wird am Hang gebaut, daher wird an 3 Seiten eine Stützwand (1,2 m) errichtet.
Ausführung als Tiefstreu. (Stroh ist vorhanden)

Die Rinder sollten die nassen Wintertage vorzugsweise im Unterstand verbringen (November- März). Es wäre ganzjäriger Weidezugang möglich.
Die Schafe sollten während der Lammzeit im Unterstand untergebracht werden.

Frage 1:
Initial war eine Bodenplatte geplant um Sickern der Gülle zu vermeiden. Nach Rückfrage ist eine Bodenplatte für einen Unterstand nicht erlaubt.
Hat jemand erfahrung mit Naturboden im Unterstand?
Welche alternative gibt es den Boden zu befestigen? Wir haben an einen ausgedientetn spaltenboden gedacht.

Frage 2:
Für die Rinder ist im Unterstand ein Bereich von 4 x 8 m angedacht.
Macht es Sinn zusätzlich einen bereich vor dem Unterstand als Fressbereich zu befestigen? Füttern ist mit einer Viereckraufe geplant. Wie oft müsste man diesen bereich abschieben?

Frage 3:
Wie mit dem anfallenden Mist umgehen? Der Misthaufen ist nicht mehr nutzbar, da er direkt am geplanten Wohnhaus liegt.
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Re: Fragen Weideunterstand

Beitragvon meyenburg1975 » Mo Aug 24, 2026 14:10

Spaltenboden war auch meine erste Idee. Mit vernünftigem Unterbau und sauber verlegt, sind die auch problemlos abzumisten.
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Re: Fragen Weideunterstand

Beitragvon Burli86 » Di Aug 25, 2026 7:19

immer wieder die große Frage Weideunterstand oder Stall
Ich vermute die Maße und die Bezeichnung als Weideunterstand kommen daher, das man in manchen Bundesländern im Außenbereich bis 100m²
Aber wichtig hierbei ist, das bei verfahrensfreien Bauvorhaben fachrecht selbst geprüft werden muss. Ausgleich Naturschutz, Wasserrecht usw.
Hinzu kommt, das solche Unterstände nur für vorübergehende Unterbringung von Vieh und Futter dienen dürfen.
In Hessen heißt es, sobald die Tier zugefüttert werden, ist es ein Stall.

Kurz um: Ich empfehle in solchen Fällen einen Bauantrag, weil der Aufwand nicht viel größer ist und du in der Nutzung freier bist.

Zur Ausführung:
Wenn Bauantrag, dann betonieren. So bist du auch in der Nutzung flexibel.
Ein Vorplatz zum Füttern unbedingt befestigen, sonst wirst du nicht glücklich und du und die Tiere wühlen nur im Matsch rum.
Und meistens kommt dann irgendwann auch das Vet-Amt ins Spiel.
Spalten lassen sich sehr gut verwenden.
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Re: Fragen Weideunterstand

Beitragvon Manfred » Di Aug 25, 2026 7:32

Betonplatte verboten?
In welcher Region ist das denn?
"Menschen mit Sklavenmentalität betrachten ihre Fesseln als Garantie für Stabilität."
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Re: Fragen Weideunterstand

Beitragvon Burli86 » Di Aug 25, 2026 7:40

Manfred hat geschrieben:Betonplatte verboten?
In welcher Region ist das denn?


In Hessen gibt es wohl einige Landkreise die sagen, wenn ein Weideunterstand betoniert ist, ist es ein Stall und kein Weideunterstand.
Also eigentlich nicht verboten, sondern dann gilt es nicht mehr als Weideunterstand
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Re: Fragen Weideunterstand

Beitragvon Manfred » Di Aug 25, 2026 8:13

Und im selben Atemzug jammern sie über die Nitratbelastung und die Tierschutzproblematik.
Das verstehe, wer will.
Aber wenn man nicht den Nerv und das Geld und die Zeit hat, zu klagen, ist man dieser Willkür wohl ausgeliefert.
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Re: Fragen Weideunterstand

Beitragvon MF4355 » Di Aug 25, 2026 19:41

In SH darf im Unterstand weder Futter noch Wasser sein.
Das Vetamt begrüßt alles, .was für die Tiere gut ist. Die sollen gesund sein. Wenn du 4x8 planst, kann da sowieso keine 2x2m Raufe innen stehen.
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Re: Fragen Weideunterstand

Beitragvon Otto Mohl » Di Aug 25, 2026 22:19

Die 4 Kühe weg, dafür 20 Mutterschaft mehr. Die schafft der Bock, der eh da ist, auch noch zu decken und das spart noch viel Arbeit und Baustelle.

Und dann reichen zwei Weidezelte. Eins für das Winterfutter und eins für das Winterfutter und dann die Lämmer, wenn das Zelt leer gefuttert wurde.

Am besten auf der Weide füttern, dann spart man auch gleich einen Großteil der Mistwirtschaft und fährt vielleicht einmal in fünf Jahren Scheiße raus.
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Re: Fragen Weideunterstand

Beitragvon Wuestenfuchs00 » Mi Aug 26, 2026 9:51

Otto Mohl hat geschrieben:Die 4 Kühe weg, dafür 20 Mutterschaft mehr. Die schafft der Bock, der eh da ist, auch noch zu decken und das spart noch viel Arbeit und Baustelle.

Und dann reichen zwei Weidezelte. Eins für das Winterfutter und eins für das Winterfutter und dann die Lämmer, wenn das Zelt leer gefuttert wurde.

Am besten auf der Weide füttern, dann spart man auch gleich einen Großteil der Mistwirtschaft und fährt vielleicht einmal in fünf Jahren Scheiße raus.



Würde ich auch empfehlen, zumal von der Kombination Schafe und Rinder ohnehin abzuraten ist (BKF, Parasiten etc.). Auch hinsichtlich Sickerwasser bzw. Mistlager wird das bestimmt nicht so einfach werden. Die Zeiten wo man einfach so eine Feldmiete anlegen kann sind doch lange, lange vorbei...
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Re: Fragen Weideunterstand

Beitragvon 038Magnum » Mi Aug 26, 2026 18:38

GOGOMANN hat geschrieben:... Wir haben an einen ausgedientetn spaltenboden gedacht.

Macht es Sinn zusätzlich einen bereich vor dem Unterstand als Fressbereich zu befestigen?

Wie mit dem anfallenden Mist umgehen? Der Misthaufen ist nicht mehr nutzbar...


Welches Bundesland? Wenn Hessen, kannst du das mit den Betonspalten als Untergrund vergessen! Dann ist's kein Weideunterstand mehr.
Genauso mit der befestigten Fläche davor...

Mist ist ebenfalls ein Thema für sich, ohne Mistplatte eigentlich nicht mehr sinnvoll zu handhaben. Aber das geht ebenfalls nicht ohne Genehmigung. Wie macht ihr das bisher?

Steht ihr erst am Anfang der Planung? Wenn ihr vom Amt schon die Info habt, dass Betonboden nicht erlaubt ist, was habt ihr noch mit denen besprochen?

Besten Gruß
"Die Gedenktafel für die Zweiten hängt unten in der Damentoilette."
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Re: Fragen Weideunterstand

Beitragvon GOGOMANN » Mi Aug 26, 2026 20:50

Bundesland ist BW
verfahrensfreier Weideunterstand wurde bewilligt.

bisher stehen Rinder über den Winter im Anbindestall, welcher auch bestehen bleibt
Mistplatte mit Güllegrube ist auch vorhanden

Misthaufen und Rinderstall grenzen direkt am geplanten Wohnhaus an, daher sollte die Nutzung vermieden / reduziert werden

Rinder sind dem Senior sein liebstes Tier, so lange der Senior fit ist sollten Rinder auf dem Hof bleiben
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Re: Fragen Weideunterstand

Beitragvon Otto Mohl » Do Aug 27, 2026 13:07

Die Bude kostet dich ein Vermögen, wenn du das ordentlich machst, das dann nicht für den geplanten Hausneubau zur Verfügung steht.

Mach erst das Haus und danach können vielleicht die Kühe eh weg. Durch Schafe sparst de den ganzen Güllekram und einen sehr sehr großen Teil der Mistwirtschaft. Das ganze in zwei Weidezelte irgendwo halbflexibel...

Ich bin sehr froh, dass hier die Rinder weg sind. Hatten auch ungefähr deine Größenordnung.
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Re: Fragen Weideunterstand

Beitragvon Wuestenfuchs00 » Do Aug 27, 2026 15:25

GOGOMANN hat geschrieben:Bundesland ist BW
verfahrensfreier Weideunterstand wurde bewilligt.

bisher stehen Rinder über den Winter im Anbindestall, welcher auch bestehen bleibt
Mistplatte mit Güllegrube ist auch vorhanden

Misthaufen und Rinderstall grenzen direkt am geplanten Wohnhaus an, daher sollte die Nutzung vermieden / reduziert werden

Rinder sind dem Senior sein liebstes Tier, so lange der Senior fit ist sollten Rinder auf dem Hof bleiben


Dann würde ich an deiner Stelle alles so weiterlaufen lassen wie bisher. Aufwand und Kosten die da auf dich zukommen würden stehen da in keinem Verhältnis.
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Re: Fragen Weideunterstand

Beitragvon Otto Mohl » Do Aug 27, 2026 18:25

Hier ist eher Sozialberatung nötig.

Die Frau will ein neues Haus ohne Gestank.

Der Mann will Zuhause bleiben. Spart ja auch den Bauplatz.

Der Senior will seine Rinder behalten.

Druck auf den Alten kann man nicht aufbauen. Überzeugen, diese total sinnlosen Rinder (Arbeit, Lebensgefahr...) gegen etwas weniger sinnlose Schafe umzutauschen wird auch schwer.

Die Lösung ist jetzt ein Schuppen im Außenbereich für 10000 Euro/Mutterkuh, der sich später nicht sinnvoll umnutzen lässt, da die Genehmigungsfähigkeit fehlt.
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Re: Fragen Weideunterstand

Beitragvon Otto Mohl » Do Aug 27, 2026 18:31

Wenn das Konto nicht zum bezahlen des Hauses reicht und man sich Geld leihen muss, kostet dich alleine der Weideschuppen rund 2000 Euro Zinsen p.a. vor Steuer.
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